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  1. Avatar von LulaMae
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Vielen Dank für eure Antworten.
    Dann werde ich wohl in den sauren Apfel beißen müssen und mir einen persönlichen Termin bei einem Allianz-Berater geben lassen. In der Hoffnung, dass der mir weiter helfen und mir die vertraglichen Aussichten genau erklären kann.
    Vielleicht kann man ja auch was umwandeln.
    Telefonisch war da ja leider nichts zu machen.
    Bevor ich mich jetzt aufrege,
    isses mir lieber egal.


  2. Registriert seit
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Hallo LulaMae,

    eine Direktversicherung (wie jede andere bAV) kannst Du jederzeit beitragsfrei stellen. Eine Kündigung im Sinne von 'Auszahlung des Kapitals ist nicht möglich, da es sich um eine steuerlich geförderte Vorsorge handelt und in diesem Sinne der Steuervorteil für die Laufzeit zurückgerechnet werden müsste (soweit logisch).
    Wenn es (tatsächlich) nur monatlich ca. 100 Euro Rente werden, so dürfte die Steuerlast nicht allzu hoch sein, es sei denn, du hast eine sehr hohe gesetzliche Rente zu erwarten - naturgemäß ist die aber geringer als Dein heutigen Steuerbrutto.
    Sofern Du keine weiteren Betriebsrenten zu erwarten hast, zahlst Du auf 100 Euro Betriebsrente KEINEN KV-Beitrag. Dort gibt es eine Grenze von monatlich derzeit 153 Euro.
    Bedenke bitte, dass Du selbst nur ca. 55 Euro aus dem Netto einzahlst.
    Trotzdem ist natürlich eine rein fondsgebundene Versorgung, die über die Jahre immer weiter runter geht schlecht - also siehe oben - Beitragsfreistellung ist immer möglich. Eigentlich dürfte es aber aus früheren Jahren gar keine DV ohne Beitragsgarantie geben, da Du somit eine "Gehaltskürzung" in Kauf genommen hättest.
    Ich hoffe, das hilft für das Gespräch mit dem Versicherer.

  3. Avatar von LulaMae
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Obsidian68, vielen Dank für deine Antwort!
    Sehr interessant und wichtige Informationen.
    Bevor ich mich jetzt aufrege,
    isses mir lieber egal.

  4. Avatar von LulaMae
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Zitat Zitat von Obsidian68 Beitrag anzeigen
    Bedenke bitte, dass Du selbst nur ca. 55 Euro aus dem Netto einzahlst.
    Ich habe gerade wieder so ein Beispiel auf dem Tisch, wo ein Kollege eine DV abschließen möchte.
    Der monatliche Beitrag liegt bei € 120,00, dieser Beitrag wird über ca. 28 Jahre eingezahlt.
    Bei Renteneintritt wird dem Kollegen dann nur eine Rente von € 117,-- garantiert.

    Das heißt für ich, die Versicherung wird mit monatlich 120,-- bedient, ausgezahlt werden später nur monatlich 117,-- . Da müsste der Versicherte ja schon noch mindestens 28 Jahre leben, damit das Geschäft für ihn aufgeht.

    Ich verstehe schon, dass er selbst netto weniger als die 120,-- einzahlt, aber es kommen am Ende, nach diesen vielen Jahren weniger als 120,-- monatlich für ihn raus.

    Sowas ist doch Mist.
    Bevor ich mich jetzt aufrege,
    isses mir lieber egal.

  5. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Zitat Zitat von LulaMae Beitrag anzeigen
    Sowas ist doch Mist.
    Das hast Du völlig recht, aber das liegt nicht an der Versicherung, sondern an Herrn Draghi.

    Das Problem geht aber über die bAV hinaus. Die Frage ist, wie ich meine Altersversorgung darstellen will. Wenn man private Versicherung völlig ausschließt, bleiben für Normal- und Besserverdiener nur der Aktien- und der Immobilienmarkt. Beides ist noch weniger verläßlich, als eine Versicherung.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  6. Avatar von Nocturna
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Zitat Zitat von Wiedennwodennwasdenn Beitrag anzeigen
    Wenn man private Versicherung völlig ausschließt, bleiben für Normal- und Besserverdiener nur der Aktien- und der Immobilienmarkt. Beides ist noch weniger verläßlich, als eine Versicherung.
    Meine Erfahrungen sagen da etwas total Unterschiedliches. Nun sind die Preise im Süden von Deutschland sicher am höchsten gestiegen, aber bis auf die Regionen, wo mehr Ab-als Zuwanderung stattfindet, haben überall die Preise angezogen. Es zwingt einen ja niemand dazu, ausgerechnet in einer Region Eigentum zu erwerben, in der es voraussichtlich keine Rendite gibt.

    Selbiges mit Aktien. Klar konnte man mit der Volksaktie Telekom ins Klo greifen, aber sorry, so funktioniert Geldanlage an der Börse nicht, wenn man Laie ist. Wer nicht selbst den Überblick hat, in welche Firmen er sein Geld stecken will, lässt das einen Fondsmanager machen. Wenn man auch hier nicht die letzte Trantüte auswählt, hat man zumindest eine halbwegs akzeptable Rendite eingefahren. Mit den neuen Indexfonds geht es nochmal eine Idee einfacher, da vertraut man auf die Zeit und die geringe Kostenquote und dass auf Dauer niemand den Markt schlägt.

    Selbst sehr konservative Institutionen wie Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen propagieren schon lange den Einstieg in Aktienfonds, weil selbst eine sehr kleine Beimischung solcher Papiere die persönliche Rendite deutlich in die Höhe heben, auch statistisch über lange Zeit gesehen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  7. Avatar von ereS
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Zitat Zitat von LulaMae Beitrag anzeigen
    Ich habe gerade wieder so ein Beispiel auf dem Tisch, wo ein Kollege eine DV abschließen möchte.
    Der monatliche Beitrag liegt bei € 120,00, dieser Beitrag wird über ca. 28 Jahre eingezahlt.
    Bei Renteneintritt wird dem Kollegen dann nur eine Rente von € 117,-- garantiert.

    Das heißt für ich, die Versicherung wird mit monatlich 120,-- bedient, ausgezahlt werden später nur monatlich 117,-- . Da müsste der Versicherte ja schon noch mindestens 28 Jahre leben, damit das Geschäft für ihn aufgeht.

    Ich verstehe schon, dass er selbst netto weniger als die 120,-- einzahlt, aber es kommen am Ende, nach diesen vielen Jahren weniger als 120,-- monatlich für ihn raus.

    Sowas ist doch Mist.
    zum einen darf man aber auch nicht vergessen, das auf diesen teil in der einzahlphase auch keine steuern und sozialabgaben anfallen
    zum anderen wird bei auszahlung der betrag nochmal steuerpflichtig UND es muessen darauf auch noch kranken-und pflegeversicherungsbeitraege faellig

  8. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Selbst sehr konservative Institutionen wie Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen propagieren schon lange den Einstieg in Aktienfonds, weil selbst eine sehr kleine Beimischung solcher Papiere die persönliche Rendite deutlich in die Höhe heben, auch statistisch über lange Zeit gesehen.
    Keine Frage, dass Investitionen in Produktivkapital in ein Altersvorsorgeportfolio gehören (wenn man genügend Geld hat,um den Vorsorgebetrag zu splitten). Allerdings ist auch hier nicht sicher gestellt, dass am Ende mehr herauskommt, als man eingezahlt hat. Wer um das Jahr 2000 oder 2008 in Rente gegangen ist, wird da durchaus eine Überraschung erlebt haben.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  9. Avatar von LulaMae
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Selbst sehr konservative Institutionen wie Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen propagieren schon lange den Einstieg in Aktienfonds, weil selbst eine sehr kleine Beimischung solcher Papiere die persönliche Rendite deutlich in die Höhe heben, auch statistisch über lange Zeit gesehen.
    Meine eigene DV, die ich seit 2006 habe, füttert drei Fonds, diese haben sich in den letzten Jahren nur negativ entwickelt. Das beruhigt mich nicht gerade. Aber wer weiß, wie es in den nächsten Jahren da weiter geht.
    Ich glaube nicht, dass man da mit einer großen Entwicklung nach oben rechnen kann.

    Bei mir liegt der Monatsbeitrag bei 100,00, die garantierte Rente später liegt monatlich bei 100,20 Euro.
    Ist ja immer noch besser, als das, was meinem Kollegen angeboten wurde.
    Bei ihm fällt ja die Garantie niedriger aus, als der monatliche Beitrag. Das allein fand ich schon echt strange.

    Ich habe mich nun gefragt, was ich noch tun kann, um mich für später abzusichern. Ein bezahltes Haus haben wir schon, die eine DV auch, mein Mann bekommt später zusätzlich noch eine Betriebsrente, so übel sieht es nicht aus, ich habe jedoch immer das Gefühl, dass man das noch optimieren könnte.
    Habe gestern mal geguckt, was es sonst noch gibt... eigentlich nichts, die Lebens- und Rentenversicherung (ungefördert) machen wegen der Zinssituation im Moment wohl gar keinen Sinn.
    Aktienfonds sind mir zu riskant, erst recht, weil ich so viel Zeit nun auch nicht mehr habe, dass über die Laufzeit etwaige Verluste sich selbst ausgleichen.

    Ich möchte gern was machen, steh aber dafür, wie der Ochs vorm Berg.

    Mein Chef würde mir eine 2. DV bezahlen, voll sogar, aber wo er nun das Angebot für den Kollegen gesehen hat, ist er von der ganzen Sache so gar nicht mehr begeistert.
    Bevor ich mich jetzt aufrege,
    isses mir lieber egal.
    Geändert von LulaMae (23.10.2018 um 09:02 Uhr)

  10. Moderation
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    AW: Kann man eine Direktversicherung kündigen?

    Zitat Zitat von LulaMae Beitrag anzeigen
    Meine eigene DV, die ich seit 2006 habe, füttert drei Fonds, diese haben sich in den letzten Jahren nur negativ entwickelt.
    Das ist schon ein Kunststück. Welche Fonds sind denn das?
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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