Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 25
  1. User Info Menu

    Gehaltsverhandlung

    So, vor einem Jahr stand ich vor der Wahl von drei Stellen. Eine habe ich abgewiesen. Zum Glueck, wie sich rausstellte, da die gesammte Firmenniederlassung in der Mitte dieses Jahres wegen Covid-Geldeinbussen geschlossen wurde. Eine kam nicht in Frage. Die dritte... tja, da bin ich dank Covid ab Q2 naechsten Jahres auch raus.

    So. Ich hatte ein Vorstellungsgespraech mit einer Firma in Deutschland. Toller Job, aber halbwegs branchenfremd. Dank Covid gibt es im Moment wenige Moeglichkeiten, dafuer ganz viele arbeitslose Kollegen Online nicht viel deutsche Gehaltsinfo zu finden, da seltener Job. Ich habe einen Gehaltswunsch angegeben der niedriger ist als mein jetziger Lohn anhand der wenigen Info online, aber davon im oberen Bereich. Gegenueber zuckte zusammen als ich diesen nannte

    Jetzt moechten der Firmenchef nochmal mit mir sprechen, und auch nochmal den Gehaltswunsch besprechen. Ich vermute: Die wollen mich, aber ich bin zu teuer. Wie geht ihr in solch eine Diskussion? Ich sehe hier 4 Moeglichkeiten, und will auf alle vorbereitet sein. Bis jetzt habe ich immer meinen Gehaltswunsch angegeben, aber zu richtigen Verhandlungen kam es nicht.

    * ich habe viel zu hoch gepokert und das Gegengebot ist so niedrig dass es sich fuer mich nicht lohnt - deutlich: ich habe keinen neuen Job.
    * ich habe viel zu hoch gepokert aber dank meiner Erfahrung koennte man vieieielleicht in die Naehe meines Bereiches kommen - Hier hadere ich mit.
    * So daneben lag ich nicht. Richtige Verhandlung - hiermit hadere ich auch.
    * ich lag zu niedrig und habe mich laecherlich gemacht - Naja, das ist dann so. Scheint aber unwarscheinlich.

    Noch ein Gedanke: Ja, ich suche Arbeit wo ich mal laenger bleiben kann. Dafuer wuerde ich auch eine gewissen Geldeinbusse annehmen. Aber: wenn das Gegengebot zu niedrig ist besteht ein grosse Risiko, dass ich die Stelle erstmal annehme, mich aber weiterbewerbe. Firma hat davon auch nichts.
    Geändert von Carolly (09.12.2020 um 13:37 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Ich würde mir im Vorfeld mal überlegen, was es für Möglichkeiten gibt, Dir Zuwendungen zukommen zu lassen abgesehen vom "echten Gehalt". Was für Möglichkeiten gibt es und welche davon würden es für Dich attraktiv machen (nutzt ja nichts, einen Firmenwagen zu bekommen, wenn der für Dich nicht interessant ist - aber vielleicht eine Bahncard 100....)

    Altersvorsorge? Betriebliche Pensionskasse, Lebensversicherung, ÖPNV-Ticket, Vermögenswirksame Leistungen....

    In welcher monatlichen Größenordnung bewegt sich das, was für Dich interessant wäre und käme man damit in eine Region, die den Job attraktiv macht (meiner Meinung nach wird es bei Dir im hochqualifizierten Bereich schwierig - aber wer weiß)

    Kommt natürlich auch immer drauf an, wie hoch Dein Leidensdruck ist - je schneller man zu tief nachgibt, desto schlechter setzt man sich später durch - denn man hat ja schon gezeigt, daß man leicht "zu drücken" ist.

    Und auch in Deutschland kosten hochqualifizierte Kräfte Geld - die Firmen wollen es nur lieber nicht bezahlen.

    Laß doch mal die Firma sich erklären - und denk dann drüber nach, ob da überhaupt ein Weg hinführt oder nicht. Ich bin der Ansicht, wenn man sich zu sehr runterhandeln läßt, ist die Jobzufriedenheit von Beginn an nicht da, weil man sich übers Ohr gehauen fühlt.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  3. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Du schreibst "toller Job". Ist es auch ein toller Arbeitgeber? Wo Du eine langfristige Perspektive siehst?
    Dann würde ich mich mit weniger zufriedengeben.

    Nächstes Jahr wird noch schwieriger auf dem Arbeitsmarkt, u.a. weil die Kurzarbeitregelung ausläuft.
    Hast Du noch Alternativen?

    Tut mir aufrichtig leid mit dem Job, bist ja extra dafür umgezogen.
    “You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”

  4. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Zitat Zitat von Mendo Beitrag anzeigen
    Du schreibst "toller Job". Ist es auch ein toller Arbeitgeber? Wo Du eine langfristige Perspektive siehst?
    Dann würde ich mich mit weniger zufriedengeben.

    Nächstes Jahr wird noch schwieriger auf dem Arbeitsmarkt, u.a. weil die Kurzarbeitregelung ausläuft.
    Hast Du noch Alternativen?

    Tut mir aufrichtig leid mit dem Job, bist ja extra dafür umgezogen.
    Danke Ach naja, mit dem anderen Job den ich ueberwogen hatte waehre ich schon im Juli ohne Arbeit gewesen und haette spontan irgendwohin in Europa ziehen muessen. Jeder Nachteil hat einen Vorteil. *fluch* und dieses ist die Firma die selbst in Kriesen noch keine Leute entlassen musste. Naja... Corona macht manchen Leuten das Leben schwer. Bei mir geht es noch.

    Ein Problem welches ich sehe ist wenn ich diesen Job annehme und verliere ich kein Recht auf Arbeitslosengeld in Deutschland haben wuerde. Hier habe ich 18 Monate. Damit kann man, wenn es echt sein muss die eine oder andere Kriese gut ueberbruecken. Und da ich sowieso eher sparsam lebe ist mein Problem nicht wirklich gross, im Vergleich mit vielen Leuten

  5. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Danke fuers Mitdenken, Antje. Puh.. hier muss ich wohl erstmal ins Steuerrecht eintauchen. Fahrten zur Arbeit kann ich von der Steuer absetzen, 0.3E pro km, oder Fahrkarten (ich wuerde mir kein Auto kaufen). Somit waehren Fahrkarten vom Arbeitgeber eher nutzlos, oder? Eine Bahncard 100 waehre aber toll.. ausser die wird irgendwie nachteilig besteuert. Dann muesste ich sowas entsprechend viel nutzen.

    Danke fuers Mitdenken, Antje.

    Ich denke dass entweder Fall 2 oder 3 passieren wird. Wenn ich echt viel zu hoch gegriffen haette haette ich vermutlich schon lange eine Absage bekommen. Aber die wollen mich haben. Anders wuerde der Firmenchef sich nicht noch in ein weiteres Gespraech einklinken. Ich habe jedenfalls kein Problem zu sagen 'Thanks, but no thanks'. Muss sagen dass die Vorstellung mal ein paar Monate lang nichts zu tun und den Fruehling/Sommer zu geniessen nicht soooo schlecht klingt (bevor jemand was sagt: Noe, waehre nicht meine Vorstellung von toll, aber das 'Arbeitsamt' wird mich nicht schnell zwingen mich auf weniger qualifizierte Stellen zu bewerben). Also Sorgen mache ich mir nicht so.

  6. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Eine völlig ahnungslose Rückfrage:

    Ein Jobticket für 100 Euro im Monat ist doch besser, als dass Du Dir für 100 Euro ein Ticket kaufst und das dann absetzen kannst?

  7. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Eine völlig ahnungslose Rückfrage:

    Ein Jobticket für 100 Euro im Monat ist doch besser, als dass Du Dir für 100 Euro ein Ticket kaufst und das dann absetzen kannst?
    Ist das so? Ich kenne mich mit deutschem Steuerrecht nicht aus. Ich vermute dass die Kostenbesparung eher moderat sein wird. Eine Bahncard 100 mit vollem Privatgebrauch hingegen koennte nett sein.

    Faellt ein Monatsticket vom Arbeitgeber unter Geldwerter Vorteil? Koennte ich Fahrkarten selber als Steuerfreibetrag eintragen lassen?

  8. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Du kannst doch (gibt es Grenzfälle) eigentlich nie mehr Geld machen, wenn Du 100 Euro "absetzt" als wenn Du 100 Euro "bekommst"? Ist das in anderen Ländern anders?


    Zum Jobticket:

    Jobticket | News und Fachwissen | Haufe


    Du kannst tatsächlich den Kuchen haben und aufessen, also Jobticket und Pendlerpauschale, das geht.

    Wenn der AG hinreichend groß ist, wird der irgendeinen Sondervertrag mit dem ÖPNV-Unternehmen haben. Das Jobticket von meinem Mann würde, wenn er stattdessen eine gleichwertige Jahreskarte hätte, etwa 1000 Euro kosten.

    Allerdings reden wir hier von Nahverkehr.

  9. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Gut, aber in vielen Laendern muss man ein Jobticket vom Arbeitgeber als geldwerten Vorteil versteuern, und dadurch gibt es eigentlich keinen Unterschied zwischen eigene Tickets absetzen und Ticket vom Arbeitgeber. Das meine ich.

  10. User Info Menu

    AW: Gehaltsverhandlung

    Das jobticket kann dir steuerfrei bezahlt werden. Betriebliche Altersvorsorge ist sozialversicherungs- und steuerfrei , muss aber dann bei Auszahlung versichert und versteuert werden. Das ist nicht immer für den Arbeitnehmer vorteilhaft. Manchmal wäre es besser, das Geld als Gehalt zu bekommen und dafür Beiträge in die Rentenversicherung zu zahlen und mehr rentenpunkte zu bekommen. Das ist komplex und in deinem Fall noch individuell schwierig, weil du viel im Ausland gearbeitet hast. Da kenne ich mich nicht genug aus. Da kann ich nur Denkanstöße für Recherche geben.

    Möglich ist eine betriebliche Gesundheitsförderung. Bis zu 500€ pro Mitarbeiter und Jahr können steuerfrei eingeräumt werden.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •