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    Stirnrunzeln Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Ich schreibe hier aus einem eher unromantischen Anlass. Mit dem Vater meiner Kinder baute ich vor über 10 Jahren ein Haus. Die Beziehung scheiterte, ich behielt das Haus und zahlte ihn aus. Wir waren nie verheiratet, deshalb konnte ich nachträglich nochmal Grunderwerbsteuer zahlen und habe nun die letzten vier Jahre jeden Übrigen Euro für Sondertilgungen genutzt. Ich bereue die Entscheidung nicht. Ich liebe das Haus und übernahm von Anfang an die Planung und will auch nirgendwo anders wohnen. Dennoch war das emotional sehr anstrengend für mich.
    Seit zwei Jahren habe ich einen neuen Partner, mit Kind. Wir leben hier alle zusammen. Wir teilen uns die Nebenkosten, Lebensmittel etc, aber die Kosten für das Haus (Rate, Steuern etc.) trage ich selbst.
    Für mich ist es so ideal. Ich komme klar und möchte es nicht anders.

    Es ist aber so, dass wir Platz brauchen, da seine Tochter kein eigenes Zimmer hat und uns ein Büro fehlt. Wir haben beide seit 14 Monaten Home-Office. Ich sehe das auch ein, dass das langsam eng wird.
    Er schlug nun bereits mehrmals vor, gerne anbauen zu wollen um mehr Wohnfläche zu gewinnen. Ich habe bereits gesagt, dass ich das nicht bezahlen möchte und will, da ich in den nächsten Jahren vorrangig die Tilgung im Kopf habe. Wir reden hier von 100.000 Kosten für einen Anbau/Dachausbau. Dazu bin ich nicht bereit.
    Er könnte es finanziell und möchte das gerne auch alleine bezahlen. Aber selbstverständlich möchte er dann auch Miteigentümer des Hauses werden, zu 50 %.
    Und dagegen sträube ich mich massiv. Ich habe Angst noch einmal vor der Situation zu stehen, dass ich jemanden ausbezahlen muss und mir meinen Anteil wieder zurück kaufen muss. Ich möchte das einfach nicht. Ich will mein Eigentum behalten, ganz. Ich will nicht die Hälfte abgeben. Auch möchte ich unabhängig sein und alleine entscheiden. Nach dem Kampf und den ganzen Nerven bin ich einfach nur erschlagen.
    Das ist leider zu einem großen Streitthema geworden bei uns. Seine Eltern tun mehr oder weniger so als würde ich ihn ausnutzen, so nach dem Motto er tut hier alles und mäht den Rasen und „kriegt“ nix dafür und hat keine Sicherheit und wenn wir uns trennen müsst er einfach gehen.
    Ich sehe es anders. Er lebt hier mit Kind und er bezahlt nur die Nebenkosten und das Essen anteilig pro Monat. So günstig könnte er nirgendwo anders leben. Ich erwarte keinerlei Leistungen von ihm. Reparaturen bezahle ich, darüber gibt es nicht zu diskutieren. Der Hausstand wie Möbel und alles habe ich alleine angeschafft. Ich bereichere mich nicht an ihm oder bezahle davon den Kredit ab. Er begleicht nur die Mehrkosten für 2 Personen mehr. Und ich wünsche mir, dass es so bleibt und möchte deshalb auf den geplanten Anbau auch verzichten.
    Das bedeutet leider, dass seine Tochter hier wirklich kein eigenes Zimmer haben wird, aber mir ist die Maßnahme zu heftig, zu teuer und mit zu viel Konsequenzen verbunden.
    Ich möchte mich im Falle einer Trennung darüber eben nicht streiten müssen. Ich habe dafür absolut keine Energie mehr. Wenn man nicht verheiratet ist, ist das sowieso alles mit mehr steuerlichen Problemen verbunden.

    Nun ist es so, dass mein Freund das gar nicht braucht im Sinne einer Geldanlage. Er besitzt bereits einige Immobilien, die vermietet sind. Er ist darauf nicht angewiesen und hat jeden Monat genug Einnahmen. Er muss sich kein Eigentum mehr anschaffen.
    Bei mir ist es eben so, dass ich nur das eine Haus habe.
    Mir ist die Baumaßnahme zu groß und ich habe dafür gerade keine Kraft. Das Dach müsste angehoben werden, wer weiß wie lange wir hier auch gar nicht wohnen könnten. Ich snelbst habe mich schon stark verkleinert und Platz geschaffen. Ich arbeite jetzt am Esstisch. Ich habe kein Büro mehr, da dort das Bett seiner Tochter nun steht. Es ist alles nicht ideal, das sehe ich auch ein.
    Ich würde dazu gerne mal Meinungen hören. Ich bin in der Hinsicht wohl vorgeschädigt. Mein Freund hingegen ist Ehe-geschädigt und würde nach seiner Scheidung nie wieder noch einmal heiraten. So geht es mir eben mit meiner Immobilie.
    Habt ihr den Eindruck, dass das die Beziehung deshalb nicht auf Dauer ausgelegt sein kann, wenn ich innerlich schon an das „Aber, wenn....“ denken muss? Ich zweifle nicht an ihm und seiner Liebe. Ich habe es nur eben schon einmal erlebt, dass die Liebe enden kann und die Dinge unschön werden. Ich wünsche es mir nicht, dass es wieder so kommt. Aber ich habe es einfach noch zu präsent vor Augen.
    Danals war es so, dass mein Ex ungefähr 12 Monate nach gemeinsamem Baubeginn eine neue Frau gefunden hat. Er wollte seinen Anteil an mich verkaufen bzw. loswerden und verlangte das dann. Das könnte exakt so wieder passieren. Das war noch in der Bauphase.
    Meine Angst ist, dass ich dem allem zustimme, wir den Anbau planen und es wieder eintritt. Ich sitze nochmal auf einer Baustelle und muss jemanden ausbezahlen um hier bleiben zu können und die Alternative ist es umzuziehen mit den Kindern. Zumal ich den Anbauteile für mich und meine Kinder nicht brauche.
    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das alles nicht eher ein Beziehungsthema ist. Es ist sicher beides. Denn es belastet uns beide

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    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Ein paar Fragen zu den Eckdaten, um die Situation besser einschätzen zu können:

    - Wie alt ist seine Tochter und wieviele Tage in der Woche lebt sie bei euch?
    - Wie alt sind deine Kinder und wieviele Tage in der Woche leben sie bei euch?
    - Haben deine Kinder eigene Zimmer?
    - Arbeitest du normalerweise außer Haus?
    - Arbeitet dein Mann normalerweise außer Haus?
    - Braucht ihr jeder ein eigenes Büro?
    - Gibt es bereits ein Büro im Haus?

    Ich frage deswegen so genau nach, weil sowohl die Zeiten, wo die Kinder zuhause wohnen, als auch Corona/Homeoffice ein vorübergehender Zustand sind. Die Kinder gehen irgendwann ihren eigenen Weg und brauchen dann keine eigenen Zimmer mehr. Auch Corona hat sich hoffentlich irgendwann erledigt. Dafür jetzt extra anzubauen finde ich etwas üebrtrieben, es sei denn, ihr wollt euer Leben lang mit euren Kindern zusammenwohnen oder plant noch Nachwuchs.
    "Wenn du erstmal Feminismus hast, das wirst du so schnell nicht wieder los."
    (Gerburg Jahnke)

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    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Ich habe nach der Trennung auch das gemeinsame Haus übernommen. Daher kann ich deine Beweggründe absolut nachvollziehen.

    An deiner Stelle würde ich keine Kompromisse machen. Es ist dein Haus und was damit passiert, ist ganz allein deine Entscheidung. Darüber bist du niemandem Rechenschaft schuldig.

    Und nein, ich würde auch niemandem mehr einen Eigentumsanteil an meinem Haus zugestehen.

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    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Ich kann Dich verstehen. Und Du bist auch sehr großzügig, dass er mietfrei bei Dir wohnt.

    Seinen Eltern solltest Du sagen, dass er bei einer Mietwohnung auch nichts erwerbt. Auch wenn dazu Rasen mähen gehört.

    Habt Ihr jetzt ein Platzproblem oder nicht?

    Du willst keinen Anbau?

    Wie soll es weiter gehen mit den 3 Kindern?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  5. Moderation

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    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Ein paar Fragen zu den Eckdaten, um die Situation besser einschätzen zu können:

    - Wie alt ist seine Tochter und wieviele Tage in der Woche lebt sie bei euch?
    - Wie alt sind deine Kinder und wieviele Tage in der Woche leben sie bei euch?
    - Haben deine Kinder eigene Zimmer?
    - Arbeitest du normalerweise außer Haus?
    - Arbeitet dein Mann normalerweise außer Haus?
    - Braucht ihr jeder ein eigenes Büro?
    - Gibt es bereits ein Büro im Haus?
    Ich schließe mich diesen Fragen mal an. Du sagst selbst, dass die Wohnsituation bei dir etwas beengt ist. Wie stellst du dir denn eine Lösung vor?
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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    Moderatorin für:

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    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Das kann ich verstehen und würde es auch nicht machen. Als Büro Alternative würde ich ein Gartenhaus bauen, als Bausatz sehr günstig.
    Und nur einen kleinen seitlichen Anbau als Kinderzimmer. Für das er bezahlt ohne ins Grundbuch zu kommen, als Mietersatz.
    Mit fünfen ist man kinderreich!

    Gemopst by Evelyn Sanders

    Störchin mit Nr. 6 im Anflug, geplante Landung 02/2022

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    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Verstehe ich Dich richtig? Für 100.000 € Investition in den Ausbau möchte er 50 % Anteil am Haus? Ist denn dein Haus samt Grundstück momentan 'nur' 100.000€ wert? Ich mag es kaum glauben.
    Da stellt sich mir die Frage, wer sich hier an wem bereichern will.
    Never ever würde ich mich darauf einlassen.

  8. Moderation

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    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Es ändert nichts an der Gesamtsituation, aber darf ich auch nochmal nachfragen:
    1. Haben Deine Kinder jeweils (?) eigene Zimmer?
    2. Inwiefern hat Deine Stieftochter (-schreib ich jetzt mal so-) kein eigenes Zimmer, wenn Du Dein Büro aufgegeben hast und sie dort schläft?
    3. Auch von mir: Wie alt sind denn die Kinder? Wäre es eine Möglichkeit, dass sie jeweils ein gemeinsames Schlafzimmer und ein Kinder-Wohnzimmer teilen?

    Und: Gehört zu dem Haus auch ein Garten und falls ja, könnte man dort kostengünstiger und weniger permanent Zusatzraum schaffen? Z.B. mit einem komfortablere Gartenhaus als Büro? Einem schicken Campingbungalow als Kinder-Aufenthaltsraum?


    Ach so: Persönlich und "moralisch" kann ich Dich auch verstehen. Ihn zwar auch, aber für Dich ist es nunmal - nachvollziehbarerweise - so, und es ist nunmal Dein Haus.


    Edit: Frau Beere war schneller
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Wäre vielleicht ein tiny house im Garten möglich? Kein Anbau - und er könnte es sogar mitnehmen.
    Ich sehe gerade, da denkt schon jemand auch in diese Richtung.

  10. User Info Menu

    AW: Ich will mein Eigentum nicht teilen - Beziehung vor dem Aus

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Die Kinder sind 5, 10 und 11 Jahre alt. Sie leben alle rund 2/3 des Jahres hier, also zum größeren Teil. Die restliche Teil bei den anderen Elternteilen. Ferien hälftig geteilt. Aber die Kinder sind immer zu dritt da. Also meist dann eben alle gemeinsam.
    Der Große wird jetzt zunehmend empfindlich und will keinen „Fremden“ bei sich haben, sein Zimmer ist ihm heilig.
    Ich hatte früher 3 Tage/Woche Home Office und werde das dauerhaft so haben.
    Mein Büro ist jetzt sozusagen das dritte Kinderzimmer. Ist dafür aber viel zu klein. Mein Freund wird vermutlich auch nur noch 50 % zurück ins Büro können. Wir haben derzeit also gar kein Arbeitszimmer mehr und bräuchten inzwischen zwei davon.
    Aber natürlich stimmt es, dass die Lage derzeit die große Ausnahme darstellt, auch was die Situation mit den Kindern und der Schule angeht ist es natürlich chaotisch.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Kinder frühestens nach dem Abitur ausziehen werden. Also reden wir beim Großen auch noch von 7 bis 8 Jahren. Vielleicht aber auch eher von 10?!

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