Danke für deine interessanten Ausführungen.
Fakt ist aber meistens, dass die von dir geschilderte und auch gelebte Form zwar jeder gern hätte, der von "Haus mit Garten" träumt, die Realität aber fast immer eine andere ist, wie das von dir geschilderte.
Zumal sich die Zeiten auch erheblich geändert haben bezüglich der Rahmenbedingungen; sei es Finanzierung, Arbeitswelt, Familienleben .....
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14.07.2019, 21:05Inaktiver User
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
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14.07.2019, 21:08
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
Das vorletzte, was mir an dem Haus, wo ich aufgewachsen bin, wirklich gut gefiel, war weg, nachdem durch den Wald (und perfekt in Hörweite) eine Autobahn gebaut wurde. Und Tiefflieger anfingen, in dem Gebiet zu üben, nachdem die Zonengrenze weg war.
@Kurant, hätte es denn für ihn besser ausgesehen, wenn er sich zwei Mal ein Haus gekauft hätte? Da gehen ja mit jedem Kauf schon mal 10 bis 20% des Kaufpreises in den Orkus, und die Spekulationsgewinne hätten sich nicht realisieren lassen, da man zum gestiegenen Preis nachkaufen muß. Und selbst wenn, in jüngeren Jahren das Geld zu haben, zu machen, was man körperlich und geistig noch kann und temperamentsmäßig möchte, statt zwei Jobs zu arbeiten, und in Haus und Hof zu arbeiten nimmt nicht jeder als Schaden wahr. (Siehe oben: Lebensstil.)
Und, wenn man nicht mehr arbeitet hat man ja die Möglichkeit, in eine kleinere Stadt zu ziehen, wo es weniger Arbeit gibt und die Preise niedriger sind. Die ganze Pendelei ist dann hinfällig. (Wobei, soziales Umfeld...) Würde mir gefallen, aber... soziales Umfeld. Wir fangen schon an, über eine Rentner-WG irgendwo in der Idylle
Witze zu reißen.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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14.07.2019, 21:43
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
Ich denke auf jeden Fall, ja. Er hätte vielleicht keine "Spekulationsgewinne" einfahren können, sich aber wenigstens damit eine andere Immobilie "nachkaufen" können - im schlechtesten Fall mit einer zusätzlichen Finanzierung. Oder wäre nun nach dem Verkauf von Haus mit Garten und ohne "nachkaufen" einer anderen Immobilie als Mieter deutlich entspannter, weil er die Miete (wahrscheinlich bis zum Lebensende) allein aus dem Verkaufserlös bestreiten könnte - selbst in Nullzinszeiten und wenn es keine Zinsen auf den Verkaufserlös gibt (bei sicherer Anlage bzw. dem was man heute noch als sicher bezeichnen kann).
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15.07.2019, 01:37
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
Sooo viele Industrieaufträge gibt es im ländlichen Raum halt nicht... da sind schon viele Handwerker auf „Eigenheimler“ fokussiert.
Ich laufe lieber dem Handwerker hinterher, denn wenn ich den erwischt habe, passiert auch was!Heißt nicht, daß die ETG da viel mehr Glück hat, andererseits...
Das Hinterherrennen hat der Verwalter/Vermieter auch zu tun, aber viel weniger Engagement dahinter (Is ja nich seins, er ärgert sich ja nit täglich).
So muß Bewohner erst mal dem V. hinterherrennen, bekommt erst mal blöde (=hinhaltende) Antworten,
und vielleicht, eventuell, möglicherweise bewegt der sich dann mal zum Telefon (wenn Mond und Orion mit den Pleiaden in Konjunktion stehen, oder so), um einen Handwerker zu fangen...
kurz, es passiert dann irgendwann mal was, so kurz vorm St. Nimmerleinstag!
Oh ja...(Bin ich angenagt? Aber so was von.)
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15.07.2019, 09:19
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15.07.2019, 09:33
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
Ein Tip aus eigener Erfahrung: es gibt in Städten manchmal Restgrundstücke, die aufgrund ihres Schnittes oder anderer Gegebenheiten des Baugrundes (zB Abhang oder Stabilität) oder des Bebauungsplanes nicht einfach mit fertigen Plänen zu bebauen sind. Daher kommen sie für Bauträger nicht in Frage.
Mit einer individuellen Planung durch einen freischaffenden Architekten können dort aber reizvolle wenngleich nicht 08/15 Häuser gebaut werden. Das Bauen mit einem Architekten, einem gut geplanten Grundriss/Kubatur sowie kompetenter Bauleitung muss weder exorbitant teuer noch in der Bauphase besonders belastend sein. Man kann auch schrittweise planen, dem Geldbeutel angepasst, und ein späteres "Upgrade" mit einplanen.
Ich würde mich in der Stadt nach solchen zu schmalen, verschnittenen, zu steil gelegenen etc Grundstücken umsehen, vielleicht ergibt sich so eine Möglichkeit, im Wunschviertel oder umzu zu bleiben.
Und ich würde die Vorteile eines kleinen Gartens hervorheben. Grün und ein Freiraum, schön für die Kinder aber keine besondere Belastung.
(Es gibt/gab das Buch "Einfamilienhäuser auf schwierigen Grundstücken", Callwey Verlag, als Anregung).
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15.07.2019, 09:40Inaktiver User
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
Ganz tief in mir ist immer noch verankert: Leben, vor allem mit Kindern kann nur im eigenen Haus mit Garten statt finden.
Schon allein diese elenden Spielplatzbesuche, Stunden in denen ich mich da aufhalten musste - waren der Horror.
Die Kinder können auch nicht mal so einfach was liegen lassen.
Was wir für Feste gefeiert hatten, das war einfach gigantisch.
Es sind aber eben auch immer die Umstände.
Wenn wegen des Hausbaus - oder -kaufs der Haushalt total auf Kante genäht ist - würde ich es lassen.
Die eigene Scholle mal später zu verlassen stelle ich mir auch nicht so einfach vor, vor allem wenn man so von der anhänglichen Sorte ist wie ich.
Solch eine Situation muss einem in die Hände fallen.
Mit einem Hauskauf gründet man ja eine Dynastie. Da schneien dann später immer wieder die Kinder nebst Kindeskinder ein.
Mich hat das Schicksal in einem großen Haus aufwachsen lassen - und in eine wunderschöne 1-Zimmerwohnung gespült.
Ich kenne Beides, Menschen die ihre Scholle nicht aufgeben wollen, obwohl sie da schon fast verwaist wohnen.
Und aber auch sehr flexible Menschen, die Haus und Hof verkauft haben und in die große Stadt gezogen sind.
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15.07.2019, 20:06
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
Ich war mit meiner Tochter viel auf dem Spielplatz. Wir hatten damals ja auch noch kein Haus. Aber ich fand das überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil.
So hatte ich die ganze Zeit auch die Aufmerksamkeit bei meiner Tochter. Das war für mich persönlich auch wunderbar. Nichts anderes zu tun. Nur mein Kind. Das war weder für mich noch für mein Kind irgendwie schlecht.
Wenn ich bedenke, wie andere Eltern immer rum hetzen und nie Zeit haben, nicht mal für ein Gespräch. So war ich zum Glück nie drauf. Für nachbarschaftliche Gespräche nehme ich mir heute noch Zeit.
Wäre wohl eher ein Argument gegen ein Haus. Jedenfalls für mich.Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.
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15.07.2019, 23:31
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
Kann jetzt dem Argument in dieser Angelenheit nicht folgen? Weil man immer draussen war und sich nur aufs Kind konzetriert hat? Ich sehe da nur bedingt den Zusammenhang. Ausser wegen dem Einzugsgebiet der Schule sah ich keinen Anlass für mein Kind umzuziehen. Es wäre mir piepegal, ob mein Kind im Garten spielt oder auf dem Spielplatz. Wir sind trotzdem öfter auf dem Spielplatz, trotz Garten. In der Stadt sind wir zu verschiedenen Spielplätzen und auch gerne mal mit dem Rutschauto bis zum Einkaufszentrum. Trotz Grundstück bin ich immer noch gerne unterwegs, das hat sich nicht geändert, weniger, aber es ist nicht plötzlich nur noch Garten. Kann sein, dass es anders ist, wenn man mehrere Kinder hat.
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16.07.2019, 00:32
AW: Haus mit Garten - ja, nein, vielleicht? Hilfe!
Alles eine Frage des Geldes und der Lage: Ein Kollege und seine Frau suchten sehr lange. Bei mir in der Nähe, Großstadt aber nicht direkt Innenstadt-Lage, gab es so ein schmales "komisches" Grundstück. Es war ein Dreieck. Klein und man hätte nur sehr individuell bauen können, dazu noch dunkel, weil am Hang etc . Der Verkäufer wollte für dieses verwucherte, kleines Etwas EUR 480.000,00 dafür. Mein Kollege hat es nicht genommen.



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