+ Antworten
Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 48

  1. Registriert seit
    15.04.2006
    Beiträge
    491

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    2017 hatten wir in Deutschland eine Stromproduktion von ca. 650 Terawattstunden, davon knapp die Hälfte aus Kohle, Kernernergie und Ölprodukten gewonnen. Diese sind also alle noch zu ersetzen. Da ist mir der Hinweis auf unseren Stromexportüberschuss von 50 Terawattstunden (ca. 7,5%) zu pauschal. Das bedeutet, selbst bei vollständigem Ersatz konventioneller Kraftwerke durch alternative Energien ergibt sich ein Defizit von rd. 10%. ( dass es nach meinen Informationen nicht 17 sondern 20% sind, die für die Elektromobilität erforderlich wären, spielt hier keine Rolle).

  2. Moderation Avatar von michaelX
    Registriert seit
    20.01.2002
    Beiträge
    11.568

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    Ich weiß nicht, wie lange Akkus in Autos halten, sonst weiß das bisher aber auch noch niemand!

    Wenn man mal konservativ von 1000 kompletten Ladezyklen ausgeht (etwas hypothetisch, gewiss) und 300km Reichweite bei einem Tesla (da geht wohl eher mehr), ergibt das jedenfalls eine ganz schöne Strecke bevor man die Akkus tauschen muß.
    Abgesehen davon gehen Akkus selten kaputt, sie werden im Normalfall "nur" immer leistungsschwächer. Man kann also weiterhin damit fahren, nur nicht mehr so weit.
    Nebenbei, das ist nicht ein Block, das sind tausende von Zellen und es werden Möglichkeiten entwickelt werden, die auch einzeln zu tauschen. das geht mit den heute verbauten Akkus noch nicht, das wird sich aber entsprechend ändern. Vor 50 Jahren waren Vergaser und Trommelbremsen der Stand der Technik.

    Den CO2 Ausstoß bei der Förderung von Öl, dessen Verarbeitung und Transport rauszurechnen ist Selbstbetrug. Der ist nicht zu verachten, fällt halt über die Nutzungsdauer des Autos an anstatt direkt beim Bau. Das macht es aber nicht besser.

    Daß sich Länder wie Bayern weigern, neue Stromtrassen zu bauen, wird denen auf die Füße fallen. Das hat aber mit Elektromobilität primär nichts zu tun.
    Bitte diese Signatur nicht lesen!


  3. Registriert seit
    15.04.2006
    Beiträge
    491

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    Zu Bayern ist leider zu ergänzen, solange es einen deutschlandweiten Stromverbund gibt, ist dies von allen Stromerzeugern und -nutzern zu finanzieren.

    Ich möchte hier noch einmal grundsätzlich anmerken, dass ich mich aus Überzeugung für ein Plug-in-Hybrid Fahrzeug entschieden habe. Ich nutze es an 2-3 Tage und bewege mich ansonsten im Umweltverbund. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir unseren CO2-Ausstoss reduzieren müssen.
    Aber wir sollten uns genau überlegen, wann wir lediglich Greenwashing betreiben.
    Ich denke wir beide wissen genau, auf welche Argumente wir nicht eingegangen sind. Deshalb sollten wir unseren Austausch von Pauschalisierungen beenden.
    Geändert von 3komma14159 (02.02.2019 um 09:56 Uhr)


  4. Registriert seit
    30.03.2008
    Beiträge
    1.392

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    Ich finde das aber gerade interessant, weil es genau mein Problem wiederspiegelt. Es gibt so viele Infos, so viele Aussagen und auch immer wieder mehr und anderes, was noch mit einbezogen kann.
    Das macht es mir sehr schwer, eine befriedigende Entscheidung zu treffen. Wer hat recht mit seinen Aussagen? Ist auch wirklich alles berücksichtigt? Kauf ich? Kauf ich (noch) nicht? Warte ich noch diese oder jene potentielle Veränderung ab?
    Auf der anderen Seite ist es so, wenn ich jetzt nicht kaufe, und damit eine möglicherweise positive Entwicklung boykottiere, geht es vielleicht auch nicht weiter, weil der Absatz zu wünschen übrig lässt.
    Wie schnell ist nichts passiert....

    _________________________

    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss es nur schaffen, ihm den Beigeschmack der Katastrophe zu nehmen.

    Max Frisch


  5. Registriert seit
    15.04.2006
    Beiträge
    491

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    Schau Dir an, wie lang Deine Wege sind, welche Möglichkeiten Du hast, Dein Auto aufzuladen, wieviel Geld Du investieren möchtest und entscheide dann. Vor 12 Jahren habe ich mir ein vom VCD ( Verkehrsclub Deutschland) als besonders umweltfreundlich empfohlenen Dieselfahrzeug gekauft. Damit wäre ich heute die absolute „Umweltsau“.

    Alle anderen Argumente sind eh fragwürdig. Die Automobilindustrie hat illegale Abschaltvorrichtungen in die Fahrzeuge eingebaut. Da werden von renommierten Wissenschaftlern epidemiologische Betrachtungen wie toxikologische Erkenntnisse behandelt, da fahren Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich durch die Straßen von Düsseldorf, halten ihren mit Steuermitteln gekauften Saugrüssel an Auspuffe von Dieselfahrzeugen und wundern sich darüber, dass diese punktuellen Ergebnisse Flächengrenzwerte überschreiten. Dann misst der WDR an Tunnelportalen und ist überrascht, dass auch dort Flächenwerte überschritten werden. Seine wesentlich niedrigeren Messungen in den Nebenstraßen oder auch nur wenige Meter abseits (wo die Menschen sich dauerhaft aufhalten, leben) sind nicht schlagzeilenträchtig genug.
    Da werden vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen Messungen von 2008 vorgelegt, das Gericht wiederum hält es nicht für erforderlich, das nicht zu hinterfragen, sondern für die Autobahn, auf der gar nicht gemessen worden ist, ein m.E. völlig unverhältnismäßiges Fahrverbot zu verhängen. Dazu muss man wissen, dass Stickoxid sich mit wenigen Meter Abstand von der Emissionsstelle schon stark abbaut.
    Menschen, die das vorgenannte hinterfragen, werden bestenfalls ignoriert, oder aber mit Holocaustleugnern und Reichsbürgern gleichgesetzt.
    Das alles ist unserem gemeinsamen Ziel, ehrlich und effizient die Umwelt zu verbessern, nicht zuträglich.
    Geändert von 3komma14159 (02.02.2019 um 09:58 Uhr)

  6. Moderation Avatar von michaelX
    Registriert seit
    20.01.2002
    Beiträge
    11.568

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    @poca
    Mehrere Staaten in Europa haben bereits angekündigt ab 2025 bzw 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen. Die Richtung, in die es gehen wird, ist ziemlich eindeutig. Pferdekutschen wurden auch nicht über Nacht vom Auto abgelöst, das hat fast 100 Jahre gedauert.



    Zitat Zitat von 3komma14159 Beitrag anzeigen
    Da werden von renommierten Wissenschaftlern epidemiologische Betrachtungen wie toxikologische Erkenntnisse behandelt,
    Wer möchte sich gerne für eine toxikologische Studie zur Verfügung stellen, Hand hoch!

    Deine angeführten Beispiele sind direkte Folgen der verbauten Abschalteinrichtungen und gegen das Urteil des Vg GE darfst auch du gerne Revision einlegen. Die vorgebrachten Argumente scheinen den vorsitzenden Richter jedenfalls überzeugt zu haben.

    Es soll Menschen geben, die direkt an Hauptstraßen leben; wer schon mal durch Essen gefahren ist, weiß, daß manche sogar direkt an der A40 leben. Warum diese Menschen weniger Recht auf sauberere Luft haben sollen als andere, erschließt sich mir nicht.
    Nox wird in Bodennähe nach ca einem Tag abgebaut, wir kippen aber täglich rund um die Uhr tonnenweise Nox dazu, es wird also derzeit nicht weniger.

    Da saubere Luft dem Menschen nicht schadet, sind Nachrichten über saubere Luft keine Nachrichten. Warum sollte man über etwas unproblematisches berichten?
    Bitte diese Signatur nicht lesen!

  7. Inaktiver User

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    Da mein Mann und ich unsere beiden Wagen jeweils auch beide nutzen, verwende ich in diesem Zusammenhang die Ich-Form.

    Ich fahre seit vergangenem Sommer einen e-Wagen Hyundai Ioniq. Vorteile: rein elektrisch, Reichweiten je nach Witterung 150 - 220 km (angegeben ist bis 280 km, aber das erreicht man kaum), was für den Alltag vollkommen ausreichend ist. Fahrgefühl lasse ich mal außen vor, weil Geschmackssache (ich persönlich bin absolut begeistert), Bedienbarkeit angenehm (bin bislang ohnehin ausschließlich Automatic gefahren, da fällt die Umstellung nicht schwer), gut Platz innen, besonders im Kofferraum. Das ist für mich einer der wichtigsten Vorzüge, denn durch das Fließheck wirkt es von außen, als hätte man hinten wenig Platz, tatsächlich können wir dort alle drei Hunde bequem unterbringen.

    Nachteile: als Viel- und öfter auch Langstreckenfahrer muß man relativ häufig laden. Die übliche Strecke, die von mir zu bewältigen ist, ist mit mindestens 2, im Winter mit 3 Ladungen zu schaffen, vorausgesetzt, alle Ladestationen sind im Betrieb und nicht defekt (was leider nicht allzu selten vorkommt). Zeitaufwand, um sich die Lademöglichkeiten inkl. Alternativen auf der geplanten Route vorab auszusuchen würde mir nicht gefallen, allerdings nutzt für die längeren Strecken ausschließlich mein Mann diesen Wagen.

    Kosten: relativ günstig, weil mit wenigen km gebraucht gekauft - mit etwa 34.000 €. Relativ deshalb, weil Ladungen bislang kostenlos bis sehr preiswert unterwegs, zu Hause mit Ökostromanbieter ebenfalls deutlich unter den bisherigen Spritkosten.

    Neu haben wir jetzt auch einen Tesla Model X. Das ist natürlich vor allem ein teures und gewöhnungsbedürftiges Luxusmodell. Vorteile: sehr großzügiger Innenraum, Bedienbarkeit (nach einer gewissen Eingewöhnungszeit) extrem einfach, Reichweite rd. 500 km (das hängt natürlich von Witterung, Geschwindigkeit und div. anderen Faktoren ab, ich fahre auch auf Autobahnen selten schneller als 110 km/h), Platz Kofferraum sehr groß (perfekt für Hunde, bei zurückgeklappten Rücksitzen könnte man bequem zu zweit darin schlafen, entsprechend ist der Platz wenn man viel zu transportieren hat), Möglichkeit für Anhängerkupplung. Wichtig für mich war aber v.a. die Ladeinfrastruktur, die von Tesla bereits so gut ausgebaut ist, daß ich mir über Lademöglichkeiten kaum Gedanken machen muß. Sparsamkeit hier (wird aber soweit ich weiß jetzt nicht mehr angeboten) durch kostenloses Laden über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs, relativiert sich m.E. allerdings durch höhere Kosten durch Ersatz-/Zusatzteile. Umweltfreundlichkeit: kann man natürlich so nicht wirklich sagen, für einen Wagen in dieser Größenordnung kann man beim besten Willen nicht behaupten, er wäre "umweltfreundlich", außer natürlich daß er Dreck in Innenstädten (wo ich diese große Kiste ohnehin nicht fahre) weniger ausbläst.

    Nachteil: wirklich großes Ding, für Stadtverkehr weder effizient noch nützlich, als vielfahrendes Langstreckenfahrzeug dagegen kaum zu überbieten, weil Rundum-Sorglos-Paket.

    Was die "Umweltsünden" angeht: natürlich haben wir uns darüber Gedanken gemacht. Viel ist die Rede von Kobalt und Lithium in Verbindung mit Elektroautos und das ist richtig. Allerdings: diese Rohstoffe werden schon lange in Handyakkus, Haushaltsgeräten (Mixer, Handstaubsauger und was es sonst noch so an akkubetriebenen Geräten gibt) verbaut. Jetzt durch den stärker werdenden Bedarf rückt das mehr in den Blick der Öffentlichkeit, was ich insofern begrüße, weil hier aus meiner Sicht die größte Chance besteht, die Abbaubedingungen hinsichtlich Kinderarbeit und Umweltschäden deutlich zu verbessern, zumal e-Mobilität sich besonders mit dem Umweltgedanken "schmückt". Was bei all den Diskussionen ebenfalls wenig erwähnt wird ist, daß die Lebensdauer der Akkus zwar begrenzt sein mag (hier sind die Garantiefristen interessant), was erstmal bedeutet, daß die Leistung zwar nachläßt, aber so ein Akku trotzdem noch einige Lebensdauer hat. So können solche Akkus als Stromspeicher in ein hauseigenes System in Verbindung mit einer Solaranlage verbaut werden und leisten da noch jahrelang gute Dienste, darüber hinaus sind diese Akkus keine Wegwerfartikel. Sie werden bereits jetzt zu einem hohen Prozentsatz recycled (genaue Zahlen sind mir nicht geläufig, in Zukunft werden rd. 99 % aller Rohstoffe der Akkus recycled werden), das ist eine Entwicklung, die jetzt schon in Gang gesetzt und wirtschaftlich genutzt wird. Ist ja auch logisch und sinnvoll, denn eine Technologie, die von einem immer weniger vorhandenen Rohstoff zu anderen, ebenfalls begrenzt verfügbaren Rohstoffen wechselt, wäre ziemlich dumm.

    Was nun die Frage für die persönliche Autonutzung angeht: wir haben die Möglichkeit, auf dem eigenen Grundstück zu laden, von daher kommt für uns jetzt reine e-Mobilität in Frage. Würden wir auf Ladestationen angewiesen sein, wäre es wohl eher ein Plug-In-Hybrid, der für kurze Strecken elektrisch, auf längere Strecken mit herkömmlichem Kraftstoff fährt. Die meisten e-Autos, soweit ich das bislang mit verfolgt habe, bieten nicht genug Platz im Innenraum, da ist die Auswahl unter den Verbrennern nach wie vor größer. Der noch neue Hyundai Kona ist zwar schick und wirkt familientauglich, hat eine gute Reichweite von ca. 400 km und ist somit auch als Reisefahrzeug tauglich, tatsächlich ist der Platz hinten (für Gepäck oder falls man Hunde dabei hat) lächerlich gering. Etwas besser ist der jetzt gerade neu auf dem europäischen Markt herausgekommene KIA e-Niro. Selbe Plattform wie Ioniq, aber höher, komfortabel zu sitzen, Platzangebot familientauglich, Reichweite ebenfalls so um die 400 km, preislich liegt man da zwar noch im halbwegs realistischen Bereich zwischen 35 - 45.000 €, was für uns bedeutet, daß wir im Frühjahr den Ioniq gegen den e-Niro ersetzen werden.

    Nun hoffe ich, daß dieser lange Text nicht erschlägt. Es ist für mich aktuell ein spannendes Thema, zumal mir bewußt ist, daß e-Mobilität noch einiges an Potential hat, was die Entwicklung zur besseren Umweltverträglichkeit angeht. Das halte ich allerdings für eine logische Grundvoraussetzung, wenn sich relativ neue Technologien durchsetzen, ich erinnere mich noch gut an die Diskussionen um die Umweltverträglichkeit von Windkraftanlagen, die vor einigen Jahren noch recht lebhaft tobten.


  8. Registriert seit
    15.04.2006
    Beiträge
    491

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    @poca

    Hier hast einen sicher sehr authentischen Bericht über E-Mobilität. Diese findet übrigens hauptsächlich auf dem Land statt, weil die Menschen dort die besten Möglichkeiten haben, eigene Ladestationen zu nutzen. Im Gegensatz zu Nakinis Beispiel sind es allerdings meist Zweit- und Drittfahrzeuge, vielleicht weil der Tesla recht teuer ist, oder auch weil die Menschen für längere Strecken doch mehr Sicherheit suchen.
    Was noch ein wichtiges Argument sein kann, ist, dass für konventionelle Antriebe in Zukunft sicher die Steuern erheblich steigen werden. Aber als Early Adoptor gehst Du auch ein Risiko ein. Das kannst Du auch davon abhängig machen, wieviel Du für ein Auto ausgeben möchtest und wann Du wieder wechseln willst.
    Ich persönlich fühle mich durch die Aktionen gegen den Verbrennungsmotor, die Kfz-Industrie und das Handeln von Politik und Wissenschaft verunsichert.
    Und die Hurra-Patrioten, die sämtliche kritischen Stimmen abbügeln, machen mir Sorge, dass kein durchdachtes Handeln stattfindet. Zzt. hat der CO2-Verbrauch der verkauften Kfz. wieder zugenommen, weil weniger Diesel gekauft werden, obwohl nicht ... (schönen Gruß an Michael).
    Geändert von 3komma14159 (02.02.2019 um 12:19 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    Zitat Zitat von 3komma14159 Beitrag anzeigen
    Ich persönlich fühle mich durch die Aktionen gegen den Verbrennungsmotor, die Kfz-Industrie und das Handeln von Politik und Wissenschaft verunsichert.
    Und die Hurra-Patrioten, die sämtliche kritischen Stimmen abbügeln, machen mir Sorge, dass kein durchdachtes Handeln stattfindet. Zzt. hat der CO2-Verbrauch der verkauften Kfz. wieder zugenommen, weil weniger Diesel gekauft werden, obwohl nicht ... (schönen Gruß an Michael).
    Ja, das geht mir genauso. Für viele scheint die Entscheidung Pro/Contra Verbrenner vs. Elektro ähnlich eifernde Anhängerschaft zu bedeuten, wie man es in den vergangenen Jahren in Vegan/Fleischesser beobachten konnte. PlugIn ist nochmal eine eigene "Kategorie", zum einen (begründete Vermutung, keine eigene Erfahrung) ist ein PlugIn sowohl mit Elektromotor + kl. Akku ausgestattet, hat aber trotzdem Verbrennermotor, d.h. es müssen zwei verschiedene technische Ausstattungen gepflegt und gewartet werden, da denke ich mir ist die Reparaturanfälligkeit evtl. auf mittlere Sicht höher.

    Was für die Frage der TE vielleicht noch wissenswert wäre: keine übereilte Entscheidung treffen, gerade aktuell lohnt sich ggf. noch ein wenig Beobachten, Vergleichen und Warten, denn es kommen dieses Jahr bzw. 2020 neue, verbesserte, z.T. leistungsstärkere e-Wagen auf den Markt, was bedeutet, daß sich der Gebrauchtwagenmarkt für Neukäufer deutlich günstig entwickeln wird. Das haben wir jetzt gerade mit unserem Ionic, den wir ursprünglich für knapp 30.000 € wieder verkaufen wollten. Da aber in wenigen Monaten ein Ioniq mit leistungsstärkerem Akku auf den Markt kommen wird, drückt das auf den Wiederverkaufswert der jetzigen Wagen, man wird also mit Sicherheit im Laufe des Jahres sehr gute Gebrauchtwagen auf diesem Sektor bekommen, die preislich günstiger sind als jetzt schon.

    Weiterer Tipp: vor dem Umstieg 2 - 4 Wochen einen Elektrowagen oder PlugIn mieten. Das kostet etwas, lohnt aber unbedingt, wenn man sehen will, ob man damit klarkommt, gerade auch was längere Strecken angeht. Es gibt Vermieter, die ausschließlich Elektrofahrzeuge führen und über die man gelegentlich auch gebrauchte Fahrzeuge, die sehr gut gewartet sind, kaufen kann.

    Zuletzt: klar definieren, was der Wagen können soll. Wenn es überwiegend ein Kurzstreckenfahrzeug mit reichlich Innenraum sein soll, könnte sich z.B. die Warterei lohnen, aktuell wird von Sono-Motors der Sion entwickelt, soll ab 2020 (?) in Serienreife gehen, ist eine spannende Neuentwicklung von einem jungen Team in München. Es wird zwar statt der bisher gedachten 16.000 + 4.000 € für den Akku nun bei 16.000 + 9.500 € Akku kosten, ist aber nach wie vor im Vergleich sehr, sehr günstig und bietet neben den Solarzellen am Auto selbst (die allerdings nur unter günstigsten Bedingungen pro Tag rd. 30 km einbringen) vor allem einen komfortablen Platz innen, was die meisten anderen Elektrofahrzeuge nicht bringen, weil sie auf bereits bestehende Plattformen, wie sie für Verbrenner konstruiert wurden, aufbauen, während Sono wie Tesla auch auf eine eigens entwickelte Plattform aufbaut, d.h. es wird hier platzeffizienter gebaut.


  10. Registriert seit
    15.04.2006
    Beiträge
    491

    AW: E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...

    Der Plugin hat für mich den Vorteil, dass ich in der Stadt selber weitgehend umweltfreundlich fahren kann und auch den Motor nicht auf kürzeren Strecken strapaziere, bzw. dass das umweltschädliche Anlaufen des Motors außerhalb der Stadt stattfindet.
    Allerdings bin ich recht enttäuscht, dass die elektrische Reichweite doch abhängig von Außentemperatur, Heizung, Klimaanlage und Fahrstil sehr variiert und recht gering ist (vgl. meinen Link weiter vorne). Ich schaffe es z.B. leider nicht, die angegebenen 40 km bei einfacher langsamer Autobahnfahrt zu erreichen, d.h. ich habe sie noch nie erreicht.

+ Antworten
Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •