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  1. Registriert seit
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Zitat Zitat von Skuld68 Beitrag anzeigen
    Im Brief des Notars stand, dass ich der Aufforderung nachkommen sollte, damit die Gegenseite, also meine Nachbarn, nicht einen Anwalt einschalten. Entweder ist das jetzt ernst gemeint und sie meinen, dass sie im Recht sind, oder es ist Gefiederaufgebausche, weil sie wissen, dass sie keine Chance haben und versuchen, mich einzuschüchtern.
    Ich nehme an, dass Dir der Notar schreibt, der damals den Vertrag beurkundet hat und dass dieser davon ausgeht, dass seine Formulierung im Vertrag eben auch den Rückbau umfassen sollte. Der müßte Dich eigentlich sehr unparteiisch angeschrieben haben, denn das soll der Notar ja sein. Unparteiisch und nicht für eine Seite der Parteien. Dass er es dennoch macht, ist okay, aber wie gesagt, der Brief sollte eher aussehen inhaltlich wie ein Rat, nicht wie eine Aufforderung.

    Ich würde mich in jedem Fall anwaltlich beraten lassen, wenn möglich von einem Rechtsanwalt, der gleichzeitig Notar ist, sofern das in deinem Bundesland so ist, denn diese kennen notarielle Formulierungen etwas besser. Es gibt mehrere Bundesländer in Deutschland, in denen es die sogenannten Anwaltsnotare gibt, das ist nicht nur in Hamburg so. Auch Niedersachsen, Bremen und ich glaube auch Teile von NRW fallen hierunter.

    Hier wird es entscheidend auf den Wortlaut des Vertrages und ggfls. des darauf basierenden Grundbucheintrags ankommen und da muss auch der Notar, der diesen beurkundet hat, nicht unbedingt richtig liegen mit seiner Vermutung, dass du den Rückbau bezahlen mußt. Vielleicht war das mal so gedacht, wurde aber vertraglich nicht richtig ausformuliert.

    Lass Dich dringend beraten.

  2. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    NRW: Meines Wissens nur im Teil Westfalen. Im Rheinland gibt es eine andere Regelung.

    An die TE: Nimm dir unbedingt einen Anwalt.
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  3. Avatar von ilazumgeier
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Dass Notare unparteiisch sind, könnte man annehmen und wünscht man sich. Nach allgemeiner (?) Erfahrung verhalten sie sich wie Anwälte im Sinne der (Erst-)Auftraggeber

  4. Avatar von Daiva
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Zitat Zitat von Skuld68 Beitrag anzeigen
    Ich habe die vertragliche Verpflichtung übernehmen müssen (ist im Grundbuch eingetragen worden), auf Wunsch der Nachbarn, die Grundstücksgrenze zu korrigieren und den Sichtschutzzaun auf „ortsübliche Höhe“ zurückzubauen. Beides hat 2016 stattgefunden. Ebenso war ich vertraglich dazu verpflichtet, auf Wunsch der Nachbarn eigene Versorgungsleitungen herzustellen. 2017 habe ich dann (auf Forderung der Nachbarn) diesen Wunsch auch nachkommen müssen.
    Diese grundbuch-relevanten Auflagen minderten doch den Kaufpreis und deshalb obliegt die Erfüllung der Auflagen dem Käufer - richtig ? Die Erledigung bzw. Löschung dieser Grundbuch-Auflagen sind im Notarvertrag nicht mitverpflichtend ausgewiesen ? Soll heißen, dass im Notarvertrag aufgenommen ist, dass dem Notar die Erledigung anzuzeigen ist und er daraufhin die Löschung der Auflagen beantragt - ohne weitere Kosten, da im Notarvertrag mitberücksichtigt!

    @ilazumgeier
    Dass Notare unparteiisch sind, könnte man annehmen und wünscht man sich. Nach allgemeiner (?) Erfahrung verhalten sie sich wie Anwälte im Sinne der (Erst-)Auftraggeber
    Nein, die Unparteiigkeit von Notaren ist zwingend erforderlich; ansonsten ein Fall für die Notarkammer (Anzeige) - wie mir ein befreundeter Notar glaubhaft versichert hat. Ich war derzeit lange Jahre als Kreditsachbearbeiterin in einer Bank tätig und ständig mit diesem und anderen Notaren in Kontakt.
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    Geändert von Daiva (16.08.2018 um 11:50 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  5. Moderation Avatar von ganda55
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Zitat Zitat von Skuld68 Beitrag anzeigen
    ...
    Ich habe die vertragliche Verpflichtung übernehmen müssen (ist im Grundbuch eingetragen worden), auf Wunsch der Nachbarn, die Grundstücksgrenze zu korrigieren und den Sichtschutzzaun auf „ortsübliche Höhe“ zurückzubauen. Beides hat 2016 stattgefunden. Ebenso war ich vertraglich dazu verpflichtet, auf Wunsch der Nachbarn eigene Versorgungsleitungen herzustellen. 2017 habe ich dann (auf Forderung der Nachbarn) diesen Wunsch auch nachkommen müssen. ...
    Du hast deine Seite des Vertrags nachweislich voll erfüllt. Auf alles Weitere musst du nicht eingehen.
    Was du aber musst, ist, diese Erfüllungen notariell und im Grundbuch abzusichern.
    Und natürlich weiß ein Notar, wann eine Auflage erfüllt ist. Sollte es da Auslegungsspielraum geben, einen eigenen Rechtsanwalt prüfen lassen. Vorher würde ich mich aber erst mal stur stellen, bei Bedarf wiederholen, dass die Forderungen erledigt sind, aussitzen und abwarten.
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Dass Notare unparteiisch sind, könnte man annehmen und wünscht man sich. Nach allgemeiner (?) Erfahrung verhalten sie sich wie Anwälte im Sinne der (Erst-)Auftraggeber
    Das kann ich so nicht unterschreiben. Für einen Notar ist verpflichtend, unparteiisch zu sein. Bei einer Anzeige an die Kammer würde von dort eine Prüfung vorgenommen werden und die kennen da keine Verwandten! Das kann sich kein Notar leisten. Der Notar ist nicht auf Lebenszeit berufen! Da hagelt es auch schnell mal Sanktionen.

  7. Avatar von Daiva
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Zitat Zitat von puggi Beitrag anzeigen
    Das kann ich so nicht unterschreiben. Für einen Notar ist verpflichtend, unparteiisch zu sein. Bei einer Anzeige an die Kammer würde von dort eine Prüfung vorgenommen werden und die kennen da keine Verwandten! Das kann sich kein Notar leisten. Der Notar ist nicht auf Lebenszeit berufen! Da hagelt es auch schnell mal Sanktionen.
    Meine Rede - s. oben. Ein mir bekannter Notar hat sich Unregelmäßigkeiten geleistet, war lange Jahre "weg vom Fenster" und hat sein Büro aktuell in einer heruntergekommenen Gegend.
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  8. Avatar von Skuld68
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Guten Morgen,

    falls es von Nützen ist: mein Haus steht nun unmittelbar vor der Übergabe und diese Geschichte ist inzwischen bei meinem Anwalt gelandet.

    Weder aus dem Grundbuch, noch aus der Teilungserklärung geht hervor, dass ich dazu verpflichtet bin, die Restrohre aus dem Haus des Nachbarn zu entfernen und das Mauerwerk zu verschließen, da lediglich "Herstellung" (der Leitungen) und "Trennung" (der Häuser) aufgeführt ist. So weit, so gut. Der Notar der Gegenseite hat tatsächlich einseitig ihre Interessen vertreten und mein Anwalt hat angekündigt, die Notarkammer einzuschalten. Recht so!

    Inzwischen lebe ich in NDS und bin nur noch an wenigen Wochenenden "zu Hause". In meiner Abwesenheit haben meine lieben Nachbarn die Hälfte der Krone meiner 8 Jahre alten Zierkirsche gekappt. Vermutlich wegen Licht, da sie keinesfalls auf ihre Seite hineinragt. Die Äste haben sie dummerweise auf ihrem Abschnitthaufen liegen lassen. Ich bin wütend und entsetzt! Doch so kaltblütig, dass ich gleich Fotos gemacht habe und polizeiliche Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung erstattet habe. Unfassbar...
    “Any patch of sunlight in a wood will show you something about the sun which you could never get from reading books on astronomy. These pure and spontaneous pleasures are ‘patches of Godlight’ in the woods of our experience.”

  9. Avatar von ilazumgeier
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Das dürfte unangenehm werden für die Nachbarn. Baumschnitt ist ein ganz besonderes Kapitel im Nachbarschafts- UND Gemeinderecht


  10. Registriert seit
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    AW: Rückbauten in Nachbar's Haus

    Zitat Zitat von Skuld68 Beitrag anzeigen
    Guten Morgen,

    falls es von Nützen ist: mein Haus steht nun unmittelbar vor der Übergabe und diese Geschichte ist inzwischen bei meinem Anwalt gelandet.
    Heißt das, du hast das Haus bereits verkauft?

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