@schlaflos68: Vielen Dank für die KorrekturenIch muss wohl noch ein bisschen üben
Ich weiß, dass es in anderen Ländern sicherlich (noch) schlimmer zugeht, aber da denke ich, liegt es in erster Linie am lieben Geld, an der Infrastruktur und sonstigen Widrigkeiten. In unserem Lande jedoch ist genügend Geld vorhanden, Universitäten zur Ausbildung zu Hauf und wenn der Landarztwandel weiter so fortschreitet, gibt es bald z.B. für ganz Meck-Pomm. wahrscheinlich nur noch 2 Landärzte im Alter von 80. Die Herren und Damen Ärzte wollen in die Zentren, hochaufgerüstete Praxen errichten und die Massen durchschleusen. Selbst war ich vor einem Jahr beim Augenarzt (auf Anraten meiner Optikerin). Ich hatte einen Termin 16.10 Uhr. Das erste, was ich machen durfte war, einen Patientenbogen auszufüllen. Dann wurde ich auf die "Grüne-Star-Untersuchung" hingewiesen, die 20 Euro kostet und von der Kasse nicht übernommen wird (!). In meinem Alter (so O-Ton) würde man mir die Untersuchung dringend empfehlen (Druck aufbauen). Was habe ich natürlich gemacht: Die 20 Euronen gelöhnt und sage und schreibe fast 3 Stunden in dieser Praxis zugebracht mit einem überflüssigen Sehtest, dieser "Grüne-Star-Untersuchung" incl. 2 Minuten bei der Augenärztin!!! Als ich sie fragte, ob denn auch nach einer evtl. Netzhautablösung geschaut werde, bekam ich zur Antwort: Nein, nein, das ist eine gesonderte Untersuchung. Hier würde jetzt nur der Augendruck gemessen (übrigens es war alles i.O. bei mir) und die Grüne-Star-Untersuchung. Ich war fassungslos und bin für zusammengefasst 8 Minuten "Behandlungszeit" nahezu 3 Stunden in dieser Praxis gewesen (der Rest war reine Wartezeit!!!).
@scales: Was ist die passende KK? Grundsätzlich müssen die Kassen ein einheitliches Grundprogramm liefern. Es geht also um das "Zusatzangebot" und da muss ich mich durchwuseln durch ich weiß nicht wieviele Krankenkassen, um diese gegeneinander zu vergleichen. Das ist mir ehrlich gesagt zu mühsam, zumal ich heute noch nicht wissen kann, was ich in 3 Jahren evtl. mal benötigen werde und/oder ausprobieren möchte.
Ich vermisse schlicht die Individualität. Wenn ich mal bei meiner Person bleibe, dann würde ich mir wünschen, dass die Krankenkasse z.B. ihre Mitgliederlisten checkt, wer kein großer Arztrenner ist und denen vielleicht mal was anbietet oder auch anfragt, was man ihnen Gutes tun könnte. In abgewandelter Form habe ich das schon gelesen, aber bevor man irgendwelche Boni oder Zusatzleistungen bekommt, muss man erst eine Arztcheckliste abarbeiten und zig Untersuchungen über sich ergehen lassen. Dann verursache ich also erst enorme Kosten (von meiner Privatzeit einmal ganz abgesehen; s.o.), um dann vielleicht etwas zu bekommen, was ich gar nicht haben will (Wassergymnastik oder ein Buch über gesunde Ernährung). Letzteres war z.B. im Angebot meiner alten KK, tiief-soifz. Auch möchte ich darauf aufmerksam machen, dass viele sicherlich gut gemeinte Angebote und Ratschläge für viele Versicherten hilfreich sind. Aber wenn ich selbst normalgewichtig und gesund bin (und da bin ich nicht die Einzige), dann gehen die Angebote an uns schlicht vorbei!
Ich weiß, dass es kein Patentrezept gibt, aber ich musste jetzt auch mal abnöhlen. Vielleicht kann ich ja mit meiner KK ein Gentleman-Agreement treffen. Gemailt habe ich schon und auf die profess. Zahnreinigung hingewiesen
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Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 33
Thema: Zusatzbeiträge ab Januar
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30.12.2014, 15:47Inaktiver User
AW: Zusatzbeiträge ab Januar
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30.12.2014, 19:25Inaktiver User
AW: Zusatzbeiträge ab Januar
Das ist die Positiv-Argumentation des GKV Spitzenverbandes. Die Realität ist, dass der einheitliche Beitragssatz ab 01.01.2015 14,6% beträgt. Jede Kasse die drüber liegt, erhöht daher den einheitlichen Beitragssatz. Liegt die Kasse bspw. weiter bei 0,9% Zusatzbeitrag, zahlt man genau so viel wie 2014, richtig. Aber mehr als nötig und gesetzlich vorgesehen. Also nicht alles glauben, was der Spitzenverband verbreitet. Jede Kasse mit mehr als 14,6% in 2015 führt eine "Beitragserhöhung" durch.
Hinsichtlich "wegen paar Prozenten wechseln lohnt nicht". Das liegt immer im Auge des Betrachters. Ich bin bspw. seit jeher nur Einzahler ins System und zwar mit Höchstbeitrag. Also üppig. Und bis auf den obligatorischen Zahnarztbesuch fürs Bonusheft und ab 2015 Krebsvorsorge ziehe ich nichts aus dem System. Daher ist für mich erstens einzig der Beitragssatz relevant und bei der Höhe die ich zahle, sind "die paar Prozente" ein ansehnliches kleines Zusatzeinkommen im Falle eines Wechsels.
Das locken mit Bonusprogrammen halte ich für Augenwischerei. Glaubt ihr alle, dass irgendwelche - teilweise auch sinnlosen - Vorsorgeuntersuchungen für lau sind? Die rechnen die Ärzte genau so ab. Das heißt, viele gehen also zu irgendwelchen Sinnlosuntersuchungen, nur um 50 Euro aufs Jahr gerechnet zurückgezahlt zu bekommen, verursachen aber durch die Sinnlosuntersuchungen viel höhere Kosten. Warum die Kasse das trotz Unwirtschaftlichkeit macht? Weil jeder Versicherte Kohle aus dem Gesundheitstopf bringt und natürlich den Rest des Jahres fette Beiträge zahlt. Also gaukelt man ihm irgendwelche supergünstigen Vorsorgeprogramme vor und viele merken garnicht, dass sie damit das Gesundheitswesen noch viel mehr belasten.
Würden die Gesetzlichen auch erstmal ne Rechnung bekommen, würden sie bestimmt staunen, wie teuer die angeblich "kostenlose" Sinnlos-Vorsorge ist und der Bonus das Gesundheitswesen noch zusätzlich belastet. "Zahnreinigung" ist bspw. meines Erachtens so eine Wellness-Geschichte, die keinen nachgewiesenen medizinischen Nutzen hat und bis zu 150 Euro pro Sitzung kostet. 2x im Jahr und schon 300 Euro dem Gesundheitswesen sinnlos entzogen. Und dann noch 50 Euro Bonus dafür bekommen. Supi. So bleiben unsere Beiträge bestimmt stabil.Geändert von Inaktiver User (30.12.2014 um 19:34 Uhr)
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30.12.2014, 20:03Inaktiver User
AW: Zusatzbeiträge ab Januar
Dieser Strang hier handelt aber von der Reform der Gesetzlichen Krankenversicherungen, es ist also unnötig, an dieser Stelle auch noch einen zusätzlichen Vergleich zu privat Versicherten zu ziehen, zumal diese Art von Bashing bitter aufstößt, wenn man bedenkt, welche Medikamente (auch für angeblich kostenlos Mitversicherte) regelmäßig aus eigener Tasche gezahlt werden müssen.
Auf diesen Einwand hier möchte ich aber dennoch eingehen:
Wer regelmäßig 2-mal jährlich zum Zahnarzt geht, bekommt dabei logischerweise auch gleich einen fachmännischen Blick aufs Gebiss mitgeliefert. Das rechnet sich für die KK auf jeden Fall auf lange Sicht.
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30.12.2014, 20:15
AW: Zusatzbeiträge ab Januar
Wenn all die Anderen Recht hätten, würdest du das schon bemerken ;)
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30.12.2014, 22:35Inaktiver User
AW: Zusatzbeiträge ab Januar
Diese Maßnahme z.B. halte ich für wichtig, sicher zum einen für den Blick aufs Gebiss und zum anderen, um meine Kaffeebelege zu entfernen. In die letzten Ecken und Winkel kommt die Zahnbürste dann letztlich doch nicht und ich fühle mich hinterher wie gekärchert.

Ich denke, wenn man hier einen Strang aufmachen würde, so nach dem Motto ... Geschichten aus den Arztpraxen ... würde so manches zu Tage treten, was den Krankenkassen zu denken geben würde.
Mal sehen, wie meine KK reagiert.
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31.12.2014, 08:57Inaktiver User
AW: Zusatzbeiträge ab Januar
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31.12.2014, 09:47Inaktiver User
AW: Zusatzbeiträge ab Januar
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31.12.2014, 09:50Inaktiver User
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31.12.2014, 12:04Inaktiver User
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31.12.2014, 13:36Inaktiver User
AW: Zusatzbeiträge ab Januar
Das Argument war, dass ein fachmännischer Blick durchaus für die KK auch Kosten sparen kann - auf lange Sicht gesehen. Jetzt fragst du plötzlich (rhetorisch?), was das bringe. Also: Bei mir kommt auch der Zahnarzt, bevor die Assistentin loslegt. Und MIR bringt das auf jeden Fall ein gesundes Gebiss

Aber du musst das ja nicht machen, steht dir ja frei.


Ich muss wohl noch ein bisschen üben 
. Die Herren und Damen Ärzte wollen in die Zentren, hochaufgerüstete Praxen errichten und die Massen durchschleusen. Selbst war ich vor einem Jahr beim Augenarzt (auf Anraten meiner Optikerin). Ich hatte einen Termin 16.10 Uhr. Das erste, was ich machen durfte war, einen Patientenbogen auszufüllen. Dann wurde ich auf die "Grüne-Star-Untersuchung" hingewiesen, die 20 Euro kostet und von der Kasse nicht übernommen wird (!). In meinem Alter (so O-Ton) würde man mir die Untersuchung dringend empfehlen (Druck aufbauen). Was habe ich natürlich gemacht: Die 20 Euronen gelöhnt und sage und schreibe fast 3 Stunden in dieser Praxis zugebracht mit einem überflüssigen Sehtest, dieser "Grüne-Star-Untersuchung" incl. 2 Minuten bei der Augenärztin!!! Als ich sie fragte, ob denn auch nach einer evtl. Netzhautablösung geschaut werde, bekam ich zur Antwort: Nein, nein, das ist eine gesonderte Untersuchung. Hier würde jetzt nur der Augendruck gemessen (übrigens es war alles i.O. bei mir) und die Grüne-Star-Untersuchung. Ich war fassungslos und bin für zusammengefasst 8 Minuten "Behandlungszeit" nahezu 3 Stunden in dieser Praxis gewesen (der Rest war reine Wartezeit!!!).
. Letzteres war z.B. im Angebot meiner alten KK, tiief-soifz. Auch möchte ich darauf aufmerksam machen, dass viele sicherlich gut gemeinte Angebote und Ratschläge für viele Versicherten hilfreich sind. Aber wenn ich selbst normalgewichtig und gesund bin (und da bin ich nicht die Einzige), dann gehen die Angebote an uns schlicht vorbei!
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