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  1. Inaktiver User

    AW: Ausgleichszahlung zur Rentenminderung

    Ich zahle, seit ich 50 bin, jährlich den höchstmöglichen Betrag ein, der steuerlich absetzbar ist. Bis dahin hatte ich diesen Freibetrag nie ausgenutzt, weil ich weder riestere noch andere geltende Altersvorsorgeausgaben habe. Mit dieser Steuerersparnis hat sich bei mir die Einzahlung mit Anfang 80 amortisiert.

    Aber darum geht es mir wenig bis gar nicht.

    Es geht mir vielmehr um den Sicherheitsbaustein bzgl. Diversifizierung, und um Einfachkeit in der Handhabung.

    Ich bilde mir Rücklagen mit der Pantoffelmethode der Stiftung Finanztest, und da fahre ich Risikoklasse HOCH, d.h. habe nur 20-25% meiner Mittel auf Festgeld- und Tagesgeldkonto. Und meine Invests habe ich nicht alle im Welt-ETF, sondern auch einen größeren Schwerpunkt in IT, weil ich überzeugt davon bin, dass der IT-Hunger v.a. der Wirtschaft, der Jungen und der Schwellenländer uferlos ist. IT-ETFs laufen seit Jahren deutlich besser als der Welt-ETF.
    Da mir diese Strategie gefällt, möchte ich sie beibehalten, aber gleichzeitig einen Teil meines Vermögens dauerhaft in Sicherheit bringen.
    Dafür finde ich die Rentenkasse ideal. Sie schützt sowohl vor einem Welt-Börsencrash wie auch bei Euro-Verfall und Inflation.
    Einzig wenn in Deutschland die Demokratie abgeschafft würde, würde das Prinzip nicht mehr gelten, dass derjenige mehr Rente bekommt, der mehr einbezahlt hat. Und bei diesem Szenario wäre dann auch anderes Eigentum nicht mehr sicher.

    Eine private Rentenversicherung böte diese Sicherheit nicht, und zudem hätte ich einen weiteren Provider an der Backe, der lebenslang zusätzlichen Papierkram mit sich brächte..
    Für Wohneigentum bin ich nicht der Typ, zumal ich mich im Alter voraussichtlich räumlich und in Richtung Verkleinerung verändern möchte.
    Mieteinnahmen möchte ich auch nicht generieren, weil da wiederum Verwaltung und Mietnomaden-Risiko dranhängt.

    Quintessenz: Wie bei manch anderen Geldanlagen auch, geht es bei der Thread-Frage längst nicht nur um die Rendite...

  2. Inaktiver User

    AW: Ausgleichszahlung zur Rentenminderung

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Im Endeffekt ist das doch immer das gleiche, du wettest bei einer Versicherung darauf, dass du älter wirst als die Statistik sagt. Wenn du Betrag X einzahlst, wenn du ungefähr 60 bist, kommst du so ungefähr ab 85-87 in die Gewinnzone, wenn man das so nennen will. Kannst du auch bei einer privaten Rentenversicherung abschliessen mit Auszahlung des Restbetrags an Hinterbliebene.
    Beispiel: bei einer einmaligen Einzahlung von 30.000 Euro bekommst du 95 Euro monatlich und ab Monat 316 bist du dann in der „Gewinnzone“ macht 26,3 Jahre.
    Von mir fett gesetzt!!


    Ungefähr 20 Jahre.
    Wenn man also mit 63 in Rente geht, "sollte" man mindestens 83 werden.

    Aber die Berechnung hat viele Parameter, nicht nur die eine Summe.
    Steuern und sonstige Abgaben sollte man auch berücksichtigen.

    Pauschal ist das Ganze schwer zu beantworten, weil es immer auf den konkreten Fall kommt.

  3. Moderation

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    AW: Ausgleichszahlung zur Rentenminderung

    Zitat Zitat von northsummer Beitrag anzeigen
    Stand von Euch schon mal jemand vor der gleichen Entscheidung und warum habt Ihr den Ausgleichsbetrag (nicht) gezahlt? Was war dabei für Euch ausschlaggebend?
    Ich habe vor, das demnächst in Angriff zu nehmen. Mein Plan, wenn ich die Zahlen (einschließlich steuerlicher Auswirkungen) weiß, ist, sie auf folgendes abzuklopfen

    Kann ich von meiner Rente ohne die Ausgleichszahlung leben, wie ich es mir vorstelle? Auch, wenn ich 100 werde?

    Plane ich Sachen, für die ich einen Batzen Geld in der Hand haben muß? (z.B altersgerechte Umbauten)

    Wie alt müßte ich werden, um mit der Ausgleichszahlung besser dazustehen als wenn ich das Geld unter meiner Kontrolle halte? (Dazu muß ich natürlich abschätzen, wie alt ich erwarte zu werden, und wieviel Ertrag/Risko meine geplante Anlage bietet, deswegen werde ich ein paar "Extremfälle" (ich werde 100, ich erwirtschafte null Rendite) mit berechnen.)

    Und dann mal gucken, was die verschiedenen Szenarien sagen.

    ---

    Wie Galah würde ich die Zahlung nicht getrennt von meinem Portfolio, oder meiner Finanzplanung im Ganzen sehen.
    Geändert von wildwusel (24.10.2020 um 17:40 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Ausgleichszahlung zur Rentenminderung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Von mir fett gesetzt!!


    Ungefähr 20 Jahre.
    Wenn man also mit 63 in Rente geht, "sollte" man mindestens 83 werden.
    ...
    Ich hatte 26,3 Jahre ausgerechnet. War zwar nur ein Beispiel, und nur bei einer Versicherung, nicht bei mehreren, allerdings: mit 20 Jahren wird’s nicht hinkommen oder der Betrag wäre deutlich geringer. Bei meinem Beispiel waren das 30.000 Einmalzahlung für 95 Euro mtl. Rente.

    Das ganze Glück der Erde liegt in der Immunität der Herde.
    .

  5. Inaktiver User

    AW: Ausgleichszahlung zur Rentenminderung

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Ich hatte 26,3 Jahre ausgerechnet.

    Ich beziehe mich auf Ausgleichszahlungen an die GRV, nicht auf private Versicherer.

  6. Moderation

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    AW: Ausgleichszahlung zur Rentenminderung

    Man sollte auch noch den eigenen Umgang mit Geld einkalkulieren, nämlich ob man jemand ist, der Geld ausgibt, wenn es da ist oder ob man es sich gut selbst einteilen kann.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Ausgleichszahlung zur Rentenminderung

    Ich hatte mir das auch schon mal ausrechnen lassen und möchte es in 3 Jahren machen, vorher geht es vernünftigerweise nicht, weil ich bis dahin bereits eine private Versicherung steuerlich absetze.
    Wichtig ist vielleicht noch, dass man nicht früher in Rente gehen muss, sondern sich auch nach der Einzahlung entscheiden kann, länger zu arbeiten.
    Die Altersrente erhöht sich dann eben, was ja auch Sinn machen kann, ist auch der einzige Weg, Geld in die DKV einzuzahlen, wenn man pflichtversichert ist.

  8. User Info Menu

    AW: Ausgleichszahlung zur Rentenminderung

    Ich habe mich mit dem Thema Ausgleichszahlungen auch beschäftigt. Für mich als Single mit Lohnsteuerklasse 1 sind Ausgleichszahlungen nicht sinnvoll. Wenn ich zeitnah sterbe, wäre das eingezahlte Geld der Ausgleichszahlung weg. Einen Witwer gibt es nicht und wird es auch nie geben.

    Ich gehe mit Abschlägen in Rente, weil es sichfür mich nicht steuerlich lohnt, länger zu arbeiten, viel Lohnsteuer zu zahlen, die ich durch die jährlichen Einkommenssteuererklärung kaum zurück bekomme. Die durch das länger arbeiten erhöhte Rente müsste ich dann auch erhöht versteuern, viele Jahre.

    Als AE-Mutter ist man steuerlich im Vergleich zu verheirateten Paaren sehr schlecht gestellt, Dagegen gibt es schon seit Jahren div. Proteste, es sollte sich was ändern, tut es aber nicht. Von daher muss ich genau rechnen, was sich für mich lohnt und was nicht.

    Also zahle ich letztendlich nur drauf, wenn ich länger arbeite würde, fast bis zum 67 Lebensjahr, von der Lebensqualität ganz zu schweigen. Denkt also an die Steuern, gerade wenn ihr Single seit. Bei verheirateten Paaren kann sich das eher lohnen.

    Das Geld gebe ich lieber jetzt so aus, tue mir gutes, mein Kind bekommt vorab immer wieder was zugesteckt.

    Plus minus gerechnet, komme ich also viel besser weg, wenn ich mit Abschlägen in Rente gehen, mir dazu noch einen 450 Euro Job suche, vielleicht ist der dann auf 500 Euro erhöht. Dafür zahle ich keine Steuern, habe mehr Geld, als mit mit dem alten Job zur Verfügung und! eine bessere Lebensqualität, bin einfach frei.

    Wenn ich einen besseren Chef hätte, würde ich vielleicht länger arbeiten, aber ich bin froh, wenn ich aus dem Job dann raus bin.
    Geändert von Wildeblume (14.11.2020 um 10:06 Uhr)

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