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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Es ist immer eine sehr individuelle Entscheidung, für welche Risiken man sich absichern möchte und welche man eben aus eigener Kraft stemmen kann.

    Mein Mann hat eine ähnliche Rechnung wie Du aufgestellt und das ist auch ok, zumal seine Einnahmen im Alter deutlich höher ausfallen werden, als meine. Bei ihm würden die Ersparnisse also deutlich länger reichen.

  2. Inaktiver User

    AW: Pflegezusatzversicherung

    Mein Mann und ich haben schon alles in einen Topf geworfen und dann gerechnet. Wobei ich allein im Moment die deutlich besser Abgesicherte bin. Wir haben allerdings nur mit dem gerechnet, was heute vorhanden und erreicht ist, bei meinem Mann kann sich da noch so einiges ändern.

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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Update.
    Heute habe ich meine Pflegetagesgeldversicherung gekündigt. Vorausgegangen ist eine weitere Beitragserhöhung um knapp 19 Prozent. Ich würde nun 134,73 Euro pro Monat zahlen, damit ist meine persönliche Schmerzgrenze erreicht.

    Gestartet habe ich 2012 mit 54 Euro Beitrag. Das ist ein Betrag, wo ich mir sagte, die 54 Euro ist es mir wert im Pflegefall 2100 Euro pro Monat zu bekommen. Der Beitrag blieb auch bis 2017 stabil, aber dann ging es fast jedes Jahr weiter nach oben. Insgesamt ergibt das eine Beitragssteigerung von 167 Prozent und jetzt reicht es mir. Die Diskussion um die Bezahlung der Pflegekräfte wird weitere finanzielle Anpassungen nach sich ziehen. Wo mein Beitrag wohl in 10 Jahren sein wird? Bei 200+ Euro?

    Schluss damit. Ich packe das gesparte Geld in einen ETF-Sparplan (bzw Aktien) und lasse es dort liegen. Das ergibt in 20 Jahren bei 5 Prozent Wertentwicklung und 10 prozentiger Dynamik (also ungefähr die bisherige Entwicklung meiner Versicherung) ca 138.000 Euro vor Steuern. Dann bin ich 77 Jahre und hoffentlich immer noch nicht pflegebedürftig (zumindest meine Eltern waren das zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht). Jedes weitere Jahr ohne Pflegebedarf lässt das Wertpapiersparen noch attraktiver werden.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  4. Inaktiver User

    AW: Pflegezusatzversicherung

    Nocturna, die Entscheidung kann ich gut verstehen.
    Das eingezahlte Geld ist nun aber völlig verloren - oder erhält man bei dieser Versicherung Teile der eingezahlten Beträge zurück?

  5. Inaktiver User

    AW: Pflegezusatzversicherung

    Gute Entscheidung. Das würde vielen schwer fallen, da Schluss zu machen, gut und sehr sinnvoll, dass du es kannst.

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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das eingezahlte Geld ist nun aber völlig verloren - oder erhält man bei dieser Versicherung Teile der eingezahlten Beträge zurück?
    Das Geld ist weg. Die Pflegezusatzversicherung ist eine reine Risikoversicherung.
    Falls ich etwas von den Genen meines Vaters erwischt haben sollte, der 97jährig verstorben ist und nur 3 Monate pflegebedürftig war, wäre das eine super Sache für die Versicherung. Und bei meiner Mutter, die jetzt 5 Jahre eine Pflegestufe hat, wäre es auch ein reines Draufzahlgeschäft gewesen, da es bei Stufe 2 in meinem Tarif gerade mal 420 Euro Auszahlung gibt.

    Ich ärgere mich nur, dass ich nicht schon letztes Jahr die Notbremse gezogen habe, als der Beitrag über 100 Euro monatlich gesprungen ist.

    Ich will hier übrigens keinem seine Versicherung madig machen. Allerdings ist die Notwendigkeit einer Pflegeversicherung gesunken. Dank der Regelung, dass Kinder erst ab einem Einkommen von 100.000 Euro für die Pflege der Eltern einspringen müssen, ist der Vermögensschutz der Kinder kein Zugpferd mehr. Wer damit leben kann, dass das eigene Vermögen für die Pflege draufgeht, braucht keine Versicherung. Und dass man ohne eigene finanzielle Mittel in der Besenkammer vom Pflegeheim landet, ist auch nicht zu befürchten.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Update.
    Heute habe ich meine Pflegetagesgeldversicherung gekündigt. Vorausgegangen ist eine weitere Beitragserhöhung um knapp 19 Prozent.
    Ich stehe vor dem gleichen Dilemma. Habe ebenfalls eine Erhöhung um 19 % erhalten (ist eventuell der gleiche Tarif) und habe seit Vertragsbeginn 2016 eine Beitragserhöhung um 50 % erfahren. (bei mir von 56 EUR auf 84 EUR) Das Tagegeld beträgt 60,00 pro Tag und wird wie bei Nocturna je nach Pflegegrad zu einem festgelegten Satz ausgezahlt. Allerdings läuft die Beitragszahlung weiter, heißt, wenn ich in 20 Jahren Pflegegrad 2 hätte und nicht im Heim untergebracht bin, erhalte ich lediglich 25 %, also im Monat 450,00 EUR. Dieser Betrag reduziert dann um die zu zahlende Prämie, die in 20 Jahren bei ??? liegt. Vielleicht zahlt man mehr, als man erhält. Und hat bis dahin ja schon > 20.000 gezahlt. Lediglich im Heim gibt es ab Pflegegrad 2 direkt den vollen Betrag von 1800 EUR.

    Das macht alles nicht mehr wirklich Sinn für mich. Vor allem verstehe ich diese enorme Preissteigerung bei einem Tagegeldtarif nicht. Der Versicherer ist doch von Preissteigerungen in der Pflegebranche in solch einem Tarif garnicht betroffen, sondern zahlt den festgelegten Betrag, egal was das Heim oder ein Pflegedienst kostet. Er wäre nur betroffen, wenn sich die Einstufung der Versicherten in die Pflegegrade so verschiebt, dass diese viel schneller eine höhere Pflegestufe bekommen als in der Vergangenheit.

    Fazit: Ich ärgere mich massiv, fühle mich regelrecht vom Versicherer aus dem Tarif gemobbt (mir fällt grad kein besseres Wort ein), weil man keine Chance hat, die Prämie stabil zu halten oder die Versicherung umzudecken. Zu 95 % werde ich auch kündigen, ich muss nur noch die 5 % Skrupel wegen der verlorenen bereits gezahlten Prämie runterwürgen.

    LG Zapata

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