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  1. Registriert seit
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    geschockt Sollen wir es noch wagen?

    Wir sind Mitte 60 und Rentner, wohnen zur Miete. Nun bekommen wir evtl. die Möglichkeit, eine ETW zu erwerben, auf dem Gelände einer ehemaligen US-Kaserne. Vom Einkommen her fallen wir in die Kategorie "Schwellenhaushalte" dieser Stadt, direkt verfügbares Kapital in Höhe von 200.000 € ist vorhanden. Wir fragen uns, wie viel Kapital wir zurück behalten sollten, für Pflegebedarf im höheren Alter o. ä. Eine Beratung bei der Verbraucherzentrale hat ergeben, dass Immobilienerwerb zu stemmen wäre. Wir hätten die Absicht, den Kredit innerhalb von 10 Jahren abzuzahlen.
    Ein Verbleib in dieser Mietwohnung ist möglich, solange wir die Treppen steigen (2. Stock) können und zu zweit sind. Wenn einer von uns stirbt, ist die Wohnung zu groß und die Miete für überlebenden Rentner/in zu teuer... Kann uns beim Immobilienerwerb natürlich auch passieren, dass einer von uns in der Rückzahlphase allein zurückbleibt... Ich freue mich über Gedankenanstöße!

  2. Avatar von ereS
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    AW: Sollen wir es noch wagen?

    fragt doch erst mal bei der bank, was ihr an kredit noch bekommt und dann koennt ihr weiter ueberlegen
    und wenn ihr heute nicht mehr in der wohnung bleiben koennt, koennt ihr oder einer von euch auch umziehen

    koenntet ihr die wohnung weiter finanzieren, wenn einer von euch pflegebeduerftig wird, und im pflegeheim lebt, und einer alleine in der wohnung wohnen wuerde ?

    wohnt man zur miete ist schnell gekuendigt, ob sich eine wohnung dann entsprechend schnell und gut verkaufen laesst kommt auf lage und schnitt an
    das auge der moderatoren ist ueberall...

  3. Avatar von Opelius
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    AW: Sollen wir es noch wagen?

    Beim Erwerb einer Immobilie solltet Ihr die Nebenkosten kalkulieren.

    Grunderwerbsteuer 6,5 Prozent in NRW, andere Länder sind billiger
    Notar- und Grundbuchkosten 1,5 Prozent in NRW
    Maklerprovision 3,57 Prozent in NRW.

    Das Risiko, dass einer vor Ablauf der Kreditrückzahlung verstirbt, wird dadurch schon einmal günstiger, weil der Überlebende die gekaufte Wohnung dann verkaufen kann.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  4. Registriert seit
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    AW: Sollen wir es noch wagen?

    Hallo ereS, ein Gespräch mit einer Hausbank hatten wir schon. Die würden uns locker Kredit geben, selbst für eine Immobilie, die mehr kostet als wir ausgeben würden! Im konkreten Beratungsfall sind wir von 100.000 Euro Kredit ausgegangen.
    Den Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz plus Kreditrückzahlung gleichzeitig, nein, das wäre wohl nicht möglich.
    Gruß, Mädel

  5. Avatar von Pola
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    AW: Sollen wir es noch wagen?

    Vielleicht kann man besser raten, wenn man wüsste, warum Ihr eine Wohnung kaufen wollt. Was spricht denn dafür? Habt ihr Angst, dass ihr aus der Mietwohnung mal raus müsst? Seid ihr da unzufrieden? Wollt ihr Geld anlegen?

  6. Avatar von linsemo
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    AW: Sollen wir es noch wagen?

    Im dem Alter würde ich mir so einen Batzen nicht ans Bein binden, zumal einer alleine nicht in der Wohnung bleiben kann. Und kein Mensch kann sagen, wie einer von euch in 10 Jahren noch drauf ist. Ich meine jetzt geistig, ob derjenige es dann noch schafft eine Wohnung zu verkaufen. Wie sieht es mit den Erben aus?
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


  7. Registriert seit
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    AW: Sollen wir es noch wagen?

    Wir haben vor 5 Jahren erlebt, wg vorgeschobenen Einbedarfs eine neue Wohnung suchen zu müssen...Das möchte ich tatsächlich nicht nochmal erleben müssen. Geld in eine selbstbewohnte Immobilie zu stecken scheint mir im Prinzip eine gute Geldanlage zu sein. Zwei Erben gibt es auch! Theoretisch kann man eine Mietwohnung leicht wechseln, aber in dieser Stadt gibt es für den Betrag, den wir jetzt an Miete zahlen, null Angebote... Höhere laufende Kosten können wir uns nicht leisten; es gibt für Rentner weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld

  8. Inaktiver User

    AW: Sollen wir es noch wagen?

    Ich würde es nicht machen, wenn von vornherein feststeht, dass einer allein es nicht stemmen kann und der Längerlebende dann auf seine alten Tage wieder umziehen muss...

  9. Avatar von Pola
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    AW: Sollen wir es noch wagen?

    Ist die neue Wohnung barrierefrei (Aufzug)? Das fände ich wichtig. Ansonsten habt ihr ja recht viel Eigenkapital (wobei der Kaufpreis nochmal interessant wäre). Die Bank ist im Zweifelsfall wohl auch zufrieden, wenn ihr nur Zinsen zahlt und nicht tilgt. Das sollte auch für einen allein machbar sein. Besprecht das doch mit der Bank, die Frage liegt ja auf der Hand.

    Ist die Wohnung neu? Dann sind wohl erstmal keine großen Reparaturen etc zu erwarten. Wäre ansonsten aber auch ein Thema, das man einplanen sollte.

    Wegen einer möglichen Pflegebedürftigkeit würde ich mich mal genau informieren. Eine angemessene Wohnung gehört erstmal zum Schonvermögen und muss nicht gleich verkauft werden, wenn ein Partner pflegebedürftig wird.

    Also, ich finde, das klingt alles nicht unvernünftig. Und Ihr seid ja noch vergleichsweise jung! Meine Schwiegereltern haben mit Mitte 70 eine Wohnung gekauft (wenn auch ohne Kredit) und die hat das alles super gestresst. Der Bau, Querelen mit Handwerkern, der Umzug, die Umgewöhnung - man macht sowas wohl besser früher. Es hat mir leid getan für sie, denn in dem Alter ist jedes Jahr kostbar und es hat sie fast ein Jahr schlecht schlafen lassen.


  10. Registriert seit
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    AW: Sollen wir es noch wagen?

    Zitat Zitat von Pola Beitrag anzeigen
    Die Bank ist im Zweifelsfall wohl auch zufrieden, wenn ihr nur Zinsen zahlt und nicht tilgt. Das sollte auch für einen allein machbar sein.
    Mit dieser Aussage wäre ich sehr vorsichtig. Schon allein wegen der neuen EU-Regulatorik. Aufgrund der im März 2016 in deutsches Recht implementierten EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie gelten neue Anforderungen und Regeln. Bei manchen Banken Altersgrenzen (für die Tilgung), Kapitaldienstfähigkeit und Kreditwürdigkeitsprüfung müssen über die gesamte Laufzeit geprüft werden, keine Tilgungsfreistellung bzw. Tilgungsaussetzung mehr selbst im Realkreditbereich (Beleihungsauslauf unter 60%) usw. Es sei denn gegen adäquaten Tilgungsersatz (wie Abtretung einer LV, eines Depots etc.).

    Eventuell neben der Hausbank auch mal Vermittler (wie Dr. Klein, DTW, Interhyp usw.) konsultieren. Die wissen , welche Banken für welche Zielgruppen am besten passen wie für Selbständige/Freiberufler, junge Familien/Schwellenhaushalte, Kapitalanleger (vermietete Immobilien) usw. - und eben auch für "Senioren".

    Eine sog. Volltiger-Variante könnte hier vielleicht passen !? Dafür gibt es auch gute Zinskonditionen.

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