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  1. Moderation

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    AW: Wie lange pendeln?

    Meine längsten Pendelzeiten waren so um die 60 Minuten (mit dem Fahrrad oder Öffis). Als Kind/Teenie habe ich das gelöst, indem ich den ganzen Tag in der Stadt geblieben bin: Viertel vor sieben aus dem Haus, abends um halb acht zurück. Als Erwachsener (ich pendele aus der Stadt aufs Kaff) mit "um sieben aufs Rad, um neun bis halb 11 zuhause" habe ich festgestellt, daß das zu viel Energie frißt und alles liegenbleibt, was kein fester Termin ist. In beiden Fällen hat ein Kleinkraftrad die Pendelzeit auf 15 bis 25 Minuten runtergebracht, und das war wie ein neues Leben, mit viel mehr Schlaf und weniger rumlungern in Kaffeehäusern, weil sich heimfahren nicht lohnte.

    Stell dir vor, du würdest, bei angedachten Pendelzeiten von 90 Minuten einfach, vorerst diese drei Stunden am Tag, fünf Tage die Woche, einen langweiligen, anstrengenden Nebenjob machen. (Könntest du in real machen, mehr Geld kann man immer brauchen, wenn man umziehen will. Aber im Interesse der geistigen Gesundheit vielleicht doch besser nur als Gedankenexperiment, und tun, was Macani vorschlägt). Obendrein: Nicht nur wirst du nicht bezahlt, sondern du mußt noch 3-400 Eu oder so im Monat drauflegen.

    Es kann aber sein, daß ihr unterm Strich mehr Zeit und Geld habt, wenn ihr jeden Abend zuhause verbringt, weil ihr so froh seid, überhaupt erst mal da zu sein.

    Ach ja, und auf dem Land bist du auch nicht sicher vor Laubbläsern, Rasenmähern, Nachbarschaftsparties, Teenies mit frisierten Mofas oder lauter Musik, kläffenden Hunden, Tieffliegern, der Autobahn, der ICE-Hauptstrecke, in Dieseldunstwolken warmlaufenden Treckern, Baumaschinen und Lastwagen, betrunkenen Spätheimkehrern und mißgelaunten Frühaufbrechern.

    Immer wenn ich altersbedingt so denke, "Mönsch, so auf dem Land, das hätte schon was" denk ich an meine Teeniezeit und mach drei Kreuze, daß ich weg bin.

    ... andererseits, ich kenne Leute, die 90 Minuten einfach mit dem ICE pendeln -- die wohnen in der Stadt und arbeiten in der Stadt, nur leider in einer anderen. Das läßt sich wohl relativ gut wuppen. 90 Minuten S-Bahn sollte also auch ganz gut gehen, wenn man nicht mehr als ein Mal umsteigen muß. Da gehört einem die Zeit zumindest ein bißchen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wie lange pendeln?

    Wohnt Ihr denn Wand an Wand mit euren Nachbarn? Dann könnte ein EFH schon helfen, evtl. mit einem großen Grundstück.

    Was für Lärm nervt Dich denn genau? Vielleicht ist ja auch der Stadtrand attraktiv.

    Für mich ist Fahrtzeit zur Arbeit auch verschwendete Lebenszeit. Am liebsten fahre ich mit den Rad. Aktuell fahre ich 15 Minuten, das reicht mir. Besonders bei Regen.
    Zähl mal bis zehn, ich brauch 'ne Stunde Ruhe.

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    AW: Wie lange pendeln?

    Es sieht nicht so aus, als hätte die TE vor, sich an ihrem eigenen Strang zu beteiligen.

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    AW: Wie lange pendeln?

    Also ich habe mit gerade eure Antworten durchgelesen und das war auch mein erster Gedanke, dass einem das Pendeln mit der Zeit ziemlich nerven wird.

    Muss aber dazu sagen, dass ich nicht weiß wo manche wohnen, meine Großeltern wohnen am Land, dort gibt es keinerlei Lärm. Straßenlärm mal sowieso nicht, genauso wenig wie irgendwelche Maschinen.
    Rasenmäher hört man wenn ab und an tagsüber, Sonntag ist sowieso Ruhe, aber man kann Abends/Nachts eine Stecknadel fallen hören, genauso meist tagsüber.
    Ebenso verhält es sich bei einer Freundin, die aufs Land gezogen ist und auch bei Kolleginnen die schon ewig am Land wohnen. Da gab es noch nirgends ein Lärmproblem, deshalb schätzen sie das Land auch so.

    Zu den Kosten muss ich sagen, dass ich erstens einmal aus umwelttechnischen Gründen nur wohin ziehen würde, wo es eine öffentliche Anbindung gibt, da ich nicht mit dem Auto fahren wollen würde und ich hätte keine Fahrtkosten. Bei uns wird das vom Staat bezahlt.

    Mich hat einzig und alleine die Pendelzeit beschäftigt, da ich noch nie länger als ca. 45 min pro Strecke fahren musste.
    Denke aber auch, dass alles ab 1 Stunde aufwärts pro Strecke auf Dauer sehr mühsam sein würde und es mich nach einiger Zeit bestimmt nervt. Da ich aber keinerlei Erfahrung hatte, dachte ich, ich frag mal andere nach ihren Erfahrungen und wie sie das erlebt haben. Die Meinungen zum lang Pendeln sind jedoch eindeutig.

    Btw. Ja ich wohne Wand an Wand mit den Nachbarn.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie lange pendeln?

    Ich bin lange Zeit von München Harlaching nach Salzburg gependelt.

    Trotz Railjet und guter Anbindung hat es mich wirklich fertig gemacht.
    1,5 Stunden in einer Richtung klingen erst mal machbar, summieren sich aber im Laufe der Woche zu zarten 15 Zusatzstunden auf, die auf 40 Stunden dazu kommen.

    Wir sind dann nach Bad Feilnbach gezogen Hardcore Landidylle, Wendelstein im Blick, Gebirgsbach im Garten, alles bayrisch schön. Ruhig war es da NIE.
    Es war sogar so laut, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken mir Hühner und ne Gans in den Garten geschnalzt habe und die niemals aufgefallen sind, trotz Brüllhahn.
    Jetzt sind wir wieder in der Stadt, die ich als lauter in den Kernzeiten durch Menschen und Kinder erlebe, aber dafür ist hier in der Früh kein Schneeschieber, keine MilchLKWs (oder wie die heissen) keine Schlachttransporte.

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    AW: Wie lange pendeln?

    kommt vielleicht drauf an, wo man auf dem Land lebt, wenn es ein reines "Schlafdorf"ist, alle pendeln irgendwo hin zum Arbeiten und kommen zum Feierabend wieder, dann ist es sicherlich sehr ruhig.
    Ich wohne sehr idyllisch mitten im Dorf, in der Nachbarschaft gibt es einen großen Landwirt mit Schweinen und Getreideanbau (Mähdrescher , Gebläse zum Korntrocknen), freilaufende Hühner mit Hühnermobil und eine Hundezucht. Ich mag das alles, aber es ist nicht ruhig.

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    AW: Wie lange pendeln?

    Ich hatte knapp 30 Jahre eine Fahrzeit von 50 Min. für eine Strecke.
    Seit 5 Jahren sind es etwa 1,5 Stunden.
    Ich fahre ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln und bin von den 1,5 Stunden genervt.
    Ich sage mir zwar immer wieder: fini., das ist Zeit, die kannst du für dich nutzen.
    Musik hören, lesen, stricken, aus dem Fenster glotzen.

    Aber die anderen Reisenden nerven mich halt. Der volle Bahnhof, die lauten Mitreisenden etc.
    Darüber hinaus stehe ich um 5.15 Uhr auf, um um 8.30 Uhr im Büro zu sein.

    Vielleicht findet ihr am Stadtrand etwas oder überhaupt in einem anderen Stadtteil.
    Manchmal machts auch schon eine andere Straße.

    Für immer ab jetzt!
    "Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein.
    Bei allem was du machst. Und wenns so richtig Scheiße ist dann ist
    wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am Allerschönsten ist,
    da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment." ♫



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    AW: Wie lange pendeln?

    Eure Erfahrungen haben mir schon mal sehr weitergeholfen, vielen Dank dafür :)

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    AW: Wie lange pendeln?

    Es ist vielleicht auch noch mal was Anderes, wenn man in den Ort zurück zieht, in dem man aufgewachsen ist.
    Man möchte bei den alten Eltern sein oder hat ein Haus geerbt, jedenfalls weiß man, worauf man sich einlässt, weil man den Ort kennt. Dann ist die Pendelzeit ein notwendiges Übel, weil man an genau diesem Ort sein will.

    Aber irgendwohin aufs Land, nur damit man ruhiger wohnt, das wäre mir keine 3 Stunden Fahrtzeit pro Tag wert.

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    AW: Wie lange pendeln?

    Das denke ich auch. Familiäre Bindungen, ein platzraubendes Hobby o. ä. Da kann sich die Pendelei lohnen. Oder eben, wenn zwei Leute an unterschiedlichen Arbeitsorten unter einen Hut zu bekommen sind. Ansonsten: so nah wie möglich. Ich bin selbst lange gependelt, habe jede Menge Dorf-Stadt-Pendler in der Familie und alle nervt es von Jahr zu Jahr mehr.

    Bei uns auf dem Dorf ist es nachts totenstill. Bis der Lüfter der Biogasanlage nebenan anspringt.

    Sonntags ist es übrigens fast genauso laut wie sonst, die landwirtschaftlichen Arbeiten müssen ja trotzdem erledigt werden.

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