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  1. Registriert seit
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    Hallo liebe TE,

    meine 5 ct dazu.
    Wenn man schon im Vornherein weiß, dass man so viele Sonderwünsche hat, würde ich nie zu einem Fertighaushersteller gehen.

    Mein Mann und ich, sind zu einer örtlichen Firma gegangen und planen jetzt individuell mit Ihnen unser Haus zusammen. Vorteile:
    - man kann mehr Eigenanteil miteinbringen
    - Sonderwünsche sind gleich berücksichtigt
    - Du bekommst dein Haus, deiner Träume. (Grundriss entspricht unseren Wünschen und Vorstellungen)


    So viel Unterschied ist es preislich nicht. Und ich denke dass unsere Sonderwünsche wie eingemauerter Kamin, Photovoltaik nicht so extravagant sind. Wir haben aber auch den Vorteil, dass mein Vater und mein Mann viel in Eigenleistung machen können, weil die beide handwerkliche Berufe gelernt haben. Und das was wir an Eigenleistung sparen, geht halt in die Luxuseinrichtung. ;-) Deshalb glaube ich auch nicht an eine Kostenexplosion und denke dass die 400 k für das Haus reichen werden. Da ist aber Küche und ähnliche Sonderkosten auch mit eingerechnet.

    Vorteil mit einem Bauträger ist, dass man alles in fachkundige Hände geben kann und wenig selbst machen muss. (Was einen nicht vom Kümmern entlässt.

    Viele Grüße

    moonlady90

  2. Moderation
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Das problem von mir haben freunde gerade . . Was versteht man unter "hochwertigen fliesen"? Hornbach teuer oder was?
    Nachfragen, schriftlich geben lassen...

    Ich habe sogar etwas gespart, indem ich für die Wände in den Bädern (beim gleichen Fachhändler) einfache weiße Kacheln ausgewählt habe statt des Vorschlags vom Bauträger. Paßte besser zu dem, was ich sonst wollte.

    Man muß den Leuten aber echt ununterbrochen auf die Finger gucken. Und manchmal reicht auch das nicht. Die Steckdosen in der Küche sind hinter der Rückwandverkleidung gelandet. Die Korrektur ("Die sollen nach da oben! Hier ist der Plan! Da hin!") wurde zwar eingebaut aber nur eine von drei angeschlossen. Blöderweise bin ich bei der Abnahme nicht auf die Leiter gestiegen und habe jede Steckdose gecheckt: sollte man tun!

    So ein Bauträger vergibt ja die Arbeit auch an dutzende von Subunternehmern von Gottweißwo, und die sind dann über alle Berge, die Abnahme ist heute, der Küchenmonteur kommt in drei Tagen und der Möbelwagen in zehn...
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  3. Registriert seit
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    Also kurz zu den Eckdaten, es ist eine massive Doppelhaushälfte vom Bauträger, die 495T Euro kostet. Eigentlich kann man da schon hochwertige Komponenten erwarten. In der Baubeschreibung sind die Formulierungen zu schwammig. Z.B. kein Wort zu der Haustüre, die am Ende im Standard dann eine Glasscheibe, durch die man ins Haus gucken kann, enthalten soll. Von 40 Häusern hat, das Niemand gemacht. Upgrade kostet 1000€ also 40T Zusatzeinnahmen für den Bauträger. Und so zieht sich das durch. Frei planen und bauen geht leider nicht, weil wir örtlich gebunden sind. In unserer Stadt ist es nicht möglich, an ein Grundstück zu kommen.

    Grüße Laura

  4. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    @Laura: das mit den gebundenen Grundstücken ist die eigentliche Sauerei.

    Wir haben seinerzeit ein "Restgrundstück" in der Stadt ergattert, das nur deshalb nicht bereits bebaut war, weil die gängigen Grundrisse nicht passten.

    Darauf haben wir mit einem Architekten ein passendes Haus geplant und gebaut, die Gewerke wirklich einzeln ausgeschrieben. Und wir konnten dann auch bei der Ausstattung gezielt steuern, wo wir sparen, wo wir großzügig sein und wo wir für zukünftige Projekte Möglichkeiten anlegen wollten.


    Wenn man schaut, was Kubikmeter umbauter Raum kosten, bin ich ziemlich sicher, dass sich der Architekt sogar gerechnet hat. Denn der kann einfach anders planen.

    Wir haben zum Beispiel preiswerte Wandfliesen genommen für die Bäder, die waren absolut adäquat, aber hochwertige Bodenfliesen. Bodenerwärmung war der Rücklauf aus den Heizkörpern. Normale Tapeten, eine lasierte Holzbalkendecke, ein Geschoss in Holzständerbauweise aufgesetzt. Schlichte Tonziegel. Das war alles günstig. Dafür etwas höhere Decken, eine gekurvte Wand (war praktisch kostenneutral), Aufsparrendämmung, spannende Fensterformate, weil wir ja frei planen konnten.


    Da wir für ein anderes Grundstück, das wir dann doch wieder verkauft hatten, bereits Pläne von Generalunternehmer/Bauträger und Freischaffendem hatten, konnten wir da den Unterschied direkt sehen.

    Ich denke, wenn man mit Bauträger baut, sollte man sich einen Fachmann (Architekten) zur Durchsicht des Leistungsverzeichnisses und zur externen Kontrolle des Bauvorganges nehmen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  5. Moderation
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    Es ist hier auch fast unmöglich, ein Grundstück zu kaufen.

    Ein Bauträger, der auf einem Grundstück 16 Etagenwohnungen baut, kann einfach mehr zahlen als jemand, der allenfalls ein Doppel- oder Dreifamilienhaus hinstellen möchte, und da die Stadt die Zersiedlung und insbesondere das Verkehrsaufkommen nicht verstärken möchte, gibt auch auch Genehmigungen für die Etagenwohnungen.

    ***

    Zurück zum Thema... Nachher weiß man immer, was man alles hätte fragen sollen. Aber wenn man gleich alles fragen würde, was man vielleicht einmal fragen gesollt haben wird, wird nie was fertig.

    Und gerade mal geguckt: Bei mir stand schon in der Baubeschreibung zwei Absätze zu den Wohnungstüren, sehr detailliert.

    Andererseits, die Haustüren sind überwiegend Glas, die Haustür bei Muttern war mit großem Glaseinsatz, die Haustür bei meiner einen Freundin, die ein ganzes Haus hat, ist mit großem Glaseinsatz -- das ist zur Flurerhellung nicht unüblich. Klarglas zwischen Straße und Wohnung würde mich aber schon irritiren. Zeit für eine Folie oder einen Vorhang.
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    Geändert von wildwusel (24.06.2018 um 18:40 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    Zitat Zitat von Laura175 Beitrag anzeigen
    Also kurz zu den Eckdaten, es ist eine massive Doppelhaushälfte vom Bauträger, die 495T Euro kostet. Eigentlich kann man da schon hochwertige Komponenten erwarten.
    Naja, da sind wir aber einfach noch die Preis vor der massiven Preissteigerung gewöhnt. Vor 10 Jahren wären uns 500T€ unglaublich teuer, luxuriös erschienen. Heute bekommt man dafür ein 08/15 Reihenhaus. Mit Baumarktklos.

    Für 700T€ gibt es dann eine nette DHH. Wieder mit Baumarktklos.

    Die Haustüre sollte beschrieben sein, entweder die Ausführung oder eben das Modell. Mit Klarglas hätte ich wiederum kein Problem, wenn's nicht gerade vor der Kloschüssel ist, wie bei einer Bekannten...


  7. Registriert seit
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    Das kommt allerdings sehr auf die Gegend an.

    Momentan gibt es hier im Ruhrgebiet zwar auch einige Bauunternehmer, die versuchen solche Preise für absolut uncharmante Neubauten durchzusetzen, aber so richtig gelingt es denen noch nicht.

    Und wenn man ein Grundstück ergattert, gibt es auch dort Bebauungspläne, die dann wieder zu Kompromissen führen. (Wir durften nur eingeschossig plus Dachausbau bauen, was dann zu riesigen Gauben führte, damit das DG entsprechend genutzt werden konnte) und zu einer Terrasse, anstatt eines verschließbaren Wintergartens.
    Außerdem ändern sich auch die Lebensumstände im Laufe der Zeit. (Bei uns war es das 3. Kind, was dann eine Umgestaltung erforderlich machte).

    Perfektionismus anzustreben ist nach meinen Erfahrungen einfach unglaublich teuer, wenn es auf 100.000 Euro mehr oder weniger nicht ankommt, ok. Ansonsten habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich an manches Nicht-Perfekte sehr schnell gewöhnt und man auch im Nachhinein mit einfachen Mitteln noch vieles hübsch gestalten kann.

    Wichtig wäre mir, dass die Fenster und Türen modernen Sicherheitsstandards entsprechen, denn die tauscht man nicht einfach aus, Fliesen und Bad sollten neutral gestaltet sein, den Rest bekommt man dann mit Deko und schönen Handtüchern hin.

    Vor dem Kauf kann man gut über mehr Steckdosen verhandeln, weil das im Rohbau kaum zusätzliche Kosten verursacht und der Bauträger da kompromissbereit ist.

  8. Moderation
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    Ich finde jetzt auch das mit dem Baumarkt nicht so dramatisch. Ehrlich, die Armaturen hätten gerne aus dem Baumarkt sein dürfen -- für 1/5 des Preises! Entscheidend für die Qualität von Armaturen ist mehr, daß sie kompetent montiert sind, als daß sie teuer waren.
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  9. Registriert seit
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    AW: Hausbau und Sonderwünsche

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich finde jetzt auch das mit dem Baumarkt nicht so dramatisch. Ehrlich, die Armaturen hätten gerne aus dem Baumarkt sein dürfen -- für 1/5 des Preises! Entscheidend für die Qualität von Armaturen ist mehr, daß sie kompetent montiert sind, als daß sie teuer waren.
    Da stimme ich Dir ausnahmsweise einmal nicht zu. Die Armaturen unserer letzten beiden Wohnungen waren ca. 20 Jahre alt. Die Markenware (in der einfachen Version auch baumarktgängig) funktionierte noch problemlos, der Billigkram war hakelig und wackelig geworden. Dort, wo Kalk etwas zugesetzt hatte, konnte ich die Patrone ausbauen und reinigen, bei den Markenarmaturen hätte ich die Mischerpatronen sogar noch nachkaufen können.

    Bei Sanitärkeramik wärs mir allerdings auch wurscht. Mit dem Baumarktklo hätte ich daher keine Probleme.

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