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  1. Avatar von Bisamratte
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    Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Liebe Bris,

    ich brauche etwas (viel) Input von außen. Ich hoffe, den gibt es hier - wenn nicht, schlagt mir gern ein passenderes Unterforum vor... Danke! Die Kurzfassung ist: wollen wir eine Immobilie oder nicht?!

    Die längere (in diesem Fall Fortsetzungsromanfassung, wie ich jetzt nach dem Schreiben sehe) geht so:

    - Paar, verheiratet, einigermaßen solvent, zwei Kinder, eins fünf, eins eins.

    - Großstadt (eine von denen, die ständig in den Medien sind wegen steigender Mieten, Nachverdichtung, absurd steigender Immobilienpreise etc.), wunderschöne große 4-ZKB-Altbauwohnung zu einer Miete, wie wir sie seit einem Jahr nicht vergleichbar gesehen haben (11,70 kalt), Kita, Schulen je keine 10 min zu Fuß, zu meinem Job knapp 30 min mit Rad, zum Job des Gatten unsignifikant länger, reichlich grün, noch Fluglärm (OK, given the city, voraussichtlich noch ziemlich viel länger, aber es ist eher ein Luxusproblem, wir zählen offiziell nicht in die Einflugschneise), wir kennen die Ecke hier seit 6 Jahren, treffen also Leute auf der Straße, sind mit dem Weinhändler verbandelt, das große Kind kann schon allein (!) zum Bäcker gehen etc.

    - Wir hätten ja so gern... idealerweise eine eigene Hütte hier um die Ecke, mit ein bisschen Garten. ist aber nicht zu kriegen, oder unerschwinglich.

    - Wir könnten haben... eine Hütte in einem völlig anderen Bezirk oder im Speckgürtel. Dann aber mit ziemlich viel Garten, und da hängt irgendwie mein Herz dran - gar nicht wegen des Gärtnerns, sondern wegen des Erholungswertes und vielleicht ein paar Obstbäumen und der Möglichkeit, ein Planschbecken aufzustellen, zu grillen, im Garten zu liegen und nicht notwendig "raus" zu müssen um so was zur Erholung zu haben. Zumal "draußen" ohne lange Fahrtzeit immer überlaufen ist. Weil ja andere Leute auch auf die Idee kommen, bei schönem Wetter "raus" zu gehen. Und Stadt ist nun mal für alle da, und das ist prinzipiell auch absolut richtig so. (Also: es gibt kein ganz konkretes Objekt, an dem wir dran sind, aber so grundsätzlich ist das die Situation)

    Hieße beides: weg hier. Verbunden mit: potenziell längeren Wegen zur Arbeit, fehlendem Kitaplatz (OK - das ist eine Frage der Zeit, die Kinder brauchen ja irgendwann keinen mehr, da würden wir für einen gewissen Zeitraum auch durch die Stadt tingeln...), keine soziale Anbindung (wie auch, das ist also eigentlich kein Argument), eben was ganz Neues.

    Hieße aber auch: Garten, möglicherweise Photovoltaik auf's Dach (für eine mögliche e-Ladestation für entsprechendes Vehikel), man kann selbst schalten und walten wie man will, muss sich nicht mit Vermietern, einem bekloppten Mietspiegel etc. herumschlagen (OK, wir haben es diesbezüglich echt gut getroffen), es wäre UNSERS. Ein Nest, dass wir auch für die Kinder langfristig erhalten könnten (ich schätze das sehr, dass ich, obwohl erwachsen, immer noch theoretisch bei meinen Eltern unterkriechen könnte, sogar mit Kindern, sollte meine Welt irgendwie zusammenbrechen).

    Geboren wurde die Überlegung übrigens auch aus der Tatsache heraus, dass wir allein mit unserer Kaltmiete schon fast die komplette Kreditrate (Zins + Tilgung) bestreiten könnten, statt sie unserem Vermieter (der übrigens ein netter Privatmann ist) zu übereignen. (Stichwort: hinterher gehört's dann wenigstens uns).

    Ich bin nicht naiv: ich weiß, was man sich mit einer Immobilie ans Bein bindet, aber ...

    Momentan komme ich mir vor wie der Esel zwischen zwei Heuhaufen. Was wir haben ist supergut, perspektivisch bräuchten wir wohl ein Zimmer mehr, aber da ließen sich, wenn wir es schlau anstellen, sicherlich Lösungen finden. Und ich träume eben grundsätzlich von einem Garten für uns alle... und das ließe sich eben mit - siehe oben - haben. Aber eben um den beschriebenen Preis.

    Habt Ihr irgendwelchen hilfeichen Input für mich? Kommt irgendwann das Traumhaus, und dann ist der Rest sowieso egal? Habt Ihr eine ähnliche Situation erlebt, wie habt Ihr Euch entschieden, und seid Ihr damit glücklich? Habt Ihr kreative Alternativideen? (Waschen ohne nass machen zum Beispiel...)

    Ach so: was uns glaub ich vom durchschnittlichen "Häuslebauer" unterscheidet: wir brauchen glaube ich keine Immobilie für unser Lebensglück, im Sinne von "Mein Haus, mein Tesla, mein Panzernashorn..."

    Vielen lieben Dank für's Lesen und für potenzielle Beiträge!

    Liebe Grüße von
    der etwas verpeilten Ratte
    ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer

    tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.

  2. Avatar von Vivi23
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Da ist schwer zu raten! Herzenswunsch ist Herzenswunsch.

    Für mich hört sich die jetzige Wohnsituation traumhaft an, so eine Wohnung würde ich im Leben nicht aufgeben. Und ich kenne so einige, denen ihr Haus nach dem Auszug der Kinder zu gross geworden ist - und die Zeit ohne Kinder nach hinten raus deutlich länger war.

    Für die Kinder ist so ein Umzug in einen anderen Bezirk auch nicht unbedingt einfach. Nicht für das Einjährige, aber für das Fünfjährige könnte es schwer werden, einen Umzug zu verkraften. Es verliert seine Freunde, muss ggfs in eine neue Schule (wenn Ihr den Umzug nicht vor der Einschulung schafft). Wäre für mich auch eher ein Argument für ‚nein‘.

    Und - wie weit müsstet Ihr ziehen, um ‚viel Garten‘ zu finden? Die meisten Häuser stehen doch eher im Neubaugebiet auf handtuchgrossen Grundstücken. Obstmässig reicht es da vielleicht gerade für eine Erdbeerpflanze und erholsam ist es auch nicht wirklich, wenn samstags der Nachbar zur Linken mit dem Rasenmähen just dann anfängt, wenn der gegenüber aufgehört hat...

    Wie sehr würden sich Eure Arbeitswege verlängern? Und wieviel Zeit müsstet Ihr aufwenden, um die Kinder zu Sport, Musikunterricht und alten Freunden etc zu fahren?
    Solitär - ohne Binome, Zweitnick oder andere Reinkarnationen!

  3. Avatar von Sneek
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Wollt Ihr bauen oder kaufen?

  4. Avatar von Opelius
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Meine Anmerkung zum Garten:
    Wir haben einen großen Garten, etwa 700 qm. Das bedeutet viel Arbeit, die meiner Frau und mir Spaß macht. Aber wir freuen uns auf jeden Besuch, denn dann muss man nicht im Garten arbeiten und kann ihn endlich mal genießen. Für Kinder ist ein eigener Garten immer ein Traum. Sie können planschen, Fußball oder Federball spielen und ihre Freunde sind immer mit dabei. Nur dabei werden auch Blumen umgehauen.
    Der letzte heiße Sommer hat den Rasen ruiniert, im Frühjahr aufwendig instand gesetzt, Die lange Trockenperiode dieses Jahr hat das Bemühen wieder ruiniert. Wässern machen wir nur bei Blumen.

    Und ja, sobald Kinder im schulpflichtigen Alter sind, kann man nur noch Urlaub in den schweineteuren Ferien machen - und in der Zeit verkommt und verkrautet der Garten.

    Anmerkung zum Fluglärm:
    Es gibt für den Einbau von schallisolierenden Fenstern Zuschüsse, die man vorher beantragen muss.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
    Geändert von Opelius (13.07.2019 um 09:23 Uhr)

  5. Avatar von taggecko
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Was haltet Ihr von Wohnung behalten und Gartengrundstück pachten oder kaufen? Und überlegt Euch wie die Leute in Eurem jetzigen Kiez sind und wie sie in Suburbia sind. Das spielt auch eine große Rolle für die Sozialkontakte.


  6. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Immer pro Haus. Jetzt mag es günstig sein, ob es das in den nächsten Jahren bleiben wird, steht doch in den Sternen.
    Eure Kinder sind klein, sie werden neue Freunde finden, ein Schulwechsel (und selbst den halte ich nicht fur schwierig) ist noch nicht nötig. Wir selber sind mit unseren 4 Kindern durch drei Bundesländer gezogen, immer verbunden mit Schulwechsel. Alle haben ihr Abitur trotzdem mehr als gut geschafft.

    Wir selber haben, nach gut 5 Jahren ergebnisloser Suche, aufgegeben und sind auf das Umland ausgewichen. Hier haben wir in 50 km Entfernung von der Stadt in einem Ort mit 3000 Einwohnern ein völlig intaktes hochwertiges und traumhaft gelegenes großes Haus gefunden zu einem Preis für den man in der Stadt gerade mal eine Bruchbude mit hohen Instandsetzungskosten bekommen hätte.

    Einer unserer Söhne hat es uns gleichgetan und auch ein Haus hier in der Nähe gekauft. Für ihn bedeutet das zur Arbeit täglich ca. 40 km, da viele in seinem Dorf aber auch in der Stadt arbeiten, bilden sich da etliche Fahrgemeinschaften.

    Für die Differenz Stadt/Land kann man viele Autos kaufen und damit sehr viele Kilometer zurücklegen.
    Für die Mietzahlungen in Grossstadtnähe hätten wir locker auch schon ein Haus kaufen können.

    Nur Mut, wenn es finanziell machbar ist.


  7. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Wir sind von der Gross-stadt aufs "Dorf" gezogen, 10 km ausserhalb. Grundstück eher gross, reines Wohngebiet, Bushaltestelle in die Stadt (immer noch Stadtzone) in unmittelbarer Nähe, Ortskern 1,5 km weg.

    Es war die richtige Entscheidung, alleine, das was wir zahlen macht einen Riesenunterschied. Man zahlt zwar die KFZ Kosten, aber unterm Strich kommen wir wesentlich billiger davon.

    Den Garten nutzen wir sehr, sehr viel. Ich war nicht so überzeugt von der Idee, mein Mann wollte eher, aber es war es schon wert.

    Mein Fahrtweg hat sich allerdings verlängert, von morgens 40 min. zu 1 Stunde, nachmittags bin ich jetzt etwas schneller (30 min. statt 40), aber ich werde nicht ewig Teilzeit arbeiten. Mein Mann hat es etwas besser jetzt, wir sind zwischen seiner und meiner Arbeitsstätte.

    Es stört mich schon etwas, dass mein Sohn nicht so schnell zum Becker gehen können wird, ja. Nachmittagsangebot ist aber relativ egal, die Schulen sind hier alle ganztags, da wird eh keiner rumkutschiert. Ausser für eins, aber da müsste ich in der Stadt genauso weit fahren.

    Allerdings hatten wir in der Stadt keine Idealbedingungen, das Viertel gefiel mir für mein Kind nicht, weder die Schulen noch die Gegend an sich. Die Drogendealer trafen sich da regelmässig mit ihren Kunden, es war ein kleines Neubaugebiet, wo alles hipp aussah, nur zwei Strassen weiter ging es ab...

    Hast du mal konkret geschaut? Weisst du schon realistisch was auf euch zukommen würde? Ich würde z.B. nicht auf vieles finanziell verzichten wollen, nur um mir sagen zu können, ich habe gekauft.

    Wegen Kinder würde ich mir noch keine Sorgen machen. In dem Alter sollte es ok sein.
    Geändert von Alemanita (13.07.2019 um 09:28 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Fluglärm - wenn es die Stadt ist, an die man bei Fluglärm sofort denkt, wohne ich zur Miete im Speckgürtel dieser Stadt, bei Bedarf frage nach.

    Über mangelnde kindertaugliche Angebote kann man sich hier eigentlich überhaupt nicht beschweren.

  9. Inaktiver User

    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Kurzer Einwand, der, wenn ich ihn nicht überlesen habe, noch nicht genannt wurde: ein Haus macht WESENTLICH mehr Arbeit, als eine Wohnung.

  10. Avatar von Perlengazelle
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Wenn Haus, dann jedenfalls zeitnah. Was nützt die Hütte, wenn die Kinder groß sind und man älter ist und auf kurze Wege zum Arzt etc angewiesen ist. Wir haben gebaut, als die Kinder klein waren - 6 und 2 Jahre und Säugling.
    Eigenes Haus könnte auch als Altersvorsorge dienen.
    Garten macht unendlich viel Arbeit. Auch eine scheinbare wilde Idylle ist kein Selbstläufer.
    Gebrauchtes Haus kann ungeahnte anfangs versteckte Kosten verursachen. Also vorab vom Fachmann prüfen lassen.
    Andererseits: eure niedrige Miete muss nicht so bleiben. Der nette Vermieter kann sterben und vererben oder verkaufen, dann ist es aus damit.

    Ergo: durchrechnen (auch Notarkosten, Grundbucheintrag, Grundstückssteuer, Makler etc) berücksichtigen und suchen.
    Krummlegen für die Traumhütte würde ich mich nicht.
    Da steckste nicht drin!

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