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    Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Hallo Ihr Lieben
    als Neu-Gartenbesitzerin würde ich gern die Qualität meines Bodens verbessern und mein Obst und Gemüse natürlich düngen.
    Beim Herumsurfen bin ich auf Wurmfarmen gestoßen und würde hier gern mal nach Erfahrungswerten fragen. Da ich gern Flüssigkeit abzapfen würde (den so genannten Wurmtee , toller Name) und den Kompost ungern per Hand von den Würmern trennen möchte, erwäge ich ein mehrstöckiges System.
    Solche gibt es fertig zu kaufen und es gibt im Internet viele Anleitungen für günstige DIY-Wurmfarmen.

    Nun meine Fragen: nutzt hier schon jemand Kompostwürmer in einem wie-auch-immer-gearteten System und mag seine Erfahrungen teilen? Selbst gebaut oder fertig gekauft? Einfach ein Eimer für alles oder mehrstöckig? Wohin damit im Winter, müssen die Würmer dann im Keller wohnen?

    Ich würde mich freuen, wenn es hier zu einem Austausch kommt (:

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Ich erzähl mal einfach weiter .. Hatte gestern noch Lust auf einen Baumarkt-Besuch und hab jetzt die Komponenten für DIY gekauft. Der Hahn für den Wurmtee war mit 5 Euro noch das teuerste, die Kisten habe ich für einen Euro pro Stück bekommen, kostenmäßig also bisher alles sehr überschaubar.
    Bei meinem Baumarkt ist allerdings noch der große Schwede gegenüber, so dass ich bei den Kisten eine gute Gelegenheit zum Vergleich hatte. Da sie nicht durchsichtig (und nach Möglichkeit auch nicht durchscheinend) sein sollen, war die Auswahl schon etwas kleiner und ich bin mit dem Euro pro Stück sehr zufrieden . Ach so, dazu kam noch ein Deckel für 50 Cent. Das teuerste werden wohl definitiv die Würmer selbst werden .

    Ich plane im Moment ein vierstöckiges System zu bauen, unten eine nicht-löchrige Kiste mit dem angeschraubten Hahn und darüber die Kisten mit den Luftlöchern und Gängen. Ganz oben dann der Deckel.

    Über Mitstreiter, Erfahrungen, Abraten oder Zuraten oder auch Erfahrungen mit ganz normalen Komposthaufen, Thermokompostern oder sonstwas freue ich mich weiterhin, also immer raus damit .

  3. Moderation

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Also, Lösung habe ich keine, aber ich bewundere das Problem.


    Ich habe ganz normale Kompost - Vorrichtungen im Garten.
    Die Würmer kommen von ganz alleine und was die im Winter machen, ist mir völlig egal. Meinetwegen überwintern auf den Kanaren!

    Und was ist jetzt dieser Wurmtee?

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen

    Und was ist jetzt dieser Wurmtee?

    Das ist die Jauche oder die sogenannte Gülle, die sich unter dem Kompost sammelt. Entsteht dadurch, dass Nässe durchsickert, dabei die löslichen Nährsalze "mitnimmt" und sich am Boden oder in einem darunter befindlichen Auffangschale/-becken sammelt. Das kann man dann ablassen und zum Düngen verwenden.
    Aber Vorsicht!!! - zu viel des "Guten" = Überdüngung, kann den Pflanzen mehr schaden als nützen!

    Passiert natürlich in einem normalen Komposthaufen genauso, da könnte man dann einen wasserdichten Belag so unterlegen, dass diese Flüssigkeit allein in ein davor gestelltes Gefäß abläuft.

    Du hast Recht Utetiki, die Regenwürmer kommen von allein(vermehren sich dort auch) und wenn man ein paar mehr haben möchte, einfach auf einer Wiese oder einem Feld ein paar ausgraben und auf den K.-haufen werfen. Alles andere machen sie auch selbst!!!
    Außerdem finde ich Kompost besser, weil dadurch der Boden aufgelockerter ist und aus dem K. noch lange Zeit, durch die nützlichen Mikroben, neue Nährsalze freigesetzt werden.

    Eine Wurmfarm machen doch nur die, die Würmer züchten, um sie zu verkaufen.
    Es gibt keine Leute,die nichts erleben.
    Es gibt nur Leute,die nichts davon merken.

    (Curt Goetz)

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Danke Euch beiden für Eure Antworten.
    In einer Wurmfarm würde man allerdings keine Regenwürmer schuften lassen, sondern spezielle Kompostwürmer https://de.wikipedia.org/wiki/Kompostwurm. Die brauchen zum Glücklichsein keine meterlangen Gänge, kommen gut mit den Temperaturen in der Farm aus und sind sehr schnelle Futterverwerter.

    @frankeguben: mit Deinem Plädoyer für Kompost = aufgelockerter Boden gibst Du mir definitiv zu denken. Danke

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    @einfacher,
    Du hast Recht: Kompostwürmer und Regenwürmer sind 2 Paar Stiefel.

    Ebenso ist Sinn des Wurmkompost nicht Lockern des Bodens, da er eher Dackelkackekonistenz hat, also eher pappig ist.
    Ja, ich habe reichlich Erfahrung damit und kann Dir auch Tipps geben.
    Meiner Meinung ist es aber nur für Leute, deren Familie was für die netten Tiere übrig hat und der es auch anlangen mag. Denn meiner Erfahrung nach sind die Würmer recht ortsfaul und Anlocken in ne höhere Ebene ist Glückssache.

    Die einfachste Methode im Sommer Eimer, Plastiktopf mit vielen Löchern oben einsetzen undaufsitzen lassen, so daß der "Tee" ablaufen kann. Seitlich mit Pappe auskleiden, Würmer mit Futter einfüllem und Plastikfolie oben auf.
    Nach jeder Zufgabe (am Anfang eher weniger) Erde oder besser Terra Preta oder normalen Kompost und Kalk (kein ungelöschter!) oder Urgesteinsmehl obenauf. Und viel Lignin (Pappe, Zeitung, Biotüten, ...) obenauf

    Meine größten ungelösten Probleme sind Fruchtfliegen im Winter und Mäuse ... im Sommer.
    Man braucht schon einen geduldigen Mann.
    I.M. sind sie im Geräteraum frostsicher.
    Eine entfernte Bekannte lässt sie m Winter in die Erde umziehen, was micht so meines wäre.

    Nochwas: wenn Du daran denkst, welche zuzukaufen (z.B. Superwurm): nicht überfüttern und langsam akklimatisieren.
    War recht problematisch, zumindest bei mir.

    Je suis Charlie!

    Hugh Grant über Boris Johnson (29.8.2019)(Danke an untitled):

    You will not fuck with my children’s future. You will not destroy the freedoms my grandfather fought two world wars to defend. Fuck off you over-promoted rubber bath toy. Britain is revolted by you and you little gang of masturbatory prefects

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Kyoto: wow, herzlichen Dank. Du kennst Dich ja gut aus.
    Im Moment erwäge ich als Ort für die Wurmfarm die Garage, so dass ich Fruchfliegen und Co. wenigstens nicht im Haus hätte. Dort stehen die Würmer immer schattig und die Wände sind mit Styropor isoliert.
    Viele "Farmer" im Internet tun so, als hätten sie gar keine Probleme mit Schädlingen oder ausbrechenden/ nicht die Ebenen wechselnden Würmern. Da ist es gut, von Dir mal eine andere Stimme zu hören. Besser, ich weiß jetzt schon, was auch mich zukommen kann .

    Eine Frage zur Ortstreue/ Faulheit: ich habe gelesen, dass man auf der alten Ebene aufhört zu füttern, um die Würmer auf eine höhere Ebene zu locken. So nach dem Motto "wenn sie weiterhin fressen wollen, dann kommen sie schon". Die Ebenen müssen sich natürlich berühren, um den Aufstieg möglich zu machen, aber das tun sie ja automatisch, wenn die untere voll ist und die obere mit Löchern auf dieser aufliegt.
    Wenn die untere dann durch-kompostiert ist, wird sie laut dieser Theorie von selbst uninteressant für die Würmer und die ziehen in reichere (höhere) Jagdgründe weiter. Und dann kann man die Ebene mit dem Wurmkompost entnehmen.
    Sagen Deine Erfahrungen da was anderes oder hast Du immer ein bisschen auf mehreren Ebenen gefüttert und sie haben vielleicht deswegen nicht wechseln "müssen"?

    Bist Du trotz der teilweise negativen Erfahrungen noch zufrieden mit Deiner Wurmkompostierung?
    Welche Würmer hast Du? Sind die von Dir genannten bei Superwurm denn eigentlich aus der "Eisenia"-Familie oder besitzt Du andere Sorte(n)?

    Freue mich, wenn Du mich weiter erleuchten würdest
    Und natürlich auch über weitere Mit-Diskutierer.

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Ach so, eins noch zum Eimer: Den hast Du praktisch lose als Komposteimer stehen, richtig?
    Ich habe bei YouT*be gesehen, dass manche die Eimer (mit Löchern) im Beet einbuddeln, wobei oben ein bisschen Rand herausschaut. Der Eimer wird mit einem Deckel geschlossen, ein paar der Luftlöcher liegen über der Erde und sorgen für Luftzirkulation. Dann wird der Eimer genau wie eine Wurmfarm befüttert und gewässert, nur mit dem Unterschied, dass Regenwürmer, Käfer usw. von selbst kommen und gehen und man keine Würmer kauft. Dieses "kommen und gehen" soll den Boden um den Eimer von selbst auflockern, die Regenwurmpopulation erhöhen und durch den austretenen Wurmtee den Boden fruchtbarer machen. Kompost kann man auch noch alle zwei Monate ernten.
    Klang auch nicht schlecht . Hast Du damit schon Erfahrung?

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Wurmfarmen sind für kleine Gärten und Balkone praktisch. Wir setzen hier auf Kompost und mulchen (also Grassschnitt und Heu zwischen die Pflanzen). Das Mulchen gibt den Würmern im Boden Futter, schützt vor Austrocknung des Bodens und vermindert "Beikraut" (das ist das was man früher als Unkraut bezeichnet hat ;-).
    Ich würde bei einer separaten Wurmfarm darauf achten nur heimische Tierchen zu verwenden, wir wissen alle was die hübschen bunten Marienkäfer mit den heimischen Marienkäfern machen...
    all that glitters ain't gold

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    AW: Erfahrungen mit Wurmfarm / Wurmkompostierung gesucht

    Zitat Zitat von Glitter Beitrag anzeigen
    Ich würde bei einer separaten Wurmfarm darauf achten nur heimische Tierchen zu verwenden, wir wissen alle was die hübschen bunten Marienkäfer mit den heimischen Marienkäfern machen...
    Ja danke, da sagst Du was, über das ich mir auch schon Gedanken gemacht habt. Zwar wäre die Wurmfarm ja eigentlich getrennt von den Beeten, aber wenn man sie mal aufgibt oder einen gewissen Wurmüberschuss in die Freiheit entlässt, sollte das heimische Ökosystem schon heil bleiben. Ich habe versucht, mich dazu zu belesen und es sieht alles nach heimischen Tieren aus. ABER ganz sicher bin ich mir noch nicht. Notfalls schreibe ich den Lieferanten vor Bestellung an .
    Oder wenn hier jemand nen Tipp hat.. Es sollen auf jeden Fall Vertreter aus der Eisenia-Familie werden.

    Am Sonntag wird gebohrt und gebaut und mit dem Sammeln der Einlage habe ich auch schon begonnen. So wären die Mikroorganismen schon aktiv, wenn ich die Würmer einsetze.
    Hach ja, das mir sowas mal so einen Spaß machen würde .

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