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  1. Avatar von Antje3
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wow!

    Danke Antje, das ist beeindruckend.


    Dann ist die interessante Frage ob man eine Bank findet die sich auf solch hohe Tilgungsraten einlässt.
    Warum nicht das ist keine ungewöhnliche Sache. Man kann eine Hypothek mit zb einer Volltilgung binnen einer festgelegten Frist nehmen. Man kann alles, wenn man weiß was man genau will.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Das "möglichst günstig wohnen" funktioniert hier ja auch nicht.

    Zumindest das Auto kann nicht kaputtgehen, wir haben keines, aber ich weiß was Du meinst, Weka.

    Wir haben genug Polster für genau das was Du schilderst, aber eben nur dieses Polster und nicht noch was zusätzlich.

    Nur eben: bei diesen Mieten hier dauert es ja auch Jahre das Eigenkapital anzusparen, und erst mit 40 kaufen ist irgendwie recht spät.

  3. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Das Problem ist wirklich, dass die Mieten hier kaum günstiger sind als die Kreditraten ...
    Mit wieviel Tilgung da gerechnet wird, wurde ja schon gefragt.

    Und mit welcher Laufzeit?

    Wenn die Zinsen irgendwann mal wieder steigen (und das werden sie wohl nicht 2020 - aber was in 10 Jahren ist, weiß niemand), fallen die Hauspreise tendentiell. Und wenn man eine Anschlussfinanzierung braucht und wenig getilgt hat, sehen die Kreditraten auch ganz anders aus, wenn die Zinsen inzwischen gestiegen sind.

    Wieso müsst ihr denn gleich ein Haus mieten?
    Ohne Eigenkapital von 20% würde ich nichts kaufen - und um Eigenkapital anzusparen ist am einfachsten, zu Berufsbeginn den Lebensstandard eben nicht deutlich zu erhöhen.
    Dann könnt ihr ein Gehalt sparen - und es kommt in wenigen Jahren etwas zusammen.

  4. Avatar von Sprachlos
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Ich schließe mich denen an, die dazu raten erstmal etwas bescheidener zu wohnen und Eigenkapital anzusparen. Man kann so auch erstmal schauen, wie viel man überhaupt übrig behält ohne auf alles verzichten zu müssen.
    Ihr könnt zur normalen Tilgung (unter 3 % würde ich derzeit keinesfalls tilgen) auch Sondertilgungen vereinbaren, da ist man etwas flexibler.
    Immer sollte man jedoch noch gut Luft nach oben haben bei der Finanzierung.

  5. Avatar von Antje3
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Vom kauf ohne Eigenkapital rate ich auch dringend ab, gar nicht unbedingt aus "Geldgründen ", sondern vor allem, weil das ansparen von Eigenkapital über ein paar Jahre einem auch ein Gefühl dafür gibt, ob man sich über viele Jahre in der Zukunft in der Lage fühlt, sich so zu disziplinieren. Im Gegensatz zu den meisten Verpflichtungen kommt man bei einer Hypothek halt nicht so leicht raus und kann sich umentscheiden. Eine Mietwohnung kann man kündigen.

    Ich habe Freunden mal gesagt, eine gemeinsame Hypothek bindet einen fester als ein Trauschein aneinander. Nachdem der Freund Standesbeamter ist, war das ein großer Lacher, wird aber gerne wegen der Wahrheit darin oft wiederholt.

    Aus diesem Grund kann es übrigens durchaus sinnvoll sein, statt einer großen Hypothek zusammen 2 einzelne aufzunehmen, jeweils nur auf einen Partner. Im schlechtesten aller Fälle einer Trennung kann man die eigene nämlich ggf. einzeln auf ein neues Objekt übertragen. Und steckt nicht beide in einer.

    Dazu muss man bei der Bank allerdings tatsächlich überzeugend sein, das machen sie wirklich nicht so gerne, logisch. Wenn sie 2 gesamtschuldnerisch haftende für die Gesamtsumme haben kann, verzichtet die Bank ungern drauf. Geht aber auch.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  6. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Mit wieviel Tilgung da gerechnet wird, wurde ja schon gefragt.
    Da habe ich inzwischen mal verschiedene Zahlen in den Rechner geworfen, sehr aufschlussreich.

    Und mit welcher Laufzeit?
    20 Jahre.

    Das, was dann noch übrig wäre, wäre auf jeden Fall ein geringer Betrag (sagt der Rechner).
    [QUOTE]
    Geändert von Saetien2 (20.11.2019 um 21:02 Uhr)


  7. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Hmmm.....Eigenkapital haben wir aktuell noch gar keines, unsere Hausbank würde das aber überraschenderweise wohl mitmachen.
    Wieso überraschenderweise ? Eher ganz logisch, ist ja auch eines der ganz wenigen Geschäftsfelder in denen normale Banken (ohne großes Investmentbanking) wie Sparkassen und Genossenschaftsbanken noch ein bißchen was verdienen können Und wenn eure Bonität stimmt (Einkommen, Berufe, Schufa etc. sprich Kreditwürdigkeitsprüfung und Kapitaldienstfähigkeit O. K.), warum nicht - aus Sicht der Bank.

    Klar ist aber auch: Gar kein Eigenkapital bedeutet dann locker eine 110-120% Finanzierung (Notarkosten, eventuell Maklercourtage, Kosten Grundbuchamt, allein Grunderwerbssteuer je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 Prozent auf den Kaufpreis usw.).

    Die Zins-Konditionen sehen für eine solche Finanzierung in aller Regel aber deutlich anders aus, als für eine mit 25 oder 30% Eigenkapital oder eine, die nur im Realkreditbereich spielt (Beleihungsauslauf < 50% des Immobilienwertes). Das sollte man zumindest auf dem Schirm und auf der Rechnung haben.

    Unterhalb einer entsprechenden hohen Anfangstilgung von mindestens 3% - und der Möglichkeit vorfälligkeitsfreier Sondertilgungsmöglichkeiten von 5 besser 10% per annum - würde ich persönlich dies nicht angehen. Und mich vorher per Haushaltsbuch vergewissern, daß eine solche Annuität auch dauerhaft tragbar ist. Am besten mit Sondertilgungen zusätzlich. Da (offensichtlich) bis jetzt nix gespart wurde, war ja (offensichtlich) nie Geld übrig …?

    An einer gebrauchten Immobilie kann auch immer mal was kaputt gehen. Dabei geht es dann so gut wie immer schnell um fünfstellige Beträge.

    Die Zinskonditionen dürften von Anfang an relativ hoch sein (im Vergleich zu Finanzierungen mit Eigenkapital) und die Zinskosten generell über die gesamte Laufzeit auch, wegen der Vollfinanzierung. Wäre nix für mich - zumal in dieser Variante (Eigennutzung) die Kosten für Schuldzinsen nicht steuerlich in Ansatz gebracht werden können.

    Eine Alternative könnte eine sog. Volltilger-Darlehen sein sprich das Darlehen wird im Rahmen der Zinsbindunsgfrist (z. B. innerhalb von 15 oder 20 Jahren) komplett getilgt. Relativ niedriges Risiko für die Bank = Vorteil attraktive Zinskondition. Nachteil: Eine hohe Annuität (monatliche Rate).

    Gute Entscheidungen wünsche ich.


  8. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Convallaria:

    Prinzipiell sehe ich das wie Du. Mit in etwa den gleichen Gedanken.


    Nur: Häuser zur Miete sind hier fast nicht zu bekommen und wenn doch liegt die Warmmiete deutlich höher als eine eventuelle Kreditrate - und dann denke ich wieder: All das Geld was ein potentieller Vermieter bekommt das könnte auch stattdessen ins eigene Heim.......
    .

    Kann ich total verstehen.
    Aber ich denke, die Kosten in Form von Geld, Zeit und Mühe führen zu einer schlechteren Bewertung in Summe. Man hat ja nicht "nur" die Rate. Allein schon Investitionen nach dem Kauf (Reparaturen/Renovierung), die Kaufnebenkosten und die viele, viele Zeit, die sowas kostet.

    Ich kann nur sagen, was ich machen würde bzw. so haben wir es auch gemacht.
    Erstmal beide fertig promoviert und einen Anschlussjob gesucht. Damit war klar, wo wir zukünftig leben werden. In der Zeit bis dahin in einer schönen, aber relativ günstigen Wohnung zur Miete gewohnt (die war ein Glücksgriff). Wir haben uns, als wir beide einigermaßen gute Gehälter hatten, was Netteres gesucht als vorher, aber noch recht passabel von den Kosten her. Geld angespart (Eigenkapital. Wir hatten im Endeffekt 1/3 EK, 2/3 FK. Damit kriegt man schon ganz gute Konditionen. Ohne würd ich auch nicht kaufen wollen). Dann angefangen, ein Haus zu suchen. Das hat 2 Jahre gedauert, selbst hier in einer nur mittelmäßig angespannten Gegend.
    Mit der Bank verhandelt. Wir tilgen mit 4,5% und haben 5% Sondertilgung vereinbart. So fühlt es sich gut & richtig an, und es ist auch schön, sich angekommen zu fühlen. (Wobei, wer weiß, was noch kommt. Wäre auch Ok, nochmal wegzuziehen, falls sich was ergibt, aber geplant ist es nicht.)
    Ich fand das Ganze schon sehr stressig, wobei wir auch ca. 1,5 Jahre umgebaut und kernsaniert haben. Da war klar, das machen wir 1x, und zwar so, wie es für uns passt und nicht für eventuelle Nachkäufer. Insofern eine spezielle Situation.


  9. Registriert seit
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    [QUOTE=kurant;34387866]


    Unterhalb einer entsprechenden hohen Anfangstilgung von mindestens 3% - und der Möglichkeit vorfälligkeitsfreier Sondertilgungsmöglichkeiten von 5 besser 10% per annum - würde ich persönlich dies nicht angehen.
    Anfangstilgung ist jetzt wieder was anderes als jährliche Tilgung oder?

    Und mich vorher per Haushaltsbuch vergewissern, daß eine solche Annuität auch dauerhaft tragbar ist. Am besten mit Sondertilgungen zusätzlich. Da (offensichtlich) bis jetzt nix gespart wurde, war ja (offensichtlich) nie Geld übrig …?
    Richtig - weil wir zu zweit von einem Gehalt gelebt haben. Das zweite Gehalt könnte also vollständig "ins Haus".
    Die Zinskonditionen dürften von Anfang an relativ hoch sein (im Vergleich zu Finanzierungen mit Eigenkapital) und die Zinskosten generell über die gesamte Laufzeit auch, wegen der Vollfinanzierung. Wäre nix für mich - zumal in dieser Variante (Eigennutzung) die Kosten für Schuldzinsen nicht steuerlich in Ansatz gebracht werden können.
    "steuerlich in Ansatz gebracht werden" heißt...?
    Eine Alternative könnte eine sog. Volltilger-Darlehen sein sprich das Darlehen wird im Rahmen der Zinsbindunsgfrist (z. B. innerhalb von 15 oder 20 Jahren) komplett getilgt. Relativ niedriges Risiko für die Bank = Vorteil attraktive Zinskondition. Nachteil: Eine hohe Annuität (monatliche Rate).

    Etwas in der Art wäre das Ideal.
    Gute Entscheidungen wünsche ich.
    Dankeschön!

  10. Avatar von Antje3
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    AW: Kaufen oder Mieten?

    Bitte plane auch ein, daß die Nebenkosten bei einer Eigentumswohnung deutlich höher sind als bei einer Mietwohnung (bei einem Haus sieht es nochmals anders aus!)

    Bei Mietwohnungen gibt es bei der Jahresabrechnung der Nebenkosten den Bereich "nicht umlagefähige Kosten" - darunter ist alles zusammengefaßt, was der Eigentümer eben nicht auf den Mieter umlegen darf. In der Summe macht das erfahrungsgemäß etwa 25-35 % der Nebenkosten aus. Wenn also Eure jetzige Mietwohnung 300 € Nebenkosten im Monat hat, kannst Du davon ausgehen, daß sie Euch als Eigentumswohnung mit 400 €Nebenkosten im Monat belasten wird.
    Das muß man mit einplanen.

    Bei einem Haus sind die Kosten etwas anders - da fallen sie oft eher schubweise an - sei es, daß Heizöl gekauft werden muß - passiert zwar nur einmal im Jahr oder alle zwei Jahre je nach Tankgröße - kostet dann aber gleich gerne mal ein paar tausen Euro, bis der Tank voll ist. Das muß man einplanen und zurücklegen.
    Die Grundsteuer ist erheblich höher als bei Wohnungen.
    Klärt, ob für das Wohngebiet schon alle Erschließungskosten bezahlt sind. Nein - das ist kein Witz - die können anfallen, selbst wenn das haus schon 20 Jahre alt ist.
    Die werden berechnet, wenn im Wohngebiet die Erschließung endgültig abgeschlossen ist. Das kann jahrzehnte nach Bau sein - und Du übernimmst ein Gebäude mit allen Rechten und Pflichten. Je nach Straßenlage können das tausende Euro sein, die einen treffen.

    Beispiel:
    "50.000 Euro für 150 Jahre alte Straße

    60, 70 Jahre alt, oder vielleicht noch älter - wie in Ergolding im Landkreis Landshut. Rentner Michael Huber hat noch alte Fotos von seinem Urgroßvater, wie er 1859 auf der Bahnhofsstraße stand. Und trotzdem soll die Straße nach über 150 Jahren nicht fertig sein? So jedenfalls behauptet es die Gemeinde.

    Michael Huber und seine Frau Barbara leben schon sehr lange hier, beide haben nur eine kleine Rente. Sie geraten in Panik, wenn sie an den bald beginnenden Straßenausbau denken. Über 50.000 Euro - dieser Betrag schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Anwesen der Hubers. "
    https://www.br.de/nachrichten/bayern/strassenausbau-wie-kommunen-buerger-noch-schnell-abkassieren,RFuGzct

    Denk dran - bei einem Haus habt Ihr Sorge zu tragen, daß Räumpflichten erledigt werden - entweder ihr schippt - oder ihr müßt einen Service beauftragen.

    Es gibt Gebühren, denen ihr als Mieter kaum begegnet, wie der Niederschlagswassergebühr....

    Es gilt also, großzügig zum Kaufpreis und den Nebenkosten des Kaufs auch Rücklagen für die allfälligkeiten zu haben, mit denen man noch nicht vertraut ist.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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