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  1. Inaktiver User

    Geld leihen - generelle Frage

    Hallo zusammen,

    ich versuche mal, mich kurz zu fassen:

    würdet ihr in einen Hauskauf alles an Eigenkapital stecken, was ihr habt und nur die Differenz finanzieren oder doch lieber ein höheres Darlehen aufnehmen und dafür noch etwas Eigenkapital als Notgroschen auf dem Konto lassen?

    Also; kleineres Darlehen, kürzere Laufzeit, aber keine Rücklagen oder doch lieber größere Summe finanzieren, längere Laufzeit in Kauf nehmen, dafür aber im Notfall (Waschmaschine, Auto etc.) flüssig sein?


    Gruß
    calypso

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    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Ich habe alles ins Haus gesteckt bis auf eine kleine Reserve für ein gebrauchtes Auto.
    ich bin schuldenfrei, aber pleite

    Bei meiner Bank habe ich nachgefragt, wieviel ich denn bekommen könnte, für eventuelle Planungen.

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    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Hallo calypso,

    also einen gewissen Notgroschen habe ich zurückbehalten. Der wäre vermutlich noch größer gewesen, wenn ich nicht sicher gewesen wäre, dass im äußersten Notfall meine Eltern mir etwsa leihen könnten. So ganz ohne Netz und doppelten Boden würde ich niemals sein wollen. Ich muss aber auch sagen, dass ich die Elektrogeräte bis auf Waschmaschine (die noch relativ neu ist) alle ausgetauscht habe, so dass an der Front voraussichtlich erst mal kein Ungemach droht. Das Auto ist auch noch nicht so alt und hat erst wenige Kilometer auf dem Buckel. Da könnte eigentlich nur ein Unfall richtig reinhauen. Da ich wenig fahre, halte ich das Risiko noch für halbwegs kalkulierbar. Und ich könnte im Notfall auch eine Zeitlang ohne auskommen. Das sind alles Dinge, die man für sich abwägen muss.

    Ich denke, ein paar tausend Euro sollte man schon noch flüssig machen können im Notfall, aber 10.000 würde ich jetzt nicht unbedingt bunkern, sondern dann lieber gleich wieder anfangen, für zukünftige Notfälle zu sparen.

    Gruß,

    Malina

  4. Moderation

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    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Was ich unbedingt würde vermeiden wollen wäre, zusätzlich zur Hypothek einen zweiten Kredit aufnehmen zu müssen. An der Hypothek wirst du wahrscheinlich länger zahlen als deine Großgeräte, vom Auto bis zur Waschmaschine, leben, es können auch wärhrend der Hypothekenlaufzeit Reparaturen anfallen, und Krankheit (Zahnarzt! teuer!) kann immer passieren.

    Deswegen würde ich mir überlegen, wie lange brauche ich, um neben der Hypothek meine Reserven wieder aufzufüllen? Und was kann wie lange warten? Und die entsprechende Menge Geld zurückhalten. Da das "zurückgehaltene" von deinem Eigenkapital abgeht, schützt es dich auch ein bißchen davor, finanziell auf Kante zu nähen.

    Einzige Ausnahme: Wenn du mit Boden-des-Fasses-auskratzen *ohne* Hypothek hinkommst, lohnt es sich, den letzten Groschen lockerzumachen und noch hinterm Sofa nach Kleingeld zu suchen. Denn Hypotheken haben Nebenkosten, und wenn du nicht abbezahlst, kannst du sehr schnell wieder hochsparen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Hallo,

    erstmal danke für eure Antworten.

    Ich glaube, ich halte es mit Wildwusel, wenn es denn mal akut wird.

    Nee, bar bezahlen könnte ich höchstens eine kleine 2-Zimmer-Wohnung. So 50.000 bis 60.000 € würde ich für ein Haus in meiner Vorstellung dann schon leihen müssen.

    Noch eine Frage im Anschluß:

    welche Kosten werden eigentlich von der Bank finanziert? Nur der Kaufpreis oder auch NK wie Notar, Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, Grundbuch und was da sonst noch so kommt?

    Ich habe mir online mal eine Baufinanzierung angesehen. Da wurde extra erwähnt, dass die NK nicht finanziert werden können.

    Da das ja auch ein großer Brocken ist, müsste man das ja dann auch noch am Gesparten abziehen.

    Gruß
    calypso

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    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Hallo calypso,

    die Kaufnebenkosten solltest Du schon alleine finanzieren können. Selbst bei einer 100%-Finanzierung wird im Normalfall davon ausgegangen, dass damit nur der reine Kaufpreis der Immobilie bezahlt wird, ohne Nebenkosten. Aber natürlich musst Du die Nebenkosten dann von Deinem Eigenkapital abziehen und brauchst dann eben einen entsprechend höheren Kredit. Wobei ich 50.- 60.0000 jetzt eine doch recht überschaubare Summe finde. Da würde ich mir ohne Bedenken noch einen soliden finanziellen Puffer übrig lassen als Notfallreserve.

    Gruß,

    Malina

  7. Inaktiver User

    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Ja, das dachte ich mir schon.

    Und 50-60.000 € sind vielleicht überschaubar, aber wenn jemand (also ich ) noch nie größere Schulden hatte, dann ist das schon ein Riesenberg, den man nicht mal so nebenbei abträgt.
    Ganz klar gesagt: ich habe schon Angst davor, dass irgendwas passiert (Arbeitslosigkeit, Krankheit...) und ich den Rest meines Lebens mit Schulden leben muss.

    "No risk, no fun" war noch nie mein Motto, aber vielleicht sollte ich es einfach mal versuchen.

    Gruß
    calypso

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    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Hallo calypso,

    es kommt ja auch ein wenig darauf an, wie alt Du bist und wie hoch Du Deine monatliche Abtragung wählst. Normalerweise kann man im Kreditvertrag auch eine flexible Anpassung der monatlichen Raten vereinbaren. D.h. wenn wirklich was Unvorhergesehendes passiert, kannst Du die monatliche Belastung auch erst mal senken, auch wenn sich dadurch die Kreditkosten insgesamt verteuern.

    Ich hatte bis zum Wohnungskauf auch noch nie Schulden und bin kein sonderlich risikofreudiger Mensch. Aber ich habe mir gesagt, ich hab einen ziemlich sicheren Job (nach allem was ich derzeit absehen kann), ein festes Einkommen und kann die monatlichen Raten gut bezahlen. Wenn wirklich was Gravierendes passiert, muss ich halt weitersehen. Notfalls wird die Wohnung wieder verkauft. Das täte mir zwar weh, wäre aber kein Weltuntergang. Deshalb würde ich aber immer auf den Wiederverkaufswert achten. Im Zweifel halte ich es für sinnvoller, etwas mehr in eine attraktive Wohnung zu investieren, die man im schlimmsten Fall auch leicht wieder los wird als weniger in eine nahezu unverkäufliche Wohnung.

    Gruß,

    Malina

  9. Moderation

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    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    welche Kosten werden eigentlich von der Bank finanziert? Nur der Kaufpreis oder auch NK wie Notar, Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, Grundbuch und was da sonst noch so kommt?
    Die Bank leiht dir das Geld in Relation zum Wert/Kaufpreis der Immmobilie, ohne Nebenkosten. Wenn die Immobilie also 100K Euro kostet und du 10K Euro Nebenkosten hast, und eine 80%-Finanzierung willst, bekommst du 80K Euro geliehen und zahlst 30K Euro selber.

    Das wichtige ist, daß du ganz schnell in den Bereich kommst, wo du weniger Geld schuldest, als die Immobilie bei einem zügigen Verkauf einbringt. Damit reduzierst du dein "schlimmster-Fall"-Szenario darauf, eine Weile teuer gewohnt zu haben, aber du nimmst nicht deine Schulden noch mit ins Grab. Deswegen ist 20% Eigenkapital grenzwertig -- das ist so etwa der Abstand zwischen Kaufkosten und Verkaufspreis.

    Wenn du finanziell diszipliniert bist, würde ich versuchen, niedrige Raten und hohe Sondertilgungsmöglichkeiten zu vereinbaren: Damit kannst du Jahr für Jahr ein Sparschwein füllen und dann sondertilgen, aber wenn es mal Probleme gibt, hast du noch eine Sparschweinbreite Spielraum.

    Wenn du von dir weißt, daß du dazu tendierst, Geld auzugeben, das da ist, sind höhere Raten (höhere Tilgung) sinnvoll, weil das Geld sofort weg ist und nicht noch verlockend herumliegt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. Inaktiver User

    AW: Geld leihen - generelle Frage

    Ohje, soviele Kleinigkeiten, die zu beachten sind.

    Grundsätzlich bin ich eher Sparer als Verschwender.

    Ich werde mir wahrscheinlich diese Woche das Haus mal von innen ansehen, um einen 1. Eindruck zu bekommen. Ich nehme noch 2 Leute mit, denn 6 Augen sehen mehr als 2. Und wenn wir ein gutes Gefühl haben, gehe ich dann mal zur Bank.

    Hat eigentlich jemand von euch ein Haus über eine Direktbank finanziert? Ich stelle es mir schwierig vor, die Papierangelegenheiten online zu erledigen. Über eine Bank vor Ort ist das sicherlich einfacher, aber vielleicht auch teurer, weil der Service ja auch mitbezahlt werden muss.

    Mir schwirrt jetzt schon der Kopf, obwohl eigentlich noch nix passiert ist.

    Manchmal wünschte ich, ich wäre mehr Bauch- und weniger Kopfmensch.

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