Ich kann die Idee nachvollziehen.
Auf jeden Fall würde ich für mich die Beratung eines Bau-Gutachters haben wollen.
Was die Vermietungswahrscheinlichkeit anbelangt, dazu kann man aus der Ferne natürlich wenig sagen. Ihr solltet aber doch ermöglichen können, eine Weile ohne eine Miete auszukommen. So "knapp genäht" würde ich nicht kalkulieren wollen.
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Thema: Würdet ihr es wagen?
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04.10.2017, 21:45
AW: Würdet ihr es wagen?
The original Karla
est. 2006











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04.10.2017, 22:12
AW: Würdet ihr es wagen?
So lange nicht alle 3 mieten auf einmal ausfallen, ist das kein Problem. Unser jetziges Haus ist in 5 Jahren abbezahlt. So lange arbeiten meine Schwiegereltern noch und können die Miete sicher zahlen. Wäre der gleiche Betrag den sie für ihre Wohnung jetzt auch bezahlen. Wenn es danach enger wird bei ihnen, wäre es nicht schlimm wenn sie weniger zahlen, weil ja die Kreditrate für das Haus wegfällt.
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04.10.2017, 23:59
AW: Würdet ihr es wagen?
Habt ihr das durchgerechnet? Mit verschiedenen Szenarien (Schwiegereltern müssen gesundheits- oder arbeitsbedingt umziehen, Reparaturen werden fällig, Straßenausbau, Energiesanierung (1992 ist alt!), Leerstand, eigener Verdienstausfall...)? Das sagt euch, wie hoch die Risiken sind.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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05.10.2017, 07:46
AW: Würdet ihr es wagen?
Also 10% der Miete werden als Rücklage zurückgelegt. Denkt ihr das ist langfristig ausreichend?
Das ganze haben wir jetzt mit nur dem Gehalt meines Mannes gerechnet, da ich noch bis Mai in Elternzeit bin. Ab Mai arbeite ich wieder 50% (das ist dann besser möglich da Großeltern im ort) und verdiene etwa 1000 Euro, 300 davon gehen aber für die Kita drauf. Das hätten wir dann ja auch noch mal als Puffer. Und zur Not könnten wir auf eine Ansparung zurückgreifen, wo wir seit 5 Jahren monatlich 250 Euro ansparen.
Ich weiß nicht was straßenausbau etc kostet, aber ein neues dach/ fenster/ Heizung könnten wir damit bezahlen.
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05.10.2017, 09:00
AW: Würdet ihr es wagen?
Ein Haus trägt sich mit Mieteinnahmen nicht selbst. Zumindest nicht das klassische Ein- bis Dreifamilienhaus. Jährliche Mieteinnahmen für zwei Wohnungen, angenommen 14.400 Euro, davon 10 % = 1.400 Euro, eine Reparatur an der Heizung und die sind futsch.
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05.10.2017, 18:35
AW: Würdet ihr es wagen?
Naja als futsch würde ich das ja nicht bezeichnet. Schließlich gehört uns irgendwann dann noch ein zweites Haus ohne deutliche mehrbelastung. Was ja dann für das Rentenalter super wäre, wenn wir dann noch zusätzliche mieteinnahmen haben zur Rente.
Oder täusche ich mich wirklich so sehr?
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05.10.2017, 19:49
AW: Würdet ihr es wagen?
Also, mal von einen Bespiel in der Gegend ausgehend: Fläche 300qm, 3 Wohnungen, Kaufpreis 530T (ich habe NK und die nötigen Reparaturen, die du angegeben hast, draufgeschlagen), jährliche Mieteinnahmen aus 2 Wohnungen erwartet 16T. 10% Rücklagen: 1600 im Jahr. Empfohlen wird in dem Alter pro Jahr 3000 (=10 Eu pro qm, Bauministerium) oder 3600 (1 Eu pro Monat und qm; Verband privater Bauherren). 1600 ist also ein bißchen knapp. Wenn noch die 3000 im Jahr dazukommen, die ihr anspart, reicht es für das Beispielhaus (aber da ist ja auch noch Haus 1). Man muß ja auch regelmäßig renovieren und modernisieren, damit der Wert des Gebäudes erhalten bleibt.
Bleiben 14.400 von den Mieteinnahmen.
Angenommen weiterhin, a) Haus 1 kann außenvorgelassen werden, b) ihr bringt 100T Eigenkapital ein: Dann müßt ihr euch noch 430T leihen. Wenn ihr im Jahr 14.400 ins Abbezahlen stecken wollt/könnt (bei einem Leerstand zahlt ihr Quasi die Miete für den Leerstand an die Bank) seid ihr bei 2% Zinsen mit knapp 1,4% Tilgung dabei, wenn sich das selber tragen soll. In 45 Jahren habt ihr abbezahlt. Eine wie lange Zinsbindung könnt/wollt ihr ausmachen?
Setz deine eigenen Zahlen ein. Wieviel Tilgung kriegt ihr hin? Welche Krisen könnt ihr wuppen und welche nicht? Ab wann seid ihr so weit in den schwarzen Zahlen, daß ein Notverkauf die verbliebenen Schulden bezahlt, so daß ihr relativ schadensfrei davonkommt?** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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05.10.2017, 21:10
AW: Würdet ihr es wagen?
Also Kaufpreis sind 365000 plus Nebenkosten 400000.
Anzahlen wollen wir 50000.
Also 350000 kteditsumme
Mieteinnahmen sind 400+500+750 Euro=1650
Unsere wunschrate sind 1500 Euro die ja dann von den mieteinnahmen gedeckt wäre inkl kleiner Puffer für Reparaturen.
Rate für das erste Haus sind 626 Euro.
Laufzeit müssen wir noch auf das bankangebot warten.
Bei unserem jetzigem Haus hatten wir aber offiziell auch eine Laufzeit von 35 Jahren mit 10 jahren zinsbindung, aber halt höher sondertilgungsmöglichkeit, aber es ist dann in 5 Jahren nach insgesamt 10 Jahren abbezahlt.
Wir haben das ganze nur mit dem Gehalt meines Mannes gerechnet, da ich in Elternzeit bin.
Wenn er gekündigt werden sollte hat er wohl schnell wieder einen Job. Krankheitsfall und Todesfall sind eigentlich ganz gut abgesichert. Scheidung wäre schlecht, aber bestimmt im Notfall auch irgendwie regelbar.
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05.10.2017, 21:12
AW: Würdet ihr es wagen?
Selbst wenn wir 35 Jahre abzahlen müssen sind wir dann 62 bzw 63 und haben es vor der Rente noch fertig.
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05.10.2017, 22:16
AW: Würdet ihr es wagen?
Sind eure Kaufenebenkosten so gering oder habt ihr die 30T für die nötigen Reparaturen anderweitig in der Hinterhand?
1650 im Monat Mieteinnahmen, 10% in die Rücklagen, 626 laufender Kredit... bleiben 859. Ihr legt also für 1500 Rate und 250 Sonderrücklagen noch mal 891 drauf. Das ist nicht exakt "trägt sich selber". Ergibt nach meinem Rechner aber respektable 3% Tilgung, damit kann man schon ins Rennen gehen. Und wenn ihr schon aus Erfahrung kalkulieren könnt, daß ihr hohe Sondertilgungen leisten könnt, sind auch eventuelle Leerstände oder aufwendigere Reparaturen oder Modernisierungen drin.
Eine offene Kalkulation ist, was ist, wenn nach Ablauf der Zinsbindung noch eine Restschuld besteht und die Zinsen dann wesentlich gestiegen sind?[*] Ist das machbar? Wenn es hakelig werden könnte: könnt ihr das im Vorfeld vermeiden, indem ihr z.B. einen Bausparvertrag füttert? Oder würdet ihr Haus 1 verkaufen, wenn es damit eng wird? Oder ist der Fall hinreichend unwahrscheinlich?
* Hab gerade den Rechner nochmal angeworfen, eine Steigerung auf 5% könnt ihr bei gleichbleibender Rate und Tilgung wegstecken, auch ohne Sondertilgungen.
Sieht soweit alles ganz gut aus bis auf die üblichen Rest-Unwägbarkeiten.Geändert von wildwusel (06.10.2017 um 01:12 Uhr) Grund: Format
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