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  1. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Bei einem Haus Baujahr 1974, an dem seit dem offenbar fast nichts gemacht worden ist, ist in einem guten Alter, dass jetzt eine Baustelle nach der anderen kommt.

    Wenn du vor dem Kauf gefragt hättest, hätten wir dir hier gesagt, was du alles vor dem Kauf prüfen solltest - für den Fall das jemand anders hier mitliest, der den Kauf einer ETW plant:

    - Protokolle der letzten zehn Jahre vollständig lesen (damit man die Stimmung im Hause kennt, weiß ob die anderen Eigentümer sich interessieren, ob notorische Querulanten darunter sind, die Rücklagen kennt und ob die beschlossenen Investitionen sinnvoll waren oder eher Chichi, oder viel zu wenig)
    - Dokumentation des baulichen Zustandes und der Renovierungsstand von Dach, Fassade, Elektro, Heizung, Sanitär, Aufzug, Treppenhaus, Keller
    - Planung anstehender Investitionen
    - Höhe der Rücklagen


    Und ja je älter das Haus, desto höher sollten die vorhandenen Rücklagen sein.



    Und auch wenn dich die Bildung der Rücklagen jetzt schmerzhaft trifft, das Nichtvorhandensein von Rücklagen wird dich noch viel schmerzhafter treffen, wenn ein Investition plötzlich anfällt und kein Geld dafür da ist. Denn wenn einzelne Eigentümer ihren Anteil dann nicht zahlen müssen, müssen die anderen es mit bezahlen. Das ist einer der Nachteile Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein.


    Und ja eine Rücklage von 193,- Euro ist bei 54 qm hoch.
    Aber wenn ihr aktuell keine Rücklagen habt und verschiedenen Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren anstehen, ist es vernünftig die Rücklagen JETZT zu bilden.

    Und vermutlich war deine Wohnung billiger als eine Wohnung in einem Haus, dass gut in Schuss oder neu ist oder ein Haus, für das die Gemeinschaft bereits in den letzten Jahren eine vernünftige Rücklage gebildet hat.


    Ich weiß, das ist jetzt kein Trost - und es kann durchaus sein, dass du in Unkenntnis der Gesamtlage vielleicht auch zuviel für die ETW bezahlt hast. Und ja wenn du mit 30,- Euro gerechnet hast und jetzt 193,- zahlen musst, ist das heftig. Aber es spricht viel dafür, dass es berechtigt ist.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  2. Registriert seit
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Noch ein tipp zum Kauf:
    Fragt, ob die Strasse erschlossen ist.

    Ich habe vor 6 Jahren eine kleine ETW (Bj 1994) gekauft. Mein Vater hat den Kaufvertrag gegengelesen und gefragt, ob die Strasse erschlossen ist.

    Ich dachte erst, er spinnt.

    Habe trotzdem die verkaufende Bank gefragt. Antwort: Klar!
    Ich wollte das schriftlich haben . . . Eine knappe Stunde später rief der Immo-Fachmann der Bank an und gab zu, dass die Strasse bis dato nicht erschlossen wurde. . . Hat mir ca. 3.000 EURO beim Kauf gespart. Demnächst wird die Strasse erschlossen . .

    meine Nachbarstrasse (die gibts schon ewig) wurde vor ein paar Jahren erschlossen. Das hat manche hart getroffen. Bei EFHs sind da bis zu 20.000 EURO gefordert worden, das ist nicht nichts.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  3. Moderation
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Interessant wäre es sicher auch, zu wissen, wieviele Anteile es insgesamt sind und wer ggf. schon mehrere Anteile hat.
    Hm, interessant.

    Blöde Frage, wie/wo findet man denn diese Info?
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Moderation
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    meine Nachbarstrasse (die gibts schon ewig) wurde vor ein paar Jahren erschlossen. Das hat manche hart getroffen. Bei EFHs sind da bis zu 20.000 EURO gefordert worden, das ist nicht nichts.
    Hat bei uns fast die halbe Straße (oder eher 3/4) ruiniert. Gerade gebaut, Schulden bis dorthinaus, und dann meint die Gemeinde, "ach ja, Erschließung" und will von jedem nochmal eine Summe, die so 75% der Kaufpreise der Grundstücke war.

    Drama, Baby!
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Die Anteile findest du in der Teilungserklärung und auch in deinem Kaufvertrag.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  6. Moderation
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Die Anteile findest du in der Teilungserklärung und auch in deinem Kaufvertrag.
    Das sind aber die zum Zeitpunkt des Kaufs. So was kann ja im laufenden Betrieb geschehen.
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  7. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Achso, du meinst nicht deinen Anteil (hätte ich mir denken können), sondern die Verteilung der Anteile.
    Dazu müsstest du ins Grundbuch schauen (lassen).
    Die Verwaltung kann dazu auch Auskunft geben ... und als Eigentümer sollte man darauf eigentlich auch einen Auskunftsanspruch haben.
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  8. Registriert seit
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Noch ein tipp zum Kauf:
    Fragt, ob die Strasse erschlossen ist.

    Ich habe vor 6 Jahren eine kleine ETW (Bj 1994) gekauft. Mein Vater hat den Kaufvertrag gegengelesen und gefragt, ob die Strasse erschlossen ist.

    Ich dachte erst, er spinnt.

    Habe trotzdem die verkaufende Bank gefragt. Antwort: Klar!
    Ich wollte das schriftlich haben . . . Eine knappe Stunde später rief der Immo-Fachmann der Bank an und gab zu, dass die Strasse bis dato nicht erschlossen wurde. . . Hat mir ca. 3.000 EURO beim Kauf gespart. Demnächst wird die Strasse erschlossen . .

    meine Nachbarstrasse (die gibts schon ewig) wurde vor ein paar Jahren erschlossen. Das hat manche hart getroffen. Bei EFHs sind da bis zu 20.000 EURO gefordert worden, das ist nicht nichts.

    luci
    Heißt "eine Straße erschließen" nicht, da Wasser usw. hinzulegen?

    Eine ETW von 1994 hatte 2013 noch keinen Wasseranschluss?

  9. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Heißt "eine Straße erschließen" nicht, da Wasser usw. hinzulegen?

    Eine ETW von 1994 hatte 2013 noch keinen Wasseranschluss?
    War auch mein Gedanke. Wenn da bereits ETW oder Häuser stehen, ist das Gebiet ja erschlossen.
    Ich denke eher, es geht hier um nachträglich erhobene Erschließungsgebühren oder Straßenausbaubeiträge.

    Ergänzung...da wo früher mal mein Haus war, mußten wir bereits große Summen für den Abwasserkanal bezahlen, obwohl dieser bisher noch gar nicht existierte. Das war 1995/96.
    Letztes Jahr begann dann der Sammlerbau.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.


  10. Registriert seit
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    AW: Wie viel Rücklagen sind angemessen?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Heißt "eine Straße erschließen" nicht, da Wasser usw. hinzulegen?
    das dachte ich auch.
    Die Strasse ist ja nicht "unerschlossen". Sie ist auch geteert, seit 40 Jahren stehen da Häuser, die selbstverständlich Strom und Wasser haben . .

    Jetzt soll die Strasse "erschlossen" werden und das heisst, es wird neu geteert und ein Fussweg gebaut. Es handelt sich um eine Seitenstrasse ohne Durchgangsverkehr.
    Die Stadt wollte ursprünglich sogar auf jeder Seite einen Fussweg bauen, das konnten wir verhindern. Macht ja keinen Sinn.

    luci

    PS: Es handelt sich nicht um nachträglich hohe Erschliessungsgebühren. Warum diese beim Bau nicht gleich erhoben wurden, weiss ich nicht.
    Ich kann nur vermuten, dass da Vetternwirtschaft im Spiel war . . der Bauträger konnte die Wohnungen ohne Erschliessungsgebühren günstiger verkaufen. Das ist aber nur meine Vermutung.
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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