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  1. Registriert seit
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Mein Partner und ich sind auch nicht verheiratet und haben ein Haus zusammen gekauft. Wir haben jeder einen eigenen Kredit aufgenommen, bei der gleichen Bank. Er hat seinen mit Eigenkapital senken können, ich habe einen höheren aufgenommen. So war das für uns am klarsten. Wir haben zudem einen Vertrag aufgesetzt, in dem steht, dass im Falle einer Trennung er meinen Anteil kauft. Und wir haben einen Erbschaftsvertrag aufgesetzt, der festhält, dass jeder von uns im Falle des Todes seinen Anteil an den anderen vererbt. Das solltet ihr auch machen, da ansonsten seine oder deine Familie den Anteil erben, da ihr nicht verheiratet seid. Die beiden Extraverträge kosten natürlich ordentlich beim Notar, aber es ist Gold wert.

  2. gesperrt
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Jeder von Euch zahlt die Hälfte des Kaufpreises und der Kaufnebenkosten. Du finanzierst Deinen Anteil minus Eigenkapital und zahlst, was dafür notwendig ist. Dein Partner finanziert seinen Anteil (vermutlich) komplett und zahlt dafür.

    Wenn Dein Einkommen wegen Nachwuchs ausfällt, muß man sich neu aufstellen. Aber auch das sollte man jetzt schon regeln.
    Ich halte diesen Vorschlag auch für sinnvoller - Du zahlst nur, was für „Deinen Besitzanteil“ notwendig ist, also nur Kredit für 110.000 -45.000 und nur die Zinsen darauf! Das sollte weniger sein als 40% der Rate!
    Es ist nämlich ziemlich ungleich, wenn Du auch für seinen nicht existierenden Eigentumsanteil Kredit und Zinsen zahlst, und Dir dann nur die Hälfte gehört.
    Hätte er auch 45.000, dann müßtet ihr viel weniger Kredit aufnehmen - und der Zinssatz wäre auch besser!

    Das bringt mich zu einem anderen Punkt.
    Du hast anscheinend ein wesentlich niedrigeres Einkommen als er - sonst könnte er nicht ggf. Deine 40% Rate stemmen, UND den größeren Teil Eurer Lebenshaltungskosten, falls Du „ausfällst“ (Elterngeld gibt es nur 1 Jahr voll, oder nur anteilig für mehr).
    Wieso hast DU dann 45.000 Euro gespart und er... NICHTS ?
    Wofür hat er sein Geld bisher ausgegeben?
    Bist Du sicher, daß er ein Finanzverhalten hat, das sich mit solchen Ratenzahlungen verträgt?
    Wenn er bisher ALLES rausgehauen hat - wieso sollte es jetzt plötzlich kein Problem sein, zuverlässig einen Kredit abzuzahlen?
    Klar, Miete mußte er bisher auch zahlen.
    Dennoch wäre ich bei DER Konstellation sehr vorsichtig. Auch auf Euer gemeinsames Leben betrachtet.
    Geändert von Sacrebleu (07.03.2019 um 10:08 Uhr) Grund: Typos


  3. Registriert seit
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Zitat Zitat von Sacrebleu Beitrag anzeigen
    Ich halte diesen Vorschlag auch für sinnvoller - Du zahlst nur, was für „Deinen Besitzanteil“ notwendig ist, also nur Kredit für 110.000 -45.000 und nur die Zinsen darauf! Das sollte weniger sein als 40% der Rate!
    Es ist nämlich ziemlich ungleich, wenn Du auch für seinen nicht existierenden Eigentumsanteil Kredit und Zinsen zahlst, und Dir dann nur die Hälfte gehört.
    Hätte er auch 45.000, dann müßtet ihr viel weniger Kredit aufnehmen - und der Zinssatz wäre auch besser!
    Ich habe Zinsen bei Interhyp verglichen: Die Zinsen wären gerade mal 0,4% tiefer wenn er auch 45k Eingenkapital hätte.
    Wenn sie jetzt 45k einbringt und er nichts - haben die schon mit 40/60 nicht schlecht rechnet.
    Besser wäre es aber 37/63

  4. Avatar von Antje3
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Wir hatten seinerzeit so eine Aufteilung

    1/3 Eigenkapital - kam komplett von mir
    2/3 Darlehen

    Im Notarvertrag stand ich mit 65 % Eigentumsanteil drin, er mit 35 %.
    Darlehen liefen jeweils auf einen Namen und jeder hat "seine" Darlehen selbst bedient.

    (Beispiel: 240000 € Kaufpreis - 80000 Eigenkapital von mir, ich 80000 € Kredit, er 80000 Kredit.)

    Meiner Ansicht nach ist "er" damit noch gut weggekommen - denn ohne mein kapital hätte es gar keine Wohnung gegeben.

    So haben wir es notariell im Grundbuch auch eintragen lassen.

    Wir haben zudem im Vertrag gehabt, wie sich der Kaufpreis zusammensetzt (eben 1/3 + 1/3 + 1/3) und einen Passus aufgenommen, daß für einen Verkauf die Zustimmung von beiden nötig wäre und zudem ein Vorkaufsrecht beim Verkauf.

    Intern hatten wir geregelt, daß - wenn man sich trennt und ein Partner verkaufen will und der andere ihn auszahlt, nur der Kaufpreis ausgezahlt wird, wenn die Wohnung zur Eigennutzung oder Vermietung behalten wird. Sollte aber der "kaufende" Partner innerhalb eines festgelegten Zeitraums verkaufen und "Gewinn" machen, muß der nochmals geteilt werden. (bei uns 5 Jahre).

    Und im Nachgang - wir hatten uns nach einigen Jahren getrennt - alles war aber vorab so klar besprochen - wir kamen einwandfrei zurecht mit unser Regelung - wir hatten dann noch lange gemeinsam vermietet (Miete wurde entsprechend der Eigentumsanteile auch verteilt), ich habe ihn nach einigen Jahren ausgezahlt.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  5. Registriert seit
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ihr braucht einen Partnerschaftsvertrag und einen Erbvertrag. In den beiden Verträgen kann alles geregelt werden, vom eingebrachten Eigenkapital, über die Tilgung, der finanzielle Ablauf bei einer Trennung, sowie der Übergang bei Tod.
    Guter Hinweis auf den Todesfall.
    Allerdings lässt sich mit einem Erbvertrag oder Testament nicht die gesetzliche Erbfolge aushebeln, was bedeutet, dass im Todesfall des Einen der Andere evtl. den oder die Pflichtteile der Erben an der Wohnung bedienen muss, was je nach sonstigem Vermögen die Liquidierung der ETW bedeuten kann. Dieses Risiko lässt sich m. E. endgültig nur durch einen Eingriff in die Erbfolge beseitigen, in diesem Fall also durch Heirat, wenn man keine unliebsamen Pflichterben beseitigen will.
    Ich habe soviel aus meinen Fehlern gelernt, dass ich erwäge, weitere zu machen.

  6. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Zitat Zitat von Mattieu Beitrag anzeigen
    wenn man keine unliebsamen Pflichterben beseitigen will.
    Klar wäre ich gerne die, die vor dem Frühstück Yoga macht oder joggt.
    Ich bin aber die, die halb bewußtlos Kaffee macht und atmet.


  7. Registriert seit
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Intern hatten wir geregelt, daß - wenn man sich trennt und ein Partner verkaufen will und der andere ihn auszahlt, nur der Kaufpreis ausgezahlt wird, wenn die Wohnung zur Eigennutzung oder Vermietung behalten wird. Sollte aber der "kaufende" Partner innerhalb eines festgelegten Zeitraums verkaufen und "Gewinn" machen, muß der nochmals geteilt werden. (bei uns 5 Jahre).
    Was wäre, wenn keiner verkaufen wollen würde und nicht ausziehen wollen würde (weil der andere auch nicht verkaufen will)?
    Ich nehme als Beispiel die aktuelle Zeit: Hätte man vor 10 Jahren gekauft, würde man heute doppelten Preis bekommen. Das wäre dumm für denjenigen der ausszieht und der andere Wohnung weiter nutzt.

  8. Moderation
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Zitat Zitat von sonic99 Beitrag anzeigen
    Was wäre, wenn keiner verkaufen wollen würde und nicht ausziehen wollen würde (weil der andere auch nicht verkaufen will)?
    Das muß man eben klären, bevor man seinen Vertrag aufsetzt.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Zitat Zitat von Mattieu Beitrag anzeigen
    Guter Hinweis auf den Todesfall.
    Allerdings lässt sich mit einem Erbvertrag oder Testament nicht die gesetzliche Erbfolge aushebeln, was bedeutet, dass im Todesfall des Einen der Andere evtl. den oder die Pflichtteile der Erben an der Wohnung bedienen muss, was je nach sonstigem Vermögen die Liquidierung der ETW bedeuten kann. Dieses Risiko lässt sich m. E. endgültig nur durch einen Eingriff in die Erbfolge beseitigen, in diesem Fall also durch Heirat, wenn man keine unliebsamen Pflichterben beseitigen will.
    Nein, das ist nicht so. Wir haben ja selbst einen Erbschaftsvertrag beim Notar aufgesetzt und unterschrieben. Die Regelung bewirkt, dass das zu vererbende Haus/Wohnung komplett aus der Erbmasse herausfällt und komplett der Person wie im Vertrag geschrieben zukommt. Das steht bei uns auch als erläuternder Passus dabei. Bzgl. der sonstigen Erbmasse ist es, als ob die Whg/das Haus nicht existiert. Pflichtteile werden nur aus dem anderen Vermögen ausgezahlt, wenn dieses nicht existiert, erhalten die Pflichterben entsprechend nichts. Daher ist ein solcher Vertrag auch recht teuer, ich glaube bei uns waren es 3.000 Euro.

  10. Avatar von Antje3
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    AW: Gemeinsam ETW finanzieren

    Zitat Zitat von sonic99 Beitrag anzeigen
    Was wäre, wenn keiner verkaufen wollen würde und nicht ausziehen wollen würde (weil der andere auch nicht verkaufen will)?
    Ich nehme als Beispiel die aktuelle Zeit: Hätte man vor 10 Jahren gekauft, würde man heute doppelten Preis bekommen. Das wäre dumm für denjenigen der ausszieht und der andere Wohnung weiter nutzt.
    Unzweifelhaft eine der Situationen, auf die wir nicht vorbereitet gewesen wären. Wie immer im Leben : du planst viel, aber alles kannst du nicht planen. Wir waren immerhin besser vorbereitet als viele andere. Für uns hat es gut funktioniert. Immerhin haben wir über Dinge wie Trennung und Geld rational und vor kauf gesprochen und was festgelegt.

    Da haben andere immer noch getönt, dass das doch nicht nötig ist, weil man sich doch liebt.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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