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  1. Registriert seit
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    Prognose Immobilienpreise

    Hallo Ihr Lieben,

    ich weiß, Ihr seid keine Hellseher, aber ich verzweifel so langsam an dem Immobilienmarkt (Nordbayern) hier

    Ich suche seit 2 Jahren eine bezahlbare ETW hier. Es wird immer schlimmer und unverschämter, was für Preise gefordert werden. Wir sind hier bei 3000 Euro/qm oder sogar drüber. Für eine 2-3-Zimmer-ETW, die noch nicht zu alt ist, werden Preise ab 250.000 Euro gefordert.

    Mein Budget liegt bei 250.000 Euro als Single.

    Die Immobilien, die ich mir leisten könnte, sind mit gutem Grund so "billig" - renovierungsbedürftig, Sanierungsstau, Gaseinzelöfen, an der Bahnlinie etc. Zudem kommt so gut wie nichts Neues rein, immer derselbe Schrott in den Portalen. Bei den Maklern bin ich schon angemeldet, da kommt aber auch nicht groß was rein. Alle paar Wochen mal.

    Was würdet Ihr machen? Kaufen, wenn etwas halbwegs Annehmbares auf dem Markt erscheint oder ein paar Jahre abwarten? Ist es möglich, dass die Preise wieder sinken, wenn die Zinsen steigen? Ist die Hoffnung realistisch, immerhin steigen die Immobilienpreise seit Jahren immer weiter an. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll, ich hab ein für mich ordentliches EK angespart (50.000 Euro), aber kann damit nichts anfangen, weil die Preise sich so rasant verteuern.

  2. Avatar von marylin
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    AW: Prognose Immobilienpreise

    Die Preise für Neubau sind unverschämt, meine Bank sagte auch, dass viele Immobilien maßlos überteuert sind. Ich habe mich für eine Altbauwohnung entschieden, knapp über 1000 €/m2. Aber klar, da muss renoviert/saniert werden, wenn ich einziehe. Neues Bad auf alle Fälle. Neue Fußböden teilweise (teilweise weil es mir nicht gefällt, teilweise notwendig...) Aber bei dem Preis stört es mich nicht, denn dann geht der Wert nur noch in eine Richtung... nach oben. Und es ist am Ende genauso, wie ich es haben will. Von daher finde ich es nicht schlimm, dass ich einiges erneuern muss.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



  3. Registriert seit
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    AW: Prognose Immobilienpreise

    @marylin:

    Das habe ich mir auch überlegt, aber ich hab leider kein handwerkliches Talent und keinen Handwerker, der mir helfen könnte.

    Wie hast du das gemacht, alles selbst oder über eine Firma?

  4. Avatar von Nocturna
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    AW: Prognose Immobilienpreise

    Hast du dir schon mal die Bevölkerungsentwicklung für deinen Landkreis angeschaut? Im Internet, wie auch in meiner Tageszeitung gibt es immer mal wieder Statistiken, die bis 2036 reichen. Man kann dann abschätzen, ob es zu einem Bevölkerungsschwund (niedrigere Preise) oder Zuwachs kommt (Preise steigen weiterhin).

    Zu beachten ist auch, ob Städte oder Gemeinden Bauland haben oder in Zukunft ausweisen wollen. Manche Gemeinden besitzen Flächen, wollen aber nicht überproportional wachsen, weil es den Ort belastet, wenn Infrastruktur (Straßen, Verkehr, Schulen, Kindergärten) nachgezogen werden müssen.

    Je nachdem wie also die Prognose für deinen bevorzugten Ort liegt, kannst du abschätzen, wie sich die Preise entwickeln werden und ob es Sinn macht zeitnahe zu kaufen oder abzuwarten. Auf die steigenden Zinsen würde ich mich nicht verlassen. Klar müssen einige Käufer bei höheren Zinsen passen, aber es wird noch einige Jahre dauern, bis die Zinsen in einer Höhe angekommen sind, die den Käufern wehtun.

    Im Moment ist einfach zu viel Geld auf dem Markt. Wenn Leute mit viel Kapital auf dem Festgeldkonto nur 0,3 Prozent bekommen, dann ist auch eine Mietrendite von weniger als 2 Prozent erstrebenswert. Habe ich erst neulich selbst erlebt. Ich wollte im Umkreis Münchens eine 1-Zi-Wohnung kaufen mit 33 qm. Der Makler hat die Wohnung für 6000 Euro pro qm inseriert, das Inserat selbst hat er nach nur einem Tag offline genommen. Ich bin immerhin bis zu Wohnungsbesichtigung gekommen, als es dann um den Zuschlag ging, wurde mir mitgeteilt, dass ich gerne ein Angebot abgeben könnte. Sprich ein Bieterwettstreit. Ich gehe davon aus, dass ich bei 20 Prozent Aufschlag die meisten Konkurrenten hinter mir gelassen hätte, aber das habe ich mir dann nicht mehr angetan.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  5. Avatar von Antje3
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    AW: Prognose Immobilienpreise

    Hallo

    na ja - der Klassiker als Antwort: Lage Lage Lage.

    Du kannst davon ausgehen, daß in prosperierenden Regionen die Immobilienpreise nicht sinken werden. Wenn in Deiner Region der Arbeitsmarkt stabil ist, die Landschaft attraktiv und die Infrastruktur ordentlich, muß Du davon ausgehen, daß der Zuzug höher ist als die zusätzlich durch Neubautätigkeit geschaffenen Wohnungen - als Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Er wird steigen.

    Es gibt natürlich in Deutschland Regionen, in denen Dir beinahe noch etwas dazugezahlt wird, wenn Du nur die Immobilie kaufst (nicht ohne Grund gibt es TV-Sendungen über angebliche Schnäppchenhäuser). Nur - das sind halt Gegenden, in denen man "nichtmal tot übern Zaun hängen will".

    Was nutzt mir eine billige Wohnung, wenn ich dort keine Arbeit habe und auch kein Arzt und kein Supermarkt und ein Nahverkehr sind.

    Mein Job, der mir das Einkommen beschert, um die Wohnung zu bezahlen ist nunmal in einer Gegend, in der die Preise nur eine Richtung kennen - und die ist "nach oben".

    Die Bevölkerung ist binnen der letzten 20 Jahre um 30.000 Personen gewachsen. In dem Maß sind trotz reger Bautätigkeit keine neuen Wohnungen geschaffen worden. Also steigen die Preise der verfügbaren Wohnungen - sowohl was Mieten als auch Kaufpreise angeht.

    Erfahrungsgemäß sieht die Rechnung eigentlich immer so aus (ich blicke auf 35 Jahre zurück):

    Entweder sind die Kaufpreise moderat - dann waren aber die Zinsen hoch. Oder die Kaufpreise sind hoch, dafür sind die Darlehenszinsen erschwinglicher.

    Irgendeine Kröte mußt Du schlucken. Bei meiner ersten Wohnung habe ich eine Hypothek mit 7 % Zinsen gehabt - und das galt als günstig. Meine Eltern haben ihr Haus in den 80er Jahren teilweise mit über 9 % Zinsen zwischenfinanziert - und waren dankbar, Bausparverträge zu haben, mit denen sie das schnell ablösen konnten und "nur noch" 6,5 % zu zahlen...
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  6. Avatar von ereS
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    AW: Prognose Immobilienpreise

    Zitat Zitat von Rikka Beitrag anzeigen
    Was würdet Ihr machen? Kaufen, wenn etwas halbwegs Annehmbares auf dem Markt erscheint oder ein paar Jahre abwarten? Ist es möglich, dass die Preise wieder sinken, wenn die Zinsen steigen? Ist die Hoffnung realistisch, immerhin steigen die Immobilienpreise seit Jahren immer weiter an. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll, ich hab ein für mich ordentliches EK angespart (50.000 Euro), aber kann damit nichts anfangen, weil die Preise sich so rasant verteuern.
    weitersparen und abwarten
    wenn du dein geld so anlegst, das es nicht weniger wird, ist es aktuell das sinnvollste was du machen kannst
    die maerkte sind voellig ueberhitzt
    ich denke die preise werden sich wieder auf ein "normalmaß" einpendeln, spaetestens wenn das zinstief vorbei ist, und manche finanzierung neu verhandelt werden muß, werden einige immobilien unter den hammer kommen, weil etliche finanzierungen platzen, weil ploetzlich einigen haeusle- und wohnungsbesitzern dann zinsen von 7-9% das genick brechen werden
    denn die loehne halten nicht mit den kosten mit, die dann fuer zinsen aufgewendet werden muessen

    ABER
    das ist meine ganz persoenliche meinung
    ob das richtig ist, wird sich zeigen

    ich wuerde nur kaufen, wenn du ein angebot siehst, welches sich in einem realistischen preisbereich befindet
    allerdings sollte man immer augen und ohren offenhalten und den markt beobachten


  7. Registriert seit
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    AW: Prognose Immobilienpreise

    @nocturna:

    Das ist ja krass! Das hab ich schon öfter gehört, dass man nicht mal den inserierten Kaufpreis bezahlt, sondern sogar einen höheren Preis. Wahnsinn, aber du sagtest ja, es war im Münchner Umland, da scheint das leider normal zu sein.

    Ich denke, in meinem Ort wird es weiter Bevölkerungszuwachs geben. Wir haben viele Studenten, die Stadt ist attraktiv. Da wird es keinen Rückgang geben.

    @Antje3:

    Ja, so schaut´s wohl aus. Gibt keinen Grund dafür, dass es in absehbarer Zeit in meiner Gegend nach unten gehen würde. Shit. Dann muss ich wohl den hohen Kaufpreis schlucken, kann es mir aber nicht leisten. Oder ich kaufe was Altes und renoviere dann, allerdings kostet das auch einen Haufen Geld, wenn man nichts selbst machen kann.

    @ereS:

    Danke für den Tipp, so mache ich das derzeit auch. EK liegt auf dem Tagesgeldkonto... hast du nen besseren Tip?

    Ich halte die Augen und Ohren offen, vielleicht kommt doch eines Tages "meine" Wohnung rein. *seufz*

  8. Avatar von marylin
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    AW: Prognose Immobilienpreise

    Zitat Zitat von Rikka Beitrag anzeigen
    @marylin:

    Das habe ich mir auch überlegt, aber ich hab leider kein handwerkliches Talent und keinen Handwerker, der mir helfen könnte.

    Wie hast du das gemacht, alles selbst oder über eine Firma?
    Bisher haben wir noch gar nichts gemacht, wir haben noch für vorauss. ein paar Monate Mieter drin. Das meiste werden wir selbst machen, für einiges (ev. Durchbruch Wand, neue Wasserrohre für Badinstallationen) werden wir hier ansässige Handwerker nehmen. Der Zustand der Wohnung ist halt so, dass man auch damit leben könnte, aber einiges eben auch "mal dran" wäre. Heißt, man kann auch einiges erst mal so lassen, wenn es zu teuer wird.

    Ich habe übrigens mehrere Jahre geschaut, bis ich was gefunden habe, was mir gefällt und bezahlbar ist.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



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    AW: Prognose Immobilienpreise

    Mal aus meiner Erfahrung als Mieterin...

    Mit Gas-Einzelöfen habe ich gut leben können, weil ich ähnlich wie bei einer Etagenheizung mit Heizkörpern die jeweiligen Räume gut warm bekommen habe, ohne mich finanziell zu ruinieren.
    Von Wohnungen, in die ich als Mieterin viel hätte investieren müssen, habe ich Abstand genommen. So lehne ich tapezierte Wände und Teppichboden ab, weil beides schwer zu entfernen ist.
    Eine Wohnung, von der ich zu Fuß maximal zehn Minuten mit dem Fahrrad zur Bahn komme oder zu Fuß an der Bushaltestelle bin, hätte ich gerne genommen.

    Wenn du eine ETW kaufst, wirst du wahrscheinlich alte Böden erneuern z.B. Teppichboden entfernen oder einen guten alten Holzboden abschleifen und neu einlassen. Mit diesen Renovierungsarbeiten solltest du rechnen und sie in deine Finanzierung einplanen.
    Bei anderen Dingen wie doofer Grundriss oder doof Entfernung oder ohne Heizung gehe ich mit den anderen konform. Dann warte lieber auf deine Wohnung.

    Wie wäre es mit einem kleinen Haus? Das könnte unter Umständen für dich bezahlbarer sein als eine ETW. Und du hättest den Vorteil, dass du auf keinen Nachbarn Rücksicht nehmen musst bei der Waschmaschine oder den Partys. Und als Single wirst du eher ein kleines Häuschen bevorzugen denn eine repräsentative Stadtvilla mit 13 Zimmern und 557 qm.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)

  10. Avatar von Opelius
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    AW: Prognose Immobilienpreise

    Auf die Prognose, wie sich die Immobilienpreise und damit auch die Mietpreise entwickeln, warten alle Menschen. Niemand hat eine Glaskugel. Der Immobilienmarkt ist überhitzt, aber alle die ein wenig Geld besitzen, legen es in solche Projekte an.

    Nur eines ist gewiss, da, wo es Arbeit gibt werden die Preise noch sehr lange ansteigen. Die Ansprüche an Wohnraum sind gewaltig angestiegen und steigen ständig weiter, was immer die Preise treibt. Falls der überhitzte Markt zusammenbricht, werden sich nur noch wenige das leisten können, was sie jetzt auf Kredit noch können.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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