Haftpflicht: Das Risiko, einen Schaden zu verursachen, bei dem jemand anders einen großen Schaden erleidet, für den ich verantwortlich bin und demzufolge bezahlen muss, ist sicher geringer als bei anderen Versicherungen, das schlägt sich aber auch im sehr geringen Beitrag nieder. Lieber bezahle ich ein Leben lang jährlich 40 Euro, als für einen Schaden verantwortlich zu sein, dessen Haftung mich viele Jahre an den Rand des Existenzminimums bringt.
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16.09.2017, 16:40Inaktiver User
AW: Endlich gutbezahlten Job nach jahrelanger Durststrecke. Welch. Versicherung sinnv
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16.09.2017, 16:42
AW: Endlich gutbezahlten Job nach jahrelanger Durststrecke. Welch. Versicherung sinnv
Wenn wir jetzt mit Einzelfällen anfangen, kommt mein Gegenbeispiel. Ich habe seit 35 Jahren diese Versicherung und ich hatte bisher zwei Schäden zu insgesamt 250 DM (!). Du kannst also abschätzen, wann mein letzter Schadensfall war.
Nach meiner Erfahrung sind 95 % aller Schadensfälle unter 500 €.Be yourself no matter what they say (Sting).
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16.09.2017, 16:53Inaktiver User
AW: Endlich gutbezahlten Job nach jahrelanger Durststrecke. Welch. Versicherung sinnv
Es ist ja genau der Grund, warum diese Versicherung so billig ist. Eine Versicherung lohnt nicht nur, wenn man sie häufiger in Anspruch nimmt, eher im Gegenteil. Das ist wie bei der Gebäude/Feuerversicherung, wenn man ein Haus hat. Der Schadensfall ist selten, aber wenn, dann so hoch, dass man alleine damit nicht fertig werden kann.
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16.09.2017, 17:03
AW: Endlich gutbezahlten Job nach jahrelanger Durststrecke. Welch. Versicherung sinnv
Wahrscheinlich mehr, sonst wäre die Versicherung nicht so billig.
Wenn du das sehr geringe Risiko eines existenzbedrohenden Schadens als tragbar betrachtest, sei dir das ja unbenommen. (Mein Großvater dachte so über Krankenversicherungen, und hatte keine, und es hat sich im Rückblick für ihn gelohnt. Würde ich trotzdem nicht empfehe..)
Generell ist eine Vesicherung keine Geldanlage, sondern eine Balancewette, daß man *entweder* den Ärger *oder* die Kosten hat, aber nicht beides. (Deswegen sind Rentenversicherungen und kapitalbildende Lebensversicherungen auch irgendwie absurd, mMn -- anders als bei anderen Versicherungen laufen da die Interessen von Versicherungsgesellschaft und Versicherungsnehmer konträr.)** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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16.09.2017, 17:31Inaktiver User
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16.09.2017, 17:32Inaktiver User
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18.09.2017, 12:33
AW: Endlich gutbezahlten Job nach jahrelanger Durststrecke. Welch. Versicherung sinnv
Vielen Dank, liebe wildwusel, für deine sehr fundierte Antwort!
Eine BU werde ich auf jeden Fall asap abschließen.
Immobilie: Ich habe seit kurzem ca. 20T€ "auf der hohen Kante", außerdem überlege ich, zusammen mit einem mir sehr nahe stehenden Familienmitglied etwas zu kaufen, in dem wir dann im Alter auch wohnen würden. Da käme dann auch noch einmal einiges an Eigenkapital dazu. Allerdings: In unserer Stadt oder vielleicht auch in der von uns angedachten Größe in einer günstigeren Stadt wäre man locker bei 400T€.
"Wenn du ganz sicher bist, daß du eine Immobilie erwerben möchtest, bespare einen hohen Bausparvertrag, das sichert die aktuellen Zinsen, und die Rendite ist auch nicht viel schlechter als bei anderen festen Anlagen. "
Kannst du mir das nochmal erklären? (Sorry, bin, wie gesagt, Anfängerin in solchen Dingen
). In meiner Wahrnehmung ist ein Bausparvertrag das, was die Großeltern für die Enkel bei deren Geburt anlegen und dass das auch für kürzere Zeiträume Sinn macht, wusste ich nicht.
Vielen Dank auch an alle anderen, für eure Denkanstöße!
@Hilfskonstruktion, vielen lieben Dank, ich freue mich auch sehr und möchte nicht undankbar erscheinen, aber in meinem Freundeskreis verdienen viele Mädels in großen Konzernen fast das doppelte (Edit: Also das doppelte Netto - Brutto bleibt davon dann natürlich nicht mehr das doppelte)
, deshalb komm ich mir da noch nicht als "Gutverdienerin" vor ;-) Aber, wie gesagt: sehr teure Großstadt, man muss es auch relativ sehen.
Geändert von genoveve (18.09.2017 um 12:57 Uhr) Grund: Ergänzung
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18.09.2017, 13:32
AW: Endlich gutbezahlten Job nach jahrelanger Durststrecke. Welch. Versicherung sinnv
Genau das ist doch mein Punkt. Die Existenzbedrohung ist bei der BU sehr viel naheliegender als bei der Haftpflicht, und der Schadensfall sehr viel wahrscheinlicher.
Ich rate ja nicht von der Haftpflicht ab, ich habe selber zwei (Privat und Hund), aber man darf die BU nicht aus dem Auge verlieren, was die TE auch nicht tut.Be yourself no matter what they say (Sting).
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18.09.2017, 14:14Inaktiver User
AW: Endlich gutbezahlten Job nach jahrelanger Durststrecke. Welch. Versicherung sinnv
Du warst aber diejenige, die hier ein Ranking aufgemacht hat und sagte
Und da kann man schlecht ein Ranking aufstellen. Das eine ist wichtig, das andere aber auch....Ich halte die BU-Versicherung oder eine ordentliche Kranken(zusatz)versicherung für deutlich wichtiger. [gemeint war: als die Haftpflichtversicherung]
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18.09.2017, 14:27
AW: Endlich gutbezahlten Job nach jahrelanger Durststrecke. Welch. Versicherung sinnv
Hallo Genoveve,
(OT, weil ein Bausparvertrag keine Versicherung ist -- höchstens gegen steigende Hypothekenzinsen.)
Ein Bausparvertrag wird über eine bestimme Menge Geld abgeschlossen, z.B. 5T oder 10T oder 50T Euro. Du sparst einen gewissen Anteil (oft 40%) davon über monatliche Raten an. Wenn dieser Anteil erreicht ist (oft nach etwa 7 Jahren), bekommst du den Rest geliehen und zahlst mit gleichbleibenden Raten ab. (Zeitdauer, Sonderzahlungen, Zinsen und Gebühren regelt das Kleingedruckte.)
Das Entscheidende ist, du weißt beim Abschluß schon, wie hoch die Raten, die Zinsen und die sonstigen Kosten über die gesamte Laufzeit sind. Du kannst ihn heute für (z.B.) 1,5% Zinsen auf das Darlehen, das du erst 2025 brauchst, festmachen.
Die Schattenseite ist, daß ein Bausparvertrag mehr an Gebühren kostet, als er an Guthabenzinsen bringt. Aber wenn du sicher vorhast, das Darlehen in Anspruch zu nehmen, und erwartest, daß die Zinsen steigen, lohnt es sich rein finanziell -- und für die Sicherheit. Ein Bauspardarlehen trägt für gewöhnlich keine Grundschuld ein, und kann mW sogar als Eigenkapital zählen. Du kriegst also was für deine Gebühren.
Bausparverträge bringen dem Verkäufer eine hohe Provision und werden deswegen gerne verkauft, auch mit vollmundigen Versprechungen. Das hat sie ein bißchen in Verruf gebracht. Sei kritisch und rechne durch, was du auf den Tisch bekommst, schließe nie ab, ehe du nicht das Kleingedruckte gelesen, alles durchgerechnet und drüber geschlafen hast. Aber das sollte man immer tun, wenn größere Summen involviert sind!
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Auch bei BUVs, übrigens! Das sind teure Langläufer. Vergleiche die Angebote, in Sachen Preis, aber auch in Sachen Vertragsbedingungen und Reputation des Anbieters (z.B. finanztipp (online), finanztest (Zeitschrift)). Mach dich schlau, was die Fachbegriffe heißen. Erlaube dir ein paar Wochen, um mit dem Thema vertraut zu werden.
(Es wird gelegentlich geraten, eine Rechtsschutzversicherung bei einem anderen Anbieter als dem der BUV abzuschließen, wenn man eine BUV abschließt. Denn wenn du die BUV wirklich brauchst, bist du unvermeidlich weder nervlich, noch körperlich, noch finanziell in guter Verfassung und die Möglichkeit, bei Problemen einen Anwalt loszuschicken, ist angenehm. Ich würde trotzdem keine Rechtsschutzversicherung abschließen...)
Da du bereits Mitte 30 bist, wird eine BUV nicht mehr ganz günstig. Falls du Vorerkrankungen hast, kann es sein, daß du keine mehr bekommst. Auch da: Unbedingt informieren, wie du am besten vorgehen kannst.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **



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