Auch der zentrale versicherungstechnische Sinn einer Rentenversicherung ist nicht, die Rentenzahlungen zu erhalten, denn das kann man auch selber ansparen, die Rentenansparungen sollten allerdings gesichert sein, was der Rentenanspruch ja ist ("Hartz 4? Sie haben da doch 250.000 € auf dem Konto, fangen sie da mal an!" – "Ah, das ist doch meine Rente!"). Der zentrale versicherungstechnische Sinn ist, auch dann die Rentenzahlungen noch zu erhalten, wenn man aus dem angesparten Vermögen die letzte Monatsrate ausbezahlt bekommen hätte, das Konto leer wäre und man ein Sozialfall wird, das wird verm. irgendwo mit Mitte 80 sein. Hier bekommt man aus der Rentenversicherung weiterhin Zahlungen, die dadurch gegenfinanziert werden, dass halt jemand anderer mit 66 den Löffel abgegeben hat und nur 12 Monatsraten rausbekommen hat. Es ist eben eine Versicherung, also etwas, das einen vor der finanziellen Umnietung bewahrt.
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03.01.2012, 09:38
AW: berufsunfähigkeitsversicherung - wirklich nötig?
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03.01.2012, 09:55
AW: berufsunfähigkeitsversicherung - wirklich nötig?
Mich würde mal interessieren, wie viel denn nun eine sinnvolle BUV so kostet. Wenn jemand wegen Krankheit nicht mehr arbeiten kann bekommt er Hartz4, für einen Alleinstehenden entspricht das ungefähr 750 Euro im Monat.
Für 750 Euro/Monat brauche ich mich also nicht zu versichern, die bekommt jeder.
Damit man für sein Geld etwas mehr als H4-Niveau bekommt, sagen wir 1500 Euro im Monat ... wie viel kostet das denn pro Monat an Beitrag?
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03.01.2012, 15:00
AW: berufsunfähigkeitsvers. - wirklich nötig?
Dir ist aber bewußt, daß man außer einem geringfügigen Schonvermögen alle Ersparnisse aufgebraucht haben muß und z.B. auch Erbschaften aufgewendet werden müssen?
Lebensunterhalt + Miete (ortsabhängig, ca. 300-350 Euro) + Krankenversicherung dürften eher bei 850 Euro auskommen - trotzdem reicht das m.E. kaum zum Leben, bzw. ich weiß nicht, wie Leute ausschließlich damit über die Runden kommen.
Deine Frage ist aber natürlich trotzdem (bzw. gerade deshalb) relevant, wüßte ich auch gerne...
lg lenitaGeändert von ascalin (03.01.2012 um 15:36 Uhr) Grund: Titel gekürzt wegen Überschneidung mit Beitragsangaben in der Übersicht
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03.01.2012, 15:55
AW: berufsunfähigkeitsvers. - wirklich nötig?
Ich habe mir jetzt einfach mal den ersten Tarifrechner lt. Suchmaschinen rausgesucht, ohne Verweis auf andere Berufe, und bekam anhand der Kriterien
- männlich
- geboren 1980
- kaufmännischer Beruf
folgende Ergebnisse geliefert500 Euro 20,12 1000 Euro 40,25 1500 Euro 60,34 2000Euro 80,08 2500 Euro 99,13
Sorry, ist meine erste Erfahrung mit einer Tabelle. Nachträglich lässt sie sich wohl nicht mehr ändern.Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.
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03.01.2012, 16:08
AW: berufsunfähigkeitsvers. - wirklich nötig?
Hallo,
Frank hat insoweit recht, als bei Geringverdienern ohne Vermögen und ohne Partner mit mehr als niedrigem Einkommen eine Berufsunfähigkeitsversicherung vorrangig den Sozialkassen nutzt. Aber viele Menschen mit niedrigem Einkommen haben doch (etwas) Vermögen, werden irgendwann einmal erben, haben (oder hoffen
) auf einen Partner mit Einkommen und Vermögen.
Zu den Kosten: so pauschal kann man eigentlich keine Zahlen nennen, weil die Beiträge vom Risiko des eigenen Berufs abhängen, vom Lebensalter, bis zu dem die Versicherung abgeschlossen ist, etc.
Ich habe eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (zu einer Rentenversicherung, wobei ich deren Höhe gerade nicht im Kopf habe) mit einem Rentenanspruch von derzeit etwa EUR 2.300,00 monatlich. Sie läuft nicht ganz bis zum Rentenalter (sonst wäre sie um einiges teurer, aber die letzten paar Jahre hoffe ich im Ernstfall über Ersparnisse finanzieren zu können. Sie kostet monatlich EUR 120,00. Viel Geld (seufze ich einmal im Jahr, wenn der Beitrag fällig wird), aber meine Erwerbsfähigkeit ist mit Abstand mein größtes Kapital.
Was man bei der Höhe der BU-Rente ebenfalls berücksichtigen sollte ist, dass ab dem Zeitpunkt, ab dem man nicht mehr arbeitet, man auch keine Rentenversicherungsbeiträge mehr einbezahlt. Diese weitere Versorgungslücke muss (bzw. darf - privat vorsorgen ist ja nicht unbedingt schlechter als die Deutsche Rentenversicherung
) man dann selbst schließen.
Mandelblüte


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