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Thema: Rente


  1. Registriert seit
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    AW: Rente

    Danke für alle Erklärungen und sachlichen Argumente!

    Mir geht es nur um die Erhöhungen der Rente. Als Beispiel, ganz grob ohne Steuern gerechnet: Ein Bekannter bekommt 1600 Euro Rente, ich bekomme 800 Euro Rente. Die Differenz beträgt 800 Euro. Nach einer Erhöhung um 3 % bekommt er 1648 Euro, ich 824 Euro; Differenz nun 824 Euro. Wenn ich das weiterrechne, wird die Differenz immer größer, die berühmte Schere klafft also immer weiter auseinander.
    Ich fände es gerechter, vernünftiger und sozialer, wenn beide Renten um denselben Betrag erhöht würden, in meinem Beispiel um 36 Euro.

  2. Avatar von Mambi
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    AW: Rente

    Warum das so nicht ist und auch keinesfalls "gerecht" wäre, ist doch hier schon hinreichend erklärt worden.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

  3. Avatar von Sneek
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Taeubchen Beitrag anzeigen
    Ich fände es gerechter, vernünftiger und sozialer, wenn beide Renten um denselben Betrag erhöht würden, in meinem Beispiel um 36 Euro.
    Dein Bekannter vermutlich nicht.

  4. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Rente

    Taeubchen, hast du die Antworten denn nicht gelesen?
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  5. Registriert seit
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    AW: Rente

    Man kann durchaus verstehen, was sie meint. Anderswo wird immer beklagt, dass z.B. Altenpflegerinnen so viel schlechter bezahlt werden als Ingenieure - natürlich "leisten" die dann für die Rentenkasse auch weniger!

    Wenn man diese Ungerechtigkeit schon im Beruf hat, muss man das dann in der Rente noch fortführen?


  6. Registriert seit
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Taeubchen Beitrag anzeigen
    Nach einer Erhöhung um 3 % bekommt er 1648 Euro, ich 824 Euro; Differenz nun 824 Euro. Wenn ich das weiterrechne, wird die Differenz immer größer, die berühmte Schere klafft also immer weiter auseinander.
    Ich fände es gerechter, vernünftiger und sozialer, wenn beide Renten um denselben Betrag erhöht würden, in meinem Beispiel um 36 Euro.
    Die Schere klafft NOMINAL weiter auseinander, REAL hingegen nicht. Denn Euren Rentensteigerungen um 3% steht die Inflation entgegen. Sagen wir auch 3%. Dann ist alles um 3% teurer geworden. Deine kleine Mieten von 300 Euro ist auf 309 gestiegen, seine größere von 600 ist auf 618 gestiegen. Usw. D. h. Ihr könnte Euch de facto genauso viel leisten, wie vorher, Er doppelt so viel wie Du.

    Man kann sich sicher darüber streiten, wie es zu den unterschiedlich hohen Renten kommt. Die prozentualen Steigerungen hingegen sind nicht das Problem.


  7. Registriert seit
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Wenn man diese Ungerechtigkeit schon im Beruf hat, muss man das dann in der Rente noch fortführen?
    Man kann ein bedingungsloses Alterseinkommen o.ä. einführen. Dann ist der Leistungsgedanke raus. Dann wird der Ingenieur noch mehr privat vorsorgen, was die Krankenschwester vielleicht nicht kann, und im Alter trotzdem mehr haben.

    Es ist aber eher eine grundsätzliche Frage, ob unterschiedliche Bezahlung gerecht ist. In einer Marktwirtschaft wird das erst einmal angenommen. In der sozialen Marktwirtschaft dann durch Beschränkungen wie Mindestlohn, Rente etc ergänzt.

    Wobei man bzgl. der Rente auch unterscheiden muss, ob jemand eine kleine Rente bekommt, weil er viel gearbeitet hat aber einen schlechten Stundenlohn hatte, oder ob er einfach bei gutem Stundenlohn nur wenig gearbeitet hat. Ersteres ist für mich gefühlt ungerechter als letzteres.

  8. Moderation
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Aber über den dicken Daumen (ganz grob!!!) gerechnet benötigt man zu Rentebeginn ca. 30.000,- um 100,- zusätzliche Rente zu erwirtschaften. Die muss man erst einmal ansparen.
    100 Euro über (83-67=16) Rentenjahre zu 12 Monaten, sind knapp 20T... das bist dus statistisch besser dran, wenn du das ansparst und nicht in die Rentenkasse zahlst. (Wobei ich die statistische Lebenserwartung einer heute 45jährigen Frau nachgesehen habe -- die Versicherungswirtschaft arbeitet m.W. mit wesentlich höheren Lebenserwartungen.)

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Wobei man bzgl. der Rente auch unterscheiden muss, ob jemand eine kleine Rente bekommt, weil er viel gearbeitet hat aber einen schlechten Stundenlohn hatte, oder ob er einfach bei gutem Stundenlohn nur wenig gearbeitet hat. Ersteres ist für mich gefühlt ungerechter als letzteres.
    Ich denke man kommt so vom Hölzchen zum Stöckchen.

    Was hat der Mensch mit seiner 25-Stunden-Woche oder seinen Aussetzerjahren denn gemacht?

    Vermutlich, wenn er nicht unterbeschäftigt oder unbeschäftigbar war (also gerne mehr gearbeitet *hätte* und keine Gelegenheit oder keine Möglichkeit hatte) -- und vielleicht sogar dann -- hat er irgendwas getan, was ihm gut, brauchbar und nötig erschien. Kinder großgezogen. Das Vorankommen eines ertragreichen Konsumenten und Steuerzahlers gefördert. Beim THW Laster gefahren. Seine Nachbarschaft besser gemacht. Seine Zipperlein in den Griff gekriegt. Sich beruflich erfolgreich neu orientiert. Im Familenbetrieb mitgearbeitet. Einen gemeinnützigen Verein gegründet.

    Frauen haben Renten- und Versorgungsansprüche schon lange für das erworben, was als unbezahlte aber sozial förderliche Tätigkeit galt, nämlich "für die Familie sorgen" (Keimzelle des Staates und all das.) Und dabei haben eben auch die profitiert, die nur wohlhabend verheiratet waren und weder die Karriere ihres Mannes gefördert haben, noch den Haushalt gemacht, noch Kinder großgezogen. Die Alternative wäre eine Überwachung wie bei Sozialhilfeemfpängern gewesen, und das kostet bekanntlich richtig Geld, das besser in die Steuerfahndung investiert wird, oder die Mißachtung dieser Arbeit, was erfahrungsgemäß dazu führt, daß nur noch Leute sie ausführen, die keine Alternative haben.

    Big Data gibt die Möglichkeit, lohnarbeitsunabhängig sozial kontruktives Verhalten zu belohnen. Aber wollen wir das? Oder akzeptieren wir lieber Beifang -- die ein oder andere Person, die bei einer Million auf der Bank noch 700 Eu im Monat auf ihre 300-Euro-Rente -- kriegt, führen die Vermögenssteuer wieder ein, und stecken das an der Überwachung von 90% Bedürftigen und 9% Grenzfällen gesparte Geld in die Steuerfahndung, oder in bessere Radwege?

    ... Und das ist so OT, aber ich bin zu eitel, es zu löschen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (18.07.2019 um 10:51 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Rente

    Das war keine Rentenkassenrechnung. Ich habe für mich gerechnet, dass ich die 100,- bis ans Lebensende will und locker 90 werde , bei niedrigen Zinsen. Einzahlung in eine Rentenversicherung zur Absicherung der Langlebigkeit wäre natürlich auch drin, kostet aber ähnlich.


  10. Registriert seit
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Man kann ein bedingungsloses Alterseinkommen o.ä. einführen. Dann ist der Leistungsgedanke raus. Dann wird der Ingenieur noch mehr privat vorsorgen, was die Krankenschwester vielleicht nicht kann, und im Alter trotzdem mehr haben.
    Dass man die Ungleichheit nicht ganz loswird kann doch kein Grund sein, sie noch zu unterstützen?

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