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    AW: Ich versuchs nochmal....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei günstigen Immobilien stellt sich die Frage nicht, ich meinte schon hiesige Einfamilienhäuser zwischen 300.000 (Dorf) und 500.000 (Stadt). So etwas zu finanzieren, muss doch für fast jeden sehr riskant sein?
    Das ist doch noch eher preiswert.

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    AW: Ich versuchs nochmal....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei günstigen Immobilien stellt sich die Frage nicht, ich meinte schon hiesige Einfamilienhäuser zwischen 300.000 (Dorf) und 500.000 (Stadt). So etwas zu finanzieren, muss doch für fast jeden sehr riskant sein?
    500.000 Euro? Da bekommst du hier gerade mal 300 qm² Grund. Dann steht aber noch kein Haus drauf. Ich dachte wir reden von teuren Häusern. Eine Doppelhaushälfte (gebraucht) unter 750.000 Euro im Großraum München ist illusorisch. Einfamilienhäuser haben eine 1 vorm Komma.
    Geändert von Nocturna (11.07.2020 um 18:32 Uhr)
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Ich versuchs nochmal....

    Lustig.

    Warum lustig? Ich bin nicht die einzige, die sich das fragt.

    Bei uns in der Ecke wurden Reihenhäuser gebaut für 1,2 Mio. Die waren schneller weg als ich "piep" sagen konnte. Neeee, nicht Hamburg Stadtmitte oder München Zentrum, Großhartpenning. Kennt keiner? Liegt neben Kleinhartpenning. Kein Bäcker mein Metzger kein - einfach NIGS. Ich versteh's nicht, und nach dem, was mein Wissensstand ist, verstehe ich es noch weniger.

    So. Zu Deiner Frage, 2 Betrachtungen:

    a.) wir sind in gutem Kontakt mit Dr. Klein (die ich wirklich empfehlen kann!) und unser Betreuer ist mittlerweile so an uns gewöhnt, dass er hin und wieder aus dem Nähkästchen plaudert. 110% Finanzierungen sind nicht die Seltenheit, wie man hoffen würde. Das wird heiter werden die nächste Zeit. Nicht umsonst haben die meistsen großen Immobilieninvestoren sich erst mal vom Markt zurückgezogen und halten ihr Pulver trocken.
    b.) Als wir unser Haus verkauft haben, hatten wir eine sehr bunte Käuferschicht, von sehr junger Familie (die es dann bekommen hat) über Rentner zu reiche Erben mit wirklich sehr bekanntem Nachnamen - nur wenige haben gesagt, dass die Eltern sie unterstützen, wobei ich nicht gefragt habe, die Beobachtung ist also bestimmt verzerrt. Der Wunsch nach einem Haus geht also durch alle Schichten und ist nicht von jungen Familien gepachtet - hat mich auch überrascht.

    b1) ebenselbiges für eine andere Immobilie, gleiches Klientel, bunt gemischt, lief aber über den Makler, deshalb wenig Kontakt mit den Käufern, gekauft hat es jemand, der hier dafür bekannt ist, viel Geld zu haben, als Vermietobjekt.

    Auffallend war, dass nur wenige wirklich mit Sinn und Verstand an die Sache gegangen sind. Ich habe von " Dachstuhl abheben und Galerie einbauen" bis hin zu "tragende Wände und Hauptver-und Entsorgungsstränge verlegen" so ziemlich alles gehört. Eine Finanzierungsbestätigung hatten vor allem bei b1) alle. Bei b bin ich mir nicht sicher ehrlich gesagt. Die, die Sinn und Verstand hatte, waren meist wesentlich älter und bereits Rentner und hatten schon Erfahrung.

    Mein Eindruck war, dass das menschliche Gehirn so große Zahlen, die gar nicht persönlich erwirtschaftet werden können, nicht verarbeiten kann, und somit eine Form des Abrückens der Greifbarkeit passiert.

    Also: wenn ich mir- sagen wir mal 20.000 Euro zusammengespart habe durch Arbeit, dann ist das dinglich für mich (und ich bin echt ne Zeitlang beschäftigt und es tut auch an einigen Stellen wehh). Wenn ich von der Bank eine Finanzierung bekomme über 800.000 Euro, dann ist das für mich nicht mehr dinglich und es ist leichter, den Bezug zu verlieren.

    Der Wunsch nach einem eigenen Zuhause ist unglaublich stark bei einigen, und es sind mehr Emotionen im Spiel als man selber zugeben will. Das zieht sich durch von "alle anderen ..." zu " ich will es aber besonders schön haben".

    Und Emotionen hebeln den kaufmännischen Verstand schnell aus. Aktuell ist in M Feldmoching ein Haus in der ZV, in das in kurzer Zeit wirklich viel Schnickschnack eingerichtet wurde. Der kaufmännische Verstand hätte vermutlich gesagt "kein Mensch zahlt Dir eine Klimaanlage im Wintergarten", die Emotion wollte es aber so - denke ich.

    Dann kommt mein persönlicher Lieblingspunkt noch dazu: wir haben alle keine Ahnung von Geld, wenn wir damit in Kontakt kommen. Ich finde, die Schulen wären da in der Pflicht, oder die Eltern, aber bis jetzt ist der Stand der, dass die meisten geldungebildet ins Berufsleben starten.

    Solche Gedanken wir " wenn die Heizung oder das Dach kommt, dann bin ich mit xy dabei" sind Gedanken, die meist durch (Lebens)-Erfahrungen erst kommen, und nicht, weil wir gelernt haben, von 1 auf 2 zu zählen.


    Ich nehme mich übrigens nicht aus. Als wir umgezogen sind - ins wirklich immobilientechnisch sehr dürre Münchner Umland - haben wir eine Whg gefunden, in die ich mich Hals über Kopf verliebt habe. Sie war ein Schnäppchen, weil die Banken bereits gekreist sind.

    Aus finanzieller Sicht wäre es wesentlich sinniger gewesen, eine Wohnung mit weniger 1000el zu kaufen, oder gleich selber zur Miete zu gehen und das Geld in Mietwohnungen zu stecken. Ich wollt die Wohnung aber unbedingt haben.
    Und so geht es vielen mit Häusern- es ist ein "haben wollen".
    Wenn ein "haben wollen" gefühlt leicht gemacht wird und gefühlt alle anderen.... auch ; dann wird's halt kritisch. Dazu kommt eine Geldpolitik, die händeringend versucht, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Kredite werden billiger und für junge Leute leichter zu bekommen.
    Geändert von Tinkerbellchen (11.07.2020 um 18:46 Uhr)

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    AW: Ich versuchs nochmal....

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    500.000 Euro? Da bekommst du hier gerade mal 300 qm² Grund. Dann steht aber noch kein Haus drauf. Ich dachte wir reden von teuren Häusern.
    So ist es. Ich habe aufgrund der aktuellen Situation neulich aus Interesse mal wieder gegoogelt bei der Stadt. Da sind ja die Bodenrichtwerte ganz genau für jede Straße hinterlegt, wird ja jedes Jahr neu berechnet. Es sind keine 10 Jahre vergangen, sondern 7 Jahre, seit ich zum letzten Mal geschaut habe, da stieg der Bodenrichtwert von meinem Grundstück von EUR 795/qm auf jetzt EUR 1.520/qm. Und ja, Haus ist da nicht mit dabei.

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    AW: Ich versuchs nochmal....

    ad: im hohen Alter noch ein Haus kaufen: es gibt schon Menschen, die Freude an Garten und Konsorten haben, und die lieber im eigenen Haus wohnen wollen. Meine Eltern haben sich mit 65 noch ein Haus gekauft, ich halte mich zurück, wie ich das fand. Treppen zum Halsbrechen, Riesengrundstück, aber: sie sind glücklich und wurschteln vor sich hin. Die Rentner die bei uns waren haben als Grund tatsächlich den Platzbedarf für ihre neuen oder wieder aufgenommenen Hobbies angegeben, die Möglichkeit Ruhe zu haben (war Dorf) und auch einige fanden den Zusammenhalt im Dorf für sie interessant im Vgl zur Anonymität in der Stadt.

    ad Finanzierung: Zinsen aussen vor ( aktuell eh wenig) haben wir bei eine Kreditsumme von 500.000 Euro (und da wäre hier schon ne MENGE Eigenkapital drin, weil die Hauspreise eh so hoch sind) und einer Kreditaufnahme im Alter von 35 Jahren : 30 Jahre zur Tilgung, (respektive sollte man nach 30 Jahren fertig sein), weil man sonst in den Rentenbezug rutscht, der ja anders aussieht als das Gehalt. (bin selbständig, weiss das nicht genau).

    Das macht abgerundete 3%/a, das macht im Jahr 15.000 Euro. Das ist machbar., wenn gleich nicht für alle (siehe Median weiter unten, wird ne knappe Kiste mMn). Wenn die Kreditsumme allerdings 1.000.000 Euro beträgt, sind wir mit zarten 30.000 Euro / an dabei, das macht eine monatliche Belastung von 2.500 Euro von bereits versteuertem Geld. Die Einkommenszahlen in Deutschland sagen mir, dass der Median bei knapp 3.400 Euro für 3 Personen-Haushalte liegt. Ich frage mich regelmäßig: wie geht so was, allzumal München jetzt nicht die einzige Stadt ist, bei der man sich fragt " was haben die geraucht als sie den Preis angesetzt haben?". Ich kann es mir nur mit " auf Kante genäht" erklären, und das fände ich sehr bedenklich, würde aber die Dr. Klein Einschätzung von meinem ersten Beitrag bestätigen.

  6. Inaktiver User

    AW: Ich versuchs nochmal....

    1. Wer ist dr. klein?

    2. Über genau die Rechnung, die du auch machst, ist dieser Thread entstanden, ich kann mir nämlich genausowenig eie du erklären, wer die Häuser kauft.
    3.500.000 ist das, was hier bei den örtlichen Banken aushängt, also glaube ich das erstmal.

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    AW: Ich versuchs nochmal....

    Wenn man mal sieht, wieviel Geld die Deutschen so im Schnitt auf der hohen Kante haben, dann ist auch schnell klar, dass viele (Groß-)Eltern dem Jungen Glück auch mal mit einer größeren Geldsumme auf die Sprünge helfen.

    Und es gibt auch noch die, die im Garten der Eltern ein EFH bauen. Dann fällt schonmal das Grundstück weg, ein schöner Batzen.

    Warum die Erde rund und auf keinen Fall flach ist?
    Wenn sie flach wäre, hatten Katzen schon längst alles runter geschubst.
    .

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    AW: Ich versuchs nochmal....

    Bei uns ziehen viele ins zweite Haus, dass sie neu bauen - seniorengerecht. Diese Gruppe verkleinert die Wohnfläche und baut komplett treppenfrei (Bungalow) und z.T. rollstuhlgerecht mit wenig Garten.
    Die Kinder sind raus, oft wird auch vom Dorf in die Kleinstadt gezogen, damit noch Infrastruktur (Ärzte, Lebensmittel, ÖPNV, Kultur,...) erreichbar ist.

    Das erste Haus wird verkauft (war meist schon abbezahlt) und wird zum Grundstock für das neue.

    Insgesamt werden kaum Häuser angeboten, man muss eigentlich bauen. Allerdings gibt es wenig Bauland hier, das aber sehr günstig (<50 Euro/m²).

    Ansonsten: Die Finanzierung ist meist genauso hoch wie die Miete, das nimmt sich nichts. Nur als Altersvorsorge hat man dann eben hinterher ein Haus. Ich kenne wirklich kaum Familien ohne Haus (Bereich: ca. 1-5 %).
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

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    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Wenn man mal sieht, wieviel Geld die Deutschen so im Schnitt auf der hohen Kante haben, dann ist auch schnell klar, dass viele (Groß-)Eltern dem Jungen Glück auch mal mit einer größeren Geldsumme auf die Sprünge helfen.

    Und es gibt auch noch die, die im Garten der Eltern ein EFH bauen. Dann fällt schonmal das Grundstück weg, ein schöner Batzen.
    Mal hier in der Stadt und die können sich ganz bestimmt Immos in der Stadt leisten:

    Reiches Baden-Wurttemberg: So viele Einkommensmillionare leben in Stuttgart - Stuttgart - Stuttgarter Nachrichten

    Und was die Baugenehmigung auf vorhandenen Grundstücken angeht: Hier im Umkreis darf man, obwohl dies platztechnisch durchaus möglich wäre, kein weiteres Haus auf das Grundstück bauen.

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    AW: Ich versuchs nochmal....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    1. Wer ist dr. klein?

    2. Über genau die Rechnung, die du auch machst, ist dieser Thread entstanden, ich kann mir nämlich genausowenig eie du erklären, wer die Häuser kauft.
    3.500.000 ist das, was hier bei den örtlichen Banken aushängt, also glaube ich das erstmal.
    Dr. Klein ist ein Immobiliendienstleister. Wenn Du nicht Banken abklappern willst ODER kritisch zu finanzieren bist oder oder oder kannst Du zu Interhyp oder Dr. Klein gehen und die übernehmen das dann für Dich, wickeln das Ganze ab etc. Ich glaube, bekannt wurde Dr. Klein durch die Zweitimmobilienfinanzierungen, die (früher wohl- das weiss ich aber echt nicht) von den Banken bei nicht voll abbezahlter erster Immobilie nicht so gerne gemacht wurden. Leider kenne ich mich damit nicht gut genug aus. Wir haben mit Dr Klein das erste Mal Kontakt aufgenommen, als es um eine Immobilie in AT ging und die Spardabank, damals unsere Hausbank einen Schluckauf nach dem anderen hatte, und fanden das ganz grandios, wie angenehm das lief - und sind dann bei denen geblieben für weitere Anfragen.

    2.) ja, ich weiss es echt nicht. Ich denke, dass Blue Velvet Recht hat mit (Groß-) Eltern, nachdem wir in D aber nur 1,3 Millionen (Vermögens-)Millionäre, aber weitaus mehr irre Häuserpreise haben, kann ich es mir auch nicht mehr erklären. Ich stalke diese Häuser ja, (siehe mein Profil ) und die sind alle recht gut schnell weg. Wir hatten null Unterstützung von Elternseite, die einen hätten können, wollten und wollen aber nicht, die anderen konnten nicht. Unsere Finanzierung war immer auf "es muss von einem wupp-bar sein" ausgerichtet, entsprechend viel Muskelhypothek haben wir investiert- und unseren Spaß daran gefunden. Hätten wir Unterstützung bekommen, wäre das Haus anders ausgefallen, also denke ich, dass der Gedanke der Finanzspritze bei den sehr teuren Häusern durchaus richtig ist. Ich mein': "besser mit warmer Hand schenken als die Kinder Erbschaftssteuer zahlen zu lassen" dürfte bei vielen Eltern auch mitspielen.

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