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  1. Registriert seit
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Also wenn nichts anderes geregelt ist gilt ja erstmal die gesetzliche Erbfolge. Es gibt nichts wirklich mit "den Kindern abzusprechen". Die haben nach der gesetzlichen Erbfolge einen Anspruch auf ihren Pflichtteil. Nicht mehr und nicht weniger. Deswegen waren sie ja bei der Beratung, weil die Kinder das Haus alleine erben sollen.
    Die Kinder erben etwas, über das sie für einen unbestimmten Zeitraum nicht verfügen, diese Sache aber als Eigentümer mit ihrem Geld unterhalten dürfen. DAS sollte man mit denen aber ganz sicher besprechen.

  2. Avatar von ereS
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von neuverheiratet Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Leser,

    ich hoffe, ich bin im richtigen Unterforum.
    Folgende Situation:
    Ich bin in 2.Ehe mit einem Mann verheiratet, der ein Eigenheim besitzt und 2 Töchter aus 1.Ehe hat.
    Wir sind uns einig, dass die Immobilie seine Mädchen komplett erben.
    Sollte mein Mann zuerst versterben, möchte er mir ein lebenslanges Wohnrecht im Haus gwähren.
    Dazu wollen wir ein Testament beim Notar aufsetzen lassen, den 1. Beratungstermin gab es dazu schon.
    Die Beraterin empfahl uns, einen Ablösebetrag für das vorzeitige Beenden des Wohnrechtes auf Wunsch der Erben im Testament festzuschreiben.
    Nun die Fragen:
    Wohnrecht nur im Testament oder auch im Grundbuch festschreiben ?
    Wie hoch sollte die Ablösesumme sein ?
    Danke im Voraus
    mit dem wohnrecht im grundbuch ist die immobilie nahezu unevrkaeuflich
    ich wuerde das ausschließlich ins grundbuch schreiben, dann ist das testament ueberfluessig
    "auf wunsch der erben" hieße ja zu deutsch, wenn sie wollen koennen sie dich vor die tuere setzen, die formulierung verstehe ich nicht ganz
    keinesfalls heute bereits eine summe festlegen, das ist unberechenbar
    hoechstens die formulierung 1/ 3 des schaetzwertes der immobilie zum zeitpunkt der abloesung
    die schaetzung muss von einem vereidigten sachverstaendigen durchgefuehrt werden

    wer soll im falle deines wohnrechts denn dann fuer die unterhaltskosten der immobilie aufkommen ?
    waere es nicht einfacher wenn die immobilie erst nach deinem tod an die toechter ging, und nur das notariell festgeschrieben wird ?
    du bleibst wohnen bis du stirbst uebernimmst alle kosten, und wenn du stirbst ist es die immoblie der kinder, fertig
    das auge der moderatoren ist ueberall...

  3. Avatar von Vienna__
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Die Kinder erben etwas, über das sie für einen unbestimmten Zeitraum nicht verfügen, diese Sache aber als Eigentümer mit ihrem Geld unterhalten dürfen. DAS sollte man mit denen aber ganz sicher besprechen.
    In der gesetzlichen (!) Erbfolge erben die Kinder ihren Pflichtteil. Demzufolge haben sie einen Anspruch darauf. Kann der "Haupterbe", in dem Fall die TE, die Kinder nicht bedienen (cash flow), dann wird eben das Haus in den Verkauf gehen. Somit haben die Kinder ihren Anteil. Und nein, sie müssen nicht jahrelang auf ihr Erbe warten. Wie kommst denn darauf?

    Aber genau das ist hier ja nicht gewollt seitens des Erblassers.

  4. Avatar von Vienna__
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    du bleibst wohnen bis du stirbst uebernimmst alle kosten, und wenn du stirbst ist es die immoblie der kinder, fertig
    Das geht m.E. auf gar keinen Fall. Da die Kinder erbberechtigt am dem Tag des Todes des Vaters sind. Damit ist der Erbfall eingetreten.

    Es bliebe noch ggf. eine Schenkung unter Ehegatten. Sprich der Mann der TE schenkt das Haus der TE jetzt, diese vererbt es via Testament an die Kinder des Mannes. Aber: Auch unter Ehegatten fällt Schenkungsteuer an. Je nachdem wie wertvoll das Haus ist. Auch unter Ehegatten gibt es Freibeträge, was Schenkungen angeht.


  5. Registriert seit
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Das geht m.E. auf gar keinen Fall. Da die Kinder erbberechtigt am dem Tag des Todes des Vaters sind. Damit ist der Erbfall eingetreten.

    Es bliebe noch ggf. eine Schenkung unter Ehegatten. Sprich der Mann der TE schenkt das Haus der TE jetzt, diese vererbt es via Testament an die Kinder des Mannes. Aber: Auch unter Ehegatten fällt Schenkungsteuer an. Je nachdem wie wertvoll das Haus ist. Auch unter Ehegatten gibt es Freibeträge, was Schenkungen angeht.
    Genau dafür gibt es doch das sog. Berliner Testament. Welches in der Regel auch bei den Pflichtteilsberechtigten akzeptiert wird - was bei der hier angedachten Lösung möglicherweise schwierig wird.

  6. Avatar von Vienna__
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Genau dafür gibt es doch das sog. Berliner Testament. Welches in der Regel auch bei den Pflichtteilsberechtigten akzeptiert wird - was bei der hier angedachten Lösung möglicherweise schwierig wird.
    Das Berliner Testament habe ich außen vor gelassen, da es m.E. genau das ist, was der zukünftige Erblasser eben nicht möchte. Er will ja, dass die Kinder das Haus bekommen und nicht seine Frau. Um das "lebenslange Wohnrecht" zu umgehen, das waren meine Gedanken dazu, das Haus vorher an die Ehefrau zu verschenken mit der Prämisse, dass sie ein Testament aufsetzt, dass seine Kinder dann das Haus erben, wenn sie verstirbt. Was aber auch bedeutet, dass die Kinder nicht ihren Erbteil dann bekommen, wenn der eigentliche Erbfall eintritt, nämlich mit dem Tod des Vaters der Kinder. Das wäre ggf. ein Punkt, darüber zu reden mit den Kidnern. Aber auch hier, muss man natürlich auch noch wissen, ob die TE selbst noch pflichtteilsberechtigte Erben, wie z.B. Kinder aus erster Ehe hat etc. pp. Und es ist natürlich dann auch klar, sollten die Erben, sprich die Kinder des Mannes der TE, vor der TE versterben, dann das Haus in die Familie der TE fällt. Aber gut, das ist dann weit gedacht. Aber es ist so.
    Geändert von Vienna__ (14.03.2019 um 22:25 Uhr) Grund: ergänzt


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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Das Berliner Testament habe ich außen vor gelassen, da es m.E. genau das ist, was der zukünftige Erblasser eben nicht möchte. Er will ja, dass die Kinder das Haus bekommen und nicht seine Frau.
    Ich hoffe, ihm ist einfach nur nicht bewusst, in welche weng erbauliche Situation er damit seine Kinder bringt.

  8. Moderation Avatar von izzie
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Es bliebe noch ggf. eine Schenkung unter Ehegatten. Sprich der Mann der TE schenkt das Haus der TE jetzt, diese vererbt es via Testament an die Kinder des Mannes. Aber: Auch unter Ehegatten fällt Schenkungsteuer an. Je nachdem wie wertvoll das Haus ist. Auch unter Ehegatten gibt es Freibeträge, was Schenkungen angeht.
    Dann kommt zur Schenkungssteuer noch die hohe Erbschaftssteuer dazu, da seine Kinder ihr gegenüber nur einen minimalen Freibetrag haben.
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  9. Avatar von Vienna__
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen
    Dann kommt zur Schenkungssteuer noch die hohe Erbschaftssteuer dazu, da seine Kinder ihr gegenüber nur einen minimalen Freibetrag haben.
    Richtig. Aber man weiß ja nicht, um was für ein "Haus" es sich handelt. Ich schrieb es ja bereits. Wenn das Haus " z.B. mehrere Mio. Wert ist", könnte dies durchaus Sinn machen, hat es wenig Wert, dann natürlich nicht, rein finanziell gesehen.

  10. Avatar von Vienna__
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    AW: Testament-Wohnrecht im Eigenheim-Ablösebetrag

    Zitat Zitat von MannMann Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, ihm ist einfach nur nicht bewusst, in welche weng erbauliche Situation er damit seine Kinder bringt.
    Verstehe ich nicht. Ich bin auch so ein "Kind", wie ich bereits schrieb. Ich möchte, dass mein Stiefvater hier für immer im Haus bleibt.

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