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  1. Registriert seit
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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Zitat Zitat von MixTape Beitrag anzeigen
    Ich kann da auch eine Erfahrung beisteuern: Ich hatte mich von meinem Mann getrennt und wir hatten noch Steuerklasse 5 und er die 3. Ich wollte die Steuererklärung abgeben, aber er hat sich geweigert, die zusammen auszufüllen. Meine Rechtsanwältin riet mir sie getrennt abzugeben mit dem Ergebnis,dass ich mehrere Tausend Euro zurück bekam. Mein Ex hat sie dann auch irgendwann gemacht und musste dann ziemlich den gleichen Betrag zurück zahlen.

  2. Avatar von ereS
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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Das ist auch wieder wahr, daran habe ich nicht gedacht, da wir ja gemeinsam abgegeben haben. Die Bearbeitung war nur unterschiedlich.

    Willst Du auf III/V nur ändern, weil Du Deine Erklärung eher abgeben willst oder stehen noch andere Ziele dahinter? Wie gesagt, die getrennte Veranlagung bietet normalerweise eher Nachteile.

    Falls es nur um die getrennte Abgabe geht mit dem Ziel eher Dein Geld wiederzubekommen, rate ich zu einer anderen Vorgehensweise. Behaltet IV/IV und gebt die Erklärung so spät wie möglich ab. Ihr habt in dem Fall vier Jahre Zeit.
    Noch gibt es 6 % Zinsen vom Finanzamt.
    das mit 4 / 4 und freiwillige abgabe geht nur, wenn man das faktorverfahren abgewaehlt hat, wenn man verpflichtet ist eine steuererklaerung abzugeben, hat man keine 4 jahre zeit, diese abzugeben


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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Zitat Zitat von Wiesenblume Beitrag anzeigen
    Hallo,

    lieben Dank für Eure Antworten und Hinweise.
    Also, wenn ich das jetzt für mich richtig sortiert habe:

    Steuerklasse 3/5:
    -unabhängig davon, ob dann noch eine gemeinsame oder eine getrennte Veranlagung hinzukommt, "hängt" man als Eheleute bei 3/5 irgendwie immer von der Steuererklärung, den Steuerunterlagen,... des jeweils anderen ab - korrekt?
    Nicht wirklich. Du kannst ganz entspannt deine - getrennt veranlagte - Steuererklärung auch mit Steuerklasse 5 abgeben. Sinnvoll empfinde ich das persönlich nicht wirklich, aber prinzipiell kann man es machen.

    Natürlich kann es sein, dass dein Steuerfall nicht bearbeitet wird, solange dein Mann seine Erklärung nicht abgegeben hat und du dann entsprechend auf deine Steuererstattung warten musst. Ob das wirklich so ist, weiß ich allerdings nicht. Aber zumindest bist du deiner Abgabepflicht pünktlich nachgekommen.

    Zitat Zitat von Wiesenblume Beitrag anzeigen
    Steuerklasse 4/4:
    -wenn man sich in diesem Falle für eine getrennte Veranlagung entscheiden würde, könnte man quasi seine Steuererklärung wie ein Unverheirateter losgelöst vom Partner einreichen und bearbeiten lassen
    -entscheidet man sich bei 4/4 für eine gemeinsame Veranlagung, ist man wieder mit dem Partner "verknüpft" - korrekt?

    Habe ich das jetzt richtig erkannt?
    An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall bei 4/4 bleiben. Dann kannst du jedes Jahr aufs Neue ganz frei und entspannt entscheiden, welche Variante dir gerade genehm ist und je nachdem, ob dein Mann seinen Kram beisammen hat oder auch nicht, gibst du deine Steuern getrennt ab oder geben gemeinsam.

    An der eigentlichen Steuerlast ändert sich nichts, die wird so oder so erst am Ende des Jahres endgültig berechnet und ist in beiden Fällen gleich. Nur die bis zu dem Zeitpunkt gezahlte Steuer ist ggfs. anders.

    Der Steuerberater kann dann auch Jahr für Jahr berechnen, welche Veranlagung (zusammen oder getrennt) günstiger für euch ist.

    Ich persönlich würde für meinen Seelenfrieden definitiv die Variante 4/4 wählen. Das kannst du dann abgeben mit dem Vermerk "Sollten die Unterlagen von meinem Mann bis zum XX.XX.XXXX nicht vorliegen, geben Sie meine Steuererklärung bitte getrennt ab." Kann sein, dass ihr dann Geld verschenkt, aber entweder das oder du spielst eben doch Mutti.


  4. Registriert seit
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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Zitat Zitat von Denise71 Beitrag anzeigen

    Ich persönlich würde für meinen Seelenfrieden definitiv die Variante 4/4 wählen. Das kannst du dann abgeben mit dem Vermerk "Sollten die Unterlagen von meinem Mann bis zum XX.XX.XXXX nicht vorliegen, geben Sie meine Steuererklärung bitte getrennt ab." Kann sein, dass ihr dann Geld verschenkt, aber entweder das oder du spielst eben doch Mutti.
    Hallo Wiesenblume,

    mit einem leichten Crossposting auf deinen anderen Strang empfehle ich auch 4/4 und jeder macht seine eigene Erklärung - das birgt doch wieder totales Streitpotential, oder? das ist es nicht wert, denke ich.


  5. Avatar von animosa
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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Wir sind auch immer 4/4 geblieben. Auch, als ich nur noch Teilzeit gearbeitet habe. Das hat den Vorteil, dass man dann immer viel Geld zurückbekommt.

    Allerdings veranlagen wir immer zusammen.

    Bei uns war auch das Problem, dass mein Mann die Belege unlogisch ablegt. Das hat sich über die Jahre gebessert. Da haben wir einfach dran gearbeitet. Wir haben einen Ordner, da kommen alle steuerrelevanten Belege unterjährig rein. Ist etwas Trainings-Sache. Ich hatte irgendwann aufgehört, Belege, die fehlten, zu suchen.

    Ist eh oft Kleinkram. Kommt nicht viel bei rüber. Viele Dinge sind ja nur über außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Da haben wir neulich sogar Geld aus dem Jahr 2015 zurück erhalten. Da haben sich die Grenzen rückwirkend geändert. Muss ich direkt noch mal recherchieren.


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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Ich finde deinen Gedankengang irreführend Wiesenblume.

    Ist dir bewusst, dass du mit 3/5 nicht mehr netto hast als mit 4/4? Der Effekt ist nur unterjährig und wird durch die Einkommensteuererklärung am Jahresende ausgeglichen (durch Erstattung oder Nachzahlung).

    Echtes Geld gewinnt oder verliert ihr beide durch schlampige Belegführung deines Partners, solltet ihr deswegen auf eine gemeinsame Veranlagung verzichten, obwohl dies nach Splittingtarif die bessere Option wäre.
    Das wäre der Hebel, an dem ich ansetzen würde - ist ja schade wenn man schon verheiratet ist und diesen Vorteil dann nicht nutzt.

  7. Avatar von Wiesenblume
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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Hallo und guten Morgen,

    wir haben uns am Wochenende noch einmal mit dem Thema befasst, Vor- und Nachteile abgewogen, unsere Gehälter durch div. Steuerklassen-Rechner laufen lassen und sind nun ohne viel Federlesen zu dem gemeinsamen Entschluss gelangt, dass wir 4/4 bei getrennter Veranlagung wählen werden.

    Das ist rein rechnerisch wie auch mit Blick auf die unterschiedlichen Arbeitsweisen der absolut beste Weg.

    Wir sind zufrieden, und ich habe hier im Forum wieder eine ganze Menge gelernt. Ich danke Euch für den tollen Austausch zu diesem Thema

  8. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Wobei ich noch eine weiter - mit hoher Sicherheit - lohnende Variante einbringen möchte.

    Ihr bleibt bei 4/4, du beantragst die getrennte Veranlagung und bekommst deine Erstattung, und wenn dein Mann dann irgendwann soweit ist und seine Steuererklärung fertig hat, DANN prüft ihr, ob insgesamt die getrennte Veranlagung oder die gemeinsame Veranlagung besser ist.

    Denn die gemeinsame Veranlagung könnt ihr auch noch (Jahre) später beantragen, auch wenn deine getrennte schon bestandskräftig ist.
    Und es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die gemeinsame Veranlagung in eurem Falle günstiger sein könnte.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  9. Avatar von Wiesenblume
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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wobei ich noch eine weiter - mit hoher Sicherheit - lohnende Variante einbringen möchte.

    Ihr bleibt bei 4/4, du beantragst die getrennte Veranlagung und bekommst deine Erstattung, und wenn dein Mann dann irgendwann soweit ist und seine Steuererklärung fertig hat, DANN prüft ihr, ob insgesamt die getrennte Veranlagung oder die gemeinsame Veranlagung besser ist.

    Denn die gemeinsame Veranlagung könnt ihr auch noch (Jahre) später beantragen, auch wenn deine getrennte schon bestandskräftig ist.
    Und es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die gemeinsame Veranlagung in eurem Falle günstiger sein könnte.
    Oh, danke!! Darauf bin ich noch gar nicht gekommen. Danke, Promethea!

  10. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Steuerklasse 3/5 bei Verheirateten = gemeinsame Steuerklärung Pflicht?

    Da nich' für.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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