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  1. Avatar von Antje3
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    [QUOTE=Saetien2;34387986]
    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen

    "steuerlich in Ansatz gebracht werden" heißt...?
    Wenn Du eine Immobilie vermietest, sind Schuldzinsen Kosten, die Du gegen die Mieteinnahmen "gegenrechnen" darfst (vereinfacht ausgedrückt). Tilgung jedoch nicht - denn die verbleibt ja als Anlagewert im Objekt. Die Vermietung ist ein "Unternehmen" mit dem Du Einnahmen aber eben auch Ausgaben hast. Am Ende machst Du für das Mietobjekt eine eigene Steuererklärung - im Grunde läuft es auf eine Gewinn-Verlustrechnung raus. Den Gewinn/Verlust darfst Du dann entsprechend in Deine persönliche Steuererklärung übertragen als zusätzliche Einnahmen oder Verluste.

    Das geht aber nicht mit einer eigen genutzten Wohnung. Da sind Schuldzinsen quasi wie Miete (früher nannte man Miete ja auch Mietzins - das kommt daher)
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  2. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Bei Mietwohnungen gibt es bei der Jahresabrechnung der Nebenkosten den Bereich "nicht umlagefähige Kosten" - darunter ist alles zusammengefaßt, was der Eigentümer eben nicht auf den Mieter umlegen darf. In der Summe macht das erfahrungsgemäß etwa 25-35 % der Nebenkosten aus. Wenn also Eure jetzige Mietwohnung 300 € Nebenkosten im Monat hat, kannst Du davon ausgehen, daß sie Euch als Eigentumswohnung mit 400 €Nebenkosten im Monat belasten wird.
    Das muß man mit einplanen.
    Wow! ich kenne da ganz andere Beträge......na gut war ja auch vermutlich nur ein Beispiel.
    Bei einem Haus sind die Kosten etwas anders - da fallen sie oft eher schubweise an - sei es, daß Heizöl gekauft werden muß - passiert zwar nur einmal im Jahr oder alle zwei Jahre je nach Tankgröße - kostet dann aber gleich gerne mal ein paar tausen Euro, bis der Tank voll ist. Das muß man einplanen und zurücklegen.
    Ja - wobei ich niemals ein Haus mit Ölheizung kaufen würde, die sollen doch bald verboten werden.

    Die Grundsteuer ist erheblich höher als bei Wohnungen.
    Klärt, ob für das Wohngebiet schon alle Erschließungskosten bezahlt sind. Nein - das ist kein Witz - die können anfallen, selbst wenn das haus schon 20 Jahre alt ist.
    Ich weiß - meine Eltern sind Hausbesitzer. Aber danke dafür.


    Beispiel:
    "50.000 Euro für 150 Jahre alte Straße

    60, 70 Jahre alt, oder vielleicht noch älter - wie in Ergolding im Landkreis Landshut. Rentner Michael Huber hat noch alte Fotos von seinem Urgroßvater, wie er 1859 auf der Bahnhofsstraße stand. Und trotzdem soll die Straße nach über 150 Jahren nicht fertig sein? So jedenfalls behauptet es die Gemeinde.

    50000 "aus dem Nichts" ist aber schon eher extrem, oder?

    Michael Huber und seine Frau Barbara leben schon sehr lange hier, beide haben nur eine kleine Rente. Sie geraten in Panik, wenn sie an den bald beginnenden Straßenausbau denken. Über 50.000 Euro - dieser Betrag schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Anwesen der Hubers. "
    https://www.br.de/nachrichten/bayern/strassenausbau-wie-kommunen-buerger-noch-schnell-abkassieren,RFuGzct
    Denk dran - bei einem Haus habt Ihr Sorge zu tragen, daß Räumpflichten erledigt werden - entweder ihr schippt - oder ihr müßt einen Service beauftragen.

    Ist das bei Mietwohnungen nicht auch so?
    Es gibt Gebühren, denen ihr als Mieter kaum begegnet, wie der Niederschlagswassergebühr....

    Es gilt also, großzügig zum Kaufpreis und den Nebenkosten des Kaufs auch Rücklagen für die allfälligkeiten zu haben, mit denen man noch nicht vertraut ist.
    In etwa so bin ich auf den Betrag gekommen den ich für vertretbar halte.....wobei das wie gesagt noch sehr in der Diskussion ist.


  3. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    Ohne Eigenkapital sollte man nichts kaufen. ...
    gekürzt

    Das ist ein Antwort von vor ... Jahren.

  4. Avatar von Antje3
    Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Bei Mietwohnungen werden allgemeine Hausmeisterdienste wie u.a. Räumpflichten ja häufig eben an Hausmeister oder entsprechende Services vergeben und mit der Wohngeldabrechnung umgelegt. Beim Haus ist das halt Deine Sache. Und für Einzelobjekte kein günstiges Vergnügen - denn die Services nehmen lieber Anlagen als einzelne Häuser - ist für die wirtschaftlicher.

    50.000 € Erschließung so spät ist sicher extrem, das kommt durch die großen ländlichen Grundstücke - viel Straße und viel Nichts um die Häuser - 20.000 € liegen durchaus im üblichen Bereich auch in städtischen Bereichen. Vor allem auch, wenn Straßensanierungen geplant sind (hier jammern Anwohner in einem älteren Viertel gerade - da kommen selbst bei Wohnungen tausende auf die einzelnen zu).
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  5. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    [QUOTE=Saetien2;34387986]
    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen

    Anfangstilgung ist jetzt wieder was anderes als jährliche Tilgung oder?

    Richtig - weil wir zu zweit von einem Gehalt gelebt haben. Das zweite Gehalt könnte also vollständig "ins Haus".

    "steuerlich in Ansatz gebracht werden" heißt...?

    Etwas in der Art wäre das Ideal.
    Damit geht es halt los. Durch die Annuität (Rate) steigt innerhalb dieser sukzessive der Tilgungsanteil während der Zinsanteil mit jeder Rate sinkt. Deshalb Anfangstilgung …

    Mit dem zweiten Gehalt das könnte man auch erst mal eine Zeit lang üben - und dieses komplett weglegen sprich ansparen. Dann hätte man auch relativ schnell etwas Eigenkapital …

    Wurde hier schon gut erklärt (s. @Antje3). In machen Ländern sind die Schuldzinsen auch für eigengenutzte Immobilien steuerlich abzugsfähig - in Deutschland nicht (hier nur bei vermieteten Immobilien).

    Mit zwei guten Gehältern ist eine Volltilger-Variante eine Überlegung wert. Dann wäre man relativ "schnell" fertig und hätte eventuell noch etwas Zeit für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Ein abbezahltes Haus kann ein guter Baustein der Altersvorsorge sein - kostet aber auch im Alter einiges (Instandhaltung, Renovierung usw.). Das sollte bei der Ruhestandsplanung berücksichtigt werden. Anteile an Fonds, ETFs kann man gestückelt verkaufen - bei einem Eigenheim funktioniert das nicht ...

  6. Avatar von Annilein
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von morcheeba_ Beitrag anzeigen
    gekürzt

    Das ist ein Antwort von vor ... Jahren.
    Das sehe ich anders. In den Achtzigern war es absolut üblich, voll zu finanzieren. Gerne auch über Lebensversicherungen.
    Seit der Finanzkrise verlangen viele Banken den Nachweis von mindestens 20% Eigenkapital.

    Beim Verkauf meines letzten Hauses sind etliche Interessenten bei der Finanzierung an dieser Hürde gescheitert.
    Wie begründest du deine Aussage?
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

  7. Avatar von Antje3
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ja - wobei ich niemals ein Haus mit Ölheizung kaufen würde, die sollen doch bald verboten werden.
    Das ist eine etwas - äh - wie sag ich es - dumme Aussage.

    Zumindest unklug.

    Wenn Du im "Gebrauchtimmobilienbereich" suchst, könntest Du da auf interessante Objekte rundheraus verzichtet - was ein großer Fehler ist. Gerade Häuser aus den 80er Jahren haben/hatten oft Ölheizung und haben eine exzellente Bausubstanz. In den 90ern wurde viel weniger qualitätvoll gebaut. (viel mehr Gipskarton innen, statt Ziegelwände, viel schlechte Fenster etc.).

    Eine Ölheizung mit einem modernen Brenner kann sehr energieeffizient sein - und - mit Photovoltaik zusätzlich auf dem Dach kannst Du sehr sparsam heizen - denn dann kannst Du Warmwasser durch Solar heizen und die Ölheizung den kompletten Sommer ausschalten.

    Pelletheizung ist teurer - dank der hohen Nachfrage nach den Pellets sind die DInger richtig teuer geworden.

    Hackschnitzelheizung sind für den Privatgebrauch ungeeignet - sehr störanfällig

    Erdwärme - gute Idee, sehr unüblich

    Passivhaus - recht neu und sicher nicht als Schnäppchen zu kriegen.

    Bleibt Gas.
    Es ist so gut wie problemlos, ein Haus, das bis jetzt mit Öl beheizt wurde, ans Fernwärme- oder Gasnetz anzuschließen. Oft bekommt man sogar noch Fördergelder dafür.

    "Wer seine alte Ölheizung ersetzt, profitiert heute von hohen Fördermitteln. Politisch ist häufig die Rede von einer Abwrackprämie, die mit einer Zuschussförderung in Höhe von 40 Prozent auch im aktuellen Entwurf zum Klimapaket der Bundesregierung aufgenommen wurde.

    Aber auch ohne die Abwrackprämie bekommen Hausbesitzer finanzielle Unterstützung vom Staat, wenn sie ihre Ölheizung tauschen und eine Gasbrennwertheizung einbauen. So gibt es zinsgünstige Darlehen mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von mindestens 7,5 Prozent über das KfW-Programm 152. Alternativ dazu stellt der Staat über das KfW-Programm 430 auch eine Zuschussförderung in Höhe von mindestens 10 Prozent der anfallenden Kosten zur Verfügung. Wer die alte Heizungsanlage im gleichen Zuge optimiert, profitiert von noch besseren Konditionen. Denn dann steigt der Tilgungszuschuss bei der Kreditvariante auf 12,5 Prozent. Der einmalige Zuschuss aus dem Programm 430 der KfW steigt in diesem Fall auf 15 Prozent an.

    Noch mehr Geld bekommen Hausbesitzer, die auch eine Solaranlage installieren. Denn dann gibt es zusätzliches Geld über das Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“ vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Während Verbraucher für Warmwasser-Solaranlagen 500 Euro extra bekommen, steigt der Zuschuss für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung auf mindestens 2.000 Euro an."

    Quelle: effizienzhaus-online.de
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  8. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von kurant Beitrag anzeigen
    Mit dem zweiten Gehalt das könnte man auch erst mal eine Zeit lang üben - und dieses komplett weglegen sprich ansparen. Dann hätte man auch relativ schnell etwas Eigenkapital …
    Richtig, normalerweise würde ich sagen das ist vernünftig.
    Aber - wir wohnen in Rhein-Main.
    Was, wenn bis dahin die Preise völlig durch die Decke sind und wir uns dann auch mit EK kein Haus mehr leisten können?

    Beim Verkauf meines letzten Hauses sind etliche Interessenten bei der Finanzierung an dieser Hürde gescheitert.

    Wundert mich, wie gesagt. Unsere Hausbank stört das nicht....


  9. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Das ist eine etwas - äh - wie sag ich es - dumme Aussage.

    Zumindest unklug.


    Das war 1 zu 1 ältere Verwandtschaft nachgeplappert:

    "Kauft bloß kein Haus mit Ölheizung, die Ölheizungen werden verboten!"

    Ok, da sollte ich mich also einlesen - wobei ich aktuell so gar keine Ahnung habe, wie teuer so ein "Umrüsten" ist.

    Und dann - mir wird ja vor Kauf keiner garantieren dass das Umrüsten auch wirklich sicher geht, und am Ende sitze ich in einem unverkäuflichen Haus, das nicht ans Gasnetz angeschlossen werden kann aufgrund von irgendeinem Sonderfall....

  10. Avatar von Sneek
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Unsere Hausbank stört das nicht....
    Ich hatte das so verstanden, dass der Termin noch aussteht?

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