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  1. Registriert seit
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Das Berliner Testament würde hier funktionieren, wenn es um gemeinsame Kinder der beiden ginge.

    Hier geht es die Ehefrau (TE) und Stiefkinder, die beim Ableben der TE eben nicht erben, mögliche eigene Kinder der TE aber schon.
    (Korrigiert mich, wenn ich irre.)

    Für Stieffamilien ist diese Form des Testaments eher ungeeignet.

    Wenn ich das recht verstehe, würde das Haus ohne Testament an Ehefrau und Kinder gemeinsam gehen. Diese bilden dann eine Erbengemeinsachaft - und die Rangelei kann los gehen.
    Viel Stoff für Ärger und Streiterei.

    Wenn der Mann sein Haus ausschließlich seinen Kindern vererbt, geht die Ehefrau „leer“ aus.

    Das lebenslange Wohnrecht gibt ihr die Sicherheit, nicht das gemeinsame Heim Knall auf Fall verlassen zu müssen.

    Der Passus mit der Aufhebung des Wohnrechts und der Ablösesumme sorgt demnach dafür, dass - sollten die Erben auf Auszug drängen, zum Beispiel weil verkauft werden soll- die Ehefrau doch noch ihren Anteil erhält.

    Finde ich nicht falsch, sondern eher fair.

  2. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Hast recht. Das Berliner T. wird eingesetzt, dass der überlebende Gatte alles erbt und nicht mit den gemeinsamen Kindern teilen muss.
    Die Kinder können da nur den Pflichtteil einfordern.
    Moderatorin im Forum

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    Reine Familiensache

  3. Inaktiver User

    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Ich mag meine Kinder - und deshalb werde sie nicht in die Bredouille bringen, das Erbe gegebenenfalls ausschlagen zu müssen, um nicht wirtschaftlichen Schaden zu nehmen.
    Ganz genau! Ich würde NIEMALS meine Kinder mit einem Erbe fesseln und knebeln. Denn nichts anderes ist das Wohnrecht in einer ererbten Immobilie!


  4. Registriert seit
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    160

    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Ich sehe das Problem als Erbe irgendwie gar nicht, die Konstellation wäre für mich absolut in Ordnung.

    Lebenslanges Wohnrecht für den Partner ist absolut normal, das hat die Frau meines Schwiegervaters auch erhalten. Da macht keiner ein Drama darum, wieso auch? Es ist solange sie leben ihr Haus, Punkt.

    Sollte die hinterbliebene Frau nicht genug Geld zur Verfügung für Reparaturen haben, teilen sich diese die Erben auf. Am Ende ist es doch eh ihres, da können sie im Ausnahmefall auch unterstützen.

  5. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von neuverheiratet Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Leser,

    ich hoffe, ich bin im richtigen Unterforum.
    Folgende Situation:
    Ich bin in 2.Ehe mit einem Mann verheiratet, der ein Eigenheim besitzt und 2 Töchter aus 1.Ehe hat.
    Wir sind uns einig, dass die Immobilie seine Mädchen komplett erben.
    Sollte mein Mann zuerst versterben, möchte er mir ein lebenslanges Wohnrecht im Haus gwähren.
    Dazu wollen wir ein Testament beim Notar aufsetzen lassen, den 1. Beratungstermin gab es dazu schon.
    Die Beraterin empfahl uns, einen Ablösebetrag für das vorzeitige Beenden des Wohnrechtes auf Wunsch der Erben im Testament festzuschreiben.
    Nun die Fragen:
    Wohnrecht nur im Testament oder auch im Grundbuch festschreiben ?
    Wie hoch sollte die Ablösesumme sein ?
    Danke im Voraus
    Im Grundbuch.

    Habt ihr geklärt, wer für die Reparaturen des Hauses aufkommt, solange du drin wohnst? Was passiert, wenn Dir das Haus zu groß wird und du lieber in einer behindertengerecht gestalteten Wohnung / im betreuten Wohnen leben würdest? Wenn du ein Pflegefall wirst? Ist das bedacht worden? Warum soll es überhaupt die Möglichkeit geben, dass die Töchter dich bitten, auszuziehen und dafür einen Ablösebetrag bezahlen müssen. Ich denke nämlich, dieser hätte wohl recht viel damit zu tun, ob du mit dieser Ablösesumme etwas Adäquates zum Wohnen finden würdest, was je nachdem dann bis zum Kaufwert des Hauses gehen kann.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.


  6. Registriert seit
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Die Kinder [...] sind dann als Eigentümerinnen für die [...] Unterhaltung zuständig
    Müssen die dann Faxen machen vorm Fenster? SCNR
    Ich habe soviel aus meinen Fehlern gelernt, dass ich erwäge, weitere zu machen.
    Geändert von Mattieu (15.03.2019 um 11:29 Uhr)


  7. Registriert seit
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    66

    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Das Berliner Testament würde hier funktionieren, wenn es um gemeinsame Kinder der beiden ginge.

    Hier geht es die Ehefrau (TE) und Stiefkinder, die beim Ableben der TE eben nicht erben, mögliche eigene Kinder der TE aber schon.
    (Korrigiert mich, wenn ich irre.)

    Für Stieffamilien ist diese Form des Testaments eher ungeeignet.

    Wenn ich das recht verstehe, würde das Haus ohne Testament an Ehefrau und Kinder gemeinsam gehen. Diese bilden dann eine Erbengemeinsachaft - und die Rangelei kann los gehen.
    Viel Stoff für Ärger und Streiterei.

    Wenn der Mann sein Haus ausschließlich seinen Kindern vererbt, geht die Ehefrau „leer“ aus.

    Das lebenslange Wohnrecht gibt ihr die Sicherheit, nicht das gemeinsame Heim Knall auf Fall verlassen zu müssen.

    Der Passus mit der Aufhebung des Wohnrechts und der Ablösesumme sorgt demnach dafür, dass - sollten die Erben auf Auszug drängen, zum Beispiel weil verkauft werden soll- die Ehefrau doch noch ihren Anteil erhält.

    Finde ich nicht falsch, sondern eher fair.
    Genauso ist die Situation und mein Mann möchte absichern, dass ich nicht im Fall seines plötzlichen Ablebens auf die Straße gesetzt werde.
    Er denkt, dass seine Kinder im Erbfall schon das Haus sofort verkaufen wollten, da sie seit vielen Jahren ein eigenes Lebensumfeld 600 km weg vom zu Hause führen und nicht wieder zurück kommen werden.
    Grundsätzlich will er seine Kinder nicht enterben, eigentlich möchte er mit mir noch viele Jahre dort erleben. Und notfalls auch selbst das Haus verkaufen, um eventuell im Alter die Betreuung im Heim zu finanzieren.
    Danke für die vielen Antworten, die auch zeigen, wieviel zu bedenken und zu beachten ist !!!
    Damit müssen wir uns also noch intensiver beschäftigen.

  8. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Mein Großonkel hat mit seiner zweiten Frau eine ETW gekauft, die er hauptsächlich bezahlt hat. Weil seine zweite Frau ihn sehr unter Druck setzte und er keine leiblichen Kinder hat, hat er sie ihr vollständig überschrieben, sich aber ein lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen. Seine Frau starb und ab da haben die Nachkommen im zweiwöchentlichen Takt nachgefragt, wann er endlich auszieht und ins Pflegeheim geht. Er war dann bei bester körperlicher und geistiger Gesundheit irgendwann so mürbe, dass er ins Altersheim ging. Seinen Entschluss hat er immer bereut, obwohl er sich so gut wie nie beklagt hat.

    Ich wäre sehr vorsichtig an deiner Stelle, wenn du schon weißt, dass die Kinder das Haus nach dem möglichen Ableben deines Mannes schnell verkaufen wollen würden und würde mich auch für den Fall absichern wollen, dass du ausziehen musst oder selbst möchtest. Vielleicht müssen dann auch alle Beteiligten mit dem Risiko leben, dass seine Töchter Erbschaftssteuern zahlen müssen.
    Meine Blumenleggings hat dieses Jahr viel größere Blüten. Ich habe echt einen grünen Daumen.

  9. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Ich finde meine Lösung (#40) immer noch am besten, kenne auch einen Fall, wo das so gelöst wurde.
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  10. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Margali, die Beiträge für eine Kapital-Lebensversicherung, die am Ende soviel abwirft wie ein Haus oder eine ETW wert sind, sind aber nicht ohne, die muss man sich leisten können, vor allem, da die TE und ihr Mann auch nicht mehr 20 sind, den erwachsenen Kindern nach zu urteilen. Was passiert im Fall, dass der Mann stirbt, wenn noch nicht viel eingezahlt wurde, dann steht sie doch auch auf der Straße? Man kann zusätzlich oder kombiniert eine Risiko-LV abschließen, aber die gilt nicht unendlich, irgendwann ist das Sterberisiko bei 100%. In beiden Fällen fallen jetzt nicht unerhebliche Kosten für den Versicherer an.
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