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  1. User Info Menu

    Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Hallo ihr lieben!

    Ich versuch es mal kurz zu machen:
    Ich bin 22 Jahre, und habe bisher keine Berufsausbildung. Ich habe vor 3 Jahren eine schulische Ausbildung zur Kosmetikerin angefangen, welche ich aber aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen habe.
    Irgendwie habe ich danach den Anschluss verpasst, was ich auch auf meine unsagbare Faulheit zu der Zeit schieben muss.
    Ich habe mich mit kleinen Nebenjobs über Wasser gehalten und arbeite nun seit einem Jahr an einer Tankstelle.
    Im Großen und Ganzen ist die Arbeit okay.

    Jedenfalls haben mir die Chefs dort angeboten, dieses Jahr eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau zu beginnen!
    Klasse - fast geschenkt.
    Ich freue mich auch riesig, aber wenn ich so darüber nachdenke...

    Die paar Stunden die ich in der Woche dort verbringe, da bin ich immer wieder froh wenn ich danach doch meine Ruhe habe. Das ganze drumherum, auf Kunden zugehen, viel reden, immer präsent und freundlich sein, ist nicht direkt meine Welt.
    Ich bin eher jemand, der "hinten herum" gerne organisiert, d.h. nicht dauerhaft im Kundenkontakt stehe. Das klingt sicher doof, aber ich bin von grundauf eher ein schüchterner Mensche, und dann im Einzelhandel arbeiten?
    Und dazu noch einer Tankstelle, da ist man der Sündenbock für alle, bei den Preisen...
    Ausserdem geht es an der Tankstelle oftmals sehr chaotisch zu, die anderen derzeitigen Azubis schieben viele, viele Überstunden, und erledigen Sachen, die sie gar nicht tun müssen/sollten.

    Andersherum gesagt, ist das wirklich ein tolles kollegiales Team dort, und auch die Chefs sind keine Unmenschen...im menschlichen Sinne ;-)

    Naja, nun denke ich mir, soll ich es einfach mal wagen, 3 Jahre durchzuziehen?
    Es mal versuchen?
    Oder meint ihr, wenn man nicht mit dem richtigen Willen und der Lust an die Sache geht, dass es nichts werden kann?

    Ich bin wirklich so verwirrt im Moment...

    Meint ihr, die Lust am Kundenkontakt kann man irgendwie lernen?
    Hat jemanden ähnliche Erfahrungen?


    Ich hoffe, ihr könnt mir einen kleinen Gedankenanstoß geben.
    Danke :-)
    `Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst ja doch nicht lebend raus´

  2. Inaktiver User

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Was ist denn die Alternative, Schnuckiluku?

    Falls du dich auf eine andere Ausbildung (ab September) beworben hast, oder dir sicher bist, im nächsten Jahr (September 2009) einen Platz zu bekommen, dann würd ich sagen: nicht nötig.
    Falls nein: nimm diese Chance an - du musst ja dann noch lange nicht in diesem Beruf arbeiten, aber hast zumindest mal einen Abschluss in der Tasche, mit dem du dich weiterbilden kannst.

  3. Inaktiver User

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Tanguera sehe ich auch so.

    Andere schreiben Bewerbungen ohne Ende um einen Ausbildungsplatz zu bekommen und du bekommst ihn in den Schoß gelegt.
    Um später mal "hintenrum agieren" zu können, muß man erst einmal lernen "vornherum" zu können.
    Laß dich nicht von dem Gerede der anderen beindrucken. Mach deine Erfahrungen selbst.

  4. User Info Menu

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Nimm die Ausbildung an.

    Ich stimmt diesbezüglich mit meinen Vorrednerinnen über ein.
    Hast du dich auf etwas anderes beworben bzw hast schon was in Aussicht lehn es ab - hast du nicht nimm ihn an!

    Dann hast du eine Ausbildung und das ist für den "Traumjob" später mal bestimmt von Vorteil - besser als ewig Arbeitslos gewesen zu sein, finde ich
    So entschwinde ich ins Nichts hinein,
    werd immer unantastbar sein

    Im Nichts geboren und im Nichts gebunden,
    werd ich helfen in guten wie in schweren Stunden

  5. User Info Menu

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Deine Schüchternheit wird sich verlieren und womöglich hast du Spaß dran. Und was ist die Alternative? Doch weiter dort arbeiten, weil du nichts gelernt hast.

    Also lern was - egal, ob es dein Traumberuf ist oder nicht. Es ist ein Einstieg in eine bessere Zukunft und auf einer Ausbildung kannst du etwas anderes aufsetzen und dich auch noch weiterbilden.

    Nur weil andere dir sonst etwas erzählen ... vergiss es! Nimm es als Geschenk und mach das beste draus. Du kannst ja mal nachfragen, ob du wegen Berufserfahrung vielleicht weniger als drei Jahre lernen musst. Das wäre doch was. Aber du stündest MIT Ausbildung besser da als jetzt OHNE.

    Ich arbeite schon seit Jahren nicht mehr in meinem ursprünglich erlernten Beruf - ist auch gut so. Aber es war die Grundlage für das, was dann an MÖglichkeiten aufkam.
    Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.

  6. User Info Menu

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Hallo und danke, für eure ehrlichen Antworten!

    Ich denke, Alternative ist das Stichwort. Ich habe zwei Bewerbungen offen im Bereich Pferdewirtin, das wäre so ziemlich mein Wunschberuf. Mache nebenher dort auch ein Praktikum, aber viele Bewerbungen waren erfolglos und ich denke, so langsam sollte ich damit abschliessen.

    Ihr habt schon recht, dass mir diese Ausbildung quasi geschenkt wird, ist wirklich nicht selbstverständlich und ich bin auch ohne ende froh über diese Chance, auch wenn sie mir Kopfzerbrechen beschert.

    Ich habe in dem Jahr schon einen großen Teil meiner Schüchternheit verlorgen, vielleicht klappt es ja auch weiterhin

    Gut fand ich den Satz, um hinten zu agieren können, muss ich es erstmal vorne können.
    Klingt ein wenig wie, vor dem Lohn kommt die Arbeit, und so ist es ja nun mal (erst recht in einer Ausbildung)

    Ich denke ich werde mich noch mal mit den Chefs zusammensetzen und eine Nacht darüber schlafen.
    `Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst ja doch nicht lebend raus´

  7. Inaktiver User

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Um später mal "hintenrum agieren" zu können, muß man erst einmal lernen "vornherum" zu können.
    Schnuckiluku,
    damit hab ich eigentlich gemeint, das du das Geschäft mit dem Kunden kennen mußt, um später, wie hast du dich ausgedrückt -- "hinten herum" gerne organisiert--, das auch ordentlich erledigen zu können.

    LG

    DER HerMes

  8. Inaktiver User

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Schnuckiluku, puh... Pferdewirtin? Bist Du Dir sicher, dass das ein Traumjob ist? Bis an Dein Rentenalter?
    Die wenigsten halten es körperlich so lange durch...

    Du weißt wahrscheinlich, dass Du z.B. auch eine Amteurreitlehrer Ausbildung machen kannst? Klar das kostet auch Geld - und nicht gerade wenig, aber wenn Du jetzt Deine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau machst, kannst Du immer noch einen Trainerschein zusätzlich machen und nebenberuflich als Reitlehrerin arbeiten!

  9. Inaktiver User

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Schnuckilucki-bist du die Mitbewohnerin meiner Tochter?
    Da ist genau das Gleiche!

  10. Inaktiver User

    AW: Ausbildung im eigentlichen "Anti-Traumberuf" machen? Brauche bitte Rat!

    Hallo Schnucki,

    lass' mich Dir mal ein bissl Mut zusprechen:
    ich habe zwei Ausbildungen gemacht. Hatte mir mit 16 Jahren feste eingebildet, dass ich Friseuse werden möchte. Ausbildungsplatz hatte ich bekommen und schon nach einem halben Jahr stellte sich bei mir die vollkommene "Talentfreiheit" heraus.

    Trotzdem habe ich die Ausbildung zu Ende gebracht, aber mit dem Wissen, dass ich mich beruflich nochmal umorientieren muss.

    Ich selbst wollte dann Krankenschwester werden. Allerdings war das zu der Zeit (1989) recht schwierig und ich musste den Traum abschreiben.

    Zu der Zeit hatte ich eine relativ "gute" Beziehung zu meinem Vater. Der arbeitete in einem Versandhaus und hatte den Vorschlag, mich dort unterzubringen.

    An dem Versandhaus war ein Kaufhaus mit angekoppelt. Und ich wollte niiiiie Verkäuferin werden. Never ever.

    Da sass ich dann beim Vorstellungsgespräch und wurde gefragt, in welcher Abteilung ich gerne verkaufen möchte und ich sagte fast unter Schock (ich hatte mir einen Bürojob eingebildet): "Ich stell' mich doch nicht in den Verkauf!!!"

    Die Ausbildungsleiterin und mein Vater haben damals mit Engelszungen auf mich eingeredet und ich durfte mir dann die Abteilung heraussuchen: Schmuckverkauf.

    Und da ist es mir richtig gut gegangen. Ich bin so aufgeblüht, hatte so gute Leistungen, dass ich die Ausbildungszeit ein halbes Jahr verkürzen konnte. Es hatte noch den netten Nebeneffekt, dass ich zeitgleich in der Berufsschule meinen Mann kennenlernte.

    Ich habe viele Jahre in der Schmuckbranche gearbeitet. Hätte ich meine Tochter nicht adoptieren können, hätte ich gerne eine Weiterbildung zum Diamantgutachter gemacht.

    Ich habe so richtig gerne gearbeitet.


    Nach der Inobhutnahme meines Pflegekindes konnte ich nicht mehr in den Job zurückgehen, mittlerweile habe ich einen zeitlich massgeschneiderten Job im Rechnungswesen in der Pharmazie gefunden.

    War eine ziemliche Umstellung....raus aus dem Verkauf, rein ins Büro....aber mittlerweile blühe ich auch so richtig auf.


    Hab' den Mut, Dich auf etwas vielleicht erst mal "Unvorstellbares" einzlassen - wer weiss, was sich daraus entwickelt.

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