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  1. Registriert seit
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    Feuchte Kellerwände nach Hausverkauf

    Hallo in die Runde,

    vor einigen Monaten habe ich mein Haus verkauft. Nun habe ich von den Käufern überraschend ein Schreiben erhalten – die Wände im Keller sind feucht und sie erwarten von mir, dass ich die Sanierung (ca. 50.000 Euro) bezahle.

    Das Haus ist BJ. 2001, der Keller noch im „Rohzustand“, also Betondecken und –böden, Wände nur übergestrichen. Ich habe dort 5 Jahre gewohnt, im Keller außer Waschmaschine und Trockner allerlei Haushalts- und Gartensachen, Gartenbekleidung, Schuhe, Regale mit Konserven, Kartons mit Büchern und Unterlagen, alte Babysachen und Teddies und vor allem meinen Imkerbedarf – Holzbeuten, Schleuder, Honigräume etc. aufbewahrt. Hiervon habe ich Fotos, da die Spedition sie für die Preisberechnung für meinen Umzug benötigte.

    Die Käufer haben das Haus 6-7 Mal besichtigt (die Wände waren frei, da ich bereits den Schrank abgebaut hatte). Zu einem Termin kamen sie mit ihrer Bank, um Fotos für die Immobilienbewertung zu machen. Bei der Übergabe (Ende März) – jeder Raum wurde unter die Lupe genommen, Kommentare in den Protokoll aufgenommen - war alles in Ordnung.

    Nun haben sie Möbel und Kartons in den Keller gestellt und behaupten, innerhalb weniger Tage haben sie zu schimmeln begonnen. Ein Hygrometer zeigte eine Luftfeuchtigkeit von 90% an, woraufhin sie 2 Unternehmen bestellten, die beide feuchte bis nasse Wände feststellten, scheinbar seit Jahren, und Angebote für Trocknungsmaßnahmen i.H.v. EUR 50.000 abgaben.

    Die Käufer behaupten, ich habe von diesem Schaden gewusst und fühlen sich getäuscht.

    Ich kann mir zwar die Nässe im Keller durch falsche Lüftung in diesem heißen Sommer erklären, allerdings nicht die scheinbar seit Jahren nassen Wände – meine Sachen standen einige Jahre im Keller und lagern nun teils in meiner Garage, teils auf dem Dachboden.

    Aufgrund der Behauptung und der Forderung habe ich umgehend einen Anwalt kontaktiert, wäre aber dankbar für Ansichten und Kommentare hierzu. Hat jemand ähnliche Erfahrungen, auf der einen oder anderen Seite?

    Vielen Dank im Voraus

  2. Avatar von Opelius
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    AW: Feuchte Kellerwände nach Hausverkauf

    Die Käufer behaupten, ich habe von diesem Schaden gewusst und fühlen sich getäuscht.
    Das müssten sie in einem Gerichtsverfahren beweisen. Du hast einen Anwalt. Das ist gut. Ihr habt ein Übergabeprotokoll, das ist sehr gut.

    Dass Baufirmen einen lukrativen Auftrag in beträchtliche Höhe sehen, ist normal.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Moderation
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    AW: Feuchte Kellerwände nach Hausverkauf

    90% Luftfeuchte im Keller im Sommer ist nach meiner Erfahrung nicht ungewöhnlich.

    Wir hatten das in einem Haus Bj 1977, Keller aus unverputztem Beton, Boden PVC, regelmäßig.

    Geschimmelt ist da erst was, nachdem wir versehentlich nasses Holz im Keller eingelagert hatten. Und dann ist der Inhalt (nicht die Wände) des Raums geschimmelt, wo das Holz lag... nicht der Trockenraum, wo das Hygrometer war.

    (Verstehen tu ich das auch nicht.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Avatar von Opelius
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    AW: Feuchte Kellerwände nach Hausverkauf

    An derart heißen Sommertagen wie dieses und letztes Jahr dringt heiße Luft mit entsprechender Feuchtigkeit in den eigentlich immer kühlen Keller (Normaltemperatur 8 Grad), Beim Abkühlen der Luft schlägt sich Feuchtigkeit nieder, völlig normal. Holz oder Kartoffeln beginnen dann mit Schimmelbildung. Beides gehört im Sommer auch nicht in den Keller. Die Sporen verbreiten sich bei jedem Luftzug.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. Avatar von cocoberry
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    AW: Feuchte Kellerwände nach Hausverkauf

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    An derart heißen Sommertagen wie dieses und letztes Jahr dringt heiße Luft mit entsprechender Feuchtigkeit in den eigentlich immer kühlen Keller (Normaltemperatur 8 Grad), Beim Abkühlen der Luft schlägt sich Feuchtigkeit nieder, völlig normal.


    Du hast ein Übernahmeprotokoll, in dem steht, dass der Käufer alles besichtigt hat und für ok befunden hat, und das alle unterschrieben haben!
    Das ist schon einmal sehr gut.
    Ich höre das aber jetzt nicht zum ersten Mal, dass nach getätigtem Kauf der Käufer plötzlich auf einen ihm bislang verborgen gebliebenen ( oder ihm gar absichtlich verborgen gehaltenen )Mangel stößt und so versucht, nachträglich noch Geld für sich herauszuschlagen.
    Ich würde darauf persönlich gar nicht antworten, wenn überhaupt, dann nur über deinen Anwalt. Der Käufer muss diesen (versteckten) Mangel beweisen und auch beweisen, dass du ihm diesen vorsätzlich verschwiegen hast. Das wird ihm wohl kaum gelingen, immerhin war er 7 mal im Haus und hat da nie Feuchtigkeit bemerkt. Du wirst nicht jedes Mal vorher den Luftentfeuchter laufen gehabt haben!
    Unangenehm ist die Sache aber leider allemal und ich verstehe, dass sie dich belastet!

  6. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Feuchte Kellerwände nach Hausverkauf

    Zitat Zitat von Moorwanderin Beitrag anzeigen
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen, auf der einen oder anderen Seite?
    Du haftest nur für verborgene Mängel. Wenn Böden und Wände frei waren, hätten die Käufer Feuchtigkeit sehen können. Die Käufer müssen sich vorhalten lassen, vor dem Kauf keinen Sachverständigen mitgenommen zu haben. Wenn sie dazu zu geizig waren, ist das nicht Dein Problem.

    Bleib locker und lass den Anwalt seine Arbeit machen.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  7. Avatar von Annilein
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    AW: Feuchte Kellerwände nach Hausverkauf

    Bei meinem letzten Hausverkauf rückte eine Interessentin kurz vor Vertragsabschluss mit einem Bauprüfer an, der eine nasse Wand im Keller fand. Sie trat sofort vom Kauf zurück.
    Ich bestellte sofort einen anderen Sachverständigen, der die Diagnose nicht bestätigen konnte und mir den Fehler des Kollegen erklären könnte.
    Das Haus hatte ich trocken gekauft und bei meinen Nachfolgern ist auch alles in Ordnung.
    Ich würde es drauf ankommen lassen, wie sie das beweisen wollen.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

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