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  1. Inaktiver User

    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Das sind nur Vermittler-Plattformen, die den Kunden (typischerweise ein Projektmanager, der projektbezogen maximal 5 – 24 Monate in einer fremdem Stadt Unterkunft sucht) an einen Vermieter vermitteln, gegen entsprechendes Honorar natürlich.

    Die Kurzzeitvermietung ist dann kein Problem, wenn der Kunde die Mietdauer bestimmt. Anders herum, wenn der Vermieter ohne triftigen Grund (siehe hier wieder BGB) die Mietdauer begrenzt, gibt es Ärger.

    Nocturna, was ich dann wiederum aber nicht verstehe ... wieso gibt es den Zeitmietvertrag? Ich hatte noch einmal nachgelesen. Angeblich soll es so sein, wenn man schon im Vertrag den Grund festhält, weshalb man bis dann und dann vermieten will und was man danach mit der Wohnung vor hat (also den Grund für die Befristung), dann müssen die Mieter auch nach Ablauf des Vertrages ausziehen. Was ist denn wenn man selbst, oder das inzwischen erwachsene Kind, oder die Omi dort einziehen will? Das wäre ja fast wie eine Hausbesetzung, wenn man jemanden, der dann gar keinen Vertrag mehr hat, dort nicht raus bekommt.
    Ich weiß ja nicht ob ich mal in die Lage komme und werde es vielleicht bei meiner Freundin dann sehen, aber wenn das so sein sollte, dass man als Vermieter so behandelt wird, dann muss sich niemand mehr wundern,

  2. Avatar von Hypathia
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    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ging es aber um Zwischenmiete, was auch immer das ist....


    Zwischenmiete gibts bei mir im beruflichen Umfeld häufiger.

    Kollegen, die befristet an einem unserer Standorte im Ausland arbeiten, bieten ihr Haus oder auch die angemietete Wohnung (dann natürlich in Absprache mit dem Vermieter) für die Zeit ihrer Abwesenheit zur Zwischenmiete an. Im Grunde ein Untermieter-Verhältnis, in dem Fall auch meist möbliert, und gerne direkt firmenintern vermittelt - an Kollegen, die ihrerseits einen ähnlichen Zeitraum bei uns verbringen um danach in die Heimatstadt oder an den nächsten Standort weiterzuziehen.
    (man sieht sich zweimal und geht entsprechend ordentlich mit dem Mobiliar des Kollegen um...)

    Vom rechtlichen Standpunkt ist das vermutlich keine gute definition, es beschreibt halt, was gemeint ist, wenn Zwischenmiete im Intranet inseriert ist. Genauso wurde der begriff auch verwendet für eine Untervermietung eines WG-Zimmers während eines Auslandssemesters z.B.


  3. Registriert seit
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    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von Scacci Beitrag anzeigen
    die Räume an einen zur Dienstleistung Verpflichteten vermieten will
    Pflegekraft, Haushälterin, Au Pair, Gärtner, Chauffeur, sonstige Angestellte etc.

  4. Avatar von Hypathia
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    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Pflegekraft, Haushälterin, Au Pair, Gärtner, Chauffeur etc.
    Aktuelles beispiel aus dem Bekanntenkreis:
    Schwesternwohnheim einer großen Klinik.
    Günstige Zimmer, nur für dort beschäftigte Personen zu mieten. Mit dem Arbeitsvertrag endete automatisch gleichzeitig der Mietvertrag. Macht bei Schichtarbeit bis zum letzten Tag und schwieriger Wohnungssuche am neuen Arbeitsort die Organisation des Umzugs nicht gerade einfach, da die keine Kulanz kannten, was den Auszugstermin angeht.

  5. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Hah, das könnte ein wichtiger Punkt sein.

    Die von mir gemeinten Objekte werden immer möbliert vermietet.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin

  6. Avatar von Nocturna
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    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist denn wenn man selbst, oder das inzwischen erwachsene Kind, oder die Omi dort einziehen will?
    Das ist Eigenbedarf nach § 575 (1)1 und sich darauf zu berufen, sollte insbesondere bei einem Zeitmietvertrag keine Schwierigkeiten machen. Du oder deine Angehörigen müssen dann allerdings auch dann einziehen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht ob ich mal in die Lage komme und werde es vielleicht bei meiner Freundin dann sehen, aber wenn das so sein sollte, dass man als Vermieter so behandelt wird, dann muss sich niemand mehr wundern,
    Das deutsche Mietrecht ist sehr mieterfreundlich. Wer andere Länder kennt, wird nicht widersprechen. Das hat aber natürlich Auswirkungen. Da ein Mieter quasi unkündbar ist, wenn der Vermieter nicht triftige Gründe hat die Wohnung selbst zu nutzen und Neuvermietung, Mieterhöhungen, Renovierungen mittlerweile alles gedeckelte Posten sind, wird man als Vermieter sehr wählerisch.

    Neulich habe ich Interessenten gehabt für eine Wohnung. Sie haben damit geworben, dass sie an einem langfristigen Mietverhältnis interessiert sind und sich gut um Wohnung und Garten kümmern würden. Sorry, die sind gleich von meiner Liste geflogen. Langfristige Mieter sind unrentabel. Die Mieterhöhungen sind a) gedeckelt, was noch nicht mal das Problem wäre. Das Problem ist die Durchsetzung der Mieterhöhung als privater Vermieter, wenn es im Ort keinen Mietspiegel gibt. Ich muss drei in Ausstattung, Größe und Lage vergleichbare Wohnungen präsentieren (habe ich nicht), darf natürlich bis aufs i-Tüpfelchen keine Formulierungsfehler machen, sonst ist alles anfechtbar. Das kann klappen, muss aber nicht. Die Wohnung hat nun ein junges Paar bekommen, das hoffentlich in fünf Jahre Kinder bekommt und aus der Wohnung rausgeht, weil sie a) zu klein wird und sie b) gut genug verdienen (da achte ich drauf) , um eventuell selbst Eigentum zu beziehen.

    Ich vermiete gerne an junge Leute, weil die wieder gehen. Bei Personen Richtung Rentenalter habe ich Bedenken wegen Kündigung ist unzumutbar, wenn irgendjemand krank wird. Neulich habe ich einen Fall gelesen, da war eine Depression schon Grund sich keine neue Wohnung suchen zu müssen. Wenn es mal so krass wird, dann zählt nicht mal mehr der Eigenbedarf. Und weil meine Eltern, die ihr Haus noch selbst gebaut haben, bestimmt nicht wollen, dass ihr Enkel mal an einem nicht herausklagbaren Mieter scheitert, wähle ich eben den oben beschriebenen Weg.

    Das funktioniert eigentlich ganz gut, meine durchschnittliche Vermietdauer liegt bei ca 5 Jahren. Der ideale Zeitraum, weil man in kurzen Intervallen immer mal eine Kleinigkeit erneuern lassen kann ohne, dass es zu teuer wird. Ich tue mir auch das Generve um eine Mieterhöhung nicht an und erhöhe erst bei Neuvermietung, was auch im Innenverhältniss von Mieter zu Vermieter postitiv wirkt. Wenn man da mal den Dreh gefunden hat und ein Händchen für die Mieterauswahl hat, ist das fast so gut wie ein Zeitmietvertrag.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”


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    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Das ist Eigenbedarf nach § 575 (1)1 und sich darauf zu berufen, sollte insbesondere bei einem Zeitmietvertrag keine Schwierigkeiten machen. Du oder deine Angehörigen müssen dann allerdings auch dann einziehen.
    Und auch eine festgelegte Zeit dort wohnen. 2 Jahre?

  8. Inaktiver User

    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Bei Personen Richtung Rentenalter habe ich Bedenken wegen Kündigung ist unzumutbar, wenn irgendjemand krank wird. Neulich habe ich einen Fall gelesen, da war eine Depression schon Grund sich keine neue Wohnung suchen zu müssen.
    Auch bei Eigenbedarf? Das kann ich mir kaum vorstellen.
    Auf welcher Grundlage wurde denn sonst gekündigt? Oder auf welcher würdest Du kündigen wollen wenn der Mieter nicht wie geplant allein geht?

  9. Avatar von Nocturna
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    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Und auch eine festgelegte Zeit dort wohnen. 2 Jahre?
    Es macht sicher einen schlechten Eindruck Eigenbedarf anzumelden und nur pro forma ein halbes Jahr dort seinen Wohnsitz anzumelden. Ob es genaue Fristen gibt weiß ich nicht, ich schätze das liegt im Ermessen des Richters, falls es zur Klage kommt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  10. Avatar von Nocturna
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    AW: Wer kennt sich aus mit einem Zeitmietvertrag?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch bei Eigenbedarf? Das kann ich mir kaum vorstellen.
    Auf welcher Grundlage wurde denn sonst gekündigt? Oder auf welcher würdest Du kündigen wollen wenn der Mieter nicht wie geplant allein geht?
    Wirf doch mal Google an und such nach Eigenbedarf Depression und schon findest du genug Lesematerial. Wenn der Mieter mit unzumutbar, wichtiger Grund und Verhältensmäßigkeit argumentiert, wird die Sache gefährlich.

    Je nach Bundesland sind die Richter auch politisch angefärbt und so wundert es nicht, dass speziell in diesen Ländern/Städten die Rechtssprechung sehr oft zu Gunsten der Mieter ausfällt. Es ist also auch oft eine Standortfrage, ob ein Mieter damit durchkommt.

    Die Vermieterei ist ein kniffliges Geschäft. Ich liebe mein pflegeleichtes Wertpapierdepot, das ich bei einer Tasse Tee und Kekse pflege, brauche aber das "Betongeld" als Gegengewicht. Wenn dem nicht so wäre, hätte ich längst alles verkauft.
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