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    Eigenheimplanung

    [...]

    Momentan kann ich am Monatsende recht viel zur Seite legen. Das spare ich an, weil wir im nächsten Jahr ein Haus bauen (null Eigenkapital, Vollfinanzierung), das noch eingerichtet werden muss, wenn der Kredit aufgebraucht ist.

    Wenn der Kredit abgetragen werden muss, werden die Fixkosten ordentlich steigen. Dann wachsen unsere Wohnkosten von 600 Euro momentan auf 1500 Euro.
    Die jetzige Zeit, rund 2000 € im Monat "übrig", macht mich (chronisch pessimistisch, alle Szenarien des finanziellen Ruins durch den Kredit im Kopf durchgespielt) recht zuversichtlich, dass wir das finanziell packen können. Auch wenn mir das immer noch Bauchschmerzen macht.

    Die Entscheidung für den Hauskauf (trotz Ausgangssituation: kein Eigenkapital, keine zu erwartenden Auszahlungen irgendwelcher Sparverträge, nichts zu erben, etc.) haben wir nach einem Besuch der Verbraucherzentrale getroffen.
    Dort wurde uns geraten, dass Wohneigentum "in Zeiten unsicherer Renten" (nach aktuellen Standards wären wir beide im Jahr 2055 in Rente) die beste und sicherste Altersvorsorge sei.
    Da wir beide recht gut verdienen, mit 25 noch sehr jung sind und dementsprechend lange Zeit haben, um ein Haus abzubezahlen, sollte das die Altersvorsorge unserer Wahl sein.
    Geändert von wildwusel (22.09.2013 um 23:19 Uhr) Grund: Umzug aus dem Sparforum, "Wieviel Geld habt ihr zur Verfügung"

  2. Inaktiver User

    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Liebe Effi,
    wäre es nicht "billiger", das angesparte Geld als Eigenkapital zu verwenden? Und noch ein, zwei Jahre länger anzusparen? Ich bin keine Expertin, hab aber irgendwie immer im Hinterkopf, daß es mit unter 20% Eigenkapital zu riskant ist, zu finanzieren???

    LG NNMi

  3. Inaktiver User

    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Liebe Effi,
    wäre es nicht "billiger", das angesparte Geld als Eigenkapital zu verwenden? Und noch ein, zwei Jahre länger anzusparen? Ich bin keine Expertin, hab aber irgendwie immer im Hinterkopf, daß es mit unter 20% Eigenkapital zu riskant ist, zu finanzieren???

    LG NNMi
    Zurzeit nicht.
    Man bekommt 1% aufs Tagesgeld, 2% aufs Festgeld und man muss 3% Inflation berücksichtigen.

    Dagegen steht eine Vollfinanzierung über 20 Jahre Laufzeit mit Zinsen von ca. 3,8 % und Sondertilgungsoptionen um die 10% pa der Darlehenssumme.

    Da ist das Ansparen von EK vergleichsweise sinnlos.

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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Das ist eine Sache des Abwägens.
    Mit Eigenkapital zu bauen ist natürlich immer besser und sicherer. Und ich habe so viele schlaflose Nächte mit der Angst verbracht, dass uns genau dieses fehlende Eigenkapital das Genick brechen wird.

    Andersrum nehmen wir jetzt einen Kredit über 350.000 Euro auf. Wir könnten in zwei Jahren maximal 50.000 Euro ansparen, müssten also immer noch 300.000 aufnehmen.
    Wenn sich dann aber in den nächsten 2 Jahren der Zinssatz nur um 1,8% erhöht (es ist nicht gesagt, dass er das tut. Aber unwahrscheinlich ist das auch nicht), würden wir für 300.000 Euro 300 Euro mehr im Monat zahlen, als bei unseren jetzigen 3,2% effektiven Jahreszins für 350.000 Euro.
    2008 lagen die Zinsen meines Wissens irgendwo um die 5%, also ganz abwegig ist es nicht, dass sie in naher Zukunft wieder ein ähnliches Niveau erreichen, vor allem, weil sie jetzt schon wieder ein wenig steigen.

    Wir nehmen jetzt einfach die sehr günstigen Zinsen für Baukredite mit. Natürlich ist das ein Risiko. Vielleicht bleiben die Zinsen so niedrig und wir ärgern uns in 10 Jahren. Das kann sein. Aber vielleicht erholen sich die Märkte, der Leitzins steigt und die Bauzinsen werden wieder teurer. Dann werde ich mich freuen, dass ich genau das Richtige gemacht habe.
    Aber sicher vorhersagen kann ich das jetzt nicht.

    Ich habe aber als verbeamtete Lehrerin auch einen ziemlich sicheren Job. Mein Mann ist natürlich nicht unkündbar, aber in seinem Job, mit seinem noch recht jungen Alter (25) und der Tatsache, dass dies eine der wenigen Branchen mit massiven Nachwuchsproblemen ist, hat er zumindest gute Aufstiegsmöglichkeiten, sodass wir hoffen den Kredit relativ schnell tilgen zu können.

    Und wenn es nicht klappt, dann verkaufen wir halt wieder, bevor das Haus über uns zusammenbricht.
    Das wäre dann natürlich schade und ärgerlich, aber kein Weltuntergang.
    Geändert von EffieBriest (22.09.2013 um 15:29 Uhr)

  5. gesperrt

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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Das klingt nicht so schlecht. Das Hauptproblem sehe ich darin, dass einer allein das nicht wuppen kann, sollte die Beziehung zerbrechen. Ihr solltet also liebevoll miteinander umgehen und euch bei Stress nicht dazu hinreißen lassen, Frust am Partner abzulassen.

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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Ach, ich glaube nach so einer Scheidung hätte ich gar keinen Bock mehr mitten in der Pampa in einem 200 Quadratmeterhaus zu leben ;)

    Abgesehen davon, dass ich im Falle einer Scheidung ganz andere Sorgen hätte, als so ein doofes Haus. Es ist halt nur ein Haus und nichts wichtiges.

    Vielleicht sehe ich das anders, wenn das Haus erst mal fertig ist und da ganz viel Herzblut und Arbeit und Verzicht reingesteckt wurde.

    Aber bisher denke ich, dass wir das Haus eben verkaufen, wenn es nicht mehr passt. Ich baue nicht mit dem Anspruch den Rest meines Lebens dort zu verbringen.
    Dafür ist es auch einfach zu groß.
    Sollten wir uns trennen, dann ist es wieder zu groß, sollten wir keine Kinder kriegen können, könnte der Verkauf des Hauses auch schon recht früh kommen. Sollte der Plan mit den Kindern aufgehen und wir uns nicht entzweien, dann ist das Haus auch erst mal nur so lange angedacht, bis die Kinder wieder raus sind. Sollten wir uns trennen, dann müssen wir eben beide ausziehen.

    Für mich ist dieses Haus in erster Linie eine Altersvorsorge (und natürlich nebenbei auch nett für zukünftige Kinder mit Garten und nicht in einer Großstadt). Ich mache mir keine Sorgen, dass wir es nicht gewinnbringend verkaufen können. Dafür ist die Lage zu gut und die Art wie wir bauen zu glücklich.

  7. gesperrt

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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Ihr wollt mitten in der Pampa ein 200 qm Haus als Altersversorge bauen?

    Da würde ich abraten! Der Trend geht zum Wohnen in der Stadt, keiner will mehr stundenlang pendeln und im Stau stehen. Nimm lieber zentral was kleineres, das Haus jwd wird nach ein paar Jahren nur weit unter Wert zu verkaufen sein.

    Bei Immobilien zählt vor allem die Lage, bei der Ausstattung kann man später noch was machen. Lieber eine gute Lage mit solider Bausubstanz. Den exclusiven Fußboden kannst du auch 10 Jahre später noch verlegen lassen, zuerst tut es auch günstiges Laminat oder ein Teppichboden.

    Das Pampa-Haus lohnt sich nur, wenn du drin bleibst bis zum bitteren Ende.

    Gefragt sind Häuser, die per Staßenbahn- oder U-Bahnnetz einer Großstadt erreichbar sind, möglichst mit der günstigsten oder zweitgünstigsten Preisstufe. Alles andere kannst du zum Schnäppchen-Preis gebraucht bekommen. Sowas lässt sich auch noch runterhandeln, das fragt kaum noch jemand nach.

  8. Moderation

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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    @Effie, es ist meine Erfahrung, je mehr Risiken, Härten und Belastungen man mit einer Anschaffung hatte, desto weniger ist man bereit, sie aufzugeben, wenn's sein muß. Wenn ihr also verhältnismäßig locker und furchtlos finanzieren könnt, wird es euch auch immer leichter fallen, zu sehen, wann es nötig ist, Verluste abzuschreiben oder das Leben zu ändern.

    Eine klare Vertragslage macht's auch einfacher .

    Zur Pampa-Lage: Infrastruktur und Einzugsgebiete ändern sich. Man kann das ein bißchen abschätzen, vor allem, da Infrastrukturplanungen eine lange Vorlaufzeit haben, aber das ist keine exakte Wissenschaft. So ein Bus ist schnell eingesetzt...
    Geändert von wildwusel (22.09.2013 um 16:53 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Ihr wollt mitten in der Pampa ein 200 qm Haus als Altersversorge bauen?

    Da würde ich abraten! Der Trend geht zum Wohnen in der Stadt, keiner will mehr stundenlang pendeln und im Stau stehen. Nimm lieber zentral was kleineres, das Haus jwd wird nach ein paar Jahren nur weit unter Wert zu verkaufen sein.

    Bei Immobilien zählt vor allem die Lage, bei der Ausstattung kann man später noch was machen. Lieber eine gute Lage mit solider Bausubstanz. Den exclusiven Fußboden kannst du auch 10 Jahre später noch verlegen lassen, zuerst tut es auch günstiges Laminat oder ein Teppichboden.

    Das Pampa-Haus lohnt sich nur, wenn du drin bleibst bis zum bitteren Ende.

    Gefragt sind Häuser, die per Staßenbahn- oder U-Bahnnetz einer Großstadt erreichbar sind, möglichst mit der günstigsten oder zweitgünstigsten Preisstufe. Alles andere kannst du zum Schnäppchen-Preis gebraucht bekommen. Sowas lässt sich auch noch runterhandeln, das fragt kaum noch jemand nach.
    Naja, "Mitten in der Pampa" bedeutet in einer stetig wachsenden Kleinstadt (~40.000 Einwohner, Messestadt, Binnenhafen), 10 km vom Ruhrgebiet weg (an A57 und A42), annehmbare Bahnverbindung ins Ruhrgebiet rein, direkt im "Stadtkern" dieses Städtchens.
    Ich wohne jetzt mitten im Ruhrgebiet zentral in der Innenstadt einer Großstadt. Da fühlt sich linksrheinisch eben an wie mitten im Nirgendwo.

    Ich nenne es liebevoll das Auenland. Nur Hobbits unterwegs, aber immerhin schön grün.
    Geändert von EffieBriest (22.09.2013 um 19:24 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Zitat Zitat von EffieBriest Beitrag anzeigen
    Naja, "Mitten in der Pampa" bedeutet in einer stetig wachsenden Kleinstadt (~40.000 Einwohner, Messestadt, Binnenhafen), 10 km vom Ruhrgebiet weg (an A57 und A42), annehmbare Bahnverbindung ins Ruhrgebiet rein, direkt im "Stadtkern" dieses Städtchens.
    Ich wohne jetzt mitten im Ruhrgebiet zentral in der Innenstadt einer Großstadt. Da fühlt sich linksrheinisch eben an wie mitten im Nirgendwo.
    Ist es ja auch. Ich hatte mal Kollegen aus Moers, um deren Fahrerei habe ich sie nicht beneidet. Wer linksrheinisch wohnt, muss auch ständig über eine der überfüllten Brücken.

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