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  1. Avatar von Bisamratte
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Hallo Ihr Lieben,

    ich schubs "mich" mal hoch, weil Ihr mir so prima Input geliefert habt... folgendes: Wir haben eine Dachgeschoss-Maisonette an der Hand. Sie ist sehr schön, wir könnten sie für unsere Zwecke wunderbar nutzen, sie hat drei (!) Balkone (alle nach hinten raus), es gibt einen RIESIGEN Garten, den sich mehrere Mehrfamilienhäuser teilen. Das Haus scheint solide instandgehalten, das Hausgeld ist überschaubar, die Bewohner sind zur Hälfte Mieter, zur anderen Eigentümer. Es gibt ein paar "kleinere" Nachteile (viele Schrägen - sehr gemütlich, aber wir würden kreativ mit unseren Möbeln umgehen müssen; es "fehlt" zu unserem ganz großen Glück ein Zimmer, das könnten wir aber mit Leichtbauwänden oder gut gestellten Möbeln hinzimmern; der Keller ist kleiner, als wir es gewöhnt sind...).

    Zu machen wären vor Einzug nur Kleinigkeiten (Dielen teilweise abziehen, ggf. neue Küche einbauen, damit man da einen Haken dranmachen kann. Es ist eine drin, aber die wäre ein Provisorium der Sorte "hält ewig", und erfahrungsgemäß macht man es ja dann nicht, wenn man mal drin ist...)

    Die Gegend ist super, man kann weit gucken, hat so gut wie keinen Flug- oder Straßenlärm, ÖPNV-Anbindung ist gegeben, es gibt Kitas und eine frisch sanierte Grundschule in derselben Straße, insgesamt ist es etwas weiter draußen als wir jetzt sind, aber immer noch sehr städtisch. Ach so, Parks, Freibad, Spielplätze alles in brauchbarer Distanz, dito Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten und so Zeugs.

    Und jetzt, Auftritt: innerer Schweinehund, der sich mit meiner inneren Helikopter-Mutter gekreuzt hat. Nämlich: Oh Gott, so ein Aufwand!!! Oh Gott, die armen Kinder - schon wieder ein Umzug! Und das kleine Kind - kaum in der Kita eingewöhnt, muss es in eine neue Kita. Aber wir finden bestimmt keinen Platz. Und dann müssen wir jeden morgen und jeden nachmittag 15min (Auto) fahren. (Das kleine Kind wird gerade in der Kita vom großen Kind hier um die Ecke eingewöhnt. Im allerschlimmsten worst case müssten wir tatsächlich die ganzen 5 Kitajahre lang fahren...und das, wo wir doch eigentlich alles mit dem Rad machen wollen...) Und das große Kind! Das kennt in der Grundschule dann keinen Menschen! (Das große Kind wird nächstes Jahr eingeschult.) Und wir bekommen bestimmt keinen Platz in der Schule da!

    (Zum Zeitplan: Idee wäre, jetzt zu kaufen, so dass man Ende Oktober oder so beim Notar war. Dann im Winter die Bude auf Vordermann bringen, ggf. Wand einbauen, Dielen machen, Küche etc., planen, welche Möbel man verkaufen kann etc...., und dann im April/Mai einziehen, so dass man das schöne Wetter direkt nutzen kann auf Balkonen und im Garten, und damit uns die Fahrerei nicht so auf die Nerven geht. Ab nach den Sommerferien würde ich die Kids dann gern vor Ort in der Schule und Kita haben. Voraussetzung wäre natürlich ein bisschen tilgungsfreie Zeit.)

    Wohl wissend, dass hier keine in meine Psyche gucken kann: sind das alles nur Schutzbehauptungen, und ich will gar nicht? Oder habe ich nur eine sehr realistische Vorstellung von dem ganzen Aufwand, den wir uns damit für das nächste Jahr ans Bein binden, inklusive des Risikos, für das kleine Kind keinen Kitaplatz da zu kriegen? Wie ist das denn, wen man selbstgenutztes Eigentum kauft, wie fühlt sich das an? Seufz.

    Über jede Art sachdienlicher Hinweise freut sich
    die Ratte
    ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer

    tippfehler gibts von mobile devices gratis. wer sie findet, darf sie behalten.


  2. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Kinder finden schnell Freunde. Mein Kind kannte auch keinen bei der Einschulung, weil die Kinder aus der Kita in der Schule unterschiedlich aufgeteilt wurden. War nach der ersten Woche kein Thema mehr.

    Das Worst-Case-Szenario 15 min zum Kindergarten fällt nach 5Jahren weg. (Ich gehe mal davon aus, dass ihr danach nicht gleich wieder wegzieht.)

    Aber du klingst wirklich sehr unschlüssig...

    Für mich fühlt sich selbstgenutztes Eigentum nicht viel anders an als Miete, solange es noch nicht abbezahlt ist. Und danach muss man Sanierungen im Blick haben (die man aber ggf. auch aufschieben kann). Der Vorteil ist, dass ich Fliesen raus- oder Wände einreißen kann, wenn ich möchte und auch keine Eigenbedarfskündigung droht.
    Hast du schonmal unter schrägen Wänden gewohnt? Mir war das nichts, aber das ist wirklich individuelle Geschmackssache.
    Geändert von Helme (13.09.2019 um 14:50 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Hallo Ratte,

    für mich klang es eher so, als wolltest du unbedingt 😉 du beschreibst das sehr schön, und die Nachteile sind eher praktischer Natur, und die hättet ihr realistischerweise sowieso bei einem Immobilienkauf. Ok, außer ihr kauft direkt da, wo ihr wohnt. Das klang aber nicht so realistisch, oder?

    Alles Gute

  4. Moderation
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Für mich klingt das wie ausgelagerte Panik.
    Du willst! Aber du kannst nicht, wegen der Kinder!

    Wenn ich das Kind wäre, daß dann später daran schuld ist, das wir nicht in die nette Wohnung gezogen sind, weil man mir nicht zugetraut hat, damit umzugehen, und mich deswegen fünf Jahre lang hätte durch die Gegend kutschieren müssen -- da wäre ich verstimmt.

    Frag *dich* was dich stört. Geh daran, die Probleme zu lösen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  5. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Das Gefühl im eigenen Haus mit Garten ist ein anderes als im Gemeinschaftsgarten. Da würd ich mich jetzt nicht unbedingt im Bikini auf die Liege legen, abgesehen davon dass ich wenn ich auf Toilette oder an den Kühlschrank muss wieder ewig hochhatschen muss. Auch Grillen mit Freunden ist im eigenen Garten schon anders. Das zu dem.

    Bei DG Maisonette würd ich schauen, wie es im Sommer mit der Temperatur ausschaut. DG muss man mögen.


  6. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Das Gefühl im eigenen Haus mit Garten ist ein anderes als im Gemeinschaftsgarten. Da würd ich mich jetzt nicht unbedingt im Bikini auf die Liege legen, abgesehen davon dass ich wenn ich auf Toilette oder an den Kühlschrank muss wieder ewig hochhatschen muss. Auch Grillen mit Freunden ist im eigenen Garten schon anders.
    Da muss ich _vorbei Recht geben. Es ist definitiv etwas anderes. Die Freiheiten sind eingeschränkt, aber auch die Pflichten.
    Man sollte sich gut überlegen, was man an einem Garten schätzt. Bei mir ist es eindeutig das Grün und die Privatsphäre. ABER: Ohne meinen Mann, der die meiste Arbeit übernimmt, käme mir ein von der Hausverwaltung gepflegter Gemeinschaftsgarten wohl eher gelegen.

    Freunde von uns lebten in einem Wohnblock, der komplett einen parkartigen Innenhof umschloss. Der hatte eine ganz tolle Atmosphäre und wirkte sehr exklusiv, obwohl lauter Fenster hinzeigten. Dort haben wir auch Geburtstage gefeiert, Frisbee, Federball und Karten gespielt. Sie selbst haben den Garten aber gar nicht so oft genutzt und sind später in eine Wohnung mit Balkon gezogen.

  7. Avatar von MixTape
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Mir wäre auch wichtig, daß das Dach richtig gut isoliert ist...wenns 38 Grad hat ist es sonst nicht auszuhalten. Schlafräume besser nicht direkt unterm Dach einrichten.

  8. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Zitat Zitat von Bisamratte Beitrag anzeigen
    Wir haben eine Dachgeschoss-Maisonette an der Hand.
    Nach den letzten beiden Sommern würde ich mir das mit einer Dachgeschoßwohnung überlegen. In den 90er Jahren haben wir in einem EFH in RLP gewohnt. Da war es im Sommer im Obergeschoß teilweise so heiß, dass die Kindern nachts im Flur im EG campierten. Aus dieser Erfahrung: Nie wieder Dachgeschoß.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  9. Avatar von Nocturna
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Das Gefühl im eigenen Haus mit Garten ist ein anderes als im Gemeinschaftsgarten. Da würd ich mich jetzt nicht unbedingt im Bikini auf die Liege legen, abgesehen davon dass ich wenn ich auf Toilette oder an den Kühlschrank muss wieder ewig hochhatschen muss. Auch Grillen mit Freunden ist im eigenen Garten schon anders. Das zu dem.

    Bei DG Maisonette würd ich schauen, wie es im Sommer mit der Temperatur ausschaut. DG muss man mögen.
    Gut auf den Punkt gebracht. Zwischen Haus und Wohnung liegen Welten. Entweder man ist der Etagenwohnung-/Balkontyp oder man schätzt die Vorteile von Haus und Grund. Du solltest in dich gehen und dich fragen, ob du einfach nur eine feste Bleibe dein Eigentum nennen willst und dann mit deinen Kinders in der Freizeit weg von Zuhause ausschwärmen willst oder ob dein Zuhause der Mittelpunkt vieler Aktivitäten sein soll?

    Bedenke den Unterschied. Eine Eigentumswohnung ist nicht viel anders als zur Miete zu wohnen. Du kannst zwar innerhalb der Wohnung frei gestalten, wie du Bäder oder Fußböden haben willst, aber du wohnst Tür an Tür mit anderen und teilst Keller, Tiefgarage und Fahrradraum. Wenn was kaputt ist, fragst du deine Hausverwaltung oder vielleicht ist sogar ein Hausmeister vorhanden.

    Im eigenen Haus sind nur wenig Grenzen gesetzt. Neue Fenster, andere Türen, Gartenzaun, Tor, Videoüberwachung, Einbruchsicherung, Photovoltaik, Heizsystem, Hausautomatik, Kabel, Satellit, Busch rein oder Busch raus. Alles deine freie Entscheidung, aber auch deine Arbeit.

    Die falsche Wahl wird dich unglücklich machen. Meine Schwägerin, deren Traum immer ein eigenes Haus war, hat mit ihrem Mann, der erkennbar ein Wohnungstyp war, ein Haus mit großem Grundstück. Es passt nicht. Das geht soweit, dass die Ehe zerrüttet ist, weil er null Bock zum Kümmern hat, aber ein Haus nun mal mit Arbeit einhergeht.

    Überlege dir gemeinsam mit deinem Mann, zu welcher Kategorie ihr gehört und entscheidet euch dann. Die Kinder werden sich wohlfühlen, wenn ihr glücklich seid. Der Ort spielt da eher eine sekundäre Rolle.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


  10. Registriert seit
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    AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!

    Wir haben beides gehabt, ETW und Haus. Ich komme aus einer Familie mit lauter Hauseigentümern, die bei der ETW die Nase rümpften.

    Aber: ETW (mit einer guten WEG, das ist wichtig!) würde ich immer wieder machen. Ja, am Haus kann man mehr selbst entscheiden, auch mehr selber machen, hat größere Spielräume. Aber man muss sich eben auch um jeden Pups selber kümmern, sei es ein defektes Abwasserrohr, die Regenrinnenreinigung, die neue Haustüre, der Garten, der kaputte Zaun, quitschende Tor, Heizung, usw. Es ist immer etwas zu tun, gerade auch beim Altbau. Ich bin handwerklich durchaus begabt, aber beim Haus ist einfach viel, viel mehr zu tun. In der Wohnung haben wir uns die Gartenarbeit mit den Nachbarn geteilt, das Tonnen rausstellen, Bürgersteig fegen auch, wenn etwas organisiert werden musste, haben wir das reihum gemacht, so dass man eben nur jedes vierte Mal dran ist. Und: die Kosten sind nicht unbedingt höher, Dank Skaleneffekten, und viel besser verteilt. Wir werden beim Haus, demnächst einen fünfstelligen Betrag für die Strassenerneuerung löhnen dürfen, bei der Wohnung haben wir das gleiche mit zwei Strassen schon hinter uns, einmal 900, vier Jahre später 700. Ich trauere der Wohnung und deren riesen Garten immer noch hinterher. Die Kinder hatten von diesem großen Garten (und den anderen Kindern dort!) auf jeden Fall viel mehr als jetzt von unserem Mini-Eigengarten.

    Ja, im Bikini hätte ich mich im Gemeinschaftsgarten auch nicht rausgelegt, aber dafür gibt es den Balkon. Ist jetzt im Haus auch nicht anders, da die Gärten heutzutage so winzig sind, dass da auch jeder reinschauen kann. Meine naserümpfenden Verwandten denken beim Wort "Haus" eben auch an das, was sie haben: großes freistehendes Haus mit 2000m² Grund. Dass man hier in der Stadt eher die Wahl zwischen schöner Wohnung für 400.000 oder kleinem Reihenhaus auf 250m² Grund für 600.000 hat, blenden sie aus.

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