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  1. Registriert seit
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    ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Hallo zusammen,
    ich hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann, da ich aktuell einfach überfordert bin und nicht weiß, an wen ich mich wenden soll.
    Ich habe im Juli 2019 mit meinem damaligen Freund eine ETW (Kaufpreis 170.000€) erworben (Kredit läuft alleinig auf mich). Am Tag des Umzuges hat er mich dann alleine stehen lassen und ich bin alleine in die Wohnung gezogen.
    Leider fühle ich mich hier gar nicht wohl, die Wohnung ist mir selber auch zu groß und eigentlich auch nicht finanzierbar für mich alleine. Das belastet mich derzeit einfach sehr.
    Jetzt weis ich leider nicht so genau, was ich tun soll. Am liebsten würde ich die Wohnung wieder verkaufen, aber was kann hier finanziell auf mich zukommen? Wie gehe ich das am besten an? An wen muss ich mich wenden? Ein Gewinn werde ich damit sicher nicht machen, möchte nur so wenig wie möglich draufzahlen.
    Ich vermute, das vermieten sich nicht lohnt, da schon allein der Kredit bei ca. 450€ liegt +190€ an Abgaben für die Hausverwaltung monatlich. Ergäbe ja schon 640€ die ich an Kaltmiete verlangen müsste. Oder liege ich hier falsch?

    An wen wende ich mich bei so eine Problematik denn am besten?

    Ich bin selber erst 23 Jahre jung, habe noch nie irgendwo zur Miete gewohnt sondern direkt vom Elternhaus ins Eigenheim.
    Mir ist bewusst, dass ich einen riesigen Fehler gemacht habe und hoffe nur, dass mir jemand Tipps geben kann, wie ich aus der ganzen Sache wieder raus komme bzw. wie ich das ganze am besten angehe.

    Vielen Dank im Voraus.

  2. Avatar von powerwoman123
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Oh je, fühl dich mal gedrückt.

    Das ist natürlich keine schöne Situation. Und im Falle eines Verkaufs wahrscheinlich auch ein Verlustgeschäft, da die Bank sicher die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung berechnen wird. Zur Vermietung würde ich trotzdem abraten, dafür sollte man Erfahrung haben.

    Entscheidend ist erstmal: Wer steht als Eigentümer im Grundbuch? Du alleine oder auch dein Ex?
    LG
    Powerwoman

    "Irgendein Ziel muß man haben und ansteuern - der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen"
    Elke Heidenreich

  3. Moderation
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Könntest du eine WG aufmachen? Wenn man selbst die Mitbewohner aussuchen (und ggf auch wieder kündigen) kann, kann das sehr nett sein. Geht natürlich nicht, wenn es sich um eine Ein-Zimmer-Wohnung handelt.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"


  4. Registriert seit
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Ich würde versuchen, die Wohnung zu behalten. Du bist jung und könntest recht früh eine immer mehr abbezahlte Immobilie besitzen. Vielleicht könntest Du einen seriösen Makler vor Ort beauftragen, die Wohnung sicher zu vermieten, damit der Kredit durch eine Mieteinnahme abgedeckt ist.

  5. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Wer steht im Grundbuch als Eigentümer?
    Wie groß ist die Wohnung ungefähr?
    Wie sicher ist dein Arbeitsplatz?
    Ist die Lage der Wohnung gut?

    Wäre die Idee mit der WG für dich denkbar, zumindest für die erste Zeit um jetzt keine überstürzte Entscheidung treffen zu müssen?
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  6. Avatar von Loop1976
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    man darf doch nach so kurzer zeit gar nicht verkaufen? da war doch was, ich erinnere mich schwach. von wegen spekulationssteuer und so. das würde teuter werden?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  7. Avatar von Kleinfeld
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    man darf doch nach so kurzer zeit gar nicht verkaufen? da war doch was, ich erinnere mich schwach. von wegen spekulationssteuer und so. das würde teuter werden?
    Gilt nicht bei Selbstnutzung. Zumindest war das bisher immer so.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.

  8. Avatar von Pola
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Falls du beim Verkauf Gewinn machst, musst du den versteuern. Ausnahme: Du hast im Jahr des Verkaufs und in den zwei Jahren davor selbst in der Wohnung gewohnt.

    Also, ehrlich gesagt: Ich finde die Angaben viel zu dürftig, um Dir etwas raten zu können. Das ist wohl auch Teil des Problems, dass Du gar nicht weisst, was alles relevant ist. Gibt es niemanden in deinem Umfeld, dem du vertraust, der Dir helfen könnte? Mir scheint, du bist eher im ländlichen Raum unterwegs, wenn man für den Preis eine „zu große Wohnung“ bekommen kann. Vielleicht gibt es aber auch da eine Beratungsstelle, die man mal aufsuchen könnte. Vielleicht die lokale Frauenbeauftragte, die könnte einen Draht zur Schuldnerberatung haben oder zu einer anderen Finanzberatung. Ruf einfach mal an.

    Grundsätzlich glaube ich, es wäre besser, die Wohnung zu behalten. Bei dem niedrigen Preis scheint mir eine hohe Wertsteigerung in der kurzen Zeit unwahrscheinlich. Die Nebenkosten sind dann futsch, die Kosten für die Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank sind hoch. Vermieten wäre eine Option, aber ist auch mit Risiken verbunden. Würdest du denn zu deinen Eltern zurück? Denn sonst müsstest du ja auch selbst Miete zahlen.

    Also, bitte: Such dir irgendwo kompetenten Rat, bei dem du alle Fakten auf den Tisch legst. Vorher wäre besser gewesen, aber Kopf hoch: Noch ist ja eigentlich nichts Schlimmes passiert. Die Bank hätte dir den Kredit nicht gegeben, wenn das alles nicht machbar wäre. Nur einfach so rückgängig machen ist eben nicht so einfach.

    LG Pola

  9. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Zitat Zitat von Sabiiii Beitrag anzeigen
    Ich vermute, das vermieten sich nicht lohnt, da schon allein der Kredit bei ca. 450€ liegt +190€ an Abgaben für die Hausverwaltung monatlich. Ergäbe ja schon 640€ die ich an Kaltmiete verlangen müsste. Oder liege ich hier falsch?
    Ja Du liegst falsch. Die 190 € gehen überwiegend (nicht vollständig) an den Mieter als Teil der Nebenkostenvorauszahlung. Die Kaltmiete wäre dann 450 € oder mehr, wenn der Markt es bei Euch hergibt.

    Vergiß nicht, dass Du, wenn Du diese Wohnung verkaufst, Dir selber eine mieten mußt. Ist das bei Euch für 450 € Kaltmiete zu bekommen ?

    Auf die Vorfälligkeitsentschädigung wurdest Du ja bereits hingewiesen. Zusammen mit den Kaufnebenkosten, die Du im letzten Jahr bezahlt hast, addiert sich das auf einen schönen Verlust. Fazit: Ich würde in der Wohnung wohnen bleiben, ggf. ein Zimmer untervermieten, notfalls per airbnb.
    Keiner kann verhindern, dass ich klüger werde (Konrad Adenauer).

  10. Moderation
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    AW: ETW verkaufen? Vermieten? Hilfe!

    Hm. Wie groß ist deine finanzielle Bedrouille?
    Wäre eine unabhängige (!!) Finanzberatung (Verbraucherzentrale fragen) für dich sinnvoll? (Eine unabhängige Beratung zahlst du.)

    Was mir so einfällt, etwas ungeordnet:

    Miete:
    - Du kannst einen Teil der Nebenkosten auf den Mieter umlegen. Informiere dich mal, welche.
    - Welche Mieten sind bei euch üblich?
    - Wie handwerklich geschickt bist du, wenn man was gemacht werden muß? Hast du vor Ort Verbindungen, so daß du einen Handwerker kriegst, wenn deinem Mieter im Februar die Heizung ausfällt oder so?
    - Wie hartherzig bist du, wenn dein Mieter mit einer Jammergeschichte kommt und nicht zahlt?
    - Wieviel Rücklagen hast du, wenn eine größere Einzahlung in die Eigentümerkasse anliegt, oder wenn du nicht vermieten kannst, oder wenn dein Mieter nicht zahlt? (Wenn dich das in den Bankrott treiben kann, solltest du auf keinen Fall vermieten.)
    - Sprich vielleicht mal mit anderen Vermietern im Haus, und mit einem Eigentümerverein vor Ort (falls die mit jemandem reden, der kein Mitglied ist -- versuchen kann man's mal) was so die Erfahrungen sind, wie die lokale Lage ist, und worauf du achten mußt.
    - Informiere dich über Steuern und Möglichkeiten, etwas abzusetzen (Internet, Finanzamt, Steuerberatung, Eigentümerverein (siehe oben)).

    Verkauf:
    - Für wieviel könntest du verkaufen? (Nicht zu optimistisch rechnen.)
    - Hast du noch Gutachten oder Bewertungen vom *Kauf*?
    - Wieviel Zinsen zahlst du für den Kredit?
    - Hast du Sondertilgungen ausgemacht?
    - Wie entgegenkommend ist deine Bank? Schildere die Situation und frage nach Vorschlägen. Nimm einen Zeugen mit, laß dir alles schriftlich geben, und unterschreibe nichts, ehe du nicht drei Nächte drüber geschlafen hast.
    - Informiere dich über Steuern (Internet, Finanzamt, Steuerberatung).

    Eine Möglichkeit, den Verkaufsverlust zu minimieren wäre:
    - dir eine passendere Wohnung von dem Geld zu kaufen (spart dir die Miete) -- *wenn* das zu dem Leben paßt, das du haben willst (örtlich gebunden, Wohnungsgröße vielleicht kleiner als du sie in fünf Jahren gerne hättest...).
    - das Geld vom Verkauf aufzuteilen in "kann ich der Bank jetzt geben", "kann ich in einen Bausparvertrag schieben und der Bank zu dem Zeitpunkt geben, wo sie bereit sind, es zu nehmen, und dann einen Bausparkredit -- mit hoffentlich niedrigeren Zinsen -- abbezahlen" und "packe ich auf ein Festgeldkonto (oder mehrere), damit ich es habe wenn die Bank bereit ist, es zu nehmen." Damit sorgst du dafür, daß das Geld *da* ist, auch wenn die Bank es nicht jetzt gleich nimmt.
    - Je höher deine Kreditzinsen sind, je weniger kulant die Bank ist, desto weniger lohnt sich verkaufen.
    - Je höher die Kaufnebenkosten waren, desto größer wird der Verlust. Allerdings soll man dem schlechten Geld kein Gutes nachwerfen. Vermieten wird nicht auf einmal ein gutes Geschäft, wenn es vorher ein schlechtes war, nur weil du beim Verkauf hohe Nebenkosten abschreibst. Wenn Vermieten allerdings ein akzeptables Geschäft für dich wäre, kann es so ein vorteilhaftes werden.

    Andere Möglichkeit (wurde schon angesprochen):
    - Wenn der Schnitt der Wohnung paßt, kannst du untervermieten.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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