Ich habe am nächsten Tag geklingelt, aber sie hat nicht aufgemacht. Beim ersten Mal hat sie auch erst nach langem Zögern geöffnet. Ich werde es nochmal versuchen wenn ich wieder da bin.
Ich denke es ist ihr schon bewusst. Sie wusste damals auch davon, dass sie auf den Boden gestampft hat. Das heisst leider noch nicht, dass sie es steuern kann. Und es steht mir auch nicht zu, ihr da irgendwelche Empfehlungen zu geben.
Für mich ist irgendwie dieses Gefühl des hilflos Ausgeliefertseins am schlimmsten.
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Ergebnis 21 bis 30 von 61
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02.02.2016, 17:06
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)
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02.02.2016, 17:22Inaktiver User
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
Im Link steht:
Tatsächlich können (manche) Tics oft für eine gewisse Zeit willkürlich unterdrückt werden oder zumindest vermindert auftreten, wenn sich der Betroffene einer Aktivität widmet, die eine gewisse Konzentration erfordert. Auch werden einige Muskelzuckungen durch körperliche Willkürbewegungen durchaus reduziert (z. B. Schulterrucken durch gezielte Greifbewegungen der Hände usw.).
In Wirklichkeit baut sich aber durch dieses willentliche Beherrschen ein so genannter "Tic-Druck" auf, der - wie der Drang zum Niesen oder zu einem Schluckauf - schließlich zu einer umso schwereren "Tic-Entladung" zu führen pflegt. Auf den Alltag übertragen heißt dies: In der Schule oder bei der Arbeit passiert (fast) nichts, zu Hause umso mehr. Doch in stressreichen Situationen hilft auch das nichts. Manche Tourette-Patienten ziehen sich deshalb in einen Schonraum zurück, um wenigstens dort ihren Symptomen freien Lauf lassen zu können, wenn sie zuvor über bestimmte Zeiträume (z. B. Schule, Arbeitsplatz oder Öffentlichkeit) ihren Tic-Drang unterdrücken mussten oder konnten.
Falls es so ist, dann hilft ihr vielleicht das Klavier spielen und der Unterricht. In der Nacht hat sie sich dann nicht mehr unter Kontrolle.
Schwierig das Ganze. Ihr ist das wahrscheinlich sehr peinlich. Die Frage ist ob sie in Behandlung ist bzw. ob sie überhaupt schon mal auf Ursachenforschung gegangen ist. Lade sie doch mal zum Kaffee trinken ein. Vielleicht ergibt sich ein unverfängliches Gespräch.
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02.02.2016, 17:59
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
Gute Idee, nur würde ich die Sache offen ansprechen. ja, ist unangenehm, die Sache selbst ist auch unangenehm und wird nicht besser, wenn sie es weiß und weiß, dass die TE es weiß und die TE weiß, dass die Nachbarin weiß, dass sie es weiß.
Es ist eine Krankheit. Würde sie an Krücken gehen, würde man auch fragen, was los ist und ob man helfen kann. In diesem Fall eben: neulich nachts - war das Tourette? Wie ist das, wenn man das hat, merkt man das vorher, wie oft, wie belastend ist das.. gibt es Medikamente...
Dann kann die Dame immer noch sagen, "geht Sie nix an" und Türe knallend den Raum verlassen
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02.02.2016, 18:06Inaktiver User
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
Nun genau das finde ich am wichtigsten, ihr Deine Empfindungen zu sagen!
Du hörst nachts dies und das und kannst dann nicht mehr schlafen und das belastet Dich.....
anderen empfehlen kann man nicht, aber von sich aus sprechen schon....
"sie hören nachts "Husten".......ich höre nachts...... und da geht es mir nicht gut, wenn ich deswegen nicht mehr schlafen kann....."
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02.02.2016, 18:32
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
Habe ich etwas überlesen, gibt es nicht noch andere Hausbewohner? Wenn es so laut ist, sollten auch andere Nachbarn etwas mitbekommen. Was sagen sie dazu, das Problem müsste ja schon länger bekannt sein?
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05.02.2016, 10:09
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
monica, ja, das werde ich tun. Wir hatten auch ausgemacht, dass wir mal Kaffee trinken, aber sie hat ja tagsüber dann nicht mehr geöffnet, und ich bin nur alle 4 Wochen für ein paar Tage da. Ich würde das auf jeden Fall begrüssen, es wäre die beste Art, sich zu unterhalten.
Die anderen Bewohner wollte ich auch mal fragen, einige sind wohl neu, andere nicht, ich kenne bisher nur sie. Ich habe irgendwie Angst, Gewissheit zu bekommen, dass das schon lange so geht
. Aber es bringt ja so auch nichts.
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)
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08.02.2016, 07:16
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
Was ist mit Ohrenstöpsel? Nicht die 08/15 Dinger aus der Apo, sondern richtig angepasste vom Fachgeschäft. Kosten ca. 80 Euro und sind Gold wert. Damit hast du Ruhe.
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08.02.2016, 07:23
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
das ist ja eine schwierige sache . . sie ist mieterin. also sprich deinen miteigentümer (ihren vermieter) an. ich würde das thema sowieso bei der nächsten eigentümerversammlung ansprechen. das ist genau der richtige ort/kreis für solche ärgernisse.
etw-versammlungen sind ja meistens im frühjahr, müsste also demnächst sein.
da kommen so manche lustigen eigenheiten der mieter zur sprache, das ist fast schon kabarettreif!
wir hatten, ich habe eine etw vermietet, probleme mit mardern, die ins dach geklettert sind. und warum sind sie ins dach geklettert? eine mieterin hat gelbe säcke mit veschmutzten resten und biomüll auf ihrem balkon gestapelt . . wir waren kurz davor, das dach abdecken zu müssen. hat sich zum glück anderweitig regeln lassen.
wenn sie wirklich nachts so laut ist, hören das andere im haus mit sicherheit auch.
also erst mal klärung versuchen. wenn gar nichts hilft, weitersehen. dann helfen nur schwere geschütze.
geräuschübertragung in alten häusern ist etwas sehr spezielles. ich wohne mit freunden im haus. die Kinder höre ich selten, aber wenn der hausherr hustet geht das durchs ganze haus. scheint mit der freuquenz zusammenzuhängen.
meine freundin war ganz erstaunt, als sie mal bei mir war und ihren mann "bellen" hörte . .
luci
Geändert von luciernago (08.02.2016 um 07:29 Uhr)
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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09.02.2016, 12:26
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
Ich habe Ohrenstöpsel aus dem Sonicshop, sind sehr gut und sitzen prima. Aber man hört trotzdem noch was, weil das Hämmern eben so laut ist, vielleicht spürt man es auch. Ich habe mal gelesen, dass Geräusche auch über die Ohrknochen übertragen werden und deshalb nichts richtig dicht ist.
Mein Sohn hat gute Kopfhörer, richtig grosse. Aber damit höre ich so viel wie mit meinen In-ear. Er sagte es gibt auch spezielle, die kosten ca. 200 Euro. Wenn es damit getan wäre, liebend gerne....
Eigentümerversammlungen haben wir alle paar Monate, da das Haus ja noch aussen saniert wird. Leider sind die immer in der Woche und ich wohne 800 km weit weg. Ich wusste nicht, dass man so was dort zum Thema machen kann - wie gesagt - ich bin so ein Landei. Ich wusste nicht mal, was so eine Hausverwaltung alles macht. Aber dann werde ich das doch mal möglich machen, danke für den Tipp
Ich hatte in meinem super gut isolierten Haus auch das Problem, dass wenn in der Küche eine Tasse abgestellt wurde, man es oben hörte. Es lag einfach daran, dass die Granitplatte bis unter die Decke ging und den Schall weitergeleitet hat. Ist schon manchmal seltsam.
Ein Kollege hat eine Wohnung in Paris und hat dort ein Zimmer gedämmt gegen Geräusche. Am besten wäre natürlich eine Dämmung UNTER ihrem Parkett, aber eventuell kann ich mir auch einen schalldichten Raum bauen. Wäre schade um die schönen hohen Decken
Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)
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09.02.2016, 12:46
AW: Obermieterin hat offenbar psychische Probleme
da fällt mir wieder der abgekaute Spruch ein: change it, leave it or love it. Lieben musst du weder die Nachbarin noch ihren Lärm, aber wie sehr man darunter leidet, hängt schon sehr von der persönlichen Einstellung ab.
Ich will damit deine Belastung keineswegs kleinreden, ich habe selbst lange unter Nachbarschaftslärm gelitten. Aber dann eben gelernt: man kann angespannt auf den nächsten Eklat warten oder davon aus dem Schlaf gerissen werden und dann stundenlang wach liegen. oder lernen, sich damit abzufinden. Meiner Schwester ist der Schlaf so wichtig, dass auch ein Presslufthammer sie nicht zum Aufstehen bewegen kann. ihr unterbewusstsein hat registiert: geht mich nichts an, ich stehe nicht auf.
eine zusätzliche Möglichkeit wäre, was schon angesprochen wird und womit professionelle Lärmbekämpfer arbeiten, aber auch Tinnitus-Geschädigte: mit angenehmen Geräuschen/Klängen gegensteuern; Profis haben da ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten


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