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  1. Registriert seit
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Von Ausnahmen abgesehen ist m.W. sowieso der qualifizierteste Praktiker in aller Regel der Oberarzt.
    Chefärzte operieren gar nicht mehr soviel, wie hier auch schon erwähnt wurde.

    Edit: das mit dem Oberarzt wurde auch schon erwähnt, seh ich grad.
    Ja, gut ist auch, wenn er einigermaßen ausgeschlafen ist. :-)

  2. Avatar von VanDyck
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Zitat Zitat von Colour Beitrag anzeigen
    Ja, gut ist auch, wenn er einigermaßen ausgeschlafen ist. :-)
    Okay, das könnte wiederum (so manches Mal) gegen den Oberarzt sprechen,
    das hatte ich nicht bedacht.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile


  3. Registriert seit
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Ich bin jetzt doch überrascht über diese einhellige Meinung der Schwarmintelligenz.

    Gibt es hier wirklich niemanden, der für die Chefarztbehandlung plädiert?

    Wofür gibt es das dann (noch)? Wieso zahlen die privaten Kassen das? Wer will das?

    Oder ist das so ein Statusding aus eigentlich vergangenen Zeiten?

  4. Moderation
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Okay, das könnte wiederum (so manches Mal) gegen den Oberarzt sprechen,
    das hatte ich nicht bedacht.
    Aber mehr noch gegen den Assistenzarzt...

    Möglicherweise ist das wirklich ein Relikt aus der Zeit, als der Chefarzt mehr Zeit mit arzten und weniger mit managen verbrachte, und aufgrund seiner größeren Erfahrung die komplizierten Behandlungen durchführte.

    Allein dadurch, daß diese Privileg heute käuflich ist, fällt der "macht die komplizierten Behandlungen" Grund weg. Er macht vor allem die Behandlungen, die zum Chefarzttarif bezahlt werden, und dann noch die, die er persönlich interessant genug findet, um sie zu machen.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (18.07.2019 um 15:02 Uhr)

  5. Avatar von Pinguine-haben-Knie
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Mein Knie hat beide Male der Chefarzt operiert, ich bin Kassenpatientin, ohne Zusatzversicherung...
    Cheffe operiert glaub ich einfach gerne Knie. Kommt aber vermutlich nicht so häufig dazu wie er gerne würde, weil die Knie-TEPs, für die das Krankenhaus bei uns eigentlich v.a. bekannt ist, von Belegärzten gemacht werden Ich bin da gelandet, weil die Belegärzte genau aus der Orthopädischen Praxis kommen, in der ich zufällig geendet bin, nachdem meine Hausärztin der Meinung war, wenn das ihr Knie wäre, würde sie das nicht konservativ machen lassen (war die Meinung der anderen Klinik in der wir waren - mit der Meinung sind sie am Ende 4:1 überstimmt worden - da habe ich nicht nur den Chefarzt nie gesehen sondern den Oberarzt auch nur in der Tür, Untersuchung und Therapievorschlag hat die diensthabende Assistenzärztin gemacht, vermutlich in Absprache mit dem diensthabenden Stationsarzt, der aber nicht mich sondern nur die Röntgenaufnahmen gesehen hat).

    Termine waren völlig problemlos.
    Hin ("Gehen sie dahin, schöne Grüße von uns, Chef soll sich das angucken ob er das operieren würde"), er hat sich das angeschaut, mich für den nächsten Montag auf den OP-Plan gesetzt. Nachkontrolle nach 3 Tagen, Nachkontrolle nach 10 Tagen, nächste Nachkontrolle nach 7 Wochen (auf Anraten meiner Physiotherapeutin - im gleichen Haus, auf den Termin habe ich zwei Tage gewartet), nächste Nachkontrolle nach 9 Wochen, an einem Freitagvormittag um 11 Uhr. Um 12 Uhr saß ich beim Anästhesisten, um 13 Uhr stand ich zur Anmeldung auf Station, Montag um 6.30 Uhr bin ich zur Nach-OP aufgeschlagen. Warum? Weil Chef das so wollte.
    Wenn ich seinem Terminplan glauben darf, macht er vormittags seine 3 OPs und danach Nachkontrollen.

    In der OP Woche war Feiertag. Wer hat Visite gemacht? Alleine? Chef. Wer hat mir am Nachmittag nach der zweiten OP die Physiotherapeutin aus der Inte geholt, damit ich ne zweite Runde Bewegung im Bett bekomme, bevor er in den Feierabend geht? Chef. Wer sagte Mittwoch "Wollen Sie Freitag nach Hause"? Chef. Wer sagte "Na, wenn die Physio sagt, Sie sollen bis Samstag bleiben, weil Sie Montag wieder oben Termin haben, dann bleiben Sie bis Samstag"? Chef.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass einiges davon nicht so gelaufen wäre, wäre das ein Vorschlag vom Assistenzarzt und nicht Ansage vom Chefarzt gewesen. Merkt man, dass ich von denen völlig überzeugt bin? Aber das ist ne 160 Betten Klinik. Mit Spezialisierung auf Geriatrie und Orthopädie. Das ist eine von den kleinen Kliniken, von denen die Bertelsmann Stiftung sagt, dass sie häufig nicht über die nötige Ausstattung und Erfahrung verfügen, um lebensbedrohliche Notfälle wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall angemessen behandeln zu können... dafür ist es aber in der FAZ Studie in der Kategorie "150 bis 300 Betten" eines der Besten.

    Andererseits ist mein Mann seit Jahren privat zusatzversichert und ist, bevor wir uns kennengelernt haben, (vor 20 Jahren etwa) am Auge operiert worden. In der Augenklinik der Uniklinik. Da kam dann im Anmeldegespräch direkt die Frage "Möchten Sie vom Chef operiert werden oder von dem Arzt, der die OP 10x die Woche macht?" Er hat sich dann, überraschenderweise, für den Arzt entschieden, der die OP 10x die Woche macht.

    Ich denke, ein Vorteil kann sein, dass Chef häufig nicht mehr diskutieren oder fragen muss, ob Dinge getan werden. Der Chefarzt kann eher mal Entscheidungen treffen ("Wir operieren Frau Pinguin Montag um 7.30 Uhr. Sie kommt JETZT zur Narkoseaufklärung (egal ob freitags um 13 Uhr Feierabend ist)."), ohne noch den Oberarzt und/oder den Chefarzt mit ins Boot holen zu müssen. Andererseits bringt einem ein Chefarzt in einer riesen Klinik, der vielleicht wirklich zu 99% nur noch Verwaltung macht, halt je nach OP eben vielleicht auch nichts.
    Vermutlich ist das, wie vieles, im Endeffekt immer eine eine Einzelfallsache, die einem mal was bringen kann und mal nichts. Mir wäre die Chefarztbehandlung in der Zusatzversicherung das Geld aber (zumindest zur Zeit) nicht wert. Ich habe eine 2-Bett Zusatz (andererseits habe ich nach dem Knie auch ohne die 2-Bett gelegen), alleine ist langweilig aber ich muss auch nicht Sardine in der Dose spielen. Und ansonsten gehe ich einfach weiterhin in meiner unendlichen Naivität davon aus, dass eine OP in der Regel derjenige macht, der zu dem Zeitpunkt am besten dafür qualifiziert ist (oder dass derjenige zumindest als zweites paar Augen daneben steht und kontrolliert).

    Mein Opa hatte Chefarzt-Zusatz... der brauchte das für sein Ego.
    Ich und mein Körper wollen schlafen. Aber mein Kopf will wissen, ob Pinguine Knie haben.


  6. Registriert seit
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Meine letzten OPs waren schon eine kniffelige Sache, die für ein optimales Ergebnis sehr viel Erfahrung voraussetzten,h da war mir schon recht, dass das Chefsache war (doch, die haben mindestens genauso oft das Messer in der Hand wie ihre OÄ und Assis), auch nachher haben die Chefs sich um den weiteren Heilungsverlauf gekümmert. da gab es eine kleine Komplikation, nicht gravierend, aber erst der Chef (mal zwei Tage nicht da) hat die sofort gesehen und behoben.

  7. Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Zitat Zitat von Pinguine-haben-Knie Beitrag anzeigen
    Mein Knie hat beide Male der Chefarzt operiert
    Ich KANN´S mir nicht verkneifen: Bist du ein Pinguin? Wegen der Knie
    Wer nichts Nettes zu sagen hat, kann sich ruhig zu mir setzen.

  8. Avatar von Pinguine-haben-Knie
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Selbstverständlich! Was ist denn DAS für eine Frage
    (Und schau dir an, wo Pinguine die Knie sitzen haben. Da weißt du auch direkt, warum die irgendwann Probleme machen.)
    Ich und mein Körper wollen schlafen. Aber mein Kopf will wissen, ob Pinguine Knie haben.


  9. Registriert seit
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Kommt ganz darauf an, ob der Chef das, was operiert werden soll, auch gern operiert und macht. Und ob er das besser kann, als der/die Oberärztin, kommt wirklich darauf an. Ich hätte mich in meinem PJ- Haus auch vom Chef operieren lassen, fand aber, dass die Oberärztinnen das auch oft sehr gut und etwas ruhiger gemacht haben. Das ist aber nur eine Beobachtung.

    Meine Chefin versucht gern in einem konservativen (nicht operativen) Fach Chefarztbehandlung anzubieten, dabei arbeiten wir ja eh unter ihrer Supervision und haben alle auch mehrere Jahre Berufserfahrung, da erschließt sich der Sinn mir halt wirklich nicht.


  10. Registriert seit
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    AW: Chefarztbehandlung - welchen Sinn hat sie?

    Zitat Zitat von Charlsy Beitrag anzeigen
    Ich bin jetzt doch überrascht über diese einhellige Meinung der Schwarmintelligenz.

    Gibt es hier wirklich niemanden, der für die Chefarztbehandlung plädiert?

    Wofür gibt es das dann (noch)? Wieso zahlen die privaten Kassen das? Wer will das?

    Oder ist das so ein Statusding aus eigentlich vergangenen Zeiten?
    Ja, letzteres vermutlich.
    Ich würde immer - wenn es sich um eine geplante OP handelt - in das Krankenhaus gehen, in dem die meisten OPs dieser Art durchgeführt werden, denn nur dann haben die Leute auch die nötige Erfahrung und Routine. Erst kürzlich habe ich einen Bericht zu diesem Thema gesehen, der mich in meiner Meinung auch bestätigt.
    Ein Chefarzt wäre mir davon schon wieder zu weit weg.

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