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Thema: Rente


  1. Registriert seit
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Dass man die Ungleichheit nicht ganz loswird kann doch kein Grund sein, sie noch zu unterstützen?
    Das wollte ich damit gar nicht sagen. Es ist einfach eine ganz grundsätzliche Entscheidung, wie man ein Rentensystem aufbauen will. Finanzielle Ressourcen sind endlich. Alles hat vor und Nachteile. Selbst Ungleichheit hat positive Seiten, die gesamtgesellschaftlichen Nutzen bringen. Menschen erbringen Leistung, weil sie dafür durch Geld, Rente, Ansehen, Nahrung, etc belohnt werden. Und sie sind bereit, höhere Leistungen zu erbringen, wenn die Belohnung höher ausfällt. Das wird man kaum vollständig aushebeln können. Eine sehr rare Fachkraft wird mehr verdienen als jemand in einem Durchschnittsberuf. Eine Frage von Angebot und Nachfrage. Andernsfalls haben wir eben keine marktwirtschaftlichen Verhältnisse mehr, sondern sozialistische. Die lassen sich die nachgefragten Leute aber ungern gefallen, so lange ihnen Freizügigkeit gestattet ist. Und das mit der Mauer hatten wir schon einmal recht erfolglos...

    Aber das ist OT.

    Grundsätzlich stimme ich Dir ja zu. Es gibt schließlich Systeme, die deutlich gerechter sind und denen die Leute auch nicht in Scharen weglaufen. Aber da muss den Fachkräften dann eben etwas anders geboten werden (mit meinen schwedischen Kollegen würde ich beispielsweise gerne tauschen).

  2. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Man kann durchaus verstehen, was sie meint. Anderswo wird immer beklagt, dass z.B. Altenpflegerinnen so viel schlechter bezahlt werden als Ingenieure - natürlich "leisten" die dann für die Rentenkasse auch weniger!

    Wenn man diese Ungerechtigkeit schon im Beruf hat, muss man das dann in der Rente noch fortführen?
    Aber es geht der TE doch um die prozentualen Erhöhungen. Der Rente.
    Moderatorin im Forum

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  3. Registriert seit
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    AW: Rente

    Margali, aber natürlich hab ich alle Antworten gelesen und ich fühle mich meist missverstanden - vielleicht hab ich auch nicht klar genug gefragt.
    Ganz wunderbar hat mich Pia verstanden:

    Die Schere klafft NOMINAL weiter auseinander, REAL hingegen nicht. Denn Euren Rentensteigerungen um 3% steht die Inflation entgegen. Sagen wir auch 3%. Dann ist alles um 3% teurer geworden. Deine kleine Mieten von 300 Euro ist auf 309 gestiegen, seine größere von 600 ist auf 618 gestiegen. Usw. D. h. Ihr könnte Euch de facto genauso viel leisten, wie vorher, Er doppelt so viel wie Du.

    Danke, Pia, ich hatte nur an Konsumgüter (Sekt/Selters) gedacht und nicht an z. B. Miete.

  4. Avatar von chaos99
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    .

    Grundsätzlich stimme ich Dir ja zu. Es gibt schließlich Systeme, die deutlich gerechter sind und denen die Leute auch nicht in Scharen weglaufen. Aber da muss den Fachkräften dann eben etwas anders geboten werden (mit meinen schwedischen Kollegen würde ich beispielsweise gerne tauschen).

    Frag ihn mal, was dort an Steuern vom Gehalt gezogen werden...
    Danach entscheide Dich neu...

    Hier laufen Leute nicht in Scharen prozentual höher weg, als woanders.

    Du hast zudem die Lebenshaltungskosten nicht im Blick....
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)


  5. Registriert seit
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Frag ihn mal, was dort an Steuern vom Gehalt gezogen werden...
    Danach entscheide Dich neu...

    Hier laufen Leute nicht in Scharen prozentual höher weg, als woanders.

    Du hast zudem die Lebenshaltungskosten nicht im Blick....
    Doch doch. Ich bin mir bewusst, dass man dort als Gutverdiener sehr viel mehr abgeben muss. Das wird in meinen Augen aber wettgemacht durch andere Dinge im Leben, die mir dort besser gefallen (insb. Umgang mit Familien). Es geht ja nicht nur um finanzielles Wettmachen, sondern um allgemeine Lebenszufriedenheit.

  6. Avatar von Mambi
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Doch doch. Ich bin mir bewusst, dass man dort als Gutverdiener sehr viel mehr abgeben muss. Das wird in meinen Augen aber wettgemacht durch andere Dinge im Leben, die mir dort besser gefallen (insb. Umgang mit Familien). Es geht ja nicht nur um finanzielles Wettmachen, sondern um allgemeine Lebenszufriedenheit.
    Grüneres Gras auf der anderen Seite... bekanntes Phänomen.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  7. Registriert seit
    06.03.2005
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Grüneres Gras auf der anderen Seite... bekanntes Phänomen.


    Klar. Deshalb bin ich ja auch noch hier. Was aber nicht heißt, dass man sich nicht trotzdem einige positive Dinge abschauen kann.

  8. Moderation
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    33.714

    AW: Rente

    Versicherugen schließt man ab, weil man ein Risiko nicht tragen kann.

    Jeder, der versucht, gegen das Risiko Altersarmut oder Berufs-/Erwerbsunfähigkeit anzusparen, hat vermutlich Momente, wo er von einem zuverlässigen Solidarsystem träumt, weil er dann vielleicht nicht mehr Geld hätte, aber eine höhere Wahrscheinlichkeit, das der Schadensfall nicht zum Ruin führt.

    (Beamte werden mW immer noch relativ gedeckelt bezahlt, aber kriegen relativ hohe Rente. So eine Situation ist immer noch für viele erstrebenswert. Nicht, weil die 20 (oder so) Rentenjahre es so unheimlich rausreißen, sondern weil eine Zuversicht da ist, daß es, wenn es jetzt reicht, auch später reichen wird.)

    Versicherungen eben. Und nicht die Sorte, wo man das Gurgeln hört, wenn das Geld für die Provisionen im Orkus verschwinden.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
    10.06.2015
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    1.154

    AW: Rente

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen

    Die Berechnungsmethode ist hier nunmal so wie sie ist und sie ist bekannt. Man bekommt alle paar Jahre den Auszug des Rentenkontos von der DRV mit Prognose.

    Es liegt an jedem selbst, daraus für sich persönlich Konsequenzen zu ziehen, wie auch immer die aussehen.
    Problematisch wird es, wenn sich die Spielregeln im Laufe des Lebens rückwirkend ändern und man dann keine Möglichkeiten mehr hat, seine Konsequenzen zu ziehen.

    Beispielsweise wurde die Anrechnung der Studienjahre rückwirkend geändert und das finde ich schon problematisch.
    Eine gewisse Planungssicherheit sollte schon gegeben sein.


  10. Registriert seit
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Man kann durchaus verstehen, was sie meint. Anderswo wird immer beklagt, dass z.B. Altenpflegerinnen so viel schlechter bezahlt werden als Ingenieure - natürlich "leisten" die dann für die Rentenkasse auch weniger!

    Wenn man diese Ungerechtigkeit schon im Beruf hat, muss man das dann in der Rente noch fortführen?
    Ungerecht wäre es, wenn einem der Beruf per Losverfahren zugeteilt würde, aber wenn jeder seinen Berufs selbst wählen kann und es auch Bafög gibt, verstehe ich den Vorwurf nicht so ganz.

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