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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Naja, ob das so kriegsentscheidend ist? Ich habe ja gerade eine Bewerbungsrunde hinter mir, und bei den Stellen, wo ich eine Absage bekommen habe, lag's garantiert nicht am fehlenden Komma auf S. 2 oder am Mangel an Selbstbeweihräucherung. Sondern eher daran, dass eben auf besondere Aspekte in der Ausschreibung Wert gelegt wurde, die ich nicht ausreichend erfüllen konnte. Da hätte auch ein Ghostwriter nicht geholfen.
    Keine Ahnung- die Aussagen von vielen, mit denen ich je darüber geredet habe, war immer "das Anschreiben ist waaaahnsinnig wichtig"- wie auch fehlende Komma oder ein Leerzeichen zuviel, die schiere Katastrophe sind- von unguten Formulierungen mal abgesehen.


    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Was aber sicherlich hilfreich sein kann: sich mal von einem Profi eine gute Grundlage zusammenbasteln zu lassen - nennen wir es "Entwurf", der dann pro Stellenausschreibung spezifisch angepasst wird. Inklusive Layout usw.
    Die Idee finde ich sehr gut- doch auch hier habe ich schon gehört "sowas geht ja gar nicht! Man muss sich immer wieder ganz neu auf die Stellenausschreibung einlassen- es muss absolut individuell sein".

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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Hier im Forum gibts doch einige, die mit Bewerbungsverfahren zu tun haben.

    Vielleicht können die mal erzählen, was ihre Erfahrungen bei Bewerbungen sind.
    Worauf wird Wert gelegt?

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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung- die Aussagen von vielen, mit denen ich je darüber geredet habe, war immer "das Anschreiben ist waaaahnsinnig wichtig"- wie auch fehlende Komma oder ein Leerzeichen zuviel, die schiere Katastrophe sind- von unguten Formulierungen mal abgesehen.

    Ich habe mir im Anschreiben für die aktuelle Stelle einen ziemlich groben Patzer geleistet - ist nicht mal aufgefallen oder wenn, hat es keiner erwähnt. Mir selbst ist es auch erst Monate später aufgefallen, als ich das Anschreiben nochmal angeschaut habe.

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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung- die Aussagen von vielen, mit denen ich je darüber geredet habe, war immer "das Anschreiben ist waaaahnsinnig wichtig"- wie auch fehlende Komma oder ein Leerzeichen zuviel, die schiere Katastrophe sind- von unguten Formulierungen mal abgesehen.


    Die Idee finde ich sehr gut- doch auch hier habe ich schon gehört "sowas geht ja gar nicht! Man muss sich immer wieder ganz neu auf die Stellenausschreibung einlassen- es muss absolut individuell sein".
    Wozu dient denn das Anschreiben deiner Meinung nach?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Hier im Forum gibts doch einige, die mit Bewerbungsverfahren zu tun haben.

    Vielleicht können die mal erzählen, was ihre Erfahrungen bei Bewerbungen sind.
    Das steht hier eigentlich schon in zig Threads. Die Kunst ist, zu wissen, wer eigentlich beruflich häufiger mit Bewerbungen zu tun hat.

    Worauf wird Wert gelegt?
    Bei was genau?
    Geändert von BlueVelvet06 (13.04.2021 um 10:12 Uhr) Grund: was vergessen

    Das Coronavirus ist der Versuch der Waschbären, uns alle umzuwandeln
    und dann die Weltherrschaft zu übernehmen!
    Ein Anagramm von Corona ist Racoon, und was machen Waschbären?
    Sie waschen sich die Hände und tragen Masken.
    WACHT ENDLICH AUF!!!!1!!11!!!!
    .

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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Zitat Zitat von primusinterpares Beitrag anzeigen
    Das ist leider nicht in jeder Gegend so und wieder ein sehr regionales Thema. In vielen Regionen könnte ich wahrscheinlich irgendwelchen Blödsinn schreiben, Lebenslauf dazu und würde eingeladen werden. Ist in der angestrebten Region aber leider nicht so. Da gibt es nur sehr wenige größere die halbwegs bezahlen und damit nur wenig Schüsse im Magazin.
    Hast du irgendwelche Kontakte, auch zweiten Grades, in diese Unternehmen hinein? Das würde ich unbedingt abklopfen.

    Zitat Zitat von TrishaTT Beitrag anzeigen
    So "formalisiert" ist ein Anschreiben doch gar nicht (für einen Lebenslauf brauchst du ja erst Recht keinen Ghostwriter). Im Grunde kannst du schreiben, wie dir der Schnabel gewachsen ist.
    Ja, sofern das beinhaltet, dass Grammatik, Orthographie und Interpunktion korrekt sind, oder jedenfalls nicht schlechter als das Niveau des Gegenübers.

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wenn die Schere von eigenem Ausdruck und so einem Schrieb zu weit abweicht, ist klar, dass darüber gestolpert wird.
    Man liest sich die Bewerbung doch auch nochmal selbst durch und wird doch einschätzen können, ob das nun viel zuviel ist oder noch passt!
    Wenn du das beurteilen kannst, kannst du es doch auch selbst schreiben?

    So ein Bewerbungsschreiben ist doch primär der Schlüssel für eine Einladung und warum nicht den besten nehmen, den man kriegen kann?
    Weniger authentisch?
    Ich schätze, die meisten gehen auch in "besseren Anziehsachen" zum Vorstellungsgespräch als sie später an ihren Arbeitsplatz gehen.....also auch nicht "authentisch"- man verkauft sich in diesen Situationen- nur darum geht es und das Spiel spielt ja auch jeder mit.
    Klar, aber "die besseren Anziehsachen" in Bezug auf das Anschreiben hat die TE doch auch, soweit man das an ihrem Posting sehen kann.


    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Und ich habe z.B. eine Kollegin mit wirklich sehr starkem Akzent, schriebe sie deutsch, wäre die Grammatik vermutlich erkennbar nicht korrekt.

    Nur: Für ihren Job ist das vollkommen irrelevant. Was würde also dagegen sprechen, wenn sie jemandem in ihrer Muttersprache erklärt, was sie aussagen möchte, und der andere schreibt es dann in gutem Deutsch?
    Bei Nicht-Muttersprachlern ist das nochmal eine andere Baustelle.

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Heißt es nicht, ich soll mich auf die Ausschreibung beziehen und dann am besten deren Anforderungen mit Beispielen aus meiner bisherigen Erfahrung beschreiben?
    Was man bisher gemacht hat und wie erfolgreich man war.

    Was soll einem da um die Ohren fliegen- da man doch wohl vorher drüber spricht, können sich die Daten nur decken!?
    Der Stil. Mancher Bewerbungsratgeber empfiehlt geschwollen-gestelzten Stil oder pseudo-vornehme Ausdrücke. Oder noch schlimmer: die Schriftform ist wirklich sehr eloquent und beeindruckend und der reale Bewerber ist eher introvertiert und/oder Anpacker und kann dann seine Erfolge nicht wirklich anschaulich schildern, obwohl das Anschreiben darauf hoffen ließ. Illustrativ: das Anschreiben klingt nach Richard David Precht, im Gespräch taucht dann Karl Laumann auf ;-)

    Mein Problem war immer, dass alles "sehr gut" lauten soll und dieses Verkaufen von "ich bin die Beste" mir echt nicht liegt.
    O-Ton aller, mit denen ich darüber sprach: "klotzen nicht kleckern".
    Tatsächlich habe ich dann auch die eine oder andere Formulierung übernommen, da es bei mir offenbar immer nach "zuwenig" klang.
    Schreib doch einfach die Fakten: dieses System eingeführt, diesen Umsatz erreicht, jenen Kunden gewonnen, so-und-so-viel Mitarbeiter geführt, so-und-so-viel Filialen eröffnet.

    Ich kann die TE gut verstehen- ich hatte das auch schon, dieses " stundenlang an jedem kleinen Satz zu feilen" und am Ende hat man das Gefühl, dass es doch nicht gut genug ist.
    Wie gesagt: kein Voodoo.

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Naja, ob das so kriegsentscheidend ist? Ich habe ja gerade eine Bewerbungsrunde hinter mir, und bei den Stellen, wo ich eine Absage bekommen habe, lag's garantiert nicht am fehlenden Komma auf S. 2
    Schon eher sollte ein Anschreiben gar keine Seite 2 haben - aber wenn es bei dir trotzdem geklappt hat, super. Spricht dann umso mehr für deine Quali.

    oder am Mangel an Selbstbeweihräucherung. Sondern eher daran, dass eben auf besondere Aspekte in der Ausschreibung Wert gelegt wurde, die ich nicht ausreichend erfüllen konnte. Da hätte auch ein Ghostwriter nicht geholfen.
    yep.


    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Die Idee finde ich sehr gut- doch auch hier habe ich schon gehört "sowas geht ja gar nicht! Man muss sich immer wieder ganz neu auf die Stellenausschreibung einlassen- es muss absolut individuell sein".
    Wenn du mit nur wenigen Anpassungen schaffst, dass der Leser denkt "Genau! Die weiß, wie es hier läuft, woran es ankommt! Die kennt die Probleme, die man hat, wenn man das System X einführen will, wenn man eine Fusion hinter sich hat, wenn man zu einem japanischen Konzern gehört. Ich ruf die jetzt sofort an, dann können wir uns das ganze Brimborium mit noch mehr Bewerbern und Gesprächen sparen." -dann ist doch super.
    Entscheidend ist, was hinten rauskommt.

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Ich habe mir im Anschreiben für die aktuelle Stelle einen ziemlich groben Patzer geleistet - ist nicht mal aufgefallen oder wenn, hat es keiner erwähnt. Mir selbst ist es auch erst Monate später aufgefallen, als ich das Anschreiben nochmal angeschaut habe.
    In der IT kann man sich mit passenden Toolkenntnissen und Erfahrungen auch einiges leisten, was in anderen Branchen nicht so ist.
    Andersrum haben bekannte Firmen (und das sind Konzerne ja meist) selbst bei den IT-Stellen oft viele Bewerbungen und können es sich leisten, auszusortieren, wo andere längst nehmen müssen, was sie kriegen können.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    .



    In der IT kann man sich mit passenden Toolkenntnissen und Erfahrungen auch einiges leisten, was in anderen Branchen nicht so ist.
    Andersrum haben bekannte Firmen (und das sind Konzerne ja meist) selbst bei den IT-Stellen oft viele Bewerbungen und können es sich leisten, auszusortieren, wo andere längst nehmen müssen, was sie kriegen können.
    Lass mal die Kirche im Dorf, Agathe. Am Ende kommt es auf den Menschen hinter der Bewerbung an. Es ist natürlich ein Unterschied, ob man sich direkt nach dem Studium bewirbt und da mit ganz vielen anderen konkurriert; da macht es schon Sinn, sich so viel Mühe zu geben, dass man das auch sieht. Wenn schon Berufserfahrung da ist, zählen die Stationen im Lebenslauf nach meiner Erfahrung mehr als die Frage, ob da ein Kommafehler auf S. 2 ist, die „nach dem Buch“ nicht da sein sollte. Das ist sowohl meine Erfahrung als diejenige, die Bewerbungen liest, als auch als diejenige, die bis vor vier Wochen noch selbst welche geschrieben hat (und nicht zu knapp, am Ende hatte ich mehrere Angebote zum Auswählen). Ich glaube nicht, dass der TE ein Problem mit mangelnden Qualifikationen hat, auch wenn es viel Konkurrenz gibt. Ich vermute eher, dass es Leute mit ähnlichen Qualifikatioben gibt, die vielleicht etwas günstiger sind. Das ist dann der Punkt, wo man ansetzen müsste - wie verkauft man sich, um hoch einzusteigen, wenn es Konkurrenz von ähnlich Qualifizierten gibt. Da könnte ein Gespräch mit dem Profi durchaus lohnend sein. Oder man findet einen guten Personalvermittler, der sich interessiert, dann kriegt man das praktisch gratis.

    Mein persönliches Problem wäre eher, das als Quereinsteigerin darzustellen, und daher habe ich überwiegend Angebote da bekommen, wo eine nicht so häufige Kombination von Qualifikationen gefragt war, die ich dann eben hatte. Das Gehalt kam dann über den „Seltenheitswert“. Ggf auch eine Strategie für den TE.
    Geändert von Kara_Thrace (13.04.2021 um 21:35 Uhr)
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Lass mal die Kirche im Dorf, Agathe.
    Aber natürlich, immer! ;-)

    Am Ende kommt es auf den Menschen hinter der Bewerbung an.
    Klar. Und der kann sich zeigen, wenn die Hürde "Unterlagen" genommen ist.

    Rest hab ich gesnipt, weil ich das im Großen und Ganzen gar nicht anders sehe als du. Insofern verstehe ich deinen Hinweis mit der Kirche und dem Dorf auch nicht.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen

    Klar. Und der kann sich zeigen, wenn die Hürde "Unterlagen" genommen ist.
    was summa summarum dafür spricht, sich mal mit einem Profi zu unterhalten, wenn man keine Lust hat, den ganzen Kram zu Fuß zu machen (was ich gut verstehen kann). Unabhängig von der Frage, ob der dann "nur" Tips gibt oder ein paar Musterbewerbungen formuliert.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

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    AW: Bewerbung vom Ghostwriter

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    was summa summarum dafür spricht, sich mal mit einem Profi zu unterhalten, wenn man keine Lust hat, den ganzen Kram zu Fuß zu machen (was ich gut verstehen kann). Unabhängig von der Frage, ob der dann "nur" Tips gibt oder ein paar Musterbewerbungen formuliert.
    Vielleicht kann man das, was ich meine, so zusammenfassen: Man kann sich beraten lasen, aber Bewerbung ist nicht delegierbar.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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