Ja und ist so ein Wissen nicht vielleicht Grund genug, GERADE einen Hund zu nehmen, vor dem unberechtigterweise viele Leute Respekt und gegen den sie Vorurteile haben?Zitat von Inaktiver User
Gerade WEIL diese schwer vermittelbar sind und man ihnen einen einsamen tod im TH so ersparen könnte? Anstatt sich diesen merkswürdigen psychologischen Wirkungsmechanismen anzuschließen, wo man es doch besser weiß?
Genau aus dem Grund leben bei mir 2 sogenannte Kampfhunde (einer saß 4 Jahre, einer 1 Jahr im TH) - und hier wird nie wieder etwas anderes einziehen... Zumindest nach jetzigem Stand der Dinge wird immer mindestens einer dieser wundervollen, liebenswerten und extrem menschenbezogenen Hunde hier ein Zuhause haben.
Ein Kangal steht auf einem ganz anderen Blatt - ein Herdenschutzhund ist ein extrem heißes Geschoss. Es sind faszinierende und sehr ursprüngliche Hunde, aber sie gehören nur in die Hände von absoluten Experten und keinesfalls in eine Stadtwohnung. Die brauchen ein großes Grundstück zum Bewachen - wie der Name schon sagt, sind es Schutzhunde! Für Familien mit kleinen Kindern in der Tat schwierig - denn die reagieren sehr auf jede Art von Besuch, der nicht vom Halter als Ok freigegeben wird. Kinder, die zu Besuch kommen etc - eine Gefahrenquelle...
Staffordshire-Bullterrier heißen in England (ihrem Heimatland) übrigens Nanny-Dogs und sind dort die beliebtesten Familienhunde. Gerade wenn ich Kinder habe, wird mir keine andere Rasse mehr ins Haus kommen. Kinderfreundlichkeit ist seit vielen Generationen eines der höchsten Zuchtziele.
Und gerade diese Hunde landen fast immer ohne eigenes Zutun im TH (Kampfhundsteuer zu hoch, keine Wohnung mit diesem Hund gefunden...) Sicher gibt es Ausnahmen, aber die sind wirklich überschaubar.
Aber wenn man das partout nicht will (oder nicht kann, weil z.B. der Vermieter einen solchen Hund nicht erlaubt oder man oft in ein bestimmtes Ausland zum Urlaub fährt, wo Einreiseverbot für diese Rassen besteht etc.): Eigentlich gibt es neben den SoKas eine weitere Gruppe von Hunden, die extrem oft und lange im TH sitzen: Schäferhunde und ihre Mixe... Zumindest hier in der Gegend gibt's davon etliche...
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Thema: Frage zu Hunderassen
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01.11.2008, 01:34
AW: Frage zu Hunderassen
Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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01.11.2008, 09:27Inaktiver User
AW: Frage zu Hunderassen
Meine beiden Hunde waren ein Schäferhund-Mix-Rüde und ein Rotti-Schäfer-Mix-Mädel. Rüde war 1 Jahr im TH, Hündin 4 1/2 Jahre!!! Sie war ein Herz von einem Hund! Der Rüde ist es immer noch, lebt mit meinem Ex, seiner Familie und einer Hündin und ist inzwischen 12 Jahre alt.
Zitat von murmeltier
Sollte ich eines Tages mal nicht mehr so viel arbeiten müssen, werde ich wieder "so einen" Hund aus dem TH etc. befreien!
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01.11.2008, 13:37
AW: Frage zu Hunderassen
Ich glaube, das darf man nicht so pauschalisieren. Ich möchte ganz sicher nicht alle Züchter über einen Kamm scheren, es gibt viele Verantwortungsvolle, aber ich war mit unseren Hunden (davon 1 Rüde, der auch gedeckt hat) ziemlich lange im Ausstellungswesen und in Züchterkreisen unterwegs. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus und so gab zum x-ten Mal Welpen nach diesem oder jenem Landessieger/Deutschen Champion XYZ, obwohl bereits in den ersten drei Würfen (obwohl unterschiedliche Hündinnen) jeweils Welpen mit einem "Defekt" auftraten. Diese Welpen werden dann oft günstiger verkauft und verschwiegen.
Zitat von Inaktiver User
Meine Familie hat sich damals recht unbeliebt gemacht, als unser einer Rüde, der oft super bewertet wurde, nicht jede Hündin decken durfte, dessen Besitzer mit dem Geld in der Hand gewedelt haben.
Statt dessen haben wir uns nämlich mit so einer "Hobbyzüchterfamilie" zusammen getan, die überhaupt nur ganz wenige Würfe hatten, keinen Profit machen wollten und wir kriegen heute noch Post von den meisten "unserer Kinder".
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01.11.2008, 15:28Inaktiver User
AW: Frage zu Hunderassen
Was mir an Rassehunden ist nicht gefällt ist, dass sie sich alle ziemlich ähnlich sehen. Natürlich sind sie auch Unikate, denn vom Wesen her ist nun mal jeder Hund anders, aber optisch finde ich Mischlinge viel interessanter.
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01.11.2008, 16:31Inaktiver User
AW: Frage zu Hunderassen
Das geht mir auch so!
Zitat von Inaktiver User
Finja
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01.11.2008, 16:42
AW: Frage zu Hunderassen
Kommt aber auch auf die Rasse an

Gibt ja Rassen, da ist in der Tat nur eine Farbe und eine Ohrenform etc. vorgesehen oder maximal 2. Rottweiler sehen z:B. für das ungeschulte Auge (die nicht auf Koppform, Masse etc. achten) sicher alle ziemlich gleich aus - obwohl es ja auch da lang- und kurzhaarige gibt (die langhaarigen werden meistens nur gar nicht als solche erkannt
)
Oder Dobermänner - nur in schwarz oder braun mit der Musterung eben. Oder Möpse sind auch immer schwarz oder falb, oder?
Aber es gibt ja durchaus Rassen, die vielfältige Farbschläge und Musterungen, verschiedene Körpertypen und Ohrenstellungen etc. innerhalb des Rassestandards dulden bzw. wünschen. Da kann dann keine Rede mehr davon sein...
Z.B. bei den von mir favorisierten Rassen ist allein die Fellfärbung mit unzähligen verschiedenen Abzeichen so hochindividuell, da kommen Verwechslungen auch nicht häufiger vor als bei Mixen.
Aber davon abgesehen sitzen doch fast nie oder zumindest sehr selten WIRKLICH reinrassige Hunde im TH. Irgendwie gemixt sind die doch fast alle, meine beiden auch. Manchmal schlägt halt eine Rasse sehr durch, aber wären diese Hunde alle REINRASSIG hätten sie zumeist Papiere und dann wären sie nicht im TH, sondern zurück bei ihren Züchtern (die wenn sie seriös sind nämlich lebenslang die Hunde eher zurück nehmen als im TH landen zu lassen).Und falls wir uns nicht mehr sehen: Gut Tag, guten Abend und gute Nacht!
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01.11.2008, 16:48Inaktiver User
AW: Frage zu Hunderassen
Liebes Murmeltier,
bei Farben hätte ich keine Bedenken. Als wir damals unseren Hund suchten, hatte ich einfach in mehreren Tierheimen, Tierschutzzentren u.ä. angerufen. Ich habe damals angegeben, dass wir in einer Wohnung im ersten Stock wohnen - zur Miete. Das ich nur halbtags weg bin, mein Mann ganz.Wir wohnen in Waldnähe und gehen gerne spazieren.
Darauf hin haben die Tierheime in unserer Nähe gesagt, sie hätten nix passendes. Dann gab es Tierschutzorganisationen, die un zuerst einen schwarzen Mittelschnauzer vorstellten. Der total eigen war und uns die ganze Zeit anknurrte. Wir wollten uns wohl gegenseitig nicht.
Als nächstes kam eine alte Schäferhündin, die ganz bezaubernd war. Sie hinkte sehr stark - hat uns aber gut gefallen. Nachdem die Pflegefamilie mit ihr bei uns war, stellten wir fest, dass selbst de eine Treppe nach oben für sie zu steil und schwierig war. deshalb ging sie auch nicht.
Danach wurden wir wegen Ben angerufen. Der gerade bei den Alkoholikern rausgeholt worden war. Er hat immer Pipi unter sichgemacht, wenn jemand auf ihn zukam und war total abgemagert. Er war 8 Monate alt und hatte nicht viel Manieren. Wir haben uns auf Anhieb geliebt!
Und so muß es sein. Es muß von beiden Seiten passen.
Ich habe ja nicht nach einem weißen Hund gesucht oder so. Wir haben uns einfach zu richtigen Zeit am richtigen Platz getroffen.
Ich würde jederzeit wieder einen Hund aus dem Tierhiem holen und auch gerne einen schwarzen o.ä., aber es muß genau passen, wenn man zusammen alt werden will.
Was nutzt mir ein Windhund, den ich nicht ableinen kann und ich habe keine Lust am Tag 100 km mit dem zu Laufen! Den sollen die Leute nehmen, die ihn zu schätzen wissen!
Außerdem lasse ich alle meine Tiere kastrieren. Es gibt genug!
Über den Kangal sind wir uns ja einig.
Aber hier in der Nähe ist z. B. eine Familie mit einem irischen Wolfshund. Der wiegt 95 Kilo!!!! Ich wüßte noch nicht mal, wie ich den ins Auto bekommen sollte???
Einen Staff würde ich z.B. auch nicht nehmen, weil ich dann andauernd mit meiner Umgebung beschäftigt wäre und auf jedem Spielplatz erklären müßte, dass mein Hund nicht jedes Kind zerfetzen wird. Außerdem könnte mein 7jähriger nicht mal eben mit dem alleine um die Ecke gehen. Das wäre mir echt zu anstrengend. Wir brauchen einen Familienhund, vor dem keiner Angst hat.
LG
Finja
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01.11.2008, 16:52Inaktiver User
AW: Frage zu Hunderassen
Man kann sich aber auch nur wundern, wie bekloppt manche Leute ihre Hunde einkaufen. Was auf einem Markt in Tschechien kann ich mal eben einen reinrassigen Labrador für 100 € mitnehmen?? Super!
Zitat von mus-musculus
Da fällt einem doch auch nichts mehr dazu ein!
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01.11.2008, 18:03
AW: Frage zu Hunderassen
Ja, finja68, da hast du Recht.
Und was mich auch wütend macht, sind z.B. Leute, die ihre Hündinnen, sobald sie zu alt zum werfen sind, einfach abgeben.
Obwohl, naja, vielleicht haben die Tiere ja sogar noch Glück und kommen dann endlich zu vernünftigen Besitzern.
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02.11.2008, 16:59Inaktiver User
AW: Frage zu Hunderassen
ja mus-musculus,
es gibt so viele Sacen ,die einen echt wütend machen können. Und andere erstaunen mich auch.
Z.B. wohnt hier ein sehr nettes altes Ehepaar. Sie Ende 70, er Anfang 80. Die wollten sich einen Hund anschaffen, damit sie mal nicht nur über Krankheiten reden!
Sie haben sich mit einem Tierschutzbund in Verbindung gesetzt(weiß nicht welchen) und die haben ihnen eine Hündin aus Spanien vermittelt. 7 Monate alt. Sie hat in Spanien auf der Straße gewohnt und kennt kein Autofahren, kein im Haus wohnen etc. Sie ist total liebenswert und sooooooo süß. Aber ich frage mich, warum so alten Leuten so einen jungen, total lebendigen Hund vermittelt. Ich finde, da hätte was anderes besser gepaßt, oder?
Finja


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