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  1. Registriert seit
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von Aidachen Beitrag anzeigen
    Wie kommst du denn darauf?
    Bei Pflegegrad 5 bekommt man vielleicht nicht mehr viel mit und es ist einem egal, aber in den unteren Pflegestufen kann man sich das Leben mit zusätzlichem Geld sicherlich angenehmer gestalten.
    Bei dem Angebot, das ich bekommen habe, hätte ich bei aktuell monatlichen Zahlungen von gut 70 € eine Leistung von gut 1000€ zu erwarten. Da bliebe mir, zusammen mit meiner eigenen Rente, nach Abzug des Eigenanteils bei Heimkosten, gerade mal ein kleines monatliches Taschengeld... davon könnte ich mir nichts "schön" machen. Und das nur bei Pflegegrad 5... bei allen anderen Pflegegraden wird nur anteilig ausgezahlt. Und gerade bei Grad 1 ist der Eigenanteil am höchsten, ab Grad 2 verändert sich ja nichts mehr.

    Und sollte ich keinen Pflegegrad bekommen, zahle ich während meines gesamten Rentnerdaseins den monatlichen Betrag, der bestimmt nicht unverändert bei den gut 70 € bleiben wird.
    Wie schnell ist nichts passiert....

    _________________________

    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss es nur schaffen, ihm den Beigeschmack der Katastrophe zu nehmen.

    Max Frisch
    Geändert von poca (06.12.2018 um 07:04 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. Inaktiver User

    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von Aidachen Beitrag anzeigen
    Aber wenn die zusätzlich anfallenden Pflegekosten durch die Pflegeversicherung (gesetzl. und privat) komplett abgedeckt sind, ist das doch prima.
    Dann hätte man ja seine Rente und Gelder aus privater Vorsorge wie geplant zur Verfügung. Man hätte weiterhin den geplanten finanziellen Spielraum.
    Ich glaube, man muss schon recht begütert sein, um da nach Abzug aller notwendigen Kosten noch großen Spielraum zu haben. Und in dem Fall stellt sich dann die Frage, ob man überhaupt eine Versicherung braucht.

  3. Avatar von Opelius
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Die Pflegeversicherung übernimmt den Großteil alle pflegerischen Tätigkeiten, wie die gesamte Körperpflege oder Hilfe beim Essen, alle medizinischen Behandlungen im Rahmen der Pflege, wie Wundversorgung oder Verbandwechsel sowie
    die Betreuung des Pflegebedürftigen.

    Welche Kosten fallen zusätzlich bei der Unterbringung in einem Heim an?

    Unterkunft und Verpflegung
    sogenannter einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE) für die Pflege
    sogenannte Investitionskosten, etwa für Instandhaltung oder Modernisierung der Pflegeeinrichtung
    Zusatzleistungen wie beispielsweise Reparaturen privater Gegenstände Diese Kosten müssen Pflegebedürftige selbst zahlen.
    Sie werden auch als Eigenanteil bezeichnet. Das Pflegeheim stellt eine Rechnung dafür aus.

    Diese betragen nach Auskunft der AOK Nordwest etwa 1800 bis 2300 € pro Monat.

    Wenn es dem Gesundheitsminister gelingt die fehlenden 30.000 Alten- und Krankenpfleger, die zur Zeit fehlen, anzuwerben, so wird das die Kosten entsprechend erhöhen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  4. Registriert seit
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von Aidachen Beitrag anzeigen
    Aber wenn die zusätzlich anfallenden Pflegekosten durch die Pflegeversicherung (gesetzl. und privat) komplett abgedeckt sind, ist das doch prima.
    Dann hätte man ja seine Rente und Gelder aus privater Vorsorge wie geplant zur Verfügung. Man hätte weiterhin den geplanten finanziellen Spielraum.
    Ja, so rechnen die Versicherungsleute einem das vor, aber so sieht es tatsächlich ja nicht aus, wie hier schon vorgerechnet wurde.

  5. Avatar von Opelius
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Bei der Heimunterbringung gehören Körperpflegemittel, Friseur und Kommunikationsmittel nicht zu den Leistungen des Heimes. Sozialhilfeempfänger erhalten z.Zt. dafür ein Taschengeld von 117 € im Monat.

    Die meisten Heimbewohner sind inzwischen auf Sozialhilfe angewiesen, weil ihr Renteneinkommen dafür nicht reicht. Alle Ersparnisse und Vermögen sind hierfür einzusetzen. Wohneigentum wird bei langjähriger Heimunterbringung selbstverständlich mitbelastet.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


  6. Registriert seit
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Bei der Heimunterbringung gehören Körperpflegemittel, Friseur und Kommunikationsmittel nicht zu den Leistungen des Heimes. Sozialhilfeempfänger erhalten z.Zt. dafür ein Taschengeld von 117 € im Monat.
    .
    Genau das ist der Grund, warum ich die Versicherung habe, ich möchte kein Taschengeld zugewiesen bekommen.


  7. Registriert seit
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von poca Beitrag anzeigen
    Bei dem Angebot, das ich bekommen habe, hätte ich bei aktuell monatlichen Zahlungen von gut 70 € eine Leistung von gut 1000€ zu erwarten. Da bliebe mir, zusammen mit meiner eigenen Rente, nach Abzug des Eigenanteils bei Heimkosten, gerade mal ein kleines monatliches Taschengeld... davon könnte ich mir nichts "schön" machen. Und das nur bei Pflegegrad 5... bei allen anderen Pflegegraden wird nur anteilig ausgezahlt. Und gerade bei Grad 1 ist der Eigenanteil am höchsten, ab Grad 2 verändert sich ja nichts mehr.

    Und sollte ich keinen Pflegegrad bekommen, zahle ich während meines gesamten Rentnerdaseins den monatlichen Betrag, der bestimmt nicht unverändert bei den gut 70 € bleiben wird.
    1000 Euro maximal ist wirklich zu wenig, um den Sozialfall im Ernstfall abzuwenden.


  8. Registriert seit
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von Aidachen Beitrag anzeigen
    Genau das ist der Grund, warum ich die Versicherung habe, ich möchte kein Taschengeld zugewiesen bekommen.
    Darauf läuft es in jedem Fall heraus, wenn du "normale" Einkünfte hast und auf die Zahlungen der Pflegeversicherung angewiesen bist. Wenn du im Pflegefall im Prinzip weiterleben möchtest wie bisher, "nur" mit zusätzlich Pflegeleistungen, dann musst du richtig Vermögen haben.


  9. Registriert seit
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Zitat Zitat von carassia Beitrag anzeigen
    Ja, so rechnen die Versicherungsleute einem das vor, aber so sieht es tatsächlich ja nicht aus, wie hier schon vorgerechnet wurde.
    Naja, ich wohne ja nun auch nicht im Wolkenkuckucksheim und zahle aus reiner Naivität monatlich 130 Euro.

    Ich bekomme jeden Monat die Rechnungen und Aufstellungen vom Heim meiner Schwiegermutter. Daher weiß ich ziemlich genau, wie hoch die Pflegekosten, die Zimmermiete, die hauswirtschaftlichen Kosten und die medizinische Versorgungskosten sind.

    Als mir damals klar wurde, wie hoch die Kosten tatsächlich sind, habe ich mir Gedanken über meine finanzielle Situation in so einem Fall gemacht und habe meine "Versorgungslücke" mit einer Versicherung abgedeckt.


  10. Registriert seit
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    AW: Pflegezusatzversicherung

    Es kommt keiner drumrum sich selbst ein Bild von der eigenen finanziellen Situation zu machen und zu schauen, wo Lücken sind, die sich vielleicht auf bezahlbare Weise schließen lassen.

    Aber klar ist auch, dass nicht jede Versicherung für jeden gleichermaßen sinnvoll ist.

    Ist die gleiche Überlegung, wie beim Riester. Manchmal macht es Sinn, manchmal nicht.

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