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  1. Registriert seit
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    Abriss und Neubau?

    Hallo Ihr Lieben,

    auf der Suche nach einem Haus für uns sind wir auf einen Altbau in einer ganz guten Lage gestossen, der aber komplett sanierungsbedürftig ist.

    Bei diesem Altbau würde man bei Adam und Eva anfangen und letztendlich wäre es doch wieder nur ein sehr altes Haus, wo die nächste Macke wartet. Zumal das Haus von den Zimmern und so wie der Hof angelegt ist, sowieso nicht gut für uns passen würde.

    Nun hatten wir eventuell die Idee, dass man das Haus/Grundstück kaufen könnte, alles abreißen und ein Fertighaus auf das Grundstück stellen könnte.

    Nun Fragen wir uns aber, ob es nicht bestimmte Stolperfallen oder Dinge gibt, auf die man achten sollte, vielleicht gibt es hier erfahrene Menschen, die einem zu so einem Vorhaben zu- oder eher abraten würden.

    Der Altbau grenzt zudem nahtlos an ein anderes Haus, wo ich mir auch schon wieder Sorgen mache, ob Der Abriss ja doch nicht gefährlich werden könnte, oder übernimmt hier für etwaige Schäden die Abrissfirma?

    Auch fragen wir uns, ob man den vorhandenen Keller belassen könnte und sozusagen das Fertighaus darauf stellen kann.

    Vielen Dank im Voraus!

  2. Avatar von WhiteTara
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    AW: Abriss und Neubau?

    Was heißt "Altbau" konkret?
    Wenn da irgendetwas historisches im Haus steckt, gibt es unter Umständen keine Abrissgenehmigung. Und ihr müsstet vorher klären, ob ein Neubau genehmigt wird und ob es gewisse Bedingungen für den Neubau gäbe (z.B. Grundfläche nicht größer als jetzt; an genau gleicher Stelle auf dem Grundstück wie jetzt; mögliche Höhe etc.)....nicht dass ihr was kauft, abreißen lasst und dann der Neubau nicht so werden darf wie gewünscht.

    Das Nachbarhaus ist nicht das Problem: Wir haben hier in der City gerade eine Großbaustelle, wo eine Bank ihr altes marodes Gebäude hat abreißen lassen und nun neu baut - die Lokalpresse informiert regelmäßig über die Baustelle. Nebendran ist ein größeres Schulgebäude, was direkt mit dem Bankgebäude "zusammengeschweißt" war. Die haben sogar unterm Schulkeller ausgegraben und dort ein verstärktes Fundament einsetzen können, das gesamte Haus damit an der Außenmauer perfekt abgestützt und dann vorsichtig das alte Gebäude von der Mauer getrennt -> technisch ist heutzutage vieles machbar. Da ihr aber dann keine 2 Hochhäuser trennen wollt, dürfte das Nachbarhaus auch so stehen bleiben - dafür sind schließlich Fachleute am Werke, die vorab prüfen, ob und wo extra was abgestützt/geschützt werden muss.
    Ob man einen alten Keller belassen kann und ein neues Haus darauf setzt, das hängt doch sehr vom Zustand des Gemäuers ab. Kann man aus der Ferne schlichtweg nicht sagen und müsste eben auch ein Fachmann klären, ob es machbar ist.

    Mein Bruder hatte damals ein altes Bauernhaus günstig erworben: geblieben ist der alte Kohlenkeller, das bereits neu gemachte Dach mit allen Balken und Ziegeln und so schwischendrin auf 2 Etagen der eine oder andere originale Deckenbalken/Stützbalken und einige Wandbalken ....ansonsten ist alles neu gemacht worden: die Deckenbalken wurde in der Höhe versetzt, alle Rohre/Elektroleitungen/Heizung, Dachausbau, Fußboden/Decken/Wände/Fenster/Türen/Treppen...selbst die Wand zum Nachbarhaus ( eine gemeinsame Wand) wurde zum Großteil erneuert und die Nachbarn konnten dann sozusagen von ihrer Stiege quer durch die ganze Baustellen sehen Vieles ist machbar
    LG WhiteTara


  3. Registriert seit
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    AW: Abriss und Neubau?

    Erkundige dich beim zuständigen Bauamt, welche Vorschriften bei eurem Vorhaben einzuhalten sind.

  4. Avatar von Sandra71
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    AW: Abriss und Neubau?

    Zitat Zitat von wortadella Beitrag anzeigen
    Erkundige dich beim zuständigen Bauamt, welche Vorschriften bei eurem Vorhaben einzuhalten sind.
    So würde ich das auch machen...und mich ebenfalls erkundigen, was der Spaß in etwa kosten wird.


  5. Registriert seit
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    AW: Abriss und Neubau?

    Zitat Zitat von Nase-voll Beitrag anzeigen
    Nun Fragen wir uns aber, ob es nicht bestimmte Stolperfallen oder Dinge gibt, auf die man achten sollte, vielleicht gibt es hier erfahrene Menschen, die einem zu so einem Vorhaben zu- oder eher abraten würden.

    Auch fragen wir uns, ob man den vorhandenen Keller belassen könnte und sozusagen das Fertighaus darauf stellen kann.
    Eigentlich ein guter Plan - wenn ihr sicherstellen könnt, daß ihr neu bauen dürft.
    In unserer Gegen gibt es die kuriose Variante des „eigentlich nicht, außer es wird auf dem bestehenden Haus gebaut“ - zu Deutsch, das Haus wird bis auf einen Mauerteil (muß bestimmte Größe haben) abgerissen, und mit drmselben Außengrundriß unter Einbeziehung dieses Mauerstücks in die neue Außenwand neu hochgezogen - das kann dann total anders sein, aber der Außengrundriß ist derselbe.
    Nachteil - Aufsteigendes Wasser in die neuen Wände - nur schwer zu verhindern!
    Hintergrund:
    Alte Häuser haben keine Sperre gegen aufsteigendes Wasser unterm Fundament - und oft ist das auch keine durchgehende Platte, sondern noch „Streifen“ unter der Mauer.
    Wir haben.mal bei einem Freund den Keller nutzbar gemacht, indem wir den Lehmboden ausgegraben haben und den Kellerboden dadurch 50 cm tiefer gelegt haben (statisches Stützgedöns gehörte auch zu der Übung, klar)

    Gegen den Keller spricht:
    Abriß auf Keller teurer, weil vorsichtiger zu tun, um Keller nicht zu beschädigen.
    Statik muß neu ermittelt werden.
    Keller hat meist auch dieselben, oder noch mehr Probleme - Alte Elektrik, alte Rohre, zu niedrige Decke, zu schmale Türen, Fenster meist nicht schließbar...
    Und das größte Problem:
    Er zieht Wasser... er ist garantiert nicht trocken (außer es ist ein Sandstein-Untergrund)... ist recht ekelig!
    Er ist nicht Isoliert - ruiniert Euch die Energiebilanz!

    Also - grade der Keller ist in den meisten Häusern das Problem - ich würde ihn definitiv wegreißen, wenn ich dabei bin.
    "Der Klügere gibt nach" heißt es - solange, bis die Dummen an der Regierung sind, oder was?


  6. Registriert seit
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    AW: Abriss und Neubau?

    Guten Morgen, danke für eure vielfältigen Antworten.

    Das Baujahr vom Haus ist 1922 und es besteht kein Denkmalschutz, das steht zumindest mal fest.
    Es war aber im Untergeschoss viele Jahre lang eine Gaststätte gemeldet, die momentan stillgelegt ist, ob das ein Problem ist?

    Die Fenster haben wunderschöne Buntsandsteinumrahmungen, aber alles (leider) sehr heruntergekommen....

    Ein guter Punkt Von Sacrebleu ist, dass der Keller wirklich alt und marode und nicht mehr passend und zeitgerecht ist.
    Vielleicht Keller doch ganz weg...

    Die Grundstücksfläche ist für uns optimal und müsste weder vergrössert noch verkleinert werden, und der eigentliche Grundriss vom Haus selber würde auch genau für unser Haus passen, auch weder größer noch kleiner.

    Ich werde mich mal beim Bauamt erkundigen, und werde mich wieder melden .

    Vielen, vielen Dank schon mal.

    Grüsse


  7. Registriert seit
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    AW: Abriss und Neubau?

    Ihr könnte den Keller auch zuschütten. Dann existiert er nicht mehr. Als Abschluss obenfrauf wird eine neue Betonplatte gegossen und eine Sperre verhindert aufsteigende Feutchtigkeit.
    Dann wird euer Traumhaus ein paar Zentimeter höher als ursprünglich geplant, dafür ohne Keller und ohne Nässe.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)

  8. Inaktiver User

    AW: Abriss und Neubau?

    Zitat Zitat von Nase-voll Beitrag anzeigen

    Die Grundstücksfläche ist für uns optimal und müsste weder vergrössert noch verkleinert werden, und der eigentliche Grundriss vom Haus selber würde auch genau für unser Haus passen, auch weder größer noch kleiner.
    Dann würde ich sanieren. Da kann mann tolle Sachen machen und der Charme von eine Altbau ist einmalig.

    Einen Neubau kriegt ihr übrigens auch nicht für umme - jedenfalls nicht in guter Qualität. Gibt es überhaupt Fertighäuser als Doppelhaushälften? Oder sind die dann wieder teurer, weil Sonderanfertigung mit extra maßen?

    Abriss bei bestehender Doppelhaushälfte ist bestimmt aufwendig und teuer, da muss das Nebenhaus ja geschützt werden mit Stützen o.ä. Erkundigt euch doch mal bei einer Abrissfirma, mit wieviel ihr rechen müsst.
    Geändert von Inaktiver User (09.09.2018 um 13:11 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Abriss und Neubau?

    Ein abriss iat wegen der entsorgung der alten materialien nicht gerade billig . .

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  10. Avatar von Annilein
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    AW: Abriss und Neubau?

    Wir hatten das Problem schon vor 30 Jahren. Ein Abriss kam damals leider nicht infrage, da auf mehrere Grenzen gebaut war und das bei einem Neubau nicht genehmigt würde.
    Somit war das Grundstück zu klein.
    Das jetzige Haus wurde wieder saniert, aber inzwischen bin ich der Meinung dass Abriss und Neubau zum gleichen Preis machbar und besser gewesen wäre.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)

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