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10.10.2013, 15:12
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
Geändert von lara3388 (10.10.2013 um 15:20 Uhr)
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10.10.2013, 15:14Inaktiver User
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
Ein Stück weit hast du natürlich recht: Die Annahme, dass mit der Pflegeversicherung alle Kosten gedeckt würden, war verbreitet, als die Versicherung vor Jahren eingeführt wurde. Mittlerweile sollten wir alle das besser wissen - und ggf. privat vorsorgen.
Das grundlegende Problem mit der Pflegeversicherung werden wir hier im Forum nicht lösen. Das ist Sache der Politik (wobei es jedem freisteht, sich politisch zu engagieren - tun leider zu wenige).
Und heftiges Schimpfen löst dein spezielles Problem nicht.
Fachmännsichen Rat einzuholen, wurde dir hier schon mehrfach geraten.
Ich rate dir auch, dir gemeinsam mit deiner Mutter Pflegeheime in der Umgebung anzusehen, mit Mitarbeitern zu sprechen, aber auch mit Angehörigen der Bewohner. Es gibt teuere Heime, die lausig arbeiten, und es gibt preiswerte Einrichtungen, die sich liebevoll um die Bewohner kümmern. Deine Mutter hat, so lange sie noch fit ist, die Chance, zu entscheiden, wohin sie einmal möchte - und sie hat die Möglichkeit, sich frühzeitig auf eine Warteliste setzen zu lassen.
Möglicherweise kann es auch eine Option sein, eine Pflegekraft einzustellen. In einem Haus mit 100 Quadratmetern Wohnfläche sollte Platz genug sein, dass jemand bei euch (kostenfrei) wohnen kann. Pflegegeld und Rente der Mutter reichen dann u.U. für die Entlohung aus.
Wobei mir immer noch nicht ganz klar ist, wovon du dann lebst, wenn die Rente deiner Mutter für die Pflege draufgeht... aber darüber möchtest du ja nicht diskutieren.
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10.10.2013, 15:16Inaktiver User
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10.10.2013, 15:20
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
Stimmt. Schenkung=Überschreibung. Spielt natürlich... die Hauptrolle. Sorry, Fehler von mir.
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10.10.2013, 15:22Inaktiver User
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
Ok. Das Hauptproblem ist, dass man eben nicht in die Zukunft sehen kann. Und das so ein Haus nicht eben nur einfach da ist, sondern auch laufende Kosten verursacht.
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10.10.2013, 15:26
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
In dem Punkt bin ich ganz deiner Meinung! Man wird gezwungen, jahrelang in eine Pflegeversicherung einzuzahlen, die im Ernstfall noch nicht einmal die Kosten deckt. Ein großer Teil der Bevölkerung stirbt bevor er die Gelegenheit hatte, ein Pflegeheim von innen zu betrachten. Pflegedienste holen das Maximum aus der Pflegeversicherung heraus, auch wenn die Leistung für die Betroffenen gar nicht hilfreich ist, sondern nur dem Pflegedienst und nicht dem Patienten nutzt.
Ich habe das alles mit meinem Vater durch. Ein halbes Jahr als Pflegefall mit Pflegedienst und Angehörigen. Der Pflegedienst greift die ganzen Leistungen für sich ab und die Angehörigen arbeiten umsonst, obwohl sie viel mehr Zeit investieren.
Meine Mutter war so "rücksichtsvoll", ohne Pflegebedürftigkeit zu versterben. Also wurden von den Beiträgen zweier ein halbes Jahr Pflegedienst finanziert, wir die Familie, Freunde und Nachbarn, die die meiste Zeit investierten, gingen leer aus. Das hätten wir privat wirklich besser organisieren können, wenn es gar keine Pflegeversicherung gegeben hätte! Diese letzte Säule der Sozialversicherung war eine Einladung zur Abzocke durch windige Geschäftemacher, eine Möglichkeit, Sozialhilfe zu sparen für die Gemeinden, sie nutzt aber kaum einem Betroffenen wirklich! Sie finanziert Leistungen, die wenig nutzen und die fast keiner haben will. Meinem Vater haben sie einen Wannenlifter ins Bad gepackt. Das letzte was er, so krank wie er war, wollte, war baden. Er hat sich geweigert, er wurde nie benutzt. Bezahlt aber schon!
Ich hätte mir gewünscht, dass einer vom Pflegedienst dann vorbei kommt, wenn die Windel voll ist. Das war "leider" nicht organisierbar. Aber Bütterchen schmieren und unnütze Wannenlifter beschaffen, das ging!
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10.10.2013, 15:32
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
Ja, stimmt. Vieles ginge privat organisiert besser.Aber das kann der staat ja nicht, sich einfach raushalten,
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10.10.2013, 15:32Inaktiver User
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
Das ist ja nun mal das Grundprinzip einer Versicherung: Dass viele einzahlen, aber u.U. nur wenige davon profitieren.
Ich kenne viele Hausbesitzer, die jahrzehntelang in die Brandversicherung eingezahlt haben, ohne dass ihr Haus auch nur einmal abgebrannt ist. Und ich fahre seit über 30 Jahren 'Auto und habe genauso lange eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung - die ich bisher noch nie gebraucht habe.
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10.10.2013, 15:36Inaktiver User
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
Niemand zwingt dich, einen Pflegedienst in Anspruch zu nehmen und dafür auf die Pflegeversicherung zurückzugreifen. Wenn du der Meinung bist, dass du das privat besser organisieren kannst, dann kannst du das tun. Selber pflegen, polnische Hilfe, russische Putzfrau... dafür gibt es das Pflegegeld.
Ob das für die Pflegebedürftigen immer die bessere Lösung ist... naja.
Ich persönlich habe mit den Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes übrigens bisher nur gute Erfahrungen gemacht.
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10.10.2013, 15:36
AW: Mutter ins Pflegeheim-muss das Haus verkauft werden?
Eben. Das nennt sich Solidargemeinschaft.
Es ist aber nicht jedem gegeben, das Prinzip zu erfassen.
Leider wird es von manchen als Selbstbedienungsladen missverstanden.
Dagegen schützt sich die Solidargemeinschaft dann eben durch Regelung und Überwachung.
Ich bin da ganz gelassen. Da können die Ausnutzer so laut schreien und klagen, wie sie wollen.
Sowas ist nur Selbstkundgabe, sonst nichts.


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