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Thema: Rente

  1. Inaktiver User

    AW: Rente

    Ich finde die Ausgangsfrage befremdlich, aus zwei Gründen:

    1. Wenn schon die Gerechtigkeitsfrage (bzgl. Auskommen im Alter) gestellt wird, dann macht es m.E. keinen Sinn, das am Rentenhöhen-Vergleich festzumachen.
    Wie gut jemand im Alter finanziell gestellt wird, ist i.a. nur zu einem geringeren Teil von der Rentenhöhe abhängig. Viel entscheidender ist, ob er/sie geerbt hat, oder nicht, oder sogar andere Menschen mitunterhalten muss.
    Man denke alleine an die deutschen Immobilien in Privatbesitz - alle diese werden ja vererbt. Das sind Größenordnungen, die um ein vielfaches mehr wiegen als 20 Euro mehr Rentenerhöhung oder nicht. Vielleicht hat der, der die 20 Euro weniger bekommt, stattdessen geerbt?

    2. Gerade wenn das eigene Geld knapp ist, machen Vergleiche mit anderen wegen oben beschriebener Willkürlichkeit für einen persönlich gar keinen Sinn. Selbst wenn man zum Schluss "bodenlose Ungerechtigkeit" kommt, hilft einem das immer noch nicht weiter.
    Stattdessen sollte man nur auf das eigene Auskommen schauen und, wenn es knapp ist, überlegen, wie man damit am besten umgeht.

    My two cents...

    P.S.: Gegen die Heil'sche Respektrenten-Idee bin ich auch - weil diese mit der Gießkanne auch an Leute ausschütten würde, die es nicht nötig haben, z.B. Frauen, die sich vom Gatten haben finanzieren lassen, und weil nur Versichtertenzeiten, nicht Beschäftigungsgrade berücksichtigt werden. Letzteres ist die Sollbruchstelle all solcher Konzepte, weil keine Behörde Beschäftigungsgrade (Vollzeit vs. Teilzeit) erfasst.
    Für mich steht fest: Einer, der mit Vollzeitarbeit die gleichen Summe erwirtschaftet wie jemand mit Teilzeitarbeit, ist strukturell bereits extrem benachteiligt und verdient daher besonderen Schutz, und nicht, wie von Heil vorgesehen, der besserverdiendende Teilzeitler.

  2. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Rente

    Wer weniger verdient, zahlt weniger in die Rentenkasse und bekommt weniger Rente. Die prozentuale Erhöhung ist für alle gleich. Das sollte man wissen, wenn man anfängt Arbeitnehmer zu werden. Jeder hat es selber in der Hand wie viel Rente er später bekommen wird. Verdiene ich mehr, bekomme ich mehr Rente, verdiene ich weniger, bekomme ich weniger Rente. Wer sich früh genug umhört, weiß in welchen Branchen man wenig verdient.
    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch
    (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd Schmetterling und du wirst Filet.

  3. Moderation
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Hier wird ja eher gefordert:
    Ich arbeite nur 4h am Tag, will aber dieselbe Rente später haben wie jemand, der immer Vollzeit gearbeitet hat....
    Quelle?

    Davon ab, aus den Eingangposting geht überhaupt nichts über die Arbeitsbiographien der genannten Rentenempfänger hervor. Es handelt sich nur um eine Frage zum Effekt von prozentualen Steigerungen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Moderation Avatar von Margali62
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    12.263

    AW: Rente

    Jein, im Posting #4 setzte die TE nach und fragt nach der Gerechtigkeit. Das erweiterte auch die Diskussion....
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
    Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
    Über das Kennenlernen
    Reine Familiensache

  5. Moderation
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    AW: Rente

    Margali, OK, ich hatte das jetzt nicht so gelesen, daß die TE sich jetzt auf Teilzeittätigkeiten oder freiwilliges Prekariat (im Stil von "ich jobbe ein halbes Jahr und dann geh ich ein halbes Jahr Backpacken") bezieht.

    @Taeubchen in Posting #4, man könnte genauso argumentieren, daß es nicht gerecht ist, wenn jemand, der schlecht verdient hat, in der Rente einen geringeren Abstand zum Gutverdiener erlangt... oder daß das erst in der Rente geschieht!

    (Übrigens, weder Steuern noch Sozialabgaben folgen dem strikten Proportionalitätsprinzip. Steuern sind progressiv (viel Einkommen: höherer Steuersatz), Sozialabgaben nicht exakt regressiv, aber gedeckelt (Beitragsbemessungsgrenze), damit sind aber auch die Leistungen (Krankengeld, Rente) entsprechend gedeckelt. Man sieht da die unterschiedlichen Gerrechtigkeitserwägungen am Werk.)

    Generell wäre es vermutlich für alle Steuerzahler besser, wenn schlechte Löhne im Arbeits- oder ihre Folgen im Rentenleben nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts aus Steuermitteln aufgestockt werden müßten. Das ist eine Umverteilung von der breiten Mittelschicht der Lohnempfänger zu den schlechtentlohnenden AGs, und eine Benachteiligung von AGs die ihre Arbeitnehmer nicht von der Solidargemeinschaft durchfüttern lassen.

    Aber das hat nichts mit Prozenten zu tun.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  6. Registriert seit
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Taeubchen Beitrag anzeigen
    Jemand mit 1600 Euro Rente erhält bei einer Rentenerhöhung um 3 % rund 48 Euro mehr, jemand anderes mit 800 Euro Rente dagegen 24 Euro mehr.
    Die prozentuale Erhöhung soll die ebenfalls prozentuale Erhöhung der Lebenshaltungskosten ausgleichen. Beide können sich im Idealfall das Gleiche leisten wie vorher. Ungerechtigkeit sehe ich da keine. Der, der die 48€ bekommt, muss darauf sogar mehr Steuer zahlen als der mit den 24€. Finde ich auch nicht ungerecht, jeder nach seiner Leistungsfähigkeit.

    Davon getrennt ist zu betrachten wie es zu der niedrigen Rente gekommen ist und wie die soziale Absicherung eines Staates funktioniert.

    Zitat Zitat von Taeubchen Beitrag anzeigen
    denn im Grunde wüsste ich gern, ob andere das genau so ungerecht finden wie ich.
    Weshalb hat denn jemand mehr eingezahlt? Weil er es musste UND konnte. Aufgrund seiner Tüchtigkeit - und seiner Lebensumstände.
    Wäre es in einem Sozialstaat nicht gerechter, wenn alle Renten um dieselbe Summe erhöht würden? Denjenigen, die am unteren Ende knapsen, wäre jedenfalls damit gedient und die am oberen Ende haben sowieso genug zum Leben. Oder?
    Nein. Nach 100 Jahren gleicher absoluter Erhöhungen hätten dann alle bis auf ein paar Nachkommestellen die gleiche Rente. Und das soll gerechter sein? Irgendeinen Leistungsanreiz muss es ja schon noch geben.

    Mich treibt das Thema Rente auch gerade um. Ich habe mir ausgerechnet, um wieviel ein weiteres Kindererziehungsjahr (oder 4 Jahre zu 75%) die Rente schmälern würde und was ich zur Seite legen müsste, um das zu kompensieren. Obwohl ich mit Zahlen und Zinseszinseffekten vertraut bin, hat mich die benötigte Summe doch sehr erstaunt

  7. Avatar von Sneek
    Registriert seit
    24.02.2019
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    3.488

    AW: Rente

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Mich treibt das Thema Rente auch gerade um. Ich habe mir ausgerechnet, um wieviel ein weiteres Kindererziehungsjahr (oder 4 Jahre zu 75%) die Rente schmälern würde und was ich zur Seite legen müsste, um das zu kompensieren. Obwohl ich mit Zahlen und Zinseszinseffekten vertraut bin, hat mich die benötigte Summe doch sehr erstaunt
    Tatsächlich? Ich dachte immer, soviel macht das dann doch nicht aus.


  8. Registriert seit
    06.03.2005
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Ich habe mein Leben lang gearbeitet. Meistens Vollzeit, trotz 3 Kinder. Habe ein fernstudium absolviert um weiter zu kommen im Leben. Und habe dementsprechend gut verdient. Und demenstsprechend mehr an die Rentenkasse gezahlt.
    Deshalb fühle mich immer ein wenig über den Tisch gezogen, wenn die Regierung wieder eine neue Rentenidee durchs Dorf treibt, bei der fröhlich Geschenke an diejenigen verteilt werden, die wenig zur Rente beigetragen haben. Dass ein bestimmtes Mindestniveau im Alter erreicht werden sollte ist klar, aber doch bitte nur für diejenigen, die bedürftig sind. Warum soll ich der Arztgattinnenhausfrau eine Zusatzrente zahlen, obwohl sie durch ihre Tätigkeit ihrem Mann Arbeit und Karriere ermöglicht hat und der nun eine gute Rente nach Haus bringt?


  9. Registriert seit
    06.03.2005
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    AW: Rente

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Tatsächlich? Ich dachte immer, soviel macht das dann doch nicht aus.
    Die Rentenreduktion ist bei mir aufgrund komischer Effekte aus dem Beschäftigungsverhältnis auch mehr als üblich.

    Aber über den dicken Daumen (ganz grob!!!) gerechnet benötigt man zu Rentebeginn ca. 30.000,- um 100,- zusätzliche Rente zu erwirtschaften. Die muss man erst einmal ansparen.

  10. Inaktiver User

    AW: Rente

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Die Rentenreduktion ist bei mir aufgrund komischer Effekte aus dem Beschäftigungsverhältnis auch mehr als üblich.

    Aber über den dicken Daumen (ganz grob!!!) gerechnet benötigt man zu Rentebeginn ca. 30.000,- um 100,- zusätzliche Rente zu erwirtschaften. Die muss man erst einmal ansparen.
    Danke, Pia - Du hast meine Rechnung bestätigt. Ich habe Gleiches für mich ebenfalls ausgerechnet und kam auch auf 30,000 für 100,- zusätzliche Euro.
    (Allerdings verstehe ich Deinen Kontext nicht ganz; ich habe das ausgerechnet im Kontext Nachzahlung an die Rentenkasse.)

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