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  1. Avatar von Punpun
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    03.04.2013
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    3.523

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Hallo,
    ich hoffe dieser Thread ist richtig
    habe bzw. hatte 2 ältere Perserkatzen seit 8 Jahren aus dem Tierheim die reine Wohnungskatzen sind. Die Katze musste ich Mitte Juli einschläfern lassen. Sie war Nierenkrank nahm rapide ab und war zum Schluss nur noch Haut und Knochen und konnte Ihren Urin nicht mehr ins Katzenklo bringen.
    Allerdings war sie geistig und auch sonst noch fit.
    Das Gewichtsproblem konnte ich aber nicht mehr in den Griff bekommen.
    Habe damals vorher und hinterher nur geheult und stand regelrecht unter Schock und hatte lange Alpträume und Schuldgefühle.
    Am Schlimmsten fand ich die Zeit kurz vor dem unvermeidlichen Einschläfern weil ich ja wusste was kommt was sie nicht wusste während ich sie bsw. streichelte

    Jetzt steht der Kater und mein Liebling unmittelbar vor dem selben Schicksal.
    Ich hatte nach dem Verlust seiner Partnerin schon ein schlechtes Gewissen Ihn überhaupt lange alleine in der Wohnung zu lassen.
    Er hat eine Veränderung in der Leber (vermutlich Tumor) . Erst hatte er einen Kugelbauch und jetzt nimmt er rapide ab, von 5,5 auf 3,5 kg Tendenz weiter fallend.
    Gleichzeitig wird er noch anhänglicher , lebebedürftiger und aufdringlicher als er sonst schon fast wie ein Hund ist.
    Versuche Ihn mit Aufbaunahrung zu füttern, gebe Schmerzmittel, probiere alles aus , bekomme den Gewichtsverlust aber nicht in den Griff.
    Wenn es das geben würde ich auch eine Lebertransplantation machen, Geld wäre mir egal, würde alles versuchen da ich das Gefühl habe das alles hinterher eh wertlos für mich sein würde.
    Fühle mich so hilflos , ich wünschte ich könnte den Krebs rausziehen oder sonst was.
    Laut Tierarzt und Bekannten soll ich Ihn einschläfern lassen.
    Schaffe das aber nicht, noch ist er zu fit. Gleichzeitig habe ich Ihm versprochen Ihn nicht im Stich zu lassen und mein Schicksal habe ich irgendwie mit Ihm verbunden.
    Gehe seit Monaten außer zur Arbeit kaum noch raus, bei mir in der Wohnung ist es wie im Hospiz , bin völlig fertig, habe wahnsinnige Ängste.
    Denke nur an den Tod (auch von meinen Eltern)
    Bin in ärztlicher therapeutischer Behandlung und habe die Befürchtung das ich mit meinen Liebling in einer spontanen Reaktion alleine zusammen gehen könnte oder etwas anderes extremes passieren könnte. Zumindest wäre der Schock enorm . Auch die Tatsache das ich wieder jetzt weiß was er noch nicht weis was bald passieren wird macht mich verrückt und ich fühle mich schuldig und als Verräter.
    ich möchte auch nicht aufgegeben , verlassen und im Stich gelassen werden , habe das selbst früher erlebt und mir geschworen das ich dies niemals machen werde.
    Für andere ist das halt nur ein Tier, für mich aber nicht.
    Lebe sehr isoliert und die Katzen waren mein einziger Lebensinhalt und der Kater ist mein einziger echter Freund , der beste den ich je so hatte und der einzige den ich körperlich tagtäglich an mich ranlassen konnte und Nähe geben konnte und bekam.

    Mein Therapeut empfahl mir meine Gefühle zu teilen , entweder mit Menschen die ich kenne oder auch bsw. online in einem Forum und falls meine Befürchtung wahr wird ohne Scham in eine Klinik oder zum Notarzt zu gehen.
    Komme mit Verlust nicht klar, will deswegen auch keine Tiere mehr weil mich das die letzten Wochen gefühlsmäßig innerlich zerreißt und ich nicht weis wie ich mit diesen Gefühlen umgehen soll. Weiß nicht wohin damit

    Sorry für meine weinerliche Art gerade

  2. Moderation Avatar von katelbach
    Registriert seit
    02.03.2011
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    14.980

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Liebe Punpun,

    Du bist in einer Ausnahmesituation. Ich kann das gut verstehen, weil ich nach dem Tod meines Mannes nur noch meine beiden Hunde hatte, die mich dann durch Jahre der Depression und des Rückzugs begleitet haben.


    Deine Gedanken sind zwar verständlich, aber letztlich falsch. Du bist kein Verräter, nur weil Du weißt, dass das Leben Deines Katers, endlich ist. Jedes Leben ist endlich. Tiere denken halt nicht darüber nach, aber wir. Der Tod gehört zum Leben.

    Im Zusammenleben mit Tieren fällt uns Menschen eine sehr, sehr wichtige Aufgabe zu: wir tragen die Sorge um das Wohlergehen unserer Tiere. Dazu gehört auch, sie gehen zu lassen und ihnen einen guten Tod zu schenken, wenn sie krank sind und leiden. Wir sind für sie verantwortlich.

    Wir dürfen sie nicht um unseretwillen festhalten, wenn ihr Leben nicht mehr gut ist, sie dahinsiechen, sich nicht mehr sauberhalten können, nicht mehr fressen können und wenn ihre Stoffwechselprodukte Körper und Gehirn vergiften, weil ihre Lebern und Nieren versagen. Wir dürfen ihre Leiden nicht verlängern und verstärken, nur weil wir Angst vor dem Verlust, vor dem Alleinsein und vor der Trauer haben. Wir würden das bei unseren nächsten Menschen auch nicht tun. Sie in Ruhe und ohne Kampf gehen zu lasen ist der größtmögliche Ausdruck von Verbundenheit.

    Wenn Du Dir das vor Augen hältst, wirst Du trotzdem trauern, aber es kann Dir helfen, Dein Leben ein bisschen besser zu sortieren. Du weißt dann, dass Du das Richtige für Deinen Kater tust, tun wirst, getan hast ...

    Ich wünsch Dir eine gute Entscheidung - und bitte handle nicht unübelegt, was Dich selbst betrifft.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  3. Inaktiver User

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Liebe Punpun,

    kann das, was die liebe @Katelbach geschrieben hat nur bestätigen.

    Leider ist meine liebe Golden Retriever Hündin mit 13 vor etwa einem Monat verstorben. Sie wurde auch vom Tierarzt erlöst. Sie wäre sowieso innerhalb der nächsten Tage gestorben, insofern war es dann für sie eine Erlösung. Tut es weh? Ja, es tut verdammt weh, sie fehlt an allen Ecken und Enden und man kann sich das gar nicht vorstellen, wenn man keine Tiere hat, wie sehr das schmerzt. Das sehe ich auch so wie du. Ich finde, es ist auch ein Akt der Liebe, wenn man seinem Tier die Schmerzen nicht mehr zumuten will. Und es kostet viel, viel Kraft. Alle, die sie kannten, haben geweint um sie, weil sie so eine Liebe war. Wir haben alles versucht, es hat nicht sollen sein und die Euthanasie war dann für sie eine Erlösung. Wir konnten sie nicht mehr leiden sehen.

    Bei meiner Hündin (starb wohl an Spondylose ??) war eine Woche vorher noch bei der Chiroprakterin, der TA meinte, dass wir sie wieder hinbekommen. Sie wurde täglich gespritzt, erst verbesserte sich ihr Zustand und dann ging es rapide bergab. Nichts mehr gefressen, im Schlafplatz gepieselt......irgendwie abgeschaltet, um sich auf das Sterben vorzubereiten, wenn man das so sagen soll. Sie konnte einfach nicht mehr.

    So wie du,haben wir alles getan. Alles, alles, alles. Aber es hat nicht gereicht. Und keiner hat Schuld. Es passiert eben. Es passiert, das Tiere vor uns gehen müssen, das Menschen, die wir sehr lieben, sterben. Wütend, ohnmächtig, hilflos, unendlich traurig ist war ich. Traurig bin ich noch. Allerdings bin ich der Meinung, dass meine Hündin mich nicht verlassen hat. Im Kopf, in der Erinnerung ist sie noch da. Sie wird immer bei mir bleiben. In der Erinnerung. Die Erlebnisse, die Abenteuer, die wir beide erlebt haben, das kuscheln, die Liebe, das Vertrauen. Wie deine Katze(n) ist meine Hündin ein großes Glück und Geschenk und Loslassen gehört leider auch dazu.

    Du schreibst, du bist in therapeutischer Behandlung. Ich würde es so handhaben, wie deine Therapeutin empfiehlt. Ich wünsche dir viel Kraft.


  4. Registriert seit
    11.12.2016
    Beiträge
    1.378

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Es tut mir sehr leid!
    Ich glaube, jeder der hier schreibt, kann nachvollziehen wie es dir geht. Unter den manchmal vielen Tieren die man hat, ist jedes Tier besonders und doch gibt es welche, die einen noch mehr berühren.
    Es ist schlimm wenn sie sterben und es hört nicht auf das sie fehlen.
    Aber man muss es aus Tiersicht sehen und gucken, was für die geliebte Katze oder den geliebten Hund am besten gewesen ist. Ich glaube wirklich, dass der größte und letzte Liebesbeweis der ist, dass wir sie nicht leiden lassen und sie dann gehen lassen - auch wenn es uns so unsagbar weh tut und sie uns unendlich fehlen.
    Wir haben mit ihnen und sie mit uns die schönste und beste Zeit gehabt - irgendwann wird einen das etwas trösten!

    Zitat Zitat von Punpun Beitrag anzeigen
    Am Schlimmsten fand ich die Zeit kurz vor dem unvermeidlichen Einschläfern weil ich ja wusste was kommt was sie nicht wusste während ich sie bsw. streichelte
    Ich habe mir die gleichen Gedanken gemacht und auch ich hatte dieses schlechte Gewissen. Es fühlte sich wie Verrat an.
    Auf der anderen Seite habe ich mich so zusammen gerissen, dass er keine Angst gehabt hat, er während ich ihn streichelte und seinen Kopf hielt und mit ihm sprach, er langsam wegdöste. Ich machte mit ihm die gleiche Zeremonie, so wie ich sie jeden Abend machte.
    Für mich war das furchtbar - aber ich glaube für unseren Kater war es so ab besten. Denn er musste in seinen letzten Minuten keine schrecklichen Ängste ausstehen und das war das wichtigste.

    Bin in ärztlicher therapeutischer Behandlung und habe die Befürchtung das ich mit meinen Liebling in einer spontanen Reaktion alleine zusammen gehen könnte oder etwas anderes extremes passieren könnte. Zumindest wäre der Schock enorm . Auch die Tatsache das ich wieder jetzt weiß was er noch nicht weis was bald passieren wird macht mich verrückt und ich fühle mich schuldig und als Verräter.
    ich möchte auch nicht aufgegeben , verlassen und im Stich gelassen werden , habe das selbst früher erlebt und mir geschworen das ich dies niemals machen werde.
    Für andere ist das halt nur ein Tier, für mich aber nicht.
    Wenn du eine wirklich innige Beziehung zu deiner Katze hast - glaubst du, sie würde das wollen? Das du dir was antust? Du hast diese beiden Katzen aus dem Tierheim, hast sie quasi gerettet. Meinst du nicht, es wäre in ihrem Sinne, wenn du irgendwann, wenn du bereit bist, wieder ein Katzenpärchen rettest?

    Noch etwas: du lässt ihn nicht im Stich, im Gegenteil Du bist für ihn da! Und der größte Liebesbeweis ist, wenn du bis zum Schluss an seiner Seite bist und sein Leiden nicht künstlich verlängerst. Viele sind nicht in der Lage, ihr Tier bis zum Schluss zu begleiten, das ist noch viel schlimmer, weil sie nicht Abschied nehmen können.

    Die therapeutische Behandlung findet ich gut. Solche Verluste sind manchmal schwer zu verkraften und wenn dir jemand bei der Verarbeitung helfen kann, ist das gut!


    Lebe sehr isoliert und die Katzen waren mein einziger Lebensinhalt und der Kater ist mein einziger echter Freund , der beste den ich je so hatte und der einzige den ich körperlich tagtäglich an mich ranlassen konnte und Nähe geben konnte und bekam.
    Gehe seinen letzten Weg mit ihm. Denke daran, wie froh deine beiden Katzen waren, dass sie einen Platz bei dir gefunden haben. Wenn er dein Freund ist und dich kennt, dann würde er dir raten, später ein paar Kameraden von ihm aus dem Tierheim zu holen, im Tierheim zu helfen oder dich im Katzenschutz zu engagieren, meinst du nicht?
    Mein Therapeut empfahl mir meine Gefühle zu teilen , entweder mit Menschen die ich kenne oder auch bsw. online in einem Forum und falls meine Befürchtung wahr wird ohne Scham in eine Klinik oder zum Notarzt zu gehen.
    Komme mit Verlust nicht klar, will deswegen auch keine Tiere mehr weil mich das die letzten Wochen gefühlsmäßig innerlich zerreißt und ich nicht weis wie ich mit diesen Gefühlen umgehen soll. Weiß nicht wohin damit

    Sorry für meine weinerliche Art gerade
    Dein Therapeut hat völlig recht! Es gibt keinen Grund sich zu schämen.
    Deine Gedanken, kein Tier mehr zu wollen, weil der Verlust so sehr schmerzt und man Angst vor einem erneuten Verlust u. dem Schmerz hat - auch das kennen einige, ich auch. Nach einer Zeit der Trauer erwachte dann aber immer wieder der Wunsch nach einer/zwei Katzen - was nicht heißt, dass die Verstorbenen dadurch in Vergessenheit geraten.
    In unserem Kopf, in unseren Herzen leben sie ja immer weiter und das war wir zusammen erlebt habe, die Zeit zusammen, die kann uns niemand nehmen!

  5. Avatar von Gartenzwergin
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    04.08.2003
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    1.318

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Zitat Zitat von Punpun Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich hoffe dieser Thread ist richtig
    habe bzw. hatte 2 ältere Perserkatzen seit 8 Jahren aus dem Tierheim die reine Wohnungskatzen sind. Die Katze musste ich Mitte Juli einschläfern lassen. Sie war Nierenkrank nahm rapide ab und war zum Schluss nur noch Haut und Knochen und konnte Ihren Urin nicht mehr ins Katzenklo bringen.
    Allerdings war sie geistig und auch sonst noch fit.
    Das Gewichtsproblem konnte ich aber nicht mehr in den Griff bekommen.
    Habe damals vorher und hinterher nur geheult und stand regelrecht unter Schock und hatte lange Alpträume und Schuldgefühle.
    Am Schlimmsten fand ich die Zeit kurz vor dem unvermeidlichen Einschläfern weil ich ja wusste was kommt was sie nicht wusste während ich sie bsw. streichelte

    ...
    Liebe Punpun,

    lass dich drücken
    Am Montag wird unsere 16/17 Jahre alte Katze eingeschläfert. Sie hat Verdickungen (Blutbild ergab kein Ergebnis) am Hals und die machen ihr seit August große Probleme. Mittlerweile wirkt das Cortison nicht mehr und sie verliert ständig an Gewicht. Der Rücken ist nur noch Knochen, das Fell struppig.

    Seit 3 Tagen kann sie kein Futter mehr zu sich nehmen und setzt weder Kot noch Urin ab. Es ist schlimm, sie möchte fressen, aber kann irgendwie nicht. Ich gebe ihr nun das flüssige Sheba-Leckerchen, was sie mehr oder weniger aufleckt.

    Manchmal springt sie noch auf meinen Schoß und gibt Köpfchen, schnurrt. Meistens sitzt sie aber in einer seltsamen Haltung auf dem Sessel im Wohnzimmer.

    Mir zerbricht auch das Herz und ich habe Schuldgefühle, ob die Entscheidung nicht doch zu früh ist.
    Die Tierärztin sagt, dass die Katze verhungern würde. Künstliche Ernährung kommt für uns nicht in Frage. Eine OP oder sonstige Untersuchungen in dem Alter auch nicht mehr.

    Wir lieben sie sehr und sie hatte immer ein gutes Leben in unserer Familie. Die Tierärztin kommt zu uns und wir werden alle da sein. Ich habe einen ziemlichen Horror

    Dir alles Liebe.
    Die Gartenzwergin is back


  6. Registriert seit
    15.11.2018
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    239

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Das ist hier ja schon vor langer Zeit geschrieben worden und ich erkenne noch nicht, ob es noch aktiv ist. Das was hier oben geschrieben wurde habe ich gestern genau so mit meiner allerliebsten Katze erlebt. Sie war sehr krank schon seit ca. 3 Monaten. Zum Schluss war sie nur noch Fell (bis zum Ende wunderschön) und Knochen. Es war so schwer mit anzusehen wie es zu ende ging, die letzten Tage und man hatte irgendwie doch immer noch Hoffnung. Sie hatte sich vorher auch schon mal wieder aufgerappelt und wieder gefressen. Die letzten Stunden waren schlimm und das Krampfen und laute Atmen und laute Stimmengeräusche und ich war so sauer auf mich, dass ich sie nicht habe einschläfern lassen, um ihr das zu ersparen. Ich hatte einfach gehofft, dass sie einschlafen und eines Tages nicht mehr aufwachen würde, aber es war ein langes, schweres Sterben, glaube ich. Mitten in der Nacht findet man auch keinen TA der nach Hause kommt, zumindest nicht wo ich wohne. Ich vermisse sie so sehr und wenn ich hier so lese, dass das bei vielen jahrelang nicht aufhört...ohjee. Es ist eben ein Familienmitglied, liebste Freundin, oder Freund. Da kommt man wahrscheinlich genau so wenig drüber weg, wie über den Tod eines lieben Menschen. Wie kann man nur damit leben? Ich weiß es nicht. Ich vermisse sie unendlich.


  7. Registriert seit
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    8

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Liebe Elinda,

    mein Beileid zum Verlust Deiner Katze! Ich fühle mit Dir. Mein über alles geliebtes Fellmädchen ist Anfang Januar gestorben. Was die Art des Sterbens Deiner Katze angeht kann ich Dir nur sagen, dass man sich immer Vorwürfe macht. Meine Katze wurde eingeschläfert, ich konnte aber nicht dabei sein, da es telefonisch entschieden werden musste. Damit hadere ich jetzt auch noch. Ich fühle mich, als hätte ich sie im Stich gelassen. Vor acht Jahren wurde mein Herzenskater eingeschläfert, ihn hielt ich währenddessen fest im Arm, trotzdem fühlte ich mich damals auch mies, als hätte ich ihn zum Schafott geführt. Es ist einfach eine entsetzliche Sache, es zerreißt einen fast. Es ist bei Deiner Katze so gelaufen, Du wolltest das Beste für sie und manchmal verpasst man vielleicht den Moment an dem es Zeit ist, loszulassen. Bitte zerfleische Dich jetzt nicht mit Selbstvorwürfen.

    Schaue Dir jetzt viele Bilder an und lass den Kummer und die Tränen richtig raus. Wenn es nicht mehr ganz so furchtbar wehtut wird irgendwann die Dankbarkeit überwiegen, dass Du sie haben durftest. Ich denke immer: Die Tiere waren so oder so auf dieser Welt, aber ich habe sie zu mir geholt und sie hatten bei mir ein wunderbares Katzenleben. Woanders hätten sie es womöglich nicht so schön gehabt. Dass man sie in der Regel überlebt (anders wäre es ja auch nicht so toll, oder?) ist eben leider so.

    In Deinem Herzen, in den Gedanken und Erinnerungen wird sie immer sein. Ich wünsche Dir viel Kraft!


  8. Registriert seit
    20.07.2010
    Beiträge
    3.409

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Elinda - ich seh es auch so, ein sehr schlechtes Gewissen hat man immer

    Ich habe den Kater einschläfern lassen - vorher.
    Möglicherweise eine ganze lange Weile "vorher".

    Ich habe es mir lange und gut überlegt gehabt. Es war sehr krass und tut sehr weh.
    Und ich denke durchaus "ich habe ihn töten lassen, vielleicht hätte er noch ein paar gute Monate gehabt". Da hab ich ein schlechtes Gewissen.

    Was man halt so denkt.

    Andererseits hatte ich immer Angst, "den Moment" zu verpassen.

    Wie mans macht ist es verkehrt, verstehst...
    Du hast sicherlich dein Bestes getan
    Mach dir keine Vorwürfe!


  9. Registriert seit
    15.11.2018
    Beiträge
    239

    AW: Wenn Euer Tier stirbt - Körperliche Aspekte

    Liebe(r) R-Rokeby und liebe(r) Junimond85,

    ich danke Euch sehr dafür, dass Ihr mir etwas über Eure Gefühle geschrieben habt. Ja, ich denke, es würde mir ganz genau so gehen. Man weiß einfach nicht wann der richtige Zeitpunkt ist. Am Abend, ein paar stunden bevor sie starb, wusste ich, dass es Zeit war, aber es wäre niemals ein TA zu mir raus gekommen. Hier gibt es nur zwei und da muss man mit dem todkranken Tier hin fahren.

    Ich habe ein Glas mit einer Kerze auf ihr Grab gestellt und zünde jeden Abend eine neue an und rede mit ihr. Ich will dort eine Bank hinstellen. Es ist tröstlich zu lesen, dass es offensichtlich immer (oder oft) sehr schwer ist und man scheinbar meist mit Schuldgefühlen, so oder so, zu kämpfen hat. Sie fehlt mir so sehr. Meine kleine Freundin... :
    Geändert von Elinda (14.02.2019 um 15:46 Uhr)

  10. 13.02.2019, 20:01


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