Ich möchte meinen Setter als jagdhundlichen Begleithund (ich glaube so nennt sich das) ausbilden.
Weiß jemand wie und wo ich das in Hamburg machen kann?
Auf gar keinen Fall kommen Erziehungsmethoden wie kleine Elektroschocks oder dergl. in Frage!]
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19.02.2009, 19:06
Ausbildung: 1jähriger Irish Setter
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19.02.2009, 19:45
AW: Ausbildung: 1jähriger Irish Setter
Gibt es um Hamburg rum Förstereien? Oder Jagdvereine? Vielleicht können die dir einen Rat geben.
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19.02.2009, 19:50Inaktiver User
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20.02.2009, 09:16
AW: Ausbildung: 1jähriger Irish Setter
Das meinte ich - daß in einem Jagdverein sicherlich jemand einen guten Trainer empfehlen kann (eher als im Tierschutzverein *g*)
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20.02.2009, 09:26Inaktiver User
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20.02.2009, 22:06
AW: Ausbildung: 1jähriger Irish Setter
Warum willst Du den Hund jagdlich ausbilden? Ich nehme mal an, dass du keinen Jagdschein hast und ihn auch nicht machen willst - was macht dann eine jagdliche Ausbildung bei einem Setter Sinn?
Kommt der Hund aus einer jagdlichen Linie oder mehr aus der Schönheitszucht?
Es gibt keine Jagdhundetrainer, jeder der einen Jagdhund führen will, bildet ihn i.d.R. selbst aus und führt ihn dann zu Jagdundegebrauchsprüfungen, bzw. anderen Jagdhundeprüfungen. Aber ohne Jagdschein macht das alles keinen Sinn.
Schönen Gruß vom
Hinkel
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23.02.2009, 16:33
AW: Ausbildung: 1jähriger Irish Setter
Es gibt Jagdhunde und es gibt die Gruppe der Begleithunde. "Jagdhundlicher Begleithund" habe ich noch nie gehört, obwohl ich sehr viel sowohl mit Jagd- als auch Begleithunden zu tun habe.
Die Ausbidlung eines Jagdhundes für die Jagd erfolgt im allgemeinen durch die Jägerschaft und ist für einen Hund, der eigentlich Begleithund sein soll nicht gerade sinnvoll.
Einen der Rasse nach zu den Jagdhunden gehörenden Hund zum Begleithund auszubilden ist da schon etwas sinnvoller. Allerdings sollten seine angeborenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen berücksichtigt werden. Sinnvoll ist es, einen Jagdhund, der nicht jagdlich geführt werden soll und auch nicht "einfach so" jagen gehen soll seiner Veranlagung entsprechend auszulasten, also z. B. sogenannte Jagdersatzspiele und ähnliche Kopfarbeit mit ihm zu machen. Hierauf haben sich einige Hundetrainer spezialisiert, nicht jede Hundeschule kann das leisten.
Der Nichtjäger sollte meiner Meinung nach eine klare Vorstellung davon haben, was sein Jagdhund an Veranlagung mitbringt und dem Hund eine entsprechende Ausbildung geben. Allerdings, "Jagdhundlicher Begleithund" ist mir als Begriff nicht geläufig. Was soll das denn sein?
Li Gr Ute
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23.02.2009, 16:48Inaktiver User
AW: Ausbildung: 1jähriger Irish Setter
das stimmt nicht ganz.
unserer hundeschule hier (leider rhein-main-gebiet) bietet eine jagdhundeausbildung aus. dort lernt man zum einen den jagdhund zu beschäftigen zum anderen aber eben auch den gehorsam, dass der hund in der jagdsequenz abrufbar ist. geübt wird mit dummies. und es wird am schluss auch eine prüfung simuliert.
man lernt
apportieren
verloren suchen
fährten lesen (immer schwieriger werdened)
und den gehorsma mit hasenfell als ablenkung beispielsweise.
ich habe den 6-monatigen kurs mit meinem hund belegt. das war sehr informativ und hat viel spass gemacht. wie haben beide viel gelernt, auch wenn mein hund eher ein hüte-hund ist. das apportieren und fährtenlesen hat auch ihm spass gemacht.
@sandmännchen
schau dich nach kursen um. leider kann ich dir keine tipps für deine gegend geben.
wir hatten auch einen setter in der gruppe. beim fährtenlesen war der ganz anders gestrickt als die restlichen, das war immer faszinierend zuzusehen.
viel spass dabei.
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24.02.2009, 21:23
AW: Ausbildung: 1jähriger Irish Setter
Hallo Kebmo,
das was die Hundeschule anbietet ist wohl mehr eine Beschäftigungstherapie für Jagdhunde die leider in Hundehalterhände von Nichtjägern gelangt sind und die man nun versucht irgendwie zu beschäftigen, bzw. den Jagdtrieb den die Tiere haben in Bahnen zu leiten, dass sie nicht mit Revierinhabern in Konflikt kommen, wenn sie "jagen" gehen. d.h. wenn sie beim normalen Gassigehen mal eine Fährte aufnehmen und Wild hetzen, bzw. stöbern. Sowas findet kein Jagdpächter toll.
Ich verstehe nach wie vor nicht und werde es nicht verstehen, was Jagdhunde in Händen von Nichtjägern tun. Ein Jagdhund ist zum jagen geboren, das sind Eigenschaften die über viele Generationen den Hunden angewölft wurden. So sollten die Hunde auch jagen dürfen, d.h. in der Hand von Jägern sein, die ihnen das ermöglichen können.
Ich habe bisher noch keinen seriösen Jäger und Hundeführer gesehen, der diese Ausbildung in einer Hundeschule gemacht hat, bzw. sich dort Anleitung gesucht hat.
In der Regel bieten das die Vereine der Jagdhunderassen intern an, bzw. tun dies die Kreisjagdvereine sie nehmen auch die rassespezifischen Prüfungen ab.
Wenn Laien Jagdhunde führen ist das häufig problematisch wenn der "liebe" Jack Russel Terrier beim spazierengehn pardou nicht hören will sondern lieber einer Wildfährte nachhängt. Gerade jetzt in der Brut und Setzzeit kommt es dadurch immer wieder zu Problemen mit Jägern und Revierinhabern - Reaktion der geplagten Hundebesitzer: Sie lassen ihre Hunde gar nicht mehr von der Leine, was sich als Teufelskreis entpuppt - der Hund kann nicht mehr in seiner Gangart laufen - wird also auffällig - und weil er auffällig wird - lässt man ihn nicht mehr los.
Ein Jagdhund der durch einen Laien als Familienhund oder Spielhund angeschafft wird, kann im günstigsten Fall nicht auffällig werden, im ungünstigsten können Verhaltensstörungen an den Tag treten die der Hundebesitzer mit "es ist ein schwieriger Hund" abtut und ihn evtl. sogar weggibt. Aber der Hund kann nichts dafür, er will einfach dafür eingesetzt werden wofür seine Vorfahren mal gezüchtet wurden.
Ich bekomme häufiger mit, dass Jagdhunde in Laienhänden wieder abgegeben werden weil sie "schwierig" wurden. Weil der Weimaraner der so gut zu den Ledersitzen des SUV passt , plötzlich zu Übergriffen auf die Kinder, Oma, Ehefrau und Besitzer (in dieser Reihenfolge) übergeht. Das einzig Schwierige an dieser gescheiterten Hund-Herr-Beziehung ist die Unfähigkeit des Besitzers - aber immer ist der Hund dran schuld, und immer muss der Hund dafür bezahlen, nämlich damit, im ungünstigsten Fall eingeschläfert zu werden, oder im Tierheim zu landen.
Hundebesitzer die sich darüber beklagen, dass ihr Labbi oder Retriever in jeder Pfütze sitzt und sie ihn deswegen nicht mehr von der Leine lassen - der Hund muss es ausbaden, dass man sich nicht VORHER mit den Eigenschaften dieser Hunde vertraut gemacht hat.
Die Wasserfreude wird man in hundert Jahren dieser Hunderasse nicht abwölfen können.
Sicher ist ein Irish Setter ein wunderschöner Hund, aber er ist ein Jagdhund - er braucht Beschäftigung mit den Dingen die er von seiner Natur her kann, nämlich stöbern, vorstehen, Wild hochmachen und es seinem Herrn vor die Flinte treiben und das geschossene Wild stolz zu apportieren. Diese Arbeitsfreude und den Stolz zu sehen ist was wunderbares. DAS kann ein Nichtjäger dem Hund nicht bieten.
Wenn ich als Nichtjäger einen Hund trotzdem jagdlich ausbilde - wo sollte der Hund das dann anwenden?
Ich mache einen Hund also mit einer Sache vertraut die er dunkel kennt, aber ich kann es ihm letzendlich nicht wirklich bieten.
Man hält ihm einen Knochen hin nur reinbeissen darf er nicht.
Auch wenn ich mich hier in die Nesseln setze, ich bleibe der Meinung dass Schutzhunde in Hände Objekt- und Personenschützern bleiben sollten.
Hütehunde nur in Hände von Schäfern kommen und Jagdhunde bei Jägern bleiben.
Aber so ist das mit uns Menschen, wenn etwas exotisch und schön aussieht (denn einen Labrador hat ja heutzutage schon jeder) dann greift man eben auf Hunderassen zu die für spezielle Zwecke gezüchtet werden. Denn so einen exotischen Hund hat der Nachbar eben (noch) nicht.
Leider gibt es Hundezüchter, die nur den Profit sehen und die Welpen verkaufen, obwohl sie wissen, dass die Tiere in Laienhänden nicht artgerecht gehalten werden.
Und mit artgerecht meine ich nicht, dass ein Hund in diesen Haushalten alle Liebe und Aufmerksamkeit bekommt die er braucht, sonder dass es seiner ART gerecht wird.
Nichts für ungut
Hinkel
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24.02.2009, 21:29Inaktiver User
AW: Ausbildung: 1jähriger Irish Setter
Obwohl ich auch der Meinung bin, dass ein Jagdhund nur in sachkundige Hände gehört, ist das ja jetzt egal, weil der Hund nun mal da ist.
Eine Möglichkeit der Ausbildung bieten auch die Rettungshundestaffeln, da kann man auch Fährtenarbeit trainieren.
Alles besser als so einen Hund nicht auszulasten!!!


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