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    AW: Anrede in der Bewerbung

    Mach das, Antje.

    Ich habe mich eine Weile still und leise über die Zwangsduzerei geärgert und siebe mittlerweile rigoros aus. Eine freundliche Mitteilung: "Als Kundin über dreißig fühle ich mich nicht mehr angesprochen... Ich nehme mit Bedauern zur Kenntnis, dass Sie sich auf die Zielgruppe der Schüler und Studenten fokussieren möchten. Ich wünsche Ihnen mir der neuen strategischen Ausrichtung viel Erfolg und kündige meinen Vertrag zum..."

    Als ich mein Kundenkonto bei Otto telefonisch gekündigt und die Gründe erläutert habe, ist der Herr am anderen Ende der Leitung richtig pampig geworden. War also eine gute Entscheidung.

    Ganz platt gesagt: Mir ist Zeit meines Lebens noch kein Erwachsener begegnet, der die Höflichkeitsform als respektlos und pampig empfindet. Ich kenne aber massenweise Menschen (selbst unter dreißig), denen die Zwangsduzerei auf den Keks geht.

    Dass man in den sozialen Medien anders kommuniziert, finde ich übrigens völlig irrelevant. Es gibt eben verschiedene Kommunikationsebenen und soziale Zusammenhänge. Die Bewegungsabläufe und die Bekleidung aus einem TikTok-Video passen nicht unbedingt in ein Bewerbungsgespräch und was bei Rockkonzert stimmig ist, kann in einer Gerichtsverhandlung befremdlich wirken.

    Wenn ich auf der Straße einen wildfremden Erwachsenen nach dem Weg frage, dann sage ich selbstverständlich "Entschuldigen Sie..." und duze ihn nicht. Ganz sicher duze ich auch die Verkäuferin nicht, wenn ich frage, wo das Klopapier zu finden ist. Was in der BriCom oder auf Instagram los ist, spielt dabei ganz einfach keine Rolle.

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    AW: Anrede in der Bewerbung

    So ist es. Und die immer wieder gerne angeführten skandinavischen oder englischsprachigen Länder ebensowenig.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  3. Inaktiver User

    AW: Anrede in der Bewerbung

    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen
    Mach das, Antje.

    Ich habe mich eine Weile still und leise über die Zwangsduzerei geärgert und siebe mittlerweile rigoros aus. Eine freundliche Mitteilung: "Als Kundin über dreißig fühle ich mich nicht mehr angesprochen... Ich nehme mit Bedauern zur Kenntnis, dass Sie sich auf die Zielgruppe der Schüler und Studenten fokussieren möchten. Ich wünsche Ihnen mir der neuen strategischen Ausrichtung viel Erfolg und kündige meinen Vertrag zum..."
    Klasse!

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    AW: Anrede in der Bewerbung

    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen

    Ich habe mich eine Weile still und leise über die Zwangsduzerei geärgert und siebe mittlerweile rigoros aus. Eine freundliche Mitteilung: "Als Kundin über dreißig fühle ich mich nicht mehr angesprochen... Ich nehme mit Bedauern zur Kenntnis, dass Sie sich auf die Zielgruppe der Schüler und Studenten fokussieren möchten. Ich wünsche Ihnen mir der neuen strategischen Ausrichtung viel Erfolg und kündige meinen Vertrag zum..."
    Find ich gut! Danke für die Vorlage.

    Ich kaufe auch nicht bei Händlern, die Frauen als "Mädchen" ansprechen - da trage ich meine Kaufkraft einer erwachsenen Frau lieber woanders hin.

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    AW: Anrede in der Bewerbung

    Jip, ich frage mich immer, wo ist diese junge hippe Kundschaft?

    .... zumal ich als junges Mädchen mich gefreut habe, als ich endlich gesiezt wurde.

    Aber dass Firmen in Anzeigen duzen (sollen sie) und gleichzeitig erwarten, "zurück-gesiezt" zu werden ... oje.

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    AW: Anrede in der Bewerbung

    Privat kenne ich ein paar Leute, die in Personalabteilungen arbeiten. Ich habe sie mal gefragt, wie man die Anrede gestalten soll, wenn man in der Stellenanzeige geduzt wird. Alle haben gesagt, dass man im Anschreiben und später im Bewerbungsgespräch siezt. Das Duzen kommt dann, wenn man angestellt wurde und sich in den ersten Tagen mit den neuen Kollegen bekannt macht. So finde ich das gut.

    Ich vertrete die Meinung, das man sich duzen kann, wenn man sich kennt und viel miteinander zu tun hat. Aber wenn mir jemand fremd ist, möchte ich das (noch) nicht. Am Anfang weiß ich doch noch gar nicht, ob da überhaupt ein regelmäßiger Kontakt daraus wird.

    Tja, nun bin ich vor einiger Zeit in einem Job gelandet, in dem sehr viel gesiezt wird, auch unter jüngeren Mitarbeitern. Finde ich unschön, kann ich aber nicht ändern. Umgekehrt stört es mich aber auch, dass ich hier (in der Heimat meines Partners) oft von wildfremden Menschen geduzt werde, z. B. vom Postboten, vom Busfahrer oder von den Kellnern in den Restaurants.

    Das ist kein einfaches Thema.

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    AW: Anrede in der Bewerbung

    Zitat Zitat von Sonnenoase Beitrag anzeigen
    Privat kenne ich ein paar Leute, die in Personalabteilungen arbeiten. Ich habe sie mal gefragt, wie man die Anrede gestalten soll, wenn man in der Stellenanzeige geduzt wird. Alle haben gesagt, dass man im Anschreiben und später im Bewerbungsgespräch siezt.
    Falls sich mal wieder ein Gespräch zu dem Thema ergibt: Kannst du bei den Leuten nochmal nachbohren, warum man die Bewerber in der Anzeige duzt, wenn man im Gegenzug ein Sie erwartet?

    Das Duzen kommt dann, wenn man angestellt wurde und sich in den ersten Tagen mit den neuen Kollegen bekannt macht.
    Aber das ist doch sachlich völlig falsch. Das Duzen kam in der Stellenanzeige, noch vor dem Erstkontakt.

    Ich vertrete die Meinung, das man sich duzen kann, wenn man sich kennt und viel miteinander zu tun hat. Aber wenn mir jemand fremd ist, möchte ich das (noch) nicht. Am Anfang weiß ich doch noch gar nicht, ob da überhaupt ein regelmäßiger Kontakt daraus wird.
    So geht es mir auch.

    Tja, nun bin ich vor einiger Zeit in einem Job gelandet, in dem sehr viel gesiezt wird, auch unter jüngeren Mitarbeitern. Finde ich unschön, kann ich aber nicht ändern.
    Vielleicht kannst du dem einen oder anderen jüngeren Kollegen das Du anbieten? Ist natürlich schwierig, wenn sich alle siezen.

    Umgekehrt stört es mich aber auch, dass ich hier (in der Heimat meines Partners) oft von wildfremden Menschen geduzt werde, z. B. vom Postboten, vom Busfahrer oder von den Kellnern in den Restaurants.
    Womit man wieder bei den verschiedenen Kommunikationsebenen ist. Das Du, das in einer alternativen Kneipe noch irgendwie stimmig wirkt, klingt plötzlich sehr befremdlich, wenn es meinen Eltern im Ratskeller um die Ohren gehauen wird.

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    AW: Anrede in der Bewerbung

    Zitat Zitat von Stierfrau123 Beitrag anzeigen
    "Guten Tag Herr Müller-Lüdenscheidt. Ich wollte nur mal nachgefragt haben ob ich Sie in der Anrede bei dem Bewerbungsschreiben siezen soll oder ob ich dich duzen darf"
    fast. ...ob ich DICH Siezen darf oder soll ich Sie Duzen? Mit ergebenem Kratzfuß

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    AW: Anrede in der Bewerbung

    Etwas o.t. aber trotzdem. Das Siezen schafft auch manchmal eine gesunde Distsnz. Wenn mich ikea duzt - egal. Wenn mich meine Bank, also mein Vertragspartner (auch wenn das manche Kreditinstitute nicht so sehen wollen, wir sind gleichberechtigt) machen würde, hätte ich ein großes Problem. Wir sind halt auch nicht so sozialisiert.

    In Skandinavien mag das anders sein.Ich erinnere mich an das Verfahren gegen den Attentäter von uttoya, Anders Brejvik. Er wurde dort geduzt und duzte z.b. auch die Staatsanwältin. Furchtbare Vorstellung.

    Zum Ausgangsthema: Ich würde immer Siezen. Nach unten kann man sich immer noch orientieren. Mein Sohn ist 24 und siezt seine Kunden auch.

    Es ist auch nicht so, dass im Internet permanent geduzt wird. Kommt halt drauf an, wo man sich bewegt.
    Hund: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich. Sie müssen Götter sein!

    Katze: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich. Ich muss ein Gott sein!

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    AW: Anrede in der Bewerbung

    Also bei uns in der Firma wird generell immer geduzt. Das gilt für alle Hierarchieebenen und auch über Ländergrenzen hinweg (sofern deutschsprachig, im Englischen ist es ja eh egal). Selbst Azubis duzen unseren CEO in Deutschland.
    Wir sind kein "hippes" Unternehmen, sondern aus einer eher konservativen Branche. Auch ist die Belegschaft gut durchmischt, es werden auch regelmäßig Leute über 60 eingestellt, wir frönen also ganz klar keinem "Jugendkult". Selbst diese Ü60 finden es sehr angenehm, wenn von vornherein klar ist, man duzt sich, auch wenn man Kollegen nicht kennt (bei uns gilt die Regel, auch bei Erstkontakt wird sofort geduzt, egal um wen es geht). Dieses ewige, wer bietet wem das Du an, muss nun ich, weil ich älter bin oder der andere, weil er hierarchisch höher steht, das entfällt einfach. Aus meiner persönlichen Sicht ist das auch etwas ziemlich gestriges woran ich keinen Gedanken mehr verschwenden möchte. Respekt hat nichts mit Sie oder Du zutun. Ich habe es früher umgekehrt als Problem gesehen, wenn es gewisse Gruppen gab, die sich geduzt haben und andere gesiezt wurden und damit quasi außenstehend sind. Gerade bei älteren Kollegen die neu anfangen ist sowas schwierig. Auch deshalb kommt das bei uns eben auch bei Älteren sehr gut an, weil da dann kein Unterschied mehr gemacht wird, wo sich 30-40 Jährige duzen und dann der 60-Jährige Kollege daneben sitzt und gesiezt wird. Sowas ist durch eine entsprechende Kultur ausgeschlossen (und spiegelt sich meiner Meinung nach dann auch in einer insgesamt größeren Wertschätzung älteren Kollegen ggü. wieder).

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