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    Restschuldversicherung

    Hallo zusammen,

    wir - mein Mann und ich - möchten schon seit Längerem eine Restschuldversicherung abschließen. Nun, in Zeiten von Corona, wollen wir das ziemlich bald tun, aber ich habe ein paar Fragen dazu.
    Hintergrund: Wir haben einen Hauskredit iHv 250k Euro, von dem noch 150k zu tilgen sind. Dies sollte in den nächsten 10 Jahren passieren. Wir sind 42 (ich) und 48 (mein Mann). Mein Mann und ich arbeiten beide. Der Kredit ist so ausgelegt, dass er auch mit 1 VZ Gehalt zu tilgen ist. Wir haben ein Kleinkind. Durch das Kind könnte ein evtl Übrigbleibender kaum bzw. nur mir größeren Problemen VZ arbeiten.

    Wir möchten verhindern, dass im Ernstfall der Überlebende von uns das Haus verliert, da es nicht zu halten ist. (Wir haben viel reingesteckt außer diesem Kredit, sowohl Geld als auch Arbeit. Es ist deutlich mehr wert als die Kreditsumme). Zudem möchten wir sicherstellen, dass im Extremfall (wir sterben beide) unsere Tochter das Haus nicht verliert, sondern es schuldenfrei bekommt.

    Ich suche gerade nach Anbietern. Ein Freund von uns hatte große Probleme, die Risikolebensversicherung seiner Frau, die bei einem Autounfall starb, auszahlen zu lassen, daher bin ich vorsichtig. (Ihr wurden von der Versicherung Suizid-Absichten unterstellt, was der größte Unfug ist, den man sich vorstellen kann. Er hat zum Glück Recht bekommen, aber allein, sich mit sowas in diesem Fall rumschlagen zu müssen, war der Albtraum).

    Meine Fragen (ich habe schon gegoogelt, aber so richtig schlau wurde ich nicht draus. Anrufen will ich erst mit etwas mehr an Infos, sonst erzählen sie mir wer weiß was )
    -Ich nehme an, dass wir die Versicherung so ausgestalten können, dass unsere Tochter im Extremfall (wir sterben beide) trotzdem die Restschuld "los" ist, oder? Sie wäre ja unsere Erbin. Oder braucht man da 2 unterschiedliche Versicherungen, einmal für das Paar, einmal für das Kind? Ich verstehe das bisher so, dass man 1 Begünstigten wählt, man müsste also umstellen auf das Kind, wenn ein Partner verstirbt. Aber was ist, wenn das gar nicht mehr geht?
    -Wird auch im Pandemiefall gezahlt, oder ist sowas dann ein Problem (höhere Gewalt?)? Siehe aktuelle Lage...

    Danke!
    C.

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    AW: Restschuldversicherung

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Meine Fragen (ich habe schon gegoogelt, aber so richtig schlau wurde ich nicht draus. Anrufen will ich erst mit etwas mehr an Infos, sonst erzählen sie mir wer weiß was )
    Hallo Convallaria,
    wie immer wenn man ein Fragen zu einem Produkt hat, ist die Stiftung Warentest ein guter Anlaufpunkt. Ich darf nicht verlinken, aber Stiftung Warentest hat am 20.1.20 einen ganz aktuellen Vergleich gemacht, Kostenpunkt 4 Euro. Damit würde ich mal anfangen.
    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    -Ich nehme an, dass wir die Versicherung so ausgestalten können, dass unsere Tochter im Extremfall (wir sterben beide) trotzdem die Restschuld "los" ist, oder? Sie wäre ja unsere Erbin. Oder braucht man da 2 unterschiedliche Versicherungen, einmal für das Paar, einmal für das Kind? Ich verstehe das bisher so, dass man 1 Begünstigten wählt, man müsste also umstellen auf das Kind, wenn ein Partner verstirbt. Aber was ist, wenn das gar nicht mehr geht?
    Ein Versicherungsnehmer wird auf das Risiko Tod versichert. Stirbt er, gibt es Geld. Es gibt sogar Versicherungen, die Suizid nach einer Wartefrist von mehreren Jahren versichern. Es ist dabei völlig egal, ob er durch Grippe, Krankheit, Unfall oder Mord stirbt, Hauptsache tot. Der Begünstigte bekommt dann die Versicherungssumme ausgezahlt.

    Normalerweise wird der Hauptverdiener abgesichert. Wenn ihr beide gleich viel verdienst, müsst ihr euch wahrscheinlich beide versichern. Ich weiß nicht, ob es Familientarife gibt. Wenn eure minderjährige Tochter zur Vollwaise wird, bekommt sie einen gerichtlichen Vormund für ihr Vermögen zur Seite gestellt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Restschuldversicherung

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Wir möchten verhindern, dass im Ernstfall der Überlebende von uns das Haus verliert, da es nicht zu halten ist. (Wir haben viel reingesteckt außer diesem Kredit, sowohl Geld als auch Arbeit. Es ist deutlich mehr wert als die Kreditsumme). Zudem möchten wir sicherstellen, dass im Extremfall (wir sterben beide) unsere Tochter das Haus nicht verliert, sondern es schuldenfrei bekommt.
    Bist Du sicher, dass es im Todesfall ein Sondertilgungsrecht gibt ? Das müßte aus Eurem Darlehensvertrag bzw. aus den Geschäftsbedingungen der Bank hervorgehen. Meines Wissens gibt es dieses Recht gesetzlich nur im Falle eines Verkaufes. Und auch dann hat die Bank einen Anspruch auf eine Vorfälligkeitsentschädigung. Der versicherte Betrag sollte also nicht zu knapp gewählt werden.
    Keiner kann verhindern, dass ich klüger werde (Konrad Adenauer).

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    AW: Restschuldversicherung

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Bist Du sicher, dass es im Todesfall ein Sondertilgungsrecht gibt ?
    Aber man kann doch mit dem ausgezahlten Geld der Versicherung die monatlichen Raten bedienen. Und spätestens nach 10 Jahren gibt es auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Restschuldversicherung

    Danke, Ihr Beiden
    Das hilft sehr.

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Hallo Convallaria,
    wie immer wenn man ein Fragen zu einem Produkt hat, ist die Stiftung Warentest ein guter Anlaufpunkt. Ich darf nicht verlinken, aber Stiftung Warentest hat am 20.1.20 einen ganz aktuellen Vergleich gemacht, Kostenpunkt 4 Euro. Damit würde ich mal anfangen.
    Danke für den Tip, das ist ja super! Bin ich überhaupt nicht drauf gekommen, da mal zu schauen
    Ein Versicherungsnehmer wird auf das Risiko Tod versichert. Stirbt er, gibt es Geld. Es gibt sogar Versicherungen, die Suizid nach einer Wartefrist von mehreren Jahren versichern. Es ist dabei völlig egal, ob er durch Grippe, Krankheit, Unfall oder Mord stirbt, Hauptsache tot . Der Begünstigte bekommt dann die Versicherungssumme ausgezahlt.
    Hervorhebung von mir
    Alles klar! Ich hab es bei unserem Freund wie gesagt erlebt, das war nicht schön Aber beruhigend zu hören.

    Normalerweise wird der Hauptverdiener abgesichert. Wenn ihr beide gleich viel verdienst, müsst ihr euch wahrscheinlich beide versichern. Ich weiß nicht, ob es Familientarife gibt. Wenn eure minderjährige Tochter zur Vollwaise wird, bekommt sie einen gerichtlichen Vormund für ihr Vermögen zur Seite gestellt.
    OK, dann müssen wir mal schauen. Ja, wir verdienen etwa gleich viel und würden das gern gegenseitig versichern.

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Bist Du sicher, dass es im Todesfall ein Sondertilgungsrecht gibt ? Das müßte aus Eurem Darlehensvertrag bzw. aus den Geschäftsbedingungen der Bank hervorgehen. Meines Wissens gibt es dieses Recht gesetzlich nur im Falle eines Verkaufes. Und auch dann hat die Bank einen Anspruch auf eine Vorfälligkeitsentschädigung. Der versicherte Betrag sollte also nicht zu knapp gewählt werden.
    Danke auch für diesen Tip, das muss ich mal nachschauen. Ansonsten müsste der Hinterbliebene dann in der Tat aus der Versicherung die Raten bedienen.

  6. Moderation

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    AW: Restschuldversicherung

    Achtet darauf euch über Kreuz zu versichern, damit keine Erbschaftsteuer anfällt.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Restschuldversicherung

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Hervorhebung von mir
    Alles klar! Ich hab es bei unserem Freund wie gesagt erlebt, das war nicht schön Aber beruhigend zu hören.
    Ich würde jedem, der auf einem Haufen Schulden sitzt und die er nur als Paar gemeinsam abtragen kann, dringend zu einer Risiko-LV/Restschuldversicherung raten. Keiner will es hören, aber bereits der Weg zur Arbeit kann alles zunichte machen, wofür man seit vielen Jahren gespart hat und sein Herzblut hineingesteckt hat, nur weil man seine Raten nicht mehr bedienen kann.

    Mein Mann war damals Hauptverdiener und unser Haus war vollfinanziert. Zeitgleich mit dem Kreditvertrag habe ich für ihn eine Risiko-LV abgeschlossen, eine BU übrigens auch. Wenn es zum schlimmsten Fall gekommen wäre, hätte mir zwar keiner das seelische Leid abnehmen können, aber finanziell wäre ich dann über Nacht zur reichen Witwe geworden. Immerhin. Keine Sorge übrigens, mein Mann lebt noch!
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Restschuldversicherung

    Wir haben beide eine Risiko-LV und konnten bei Abschluss nicht nur einen Begünstigten eintragen lassen.

    Wir konnten einen oder mehrere Begünstigte eintragen oder einfach nur „gesetzliche Erbfolge“.

    Meine muss sich mein Mann mit unseren Kindern teilen. Wie genau, ist auch aufgeschlüsselt.

    Die Versicherungssumme nicht zu knapp wählen. Es muss nicht nur die Bank bedient werden, auch eventuell anfallende größere Reparaturen mit bedenken.

    Und! Die Versicherungen zahlen selten direkt im ersten Monat nach Abschluss, sondern erst nach einer gewissen Wartezeit.

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    AW: Restschuldversicherung

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Aber man kann doch mit dem ausgezahlten Geld der Versicherung die monatlichen Raten bedienen. Und spätestens nach 10 Jahren gibt es auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht.
    Stimmt. Daran hatte ich nicht gedacht.
    Keiner kann verhindern, dass ich klüger werde (Konrad Adenauer).

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    AW: Restschuldversicherung

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Achtet darauf euch über Kreuz zu versichern, damit keine Erbschaftsteuer anfällt.
    Danke! Das kannte ich gar nicht, den Ausdruck, wieder was gelernt

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Wenn es zum schlimmsten Fall gekommen wäre, hätte mir zwar keiner das seelische Leid abnehmen können, aber finanziell wäre ich dann über Nacht zur reichen Witwe geworden. Immerhin. Keine Sorge übrigens, mein Mann lebt noch!

    Wir haben es bisher echt schleifen lassen, aber nun werden wir das angehen.

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Wir haben beide eine Risiko-LV und konnten bei Abschluss nicht nur einen Begünstigten eintragen lassen.

    Wir konnten einen oder mehrere Begünstigte eintragen oder einfach nur „gesetzliche Erbfolge“.

    Meine muss sich mein Mann mit unseren Kindern teilen. Wie genau, ist auch aufgeschlüsselt.

    Die Versicherungssumme nicht zu knapp wählen. Es muss nicht nur die Bank bedient werden, auch eventuell anfallende größere Reparaturen mit bedenken.

    Und! Die Versicherungen zahlen selten direkt im ersten Monat nach Abschluss, sondern erst nach einer gewissen Wartezeit.
    Danke dir für die Tipps und Erfahrungen!

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