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    Schwerbehindertenausweis

    Hallo,

    seit letztem Jahr habe ich ein Schwerbehinderung von 50. Jetzt gibt es 2 interessante Stellen, bei der Schwerbehinderte jeweils bevorzugt eingestellt werden.

    Da ich mich seit Jahren nirgends mehr beworben habe, habe ich zum Thema Schwerbehinderung einige Fragen:

    Wo gebe ich das an? Im Bewerbungsschreiben? Im Lebenslauf?

    Sollte ich eine Kopie des Schwerbehindertenausweises den Unterlagen beilegen?

    LG
    Magnoona

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    AW: Schwerbehindertenausweis

    In den Bewerbungen, die mir bisher vorlagen, stand es in einem Satz im Bewerbungsschreiben (eher im letzten Viertel).

    Diese Bewerbungen werden bei uns auch einer/m Schwerbehinderten-Beauftragten vorgelegt, welche/r dann auch bei Vorstellungsgesprächen dabei ist (also wundere Dich nicht darüber).
    Den Ausweis braucht es bei uns noch nicht gleich mit den Bewerbungsunterlagen.

    Du bist meines Wissens jedoch nicht zur Angabe in der Bewerbung verpflichtet.
    Bei Nichtangabe entfällt dann jedoch die Chance, dass die Bewerbung wohlwollender und gründlicher angesehen wird.
    Ist wahrscheinlich auch eine Frage des Arbeitgebers.
    Geändert von Puls (05.06.2021 um 14:01 Uhr) Grund: Ergänzung
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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    AW: Schwerbehindertenausweis

    Eine Möglichkeit ist es die Schwerbehinderung im Lebenslauf anzugeben unter dem Punkt „sonstiges“(oder „was Sie noch wissen sollten“ oder ähnlich formuliert).
    Es ist zu überlegen, ob du hier auch kurz erläuterst ob und inwieweit die Behinderung dich in der Berufsausübung einschränkt oder eben auch nicht.

    Das erleichtert das Ansprechen des Themas im persönlichen Gespräch wenn der Gesprächspartner schon eine ungefähre Vorstellung von den Auswirkungen deiner Behinderung (wenn überhaupt) hat.

    Wenn deine Behinderung gar keine Auswirkungen auf die Berufsausübung hat, du aber die Bevorzugung mitnehmen willst,, würde ich das auch so schreiben: win-win für beide Seiten.

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    AW: Schwerbehindertenausweis

    Angeben möchte ich es auf jeden Fall - wegen der Vorteile.

    Darf der Arbeitgeber das überhaupt fragen, ob meine Behinderung Auswirkungen hat? Ich möchte da sicher kein Geheimnis draus machen. Nur rein interessehalber. Auswirkungen hat meine Behinderung nicht auf die Arbeit.

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    AW: Schwerbehindertenausweis

    er darf dich nicht nach der diagnose fragen. aber er darf dir den arbeitsplatz möglichst genau beschreiben und dich dann fragen ob das ein problem für dich darstellt. das darf er.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Schwerbehindertenausweis

    Zitat Zitat von Magnoona Beitrag anzeigen
    Angeben möchte ich es auf jeden Fall - wegen der Vorteile.

    Darf der Arbeitgeber das überhaupt fragen, ob meine Behinderung Auswirkungen hat? Ich möchte da sicher kein Geheimnis draus machen. Nur rein interessehalber. Auswirkungen hat meine Behinderung nicht auf die Arbeit.
    Leider habe ich meine Unterlagen entsorgt. Im Fach Arbeitsrecht sagte unser Dozent, dass der Bewerber sich zwar über viele Sachen ausschweigen darf, wenn er aber Kenntnis hat, dass seine Behinderung ihn an der Ausübung der Tätigkeit hindert, er dies nicht verschweigen darf. Er hatte ein überspitztes Beispiel genommen = jemand sitzt im Rollstuhl und bewirbt sich als Dachdecker.

    Was auch nicht geht ist, dass jemand z.B. eine Mehlstauballergie (und dies natürlich weiß) hat und sich in einer Backstube bewirbt.

    Du schreibst aber selbst, dass Deine Behinderung der Tätigkeit nicht entgegensteht. Daher kannst Du Dich doch mit dem Hinweis einer Schwerbehinderung bewerben.

    Viel Glück!

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    AW: Schwerbehindertenausweis

    Der AG darf fragen ob und inwieweit deine Behinderung deine Berufsausübung und Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.

    Damit ist weniger gemeint, dass er abschätzen möchte ob du die Jobaufgaben überhaupt ausführen kannst. Es geht eher darum inwieweit er deinen möglichen Arbeitsplatz umgestalten muss damit du deinen Tätigkeiten Nachkommen kannst.

    Bei einer z.B. starken Sehbeeinträchtigung im Bürojob kann der AG Zuschüsse für eine Arbeitsbrille oder andere Hilfsmittel beantragen.

    Bist du nicht 8 Stunden durchgängig belastbar kann der AG gemeinsam mit dir ein individuelleres Arbeitszeitmodell abstimmen.

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