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  1. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Ja, ein Haus mit Garten macht schon einige Arbeit. Da ist es im Sommer mit ein wenig Rasenmähen nicht getan.

    Es gibt viele Aspekte. Tatsächlich dient das Haus eben auch als Altersvorsorge und ist nach einer gewissen Zeit schlicht eures.

    Wir haben uns bei einer, zwar bewusst gewählten, aber nicht ganz so optimalen Mietwohnungssituation für einen Kompromiss zwischen Altbauwohnung in der Stadt und Haus vor der Stadt entschieden und sind in einem Reihenhäuschen in der Stadt gelandet, mit nur 250qm Garten, der mir persönlich völlig ausreichend ist.

    So wie ihr die innerstädtischen Gegebenheiten jetzt genießt....ich würde für ein Haus nicht aus der Stadt ziehen, sondern eher innerstädtisch (oder etwas weniger innerstädtisch) suchen.

    Ich habe viele Freunde, die die Stadt zugunsten großer Grundstücke und Häuser verlassen haben, die haben elendige Wege, die Kinder hassen es irgendwann und wenn die Kinder aus dem Haus sind, möchten die "Alten" am liebsten wieder in die Stadt ziehen.

    Nichtsdestotrotz hat ein eigenen Häuschen einen hohen Wohnwert und es ist immer wie ein kleiner Urlaub wenn man nach Hause kommt.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  2. Avatar von elli07
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Jede/r ist anders gestrickt.

    Ich bin ein Stadtmensch, wohne im Speckgürtel der nahe gelegenen Großstadt mit S-Bahn-Anschluss. In 30 Minuten bin ich im Zentrum. Ich arbeite in der Stadt und unternehme sehr viel kulturell. Direkt bei mir um die Ecke habe ich alles was das Herz begehrt an Infrastruktur, aber auch die Natur (Wald und Wiesen) ist fußläufig zu erreichen.

    Habe im Eigentum eine Doppelhaushälfte mit großer Terrasse und einem schmalen Streifen "grün", Preise sind an den S-Bahn-Trassen nicht viel günstiger als in der Großstadt. Das kleine Haus reicht mir, ich mag keinen Garten beharken, bin diesbezüglich aus meiner Kindheit traumatisiert.

    Für Kinder und ältere Herrschaften ist der öffentliche Nahverkehr entscheidend. Ich bin Vollzeit berufstätig, ein "Muttertaxi" konnte ich nie bieten, war aber kein Problem, da gute öffentliche Anbindung. Viele schwärmen mit kleinen Kindern vom Leben "auf dem Land", spätestens mit Schuleintritt kommt das böse erwachen, wenn der Bus einmal morgens und einmal am Nachmittag verkehrt, in den Ferien geht garnix. Dito für ältere Menschen, die kein Auto mehr benutzen wollen oder können.

    Einen Rat gibt es nicht, denn jede/r hat andere Prioritäten.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  3. Avatar von Nocturna
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Wenn ihr es euch finanziell erlauben könnt, immer pro Eigentum. Das sich mit zwei noch Kids ein Haus anbietet und das scheinbar noch finanziell machbar ist, würde ich stark zum Kauf plädieren. Ihr habt mehr Platz für Entfaltungsmöglichkeiten. Sommerfest im Garten, Federball, Fussball, Plantschbecken, Klettergerüst, Kellerparty. Einfach abhängen im Garten ohne erst in Bus und Bahn zu steigen, ist toll.

    Ich sehe das im Großraum München, wo sich am Wochenende immer Hunderttausende auf Achse machen um zur Erholung ins Umland auszuströmen und dann im Stau auf der Straße stehen und an den Attraktionen Schlange stehen. Mir reicht meine überdachte Terrasse, wo ich bei einem Getränk und einer Zeitung auf meinen plätschernden Gartenbrunnen sehe um tiefenzuentspannen.

    Eigentum ist als Altersvorsorge ungeschlagen. Ihr könnt selbst drin wohnen, ihr könnt im Alter vermieten und seniorengerecht umziehen, ihr könnt verkaufen, ihr könnt vererben. Eine Immobilie ist zwar immobil, aber in einer entsprechenden Lage mindestens wertstabil bis höchst wahrscheinlich wertsteigernd. Das kann man vom Festgeldkonto nicht behaupten.

    Ja, eure derzeitige Wohnung ist super. Ich wäre versucht zum Bleiben zu plädieren, wenn es euer Eigentum wäre, aber so? Ein Vermieter kann wechseln und was ist, wenn in 5 Jahren Eigenbedarf angemeldet wird? Bei den derzeitigen Kreditzinsen würde ich sofort zum Kauf schreiten, wenn sich irgendwo ein Haus findet, das euren Vorstellungen entspricht. Denk nicht nur an den Augenblick, denke an die Zukunft.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Zitat Zitat von taggecko Beitrag anzeigen
    Was haltet Ihr von Wohnung behalten und Gartengrundstück pachten oder kaufen? Und überlegt Euch wie die Leute in Eurem jetzigen Kiez sind und wie sie in Suburbia sind. Das spielt auch eine große Rolle für die Sozialkontakte.
    Das würde ich auch als Option in Erwägung ziehen.

    Meine Eltern hatten nicht das Geld für ein Eigenheim, wollten aber auch ein Stück Garten haben.

    Wir hatten lange Zeit einen Schrebergarten, 10 Minuten mit dem Rad entfernt. Mit kleiner Hütte darauf (inklusive Kochgelegenheit) und natürlich Platz zum spielen.
    Das macht genauso Arbeit wie der Garten am Haus, war natürlich nicht so bequem wie einfach direkt vom Haus in den Garten, aber eine echte Alternative.
    Man ist auch nicht so gebunden an das Thema Haus, nur wegen der Gartensache.

    Ich habe schöne Kindheitserinnerungen daran.

    Diese Option wäre auch bei Kauf einer Eigentumswohnung möglich.
    Think before you print.

  5. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Ja, Schrebergärten, Parzellen oder wie auch immer das in der jeweiligen Stadt heißt - die sind heiß begehrt.
    Aber ich halte es auch für eine gute Alternative.

    Ich bin so aufgewachsen.
    Meine Großeltern hatten einen Garten, in dem sie von Mai bis September fest wohnten.
    Am Wochenende machten sich meine Eltern mit uns Kindern mit der S-Bahn auf den langen Weg (Auto hatten wir vor der Wende nicht).
    Meine Großeltern hatten kein Telefon, sie wussten nicht, wer Mittags so kommt.
    Wir brachten also unser Mittag in einem Kochtopf mit.
    Je nach Gästezahl wurde für den Nachmittag spontan Kuchen gebacken und am Abend fuhren wir mit Obst und Gemüse aus dem Harten heim.
    Hach, das war schön.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  6. Avatar von Nocturna
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Finanziell gesehen macht der Kauf oder die Anmietung eines Schrebergartens null Sinn bei den Einkommensverhältnissen von Bisamratte.

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    Geboren wurde die Überlegung übrigens auch aus der Tatsache heraus, dass wir allein mit unserer Kaltmiete schon fast die komplette Kreditrate (Zins + Tilgung) bestreiten könnten, statt sie unserem Vermieter (der übrigens ein netter Privatmann ist) zu übereignen. (Stichwort: hinterher gehört's dann wenigstens uns).
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  7. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Wir haben Haus Nr1 in "ganz weit weg" in sehr jungen Jahren in Eigenleistung gebaut, sind dann 5 Jahre später 200km weiter gezogen, beruflich bedingt, haben nach einigen Jahren einen alten Bauernhof gekauft, samt riesigem Garten...
    Als die Mädchen klein waren, war es perfekt.
    Mittlerweile wird das Haus zu groß (es wohnen noch zwei zu Hause, die sich das Obergeschoss teilen), der Garten verschleisst im Sommer einen ganzen Tag pro Woche, um ihn im Griff zu halten und, Nachteile des landschaftlich schön gelegenen Wohnen auf dem Land, wir haben über die Jahre drei Führerscheine, beginnend mit dem Rollerführerschein und endend mit dem PKW Führerschein sowie diverse fahrbare Untersätze bezahlt, hier kommen nämlich schon die Oberstufenschüler nicht mehr mit dem Bus zurecht.
    Eine Tochter ist ausgezogen, die beiden Anderen werden in den nächsten Jahren vermutlich folgen, in der Gegend möchte keine bleiben.

    Gatterich und ich planen einen Job-und Ortswechsel in den nächsten zwei Jahren, so ist der Plan, gucken wir, was mit Anfang 50 noch geht.

    Denn : wir mögen unser Haus. Aber es ist viel zu gross geworden und wir würden gerne so wohnen, dass wir aus der Wohnung raus zum Bäcker fallen können.

    Hätten wir uns vor 20 Jahren auch nicht vorstellen können.

    Ich denke : Menschen verändern sich, Wohnbedürfnisse auch.

  8. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Finanziell gesehen macht der Kauf oder die Anmietung eines Schrebergartens null Sinn bei den Einkommensverhältnissen von Bisamratte.
    Finanziell vielleicht nicht.
    Wenn es aber um Naturerleben geht, darum, den Kindern ein Stück Freiheit im Grünen zu ermöglichen, den hohen Lebensstandard der innerstädtischen Altbau-Mietwohnung zu erhalten, dann kann das sehr viel Sinn ergeben.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  9. Avatar von taggecko
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Finanziell gesehen macht der Kauf oder die Anmietung eines Schrebergartens null Sinn bei den Einkommensverhältnissen von Bisamratte.
    Die Frage ist ja nicht nur Eigentum oder nicht. Eventuell käme ja auch eine Eigentumswohnung in der Stadt plus separater Garten in Betracht.

  10. Avatar von Nocturna
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Denn : wir mögen unser Haus. Aber es ist viel zu gross geworden und wir würden gerne so wohnen, dass wir aus der Wohnung raus zum Bäcker fallen können.

    Hätten wir uns vor 20 Jahren auch nicht vorstellen können.

    Ich denke : Menschen verändern sich, Wohnbedürfnisse auch.
    Auch ich werde mal aus meinem Haus ausziehen, spätestens dann, wenn ich die Treppen in die oberen Etagen nicht mehr schaffe. Aber dann werde ich 40 (?) Jahre in meinem eigenen Haus gewohnt haben, nehme die Wertsteigerung mit und suche mir die Wohnung, die mir zur Nase steht ohne dass ich großartig aufs Geld schauen muss. Wenn das kein Luxus ist.

    Meine Eltern sind ebenfalls nach 40 Jahren ausgezogen ins Betreute Wohnen. Die Kosten dafür sind durch die Vermietung gedeckt. Ich kümmere mich ums Organisatorische, denn das Haus ist schon auf meinen Namen überschrieben. So treffen alle guten Dinge zusammen, Flexiblität, Wertsteigerung, Werterhaltung, Erbe an die nächste Generation. Eigentum schafft Möglichkeiten, die es mit Miete nicht gibt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

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