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    Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Hallo,

    ich habe vor ca. 2 Jahren unser Haus übernommen. Finanziell klappt es ganz gut, allerdings macht es mir auch ein wenig Angst, da ich die Sorge habe, dass mal grössere Reparaturen oder ähnliches kommen, die ich vom laufenden Gehalt nicht decken könnte. Rücklagen habe ich fast keine.

    Das Haus ist jetzt 10 Jahre alt, wir haben es selbst gebaut, die Materialien sind sehr hochwertig.

    Nun habe ich gelesen, dass man einen Instandhaltungsfonds anlegen kann, aus dem solche Ausgaben gedeckt werden können. Kann man darauf jederzeit zugreifen? Wie funktioniert so was?

    über Anregungen oder Vorschläge würde ich mich sehr freuen.

    Jagdhund
    Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

  2. Inaktiver User

    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Um Rücklagen zu bilden, brauchst du keinen Fonds. Hast du ein Geldmarktkonto? Lass erstmal einen Dauerauftrag darauf laufen, bis eine gewisse Summe vorhanden ist, groß genug, um dringende Arbeiten sofort erledigen zu können (z.B: kaputte Haustür, kaputter Heizkessel - also ein paar Tausend Euro, die da immer für genau solche Zwecke abrufbar sind).

    Der zweite Schritt wären dann Rücklagen für größere Renovierungen. Im Internet findest du Richtwerte, alle wieviel Jahre Fassade, Dach, Fußböden üblicherweise erneuert werden müssen. Für solche Summen ist es sinnvoll, eine ordentliche Anlage zu suchen. Das kann ein Bausparvertrag sein oder ein Fonds oder sogar ein Anteil in Aktien.

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    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Würdest Du so ein Instandhaltungsfond für Deine Auto anlegen?

    Natürlich werdet Ihr irgendwann erhebliche Instandhaltungskosten haben. Ein gedecktes Dach hält mindestens 50 Jahre, aber Pfannen können bei Orkan zerstört werden, das wird durch Feuer- und Sturmversicherung abgedeckt.

    Eine Heizung hält mindestens 30 Jahre, dann werden Reparaturkosten anfallen oder die Gesetzeslage ändert sich und Ihr müsst austauschen. Die elektrischen Anlagen halten mindestens 40 Jahre, die müssen eigentlich immer erst gemacht werden, wenn der Verbrauch sich erheblich verändert (im Kinderzimmer braucht der inzwischen erwachsene Sohn 100 neue Anschlüsse für sein Equipment). Die Fenster halten normalerweise auch 30 Jahre.

    Eine Rücklage zu bilden ist für jeden Hausbesitzer wichtig, denn unverhofft kommt oft.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Ich habe mir die Differenz zu meiner letzten Mietswohnung ausgerechnet und überweise den Betrag, den ich über hätte auf ein Tagesgeldkonto. Ich habe vor 3 Jahren ein altes Haus gekauft. Mein Kapital ist zum großen Teil beim Umbau aufgebraucht worden.
    Für kleinere Reparaturen hat sich schon ein guter Betrag angesammelt.

  5. Inaktiver User

    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Ein Instandhaltungsfonds wird von Eigentümern einer Wohnhausanlage gebildet; in diesen zahlen die Eigentümer eine angemessene Rücklage für künftige Sanierungsmaßnahmen ein.
    Dies ist nichts anderes als ein "Spartopf" für den Fall, dass renoviert oder repariert werden muss.

    Dein Problem sind doch die nicht vorhandene Rücklagen. Also solltest Du schleunigst welche bilden. Schon kleinere Beträge regelmäßig angelegt bilden mit der Zeit ein finanzielles Polster. Je nach Geldanlage (Sparbuch, Tagesgeldkonto etc.) kannst Du selbstverständlich jederzeit an Dein Geld ran.

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    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Danke für die Antworten.

    Ich muss das alles alleine stemmen, daher die Angst, da ich keine Rücklagen habe. Ich verdiene zwar sehr gut, müsste für Miete genauso viel ausgeben für das, was mir gefallen würde. Daher die Idee, das Haus zu halten.

    Mein Sohn geht seit einigen Monaten an die Uni, kommt nur noch alle paar Wochen am WE nach Hause, sonst bewohne ich es alleine.

    Ein Tagesgeldkonto habe ich, allerdings sind die Zinsen ja mehr als dürftig und es fungiert ehr als "kleines Extra für mich", nicht für das Haus.

    Habe auch schon darüber nachgedacht die Nebenkosten pro Monat auszurechnen und auf ein extra Konto zu stellen. Ich habe zwar eine Tabelle, in der alles drinsteht, und trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wenn dann ein grosser Betrag abgebucht wird, z.B. für Versicherung (aber das ist wieder ein anderes Thema).

    Wie gesagt, das Haus ist sehr hochwertig gebaut, keine billigen Materialien, Heizung hochwertig, stabile Holzfenser und Vollholztüren, hochpreisige Fliesen. Ich bin aber ein sehr ängstlicher Mensch, daher die Sorge, dass "was Grösseres" kommen könnte.
    Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile: wie absurd!
    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

  7. User Info Menu

    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Die Angst, besser die Befürchtung, kann Dir keiner nehmen - schon gar nicht eine Versicherung. Erst im Schadensfall würdest Du erfahren, das genau der Schaden im Kleingedruckten ausgeschlossen wurde.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Zitat Zitat von Jagdhund Beitrag anzeigen
    Ich muss das alles alleine stemmen, daher die Angst, da ich keine Rücklagen habe.

    Wie gesagt, das Haus ist sehr hochwertig gebaut, keine billigen Materialien, Heizung hochwertig, stabile Holzfenser und Vollholztüren, hochpreisige Fliesen. Ich bin aber ein sehr ängstlicher Mensch, daher die Sorge, dass "was Grösseres" kommen könnte.
    Kannst Du in den nächsten Jahren, bis größere Reparaturen erwartungsgemäß auftreten, überhaupt angemessene Rücklagen bilden?
    Falls nicht, solltest Du Dich mit der Frage auseinandersetzen, ob Du Dir dauerhaft ein Haus leisten kannst.

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    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Leisten kann ich es mir schon, wie gesagt, ich verdiene recht gut, arbeite auch nicht in Deutschland. Die Frage, die sich stellt - und die in den nächsten Monaten geklärt werden sollte - ist eher die, ob ich es mir leisten WILL!

    Bis dahin möchte ich aber schonmal was tun. Für eine Eigentumswohnung müsste man ja auch Rücklagen bilden.

    Im Moment erscheint mir der Berg Haus verkaufen, Wohnung suchen (für die ich in unserer Gegend fast oder sogar den kompletten Hauspreis bezahlen müsste), gleichzeitig über einen gewissen Zeitraum beides finanzieren usw. noch etwas hoch.
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    LA BRUYÈRE (Pascal Mercier, Der Klavierstimmer)

  10. gesperrt

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    AW: Instandhaltungsfond oder ähnliches

    Damit du keine bösen Überraschungen die nächsten Jahre erlebst, kannst du deine Sparrate erhöhen, z.B. von 50 Euro auf 100 Euro.
    Wenn du eine Sonderzahlung oder Prämie aufgrund deiner Arbeit bekommst, dann wäre es sinnvoll, die Hälfte auf das "Hauskonto" zu packen. Je schneller dein "Instandhaltungsfond" sich der 100.000 Euro Grenze nähert, desto sicherer wirst du dich fühlen. Das Geld ist ja nicht verloren, sondern für Notfälle einsatzbereit.

    Bei einem Eigenheim könntest du auch über andere "Einnahmequellen" nachdenken. Z. B. kannst du ein Zimmer als Gästeunterkunft anbieten, was dir in einer Mietwohnung untersagt werden könnte.

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